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Normale Reaktion einer Vorgesetzten im Krankheitsfall?

Vorgesetzte sind natürlich nie begeistert, wenn sich der Mitarbeiter krank meldet. Manche reagieren dann auch genervt und ruppig, weil halt ständig irgendwer krank macht, zuviele Mitarbeiter wegen Kleinkram zu Hause bleiben oder in schöner Regelmässigkeit erkältet sind, während andere nur sehr selten krank machen.

In deinem Fall wäre es vermutlich sinnvoller gewesen, ihr keine Hoffnungen zu machen das du am Mo wiederkommst, um dann eine Woche mit Einschränkungen zu arbeiten und den Heilungsprozess vielleicht zu behindern- und dann wieder auszufallen. Besser du bist einfach bis auf weiteres krank und gehst nicht davon aus, das es übers Wochenende so viel besser wird, das du arbeiten kannst ( wenn du selber nicht überzeugt bist, das es zu 95% so ist!

Dann könnte sie besser planen weil sie davon ausgehen muss, das du weiterhin ausfällst.
 
Ich habe mich nur über eine bestimmte Kollegin beschwert. Zu Recht. Sie hat sich Sachen rausgenommen, die ich mir niemals rausgenommen hätte. Sie hatte keine Scheu offen zu sagen, dass sie bestimmte Aufgaben nicht machen wolle. Sie betrieb ganz klar Arbeitsverweigerung.
Naja, sie macht halt das, was du dich nicht traust. War nicht vielleicht auch ein bisschen Ärger dabei, dass sie mutiger war als du?
 
Etwas OT: Es macht mich traurig, zu lesen, dass du anscheinend durch deine Mutter so verunsichert wurdest, dass du dir nich nicht einmal zutraut, dich anderweitig zu bewerben bzw. Angst davor hast, dich in einem neuen Umfeld einzuarbeiten.
Das Leben stellt einem manchmal Aufgaben. Vielleicht ist deine aktuelle Aufgabe zu entscheiden, ob du dich traust, woanders einen Neustart zu wagen?

Ansonsten krank ist krank.
 
Ich bin ja auch bereit, aktiv zu kommunizieren. Bei manchen Erkrankungen ist es halt schwierig, schon drei Tage im Voraus einzuschätzen, ob man wieder einsatzbereit sein wird. Hätte ich mich gar nicht gemeldet, hätte mir meine Vorgesetzte das wahrscheinlich auch angekreidet.

Erst am Sonntag war mir bewusst, dass ich mit den Schmerzen am Montag noch nicht arbeitsfähig sein würde. Ich war gestern wieder beim Arzt und wurde bis einschließlich Freitag krankgeschrieben. Er hätte mich auch noch übers Wochenende krankgeschrieben, aber ich habe ihm gesagt, dass ich es Samstag und Sonntag wieder versuchen wolle. Ich bin froh, dass ich mich jetzt noch ein paar Tage schonen und die Beine hochlegen kann.
Jedenfalls hat die Chefin nichts falsch gemacht. Und du solltest definitiv nicht arbeiten gehen, wenn du krank geschrieben bist.
 
Eine Vorgesetzte weiß aber i.d.R. wie ein/e MitarbeiterIn tickt und womit man sie/ihn beeinflussen kann. Daher ist es nicht okay, den Ausflug anzuführen und dass der nicht stattfinden kann, wenn Marika nicht da ist. So hat sie unterschwellig Druck aufgebaut, statt einfach zu sagen "Kurier dich aus und nimm dir die Zeit, die es dafür braucht. Wir kriegen das hier schon hin."

Ich würde demnächst nur noch mailen, um mich krankzumelden. Es gibt ja keine Vorgabe, dass man telefonieren muss. Und proaktiv anbieten anzurufen würde ich schon gar nicht. Dafür ist die Chefin Führungskraft. Sie muss mit solchen Unwägbarkeiten zurechtkommen können.

Und zum Wechsel, vor dem du @Marika46 Angst hast: Dann musst du eben die Nachteile deines Jobs hinnehmen bzw. dich damit arrangieren. Ich fänd es wichtiger, in einem harmonischen Umfeld zu arbeiten und würde dann auch den Sprung in einen unbekannten See wagen. Dass du Sorge hast, die Probezeit nicht zu schaffen, finde ich schon irgendwie komisch. Schließlich ist das doch eher normal, wenn man gute Arbeit leistet, dass man übernommen wird, und dein Handwerk verstehst du doch. Und wenn du dann beim Vorstellungsgespräch anführst, dass du zwar nicht superschnell bist, dafür aber sorgfältig, dann weiß der neue Arbeitgeber auch, worauf er sich einlässt. In der Pflege bist du aufgrund des Fachkräftemangels in der Position, nicht perfekt sein zu müssen. Und überhaupt: Wer ist das schon?! Deine Chefin hat auch nicht optimal reagiert - lass dir das hier nicht einreden.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Pfefferminzdrops

Stimmt, Pflegekräfte werden händeringend gesucht und ich würde sicherlich schnell eine andere Stelle finden. Leider bin ich ein ziemlich unflexibler Mensch und habe große Angst vor Veränderungen. In meinem jetzigen Job werde ich teilweise nicht so wertgeschätzt, weil ich still und langsam bin. Das fällt mir immer wieder auf die Füße. Schon meine Mutter zeterte in meiner Kindheit immer wieder herum, beschimpfte mich als Lahma*sch und sagte, dass ich "keinen Mumm" habe. Ihre Erklärung war immer, dass ich bei der zu spät eingeleiteten Geburt einen gewissen Schaden davongetragen habe. In einem neuen Job müsste ich mich wieder neu beweisen und würde womöglich die Probezeit nicht überstehen.

Es ist sehr schade, dass sich das Verhältnis zu meiner Vorgesetzten so entwickelt hat, dass ich inzwischen eine gewisse Angst vor ihr habe. Bis vor einem Jahr war sie meistens freundlich und locker mir gegenüber, aber wegen meiner Beschwerden über die Kollegin hat sich das Blatt gewendet.

Nicht besonders hilfreich, was deine Mutter da gesagt hat, auch beleidigend. Das solltest du entsprechend einordnen.

Du musst einfach lernen, selbstbewusster und vor allem klar zu kommunizieren. Das hast du leider nie gelernt.

Die Vorgesetzte hat nichts falsch gemacht und sie hat dich auch nicht persönlich angegriffen. Ich denke mal, die Beschwerde war nicht besonders clever. Für dich einstehen, traust du dich ja nicht. Dann hättest du nämlich Bescheid gesagt, dass du bei dem Ausflug nicht den schweren Rollstuhl die ganze Zeit schiebst.
 
Ich denke, leider ist die Personalsituation in fast allen Altenpflegeeinrichtungen sehr schlecht und der Umgangston eher rau.
Ein Wechsel würde wahrscheinlich nicht viel ändern, von persönlichen Sympathien mal abgesehen.

Eine Möglichkeit wären höchstens höherpreisige Einrichtungen, aber auch von denen höre ich Negatives.
 
Ganz ehrlich hätte ich jetzt ein schlechtes Gewissen, wenn der Ausflug wegen mir morgen abgesagt würde. Doch wegen der extremen Hitze in den kommenden Tagen hat sich das eh erledigt - vermute ich.

Ich fand es nicht in Ordnung, dass meine Vorgesetzte sage, dass der Ausflug ausfallen müsse, wenn ich weiter arbeitsunfähig bin. Sie hätte auch sagen können: "Es wäre zwar schade, aber sehen Sie erst mal, dass sie wieder fit werden". Ich habe es so empfunden, dass sie mir ein schlechtes Gewissen machen wollte.

Bei dem Ausflug im letzten Jahr hätte ich am liebsten gesagt, dass mir das Schieben des Rollstuhls mit der übergewichtigen Bewohnerin zu viel wurde. Ich wollte das nicht, weil ich desöfteren den Eindruck hatte, dass mich meine Vorgesetzte als etwas wehleidig wahrnimmt.
Du bist extremst empfindlich, finde ich. Das ist doch legitim zu sagen, ja, der Ausflug fällt aus, wenn Sie nicht kommen, weil die Kolleginnen ja auch nicht da sind. Was anderes hat sie doch auch nciht gesagt, oder hat sie dir Vorwürfe gemacht?

Du liest halt Vorwürfe und Vorhaltungen aus Sätzen, wo gar nichts dergleichen kam.

Genauso mit dem "entwirren". Die Vorgesetzte hätte auch sagen können "ich muss jetzt noch mal nachfragen" oder so ähnlich.

Du solltest dich aus meiner Sicht eher auf deine konkreten Probleme konzentrieren und nicht irgendwas erfinden, was niemand so gesagt hat.

Es ist egal, ob dich die Vorgesetzte scheinbar als wehleidig wahrnimmt. Wenn dir der Rollstuhl zu schwer ist, dann sagst du Bescheid. Alles andere ist grotesk unverständlich und unsinnig.
 
Ein Wechsel würde wahrscheinlich nicht viel ändern, von persönlichen Sympathien mal abgesehen.
Soziale Unterstützung ist aber ein zentrales Element für Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Marika hat Probleme mit mindestens einer direkten Kollegin und der direkten Vorgesetzten. Und Letztere scheint sie das auch spüren zu lassen. Vorgesetzte haben ganz wesentlichen Einfluss auf die Mitarbeitendengesundheit; es ist schlichtweg gesundheitsschädlich, wenn es da tatsächlich andauernd knirscht.
 

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