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Noch Hoffnung?

Ich habe aus deren Sicht viel erreicht. Für Lebensqualität reicht es aber nicht. Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll. Ich möchte mir einfach nur noch kochendes Wasser über Haut schütten und sie mir abziehen, um aus ihr raus zu können, mich nicht mehr eklig zu fühlen und sie nicht mehr weh tut. Niemand will verstehen, dass ich nicht mehr möchte. Das worauf ich so sehr gehofft hatte, dass mir diese Therapie dabei hilft endlich abzuschließen und dass das alles endlich aufhört und nicht mehr so schwer ist, es ist nicht eingetroffen. Ich stehe jeden Morgen mit der Hoffnung auf, heute ist es besser... Aber es wird nichts besser. Die Ärzte meinen mit Fortschritt, dass ich hier inzwischen in der Lage bin, mich in den Gruppen etwas zu beteiligen... Dass ich nicht mehr so oft neben mir stehe...
Aber diese Stimme in meinem Kopf, meine Haut, meine unendliche Trauer... ist unerträglich und geht einfach nicht weg. Egal was ich tue. Ich möchte das nicht mehr, ich will einfach nie wieder aufwachen.
Und wenn ich ehrlich sage, dass ich mir um mich Sorgen mache, dass ich Angst habe, die Kontrolle zu verlieren und dieser Stimme in mir nach gebe, dann heisst es nur: tun sie sich etwas Gutes.

Aber es gibt nichts Gutes.
Ich glaube, mir ist nicht mehr zu helfen, sie sagen es nur nicht, weil sie wissen, dass ich dann aufgebe.
 
Moin @Eine, es tut mir leid, dass es dir gerade so geht. Und ja wir kennen es ähnlich nicht gleich. Denn auch das was du gerade erlebst ist bei jedem Menschen manchmal ähnlich - aber gleich?
Und doch auch wenn es jetzt kaum danach aussehen mag, es kann anders werden. Es ist eine sehr schwierige Zeit und bitte glaub und hoffe weiter auf die, die Leben wollen und den Weg dafür mit dir suchen werden.
Denn auch die gibt es, die dich bis hierher, bis genau dahin begleitet haben, bis sich die melden, die Angst davor haben, das rauskommt, dass du darüber redest, dass folgt, was angedroht wurde, sie haben es tief in sich und versuchen, alles zu verhindern, was aufdeckt, was nie aufgedeckt werden durfte oder auch heute für sie klar ist, dass es auch jetzt noch nicht aufgedeckt werden darf.

Viele haben diese Phase, in der du gerade steckst durchgemacht, es geschafft und das weiß deine Therapeutin und das Team, dass dich gerade begleitet. Und ja es macht Angst....
Aber du bist auf dem Weg und du kannst es schaffen, das ist wohl das was deiner derzeitigen Unterstützer sehen...
 
Danke Mittendurch,
es ist gut zu lesen, dass das auch jemand kennt. Ich fühle mich oft so alleine und unverstanden damit.
Es ist so schwer, den letzten Schritt zu gehen. Immer wenn ich dort stehe, hochoben oder an der Bahn, dann plötzlich werden die Anteile laut, die leben wollen. Aber NUR dann.
Ich versuche so oft mich abzulenken, mir etwas Gutes zutun. Aber nie ist es von Dauer und nie ist es gut genug, um diese innere Stimme zu verdrängen. Ich bin so am Verzweifeln, will nur noch aufgeben und schaffe es nicht.
Ich gehe so oft in die Kapelle und bitte um Hilfe und komme mir dabei so lächerlich vor, weil ich nicht einmal gläubig bin.
 
Ich hatte heute ungeplant nochmal ein Gespräch mit dem Oberarzt. Er hat mich noch nicht aufgegeben. Wir probieren es weiter, es gibt wohl noch Möglichkeiten. Und ich soll einen bis zwölf Gänge zurück schalten und mich nicht selbst so unter Druck setzen wieder zu funktionieren. Er sagte mir, dass er schon viele Patienten betreut hat, die halt mehr als 6 Aufenthalte brauchten, um wieder zurück zu sich zu finden und mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Die Stimmen in meinem Kopf sind behandelbar, braucht aber Zeit. Ich bin erleichtert, dass man mich nicht aufgegeben hat. Aber auch traurig, dass ich nicht dort angekommen werde sein, wo ich nach diesem Aufenthalt hin wollte. Die Rente soll nun tatsächlich Zeit verschaffen. Etwas, womit ich mich gar nicht wohl fühle, aber wohl gerade die einzige Lösung ist. 🙁
 
Ich hatte heute ungeplant nochmal ein Gespräch mit dem Oberarzt. Er hat mich noch nicht aufgegeben. Wir probieren es weiter, es gibt wohl noch Möglichkeiten. Und ich soll einen bis zwölf Gänge zurück schalten und mich nicht selbst so unter Druck setzen wieder zu funktionieren. Er sagte mir, dass er schon viele Patienten betreut hat, die halt mehr als 6 Aufenthalte brauchten, um wieder zurück zu sich zu finden und mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Die Stimmen in meinem Kopf sind behandelbar, braucht aber Zeit. Ich bin erleichtert, dass man mich nicht aufgegeben hat. Aber auch traurig, dass ich nicht dort angekommen werde sein, wo ich nach diesem Aufenthalt hin wollte. Die Rente soll nun tatsächlich Zeit verschaffen. Etwas, womit ich mich gar nicht wohl fühle, aber wohl gerade die einzige Lösung ist. 🙁

Also, zunächst einmal freue ich mich sehr, dass es offenbar doch noch mehr Therapieoptionen gibt für dich, als du dachtest und die Prognose deiner Krankheit auch besser ist.

Vermutlich klappt es auch besser mit den Fortschritten, wenn du es schaffst, den Druck auf dich etwas zu verringern.

Was stört dich an der Idee einer Rente?

Vermutlich kommt nur eine Rente wegen Erwerbsfähigkeit in Betracht.

Auch das ist kein Gebiet, in dem ich mich gut auskenne. Allerdings habe ich mal aufgeschnappt, dass derartige Renten häufig nur auf Zeit bewilligt werden und danach eh eine Überprüfung ansteht...

Wünsche dir weiterhin alles Gute und ein wenig Licht in dieser dunklen Zeit!
 
, zunächst einmal freue ich mich sehr, dass es offenbar doch noch mehr Therapieoptionen gibt für dich, als du dachtest und die Prognose deiner Krankheit auch besser ist
Es gibt keine Garantie, nur Versuche.

Es soll jetzt EMDR versucht werden. Damit hatte ich allerdings schon schlechte Erfahrungen ge macht. Ich bin da sehr misstrauisch. TRIMB ist nicht ausreichend, sie wollen erreichen aus den vielen Fetzen ein rundes Bild zu machen, damit ich das integrieren kann. Aber es hat ja wahrscheinlich einen Grund, warum es so zersplittert in mir drin ist. Ich glaube, das bekomme ich nicht gut hin. Und ich frage mich, ob es sinnvoll ist, so kurz vor der Entlassung...
 

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