Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mobbing an Schulen, die Obrigkeit macht nichts, oder?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
EuFrank...nicht so überheblich mit der Fähigkeit zur Moral..die Fähigkeit mag zwar vorhanden sein, aber viel zu oft hapert es bei der Realisierung und Ausübung dieser Fähigkeit.
Übrigens wenn man Moral mit Altruismus übersetzt sind auch Tiere manchmal dazu fähig 😉

Ich sehe den Menschen als normales Naturwesen an, natürlich mit kleinen Unterschieden zu anderen Tieren, z.b. Fähigkeit zur Beobachtung dritter Ordnung, durch den Neokortex also fähig zu Ichbewusstsein (das jedoch auch Primaten haben) oder Reflexion. Aber dennoch innerhalb der Natur angesiedelt und als ein Produkt der Evolution....das irgendwann mal zustande kam und irgendwann auch wieder verlöschen wird wie alles im Sein und Werden...Bis jetzt hat die Hybris über der Natur zu stehen bereits sehr viel Schaden angerichtet und ich denke noch in diesem Jahrhundert wird die Menschheit damit an ihre Grenzen gelangen....aber die Natur wird das schon regeln...das Leben findet immer einen Weg und es braucht keine Menschen dazu...es gibt noch zig andere Lebensformen.

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass starke und selbstbewusste Menschen Mobbingopfer werden, sie können natürlich Opfer bei Autounfällen oder Naturkatastrophen werden...

Ich gehe ganzheitlich vor: man sollte die Versäumnisse des Staates ausgleichen aber gleichzeitig muss die Basis, sprich die Opfer sich selber kümmern, denn beide Dinge sind miteinander verbunden. Wie der Staat funktioniert hatte ich ja bereits geschrieben und wie man den Staat zum Handeln bringen könnte auch..indem die Opfer die vorhandenen Gesetze nutzen....sie tun es jedoch nicht oder viel zu wenig und fallen somit durchs Raster und der Staat sieht aufgrund mangelnder Kenntnis (Infos dazu werden anhand der Statistiken eingeholt...z.b. wieviele Gerichtsfälle es zu Mobbing gab) keinen Handlungsbedarf.
Der Staat sieht nicht weg, sondern sieht nur mittels gewisser Strukturen und arbeitet wie jedes System mit einem blinden Fleck und kann nicht alles ad hoc erkennen...die Basis muss dem Staat somit die Kenntnis vermitteln..per Strafanzeigen, per Eingaben an die Politiker etc.

Gründe du doch ne Organisation oder Partei für Mobbingopfer, eine Bürgerinitiative oder sonstwas und wendet euch dann gemeinsam an die "Obrigkeit".

Letztlich sehe ich die Eltern als hauptverantwortlich dafür vernünftige Schulen für ihre Kids auszusuchen und den Kids in an sich relativ leichten Problemlagen wie diesen beizustehen. Und Eltern müssen dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder ausreichend sozialkompetent sind und auch wissen wie man mit Gewalt umgehen kann....sowas halte ich für normales Grundwissen in Sachen Leben und Überleben. Wir leben in einer Wissensgesellschaft und es wird Zeit, dass die Basis ihren Wissensstand deutlich anhebt...die Infopoole stehen ja an sich jedem kostenlos oder sehr preiswert durch Internet oder Bücher frei...anstatt nur vor der Glotze zu hocken oder die Kids dort zu parken sollten die Eltern dann mal lieber öfters mit ihren Kids in den Wald zum Waldlauf oder so gehen...und kleine Ernstfallübungen machen...kindgerecht mal ab und an...natürlich nicht gleich ne militärische Grundausbildung 😉 Ein paar kleine Dinge können oft schon sehr viel bewirken.

Ich halte die passiv-aggressive Haltung nach einer Versorgung und Schutz von oben (Obrigkeit, Staat) zu verlangen für infantil und gefährlich.
Warum sagt ein selbstbewusster Bürger nicht: l'état ces mois und kümmert sich nicht selber um diesen Kleinkram in seiner Umgebung? Es würde schon reichen wenn da die Bürger mehr Initiative zeigen würden. In anderen Ländern funktioniert das ja auch ganz gut...

Was planst du neben diesem thread? Wie wäre es wenn du ne wissenschaftliche Erhebung machst, recherchierst wie teuer dieses Problem für den Staat ist und Gesetzesvorschläge einreichst oder andere Konzeptvorschläge...?? Wenn du der Meinung bist du musst da was tun un die Obrigkeit zu was bringen, dann tu es doch einfach...Medien kann man dazu gut nutzen..aber ich halte es für sinnvoller da eher über Magazine wie Stern oder Spiegel oder Fokus zu gehen oder über Fernsehsendungen anstatt über ein anonymes Internetforum.

Ich persönlich sehe keinen dringenden staatlichen Handlungsbedarf (Strafstrukturen sind an sich da und die Schulen haben an sich auch die Möglichkeit zu Projekten) und wenn ich in meiner unmittelbaren Umgebung was von Mobbing mitbekomme regle ich das selbstständig. Wenn mehr weniger wegsehen würden oder dahocken und auf Regelung durch irgendeine Obrigkeit warten würden wäre das Problem schon bald nur noch halb so groß.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Oh_jee, oh_jee!

...

Wenn ein angeblich starker Mensch zulässt, dass er Opfer wird, ist er selber daran schuld. Oder er ist nicht so stark wie er vorgibt zu sein.
Eine gewisse Stärke kann viel helfen, kein MobbingOpfer zu werden. Aber dies gilt nur in beschränktem Maße. Es gibt zB Mobber, die gar nicht groß auf die Stärke des Opfers schauen. Sie agieren wie manche PitbullTerrier, einfach nur aggressiv ohne jeden Sinn und Verstand. Und wenn dann noch der Rückhalt durch Lehrer etc. fehlt, bleibt oft nur noch - vernünftigerweise - der Rückzug.

Die Schulen haben die Aufgabe, dem Schüler ein mobbingfreies Lernklima zu bieten. Und die Schulen haben die Aufgabe, den Lehrern ein vernünftiges Lernklima zu bieten. In anderen Ländern gelingt dies auch oder besser. Warum nicht in Deutschland?
 
Hallo Tyra!

...man sollte die Versäumnisse des Staates ausgleichen aber gleichzeitig muss die Basis, sprich die Opfer sich selber kümmern, denn beide Dinge sind miteinander verbunden. ...
Die Moral betrifft den Einzelnen. Wo sie nicht mehr ausreichend ist, um den Frieden im Staat zu gewährleisten, muss das Recht einschreiten.
 
Zurückschlagen?

Wie willste das hinbekommen?
Wenn da so'n Rudel (weil sie TRETEN im Rudel auf) vor dir steht dann machste mal garniks.
Menschen mit genügend Selbstvertrauen werden nicht gemobbt,das sind keine
pflegeleichte Opfer.
Und Kinder werden nicht mit genügend Selbstvertrauen geboren,das sollte zu den Grundfundamenten gehören die Eltern ihren Kindern während der Erziehung mitgeben können aber wie alle Eltern wissen,sind einem ab dem Zeitpunkt der Pubertät die Hände gebunden,da kann man sich noch so "angestrengt " und es gut gemeint haben,da "wechseln" manche Jugendliche die Richtung,so schnell kannste nicht hinterhergucken.
Eine grosse Rolle spielt auch das Milieu oder der Freundeskreis,die Familiensituation...

Ohjee,ich finde das Projekt klasse.
Es wird wenigstens versucht was zu ändern.

Das gibts hier in der ehemaligen Schule meines Sohnes auch.


Lise
 
Soweit kommts noch das man seine Kinder in so'n Selbstschutzprogramm schicken muss,sie zu kleinen Kampfmaschinen ausbilden lässt🙄

Hanteln anstatt Rasseln,Tarnübungen statt versteckspielen,


Truppenübungsplatz statt Kindergarten...


Alles kleine Rambo's die dann vor Selbstbewusstsein strotzen, nicht wissen wohin damit und sie dann an Schwächere auslassen,damit sind alle geholfen🙄
 
also die meisten Mobber sind kleine Kacker, die auch nur nach gewissen Regeln funktionieren und die als Gegner oft leichter zu schlagen sind als man oft denkt...Oft werden sie nur aus Opfersicht zu übermächtigen Monstern hochstilisiert die sie in Wirklichkeit natürlich nicht sind. Es sind auch nur Menschen, leider etwas verdrehte und verkorkste Exemplare, die man räsonieren muss auf die eine oder andere Weise.

Nur ein Mensch mit Sklavencharakter, der unter dem Grundgefühl der Ohn-macht und verblendet ist mit der Angst vor dem Leben und Angst vor der eigenen Courage sieht in Mobbern Antichristen und eine unbesiegbare Gegenmacht.

Was den Moral und Werteverfall angeht wird das ja bereits seit Jahrzehnten wissenschaftlich und auch politisch diskutiert...aber es wird halt noch kein Handlungsbedarf gesehen...

Das Recht kann nur einschreiten, wenn die Bürger auch ihr Recht fordern. Das Rechtssystem steht bereit...was aber ist wenn keiner oder zu wenige es nutzen, wie es meiner Ansicht nach der Fall ist?

Also lieber EuFrank, dein thread in allen Ehren, aber er geht irgendwo ins Leere, da das Hauptproblem in einem unrealistischen Menschenbild und auch der Funktion des Staates liegt und dieser Schrei nach einer stets präsenten und regelnden Obrigkeit einfach unrealisierbar ist. Der Staat könnte aber indirekt schon einiges tun indem er die Wirtschaft deckelt und eine reelle Chancengleichheit einrichtet..aber der Staat = die von den meisten Bürgern gewählten Parteien verfolgen wirtschaftsliberale Absichten und daher existiert keine Chancengleichheit sondern Sozialdarwinismus...die Bürger ernten durch die Mobbingsopfer also nur selber was sie gesät bzw. politisch gewählt haben. Wir alle wollen doch eine reiche Produktpalette zum Konsum und Annehmlichkeiten wie Technik, TV, Autos etc. eine starke Wirtschaft, die Grundsicherung und darüberhinaus auch noch Luxus bietet....und die Kehrseite der Medaille ist halt dass die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinandergeht und einige durchs Raster fallen...wie diese Mobbingopfer z.b.

Es müsste glaube ich eine vollkommen neue Gesellschaftsform gegründet werden (Umverteilung des Reichtums, kontrollierte Wirtschaft, Geburtenkontrolle, ggf wie in einigen Utopien Änderung des Menschen...vgl. den Film Equilibrium wo in Libria die Menschen von ihren Emotionen befreit werden durch Einnahme einer Drogen und damit Ende mit Aggression und Kriegen ist aber zum Preis des Verlusts der Freiheit und Menschlichkeit...es gibt auch keine Liebe mehr etc.) um hier Änderung zu bewirken, aber auch die neue Form würde neue Nachteile, ggf. noch schlimmere Nachteile mit sich bringen....

Ich denke daher dass es wirksamer wäre das vorliegende Problem von der Basis her und nicht von oben her zu regeln...solange die Dinge so sind wie sie sind bleibt einem eh nix anderes übrig.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein Benjamin, ich sehe die Sache aus verhaltensbiologischer oder anthropologischer Sicht und denke, das alles beim menschlichen Verhalten immer auch was mit Evolution zu tun hat, sonst würden wir ja außerhalb und quasi über der Natur stehen und daran glaube ich nicht.
Nein, Tyra.😉🙂 Sozialdarwinismus ist als wissenschaftliche Theorie schon seit längerem widerlegt. Unter Anderem durch die Verhaltensbiologie - es hat sich gezeigt, dass viele Spezies mit hoch entwickelten Sozialgefüge sehr erfolgreich sind. Das widerspricht der Annahme, des Sozialdarwinismus, dass sich eine Population durch ein "Recht des Stärkeren" verbessern würde.

Biologisch aufgeklärte Lehrer sollten an sich kein Problem damit haben den Alpha des Rudels zu räsonieren....
Ich denke, hier liegt ein Knackpunkt des Problems:
Aus meinem Verständnis ist ein "Alpha" ein Mensch mit Führungsqualitäten - der wird sich nicht auf Kämpfchen mit Schwächeren einlassen. Ein "Alpha" wird eine Gruppe zusammenhalten und Fördern und dabei auch die körperlich oder seelisch Schwächeren unterstützen. Er wird wissen, dass auch die Schwächeren Qualitäten haben, die der Gruppe nutzen können.

Ein "Anführer", der sich dagegen an Schwächeren vergreift, hat keine Führungsqualitäten, sondern persönliche Defizite - so etwas spürt jede Gruppe sofort. Gruppen mit solchen "Anführern" funktionieren auch nur, wenn es Opfer gibt.

Es gibt halt verschiedene Sichtweisen was ein "Alpha" ist. Aus meiner Erfahrung liegt es sehr am Lehrer, welche dieser Sichtweisen sich eine Schulklasse zu eigen macht. Kinder brauchen Halt und Regeln. Wenn der Lehrer selbst ein "Alpha" ist, der keine persönlichen Defizite, sondern Vertrauen und Autorität einbringt, dann wird das auch die Schulklasse positiv beeinflussen. Mobbing kann dann schon durch Zusammenhalt der Gruppe vermieden werden.
Solche Lehrer sind aber leider selten.
 
nein Benjamin, in der Wissenschaft wird nix eindeutig widerlegt ,sondern nur gesammelt und die einen stimmen zu, andere nicht.
Die Verhaltensbiologie hat den Sozialdarwinismus beschrieben...und bestätigt..jedenfalls viele Verhaltensbiologen vertreten diese These.

Auf welches Buch, welche Autoren genau spielst du denn genau an welches den Sozialdarwinismus widerlegt haben soll?

Und: Alpha ist nicht gleich Alpha..was da so an Alphas in Kleinrudeln auf Schulhöfen rumläuft ist was anderes als ein Alpha in einer Firma oder eines Staates...Hitler war ja an sich rein funktional und vom Habitus her auch ein Alpha oder? Ich benutze den Begriff hier rein nach seiner Führungseigenschaft. Leider war Hitler ein Alpha, der auch seine persönlichen Defizite ausgleichen wollte...das jedoch in verheerendem Ausmaß und erschreckend wieviele diesem Führer gefolgt sind nicht? Die Soziobiologie spricht hier vom Problem des kopflosen Führers, zurückgehend auf Experimente mit Schwarmfischen von denen einer (ein normaler aus der Gruppe, kein Alpha) herausgenommen und am Hirn operiert wurde, dass er gleichsam bekloppt geworden war...aber er hatte wohl sone überzeugende Art auf die anderen Fische, dass sie ihm hinterhergeschwommen sind...direkt ins freie ungesicherte Gewässer ins Haifischmaul rein...Derjenige also der gewisse Alphaqualitäten (laut zu schreien, brutal und herrschsüchtig zu sein z.B) mitbringt dem schließen sich oft viele an...die Rationalität des Rudels..wir Menschen sind halt nicht immer vernünftig oder so...und handeln auch nicht immer rational, sondern naturgemäß.
Fürhungsqualitäten kann auch ein vollkommen wahnsinniger oder persönlichkeitsgestörter Typ haben..wie dieser Hitler....
Da Menschen Schwarmfische...ähm...Rudeltiere sind wird es immer Menschen geben, die Anführern folgen, oft auch miesen und gestörten Typen...oft halt auch durch Frust und ein mieses Elternhaus mies gewordene Typen in denen ggf doch noch das Potenzial steckt sich zu ändern..wenn die Chancen dafür bestehen.
Meistens steckt sone bekloppte Machoideologie hinter solchen Rudeldingern...eine Ideologie die sich breit machen konnte, weil seitens der Eltern oder auch Lehrer keine Alternativen geboten werden..damit bricht dann wieder die Natur bzw. hier eher traditionelle Dinge durch...männliche Herrschaftsallüren...ein rudimentäres Terrorregime etabliert sich. Falls kein Alphalehrer da ist, der dabei ein Wörtchen mitzureden hat.

Viele Lehrer, insbesondere auch Lehrerinnen sind leider oft keine Alphas sondern gehen mit der naiven Grundeinstellung an die Schulen den lieben Kleinen was nettes beizubringen...Auf ihrem Ausbildungsplan fehlt die Schulung mit dem artgerechten Umgang mit den kleinen Raubtieren völlig und daher landen viele Lehrer sehr bald an ihren Grenzen...schlecht vorbereitet bringt der Job halt viel Stress.

Du hast Recht, gute Lehrer sind leider selten. Also sollte wohl der Ruf gelten: Neue Lehrer braucht das Land!
 
Zuletzt bearbeitet:
Es hat ja auch keiner gesagt das es gut ist für die Gesellschaft wie sich manche Leute, die lieber fressen als gefressen zu werden, verhalten. Von dem her widerlegt es ja die These vom Sozialdarwinismus nicht.
 
Hallo Benjamin-29!

... Aus meiner Erfahrung liegt es sehr am Lehrer, welche dieser Sichtweisen sich eine Schulklasse zu eigen macht. Kinder brauchen Halt und Regeln. Wenn der Lehrer selbst ein "Alpha" ist, der keine persönlichen Defizite, sondern Vertrauen und Autorität einbringt, dann wird das auch die Schulklasse positiv beeinflussen. Mobbing kann dann schon durch Zusammenhalt der Gruppe vermieden werden.
Solche Lehrer sind aber leider selten.
Das sehe ich auch so.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben