NoHope1986
Mitglied
Ich würde davon abraten, zumindest was die im offenen Handel betrifft
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Hallo NoHope1986,
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Ich würde davon abraten, zumindest was die im offenen Handel betrifft
He Tsunami. Ich habe heute nach 2 Monaten 19,5% abgeholt. Du siehst, es geht doch was.
Natürlich habe ich auch noch Aktienpakete die zur Zeit zw. 15-20% im Keller liegen. Braucht halt Zeit.
Vergiss jeweils die Depot und Ordergebühren nicht. Die fallen immer an.
Da würden dir 90% der Trader widersprechen, denn 90% machen statistisch Verlust.Möchte mir da ja nichts vormachen, aber vielleicht ist das mit dem Trading doch etwas einfacher als ich mir die ganze Zeit dachte. Später kann ich vielleicht mehr dazu sagen.
Da würden dir 90% der Trader widersprechen, denn 90% machen statistisch Verlust.
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Typischerweise, so auch in diesem Link, wird dann gesagt: Trader sind selber Schuld, eigentlich ist es ganz einfach, man brauche nur Mehr Disziplin, bessere Werkzeuge oder soll nicht so gierig sein. Oder man solle anders Traden, langfristiger oder bessere Stopps etc. Das sind aber Sprüche, die auch die meisten der 90% Verlierer kennen und trotzdem haben sie es nicht geschafft.
Ich war mal auf der Plattform etoro, bei dem man Trading von erfolgreichen Tradern kopieren kann. Das erschien mir logisch, sich einfach an die 10% hängen, die langfristig erfolgreich traden. Das Problem: Die Statistik. Es kann durchaus sein, dass man anfangs Gewinne macht. Man gehört vielleicht Jahre lang zu den 10%. Und dann? Dann wendet sich das Blatt....
Vermutlich liegt 90% des Trading Kapitals in der Hand großes Fonds, Hedgefonds, professioneller Fondsmanager usw. Die traden hauptberuflich, 24 Stunden, mit den teuersten Softwareprodukten und Jahrzehntelanger Erfahrung. Sie bewegen Milliarden. Aber selbst solche aktiven Fonds schaffen es selten auf Dauer den Markt zu schlagen. Und jetzt soll ich als Privatanleger besser sein? Indem ich mir eine Chartsoftware hole und mit ein paar Tausend Euro trade?
Ich kenne die Begeisterung wenn man anfängt, es macht Spass, jeder Euro mehr bringt Endorphine. Man glaubt die perfekte Strategie zu haben. Und dann wird es plötzlich schlechter, man sagt sich eisern "Ich halte durch, ich habe einen Plan". Noch ein paar Tausend Euro weniger und man wird umso bullischer "jetzt erst Recht, ich halte durch, trade konsequent weiter!" Man hat den Index weit underperformt, aber egal, das ist "nur eine Phase!" Man postet in sozialen Forum, dass man einen Plan habe....
Ich erinnere mich an Einen, der Wirecard Aktien gekauft hat, immer nach "Chartsignal". Er warf mit Fachbegriffen um sich, setzte selbstverständlich Loss Grenzen, stieg aber später immer wieder nach Chartsignal ein, nur um sich immer und immer wieder die Finger zu verbrennen. Er war in dem Forum, in dem ich damals war, eine große Nummer, zehntausende Beiträge, langjähriges Urgestein. In seinen Augen war er sicher und diversifiziert, hatte neben Wirecard natürlich auch andere Aktien, das meiste aber gehebelt.
Als Wirecard pleite ging, kam aber fast gleichzeitig Corona. Seine Annahme Streaminganbieter würde von Corona profitieren war sogar richtig, aber er wettete zu früh darauf und griffs in fallende Messer. Er wurde stiller im Forum, vermutlich hatte die Bank inzwischen seine gehebelten Positionen geschlossen. Ende 2020 war sein letzter Forumsbeitrag, in dem er von persönlichen Problemen sprach....
Wenn mich Menschen nach Trading frage, rate ich immer davon ab. Nicht nur wegen den 90% die es nicht schaffen, sondern weil vielen Menschen aktives Trading persönlich nicht gut tut. Ich als "Pseudo-Autist", der sich extrem gut in Themen reinfuchsen kann, weiß von mir: Investment macht mir Freude und ich kann Verluste ertragen, ABER nur wenn ich keinen Druck empfinde unbedingt traden zu MÜSSEN, egal wie mies es gelaufen ist oder was ich sonst im Leben grade vorhabe. Ich würde mit Trading nicht mein Geld verdienen wollen.
Wenn ich das wüsste, würde ich zu den 10% gehören 😉Frage mich, was die 10 % von den 90 % unterscheidet. Wenn's um Talent/Gabe geht, kann ich da wohl nicht viel machen, aber wenn es um das Lernen geht, das liegt ja im Bereich des Möglichen.
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