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Mit Aktienhandel Geld machen?

He Tsunami. Ich habe heute nach 2 Monaten 19,5% abgeholt. Du siehst, es geht doch was.
Natürlich habe ich auch noch Aktienpakete die zur Zeit zw. 15-20% im Keller liegen. Braucht halt Zeit.
Vergiss jeweils die Depot und Ordergebühren nicht. Die fallen immer an.

Mein favorisierter Online-Broker ist ja Finanzen.net Zero, vielleicht noch Tradegate.direct. Da fallen grundsätzlich keine Gebühren für Depot oder Transaktionen an, nur der wie immer anfallende Spread, wobei der natürlich höher oder niedriger sein kann, aber in aller Regel wohl in akzeptabler Höhe ausfällt.

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Habe jetzt erstmals eine Watchlist angelegt und beobachte die Preisentwicklungen/Preismuster etwas genauer, bin aber ansonsten nicht groß tätig. Frage mich nur, ob es mit dem Höhenflug, speziell bei den Tech-Aktien, so weitergeht oder ob es demnächst vielleicht mal einen größeren Rücksetzer gibt.
 
Also, nach aktuellem Stand der Dinge und in Anbetracht aller Umstände schätze ich persönlich im Sinne der langfristigen Anlage die nachfolgende Variante für akzeptabel gut ein:

- 70 % Vanguard FTSE All-World
- 30 % iShares S&P 500 Information Technology

Ist eher mit etwas höherem Risiko verbunden, aber aus meiner Sicht akzeptabel. Mit etwa 10 % Rendite im Jahr kann man da vielleicht recht rechnen. Und wie gesagt, Langfristanlage. Wenn sich da nicht was gravierend im Gesamtmarkt verändert, kann man das bspw. für 10 Jahre oder länger liegen lassen und macht sich keinen Kopf mehr darum.

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Ich persönlich interessiere mich ja mehr für das Trading bzw. Swing-Trading. Diesbezüglich finde ich aktuell die nachfolgenden Aktien, Finanzprodukte, Indizes interessant und habe sie mir auf die Watchlist gesetzt:

Alphabet
Amazon
ASML
EQQQ
S&P 500
Lufthansa
Micron Technology
TSMC
VanEck Semiconductor
MSCI World Utilities

~~~

Und ich denke, ich habe jetzt endlich eine Chart-Software gefunden, die nicht so vollkommen "überladen" ist. Tatsächlich hatte ich übersehen, dass mein favorisierter Online-Broker Finanzen.net Zero auch einen "Pro Chart" anbietet. Sieht dann bspw. so aus:

GyXn5746DLA.png


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Also, irgendwie bin ich ein ganzes Stück weiter als zu Beginn des Fadens. Vielen Dank noch mal für euren ganzen Input.
 
Ein "aggressives", gleichfalls riskantes und hauptsächlich techfokussiertes Portfolio könnte bspw. auch wie nachfolgend aussehen:
  • 30 % NASDAQ 100 Top 30
  • 30 % VanEck Semiconductor
  • 20 % Alphabet/Google
  • 20 % Silber
Da kommen vielleicht 20 % per annum rum, mit etwas Glück vielleicht mehr. Wäre deutlich mehr als bspw. bei Tagesgeld, aber ohne ein gewisses Grundkapital natürlich auch nicht so viel, dass man sich davon direkt zur Ruhe setzen könnte.

~~~

Mit professionellem Trading kann man gewiss mehr rausholen, aber es ist eben mit deutlich mehr Risiko und Aufwand verbunden.

~~~

Bei langfristigen Investments mit bspw. ETFs ist der Nachteil, dass man da über die Jahre gewissermaßen alle Hochs und Tiefs mitnimmt, aber ja, da gilt für gewöhnlich: "time in the market is better than timing the market".

Beim Trading wiederum gehst du in relativ kurzen Zeitabständen und wünschenswerter Weise nahe am Tief rein und nahe am Hoch raus, das immer wieder, aber da muss man schon ziemlich genau wissen, was man tut, damit das nicht ins Gegenteilige verläuft, man zu oft ausgestoppt wird, usw.

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Und ja, wenn man nun beides machen sollte, ich persönlich halte es immer noch für besser, Tradingpositionen von Investmentpositionen klar zu trennen, in der Regel über separate Depots, weil man sonst vielleicht zu leicht auf die Idee kommt, mit Investmentpositionen zu traden und in Tradingpositionen zu investieren, was potentiell inkonsequent/nachteilig ist.
 
Möchte mir da ja nichts vormachen, aber vielleicht ist das mit dem Trading doch etwas einfacher als ich mir die ganze Zeit dachte. Später kann ich vielleicht mehr dazu sagen. Vorerst beschäftige ich mich hauptsächlich mit Charts und Musterkennung, was ja ein großer Teil der Beschäftigung eines Traders ist. Und das andere ist eben das Kaufen und Verkaufen. Und das ist im Grunde schon alles.
 
Du brauchst einen 4 stelligen Betrag auf den du allenfalls verzichten könntest.
Darunter brauchst du gar nicht anzufangen.
Ansonsten generiere einen ETF wo du monatlich einen Beitrag einbezahlst
 
Möchte mir da ja nichts vormachen, aber vielleicht ist das mit dem Trading doch etwas einfacher als ich mir die ganze Zeit dachte. Später kann ich vielleicht mehr dazu sagen.
Da würden dir 90% der Trader widersprechen, denn 90% machen statistisch Verlust.

Typischerweise, so auch in diesem Link, wird dann gesagt: Trader sind selber Schuld, eigentlich ist es ganz einfach, man brauche nur Mehr Disziplin, bessere Werkzeuge oder soll nicht so gierig sein. Oder man solle anders Traden, langfristiger oder bessere Stopps etc. Das sind aber Sprüche, die auch die meisten der 90% Verlierer kennen und trotzdem haben sie es nicht geschafft.

Ich war mal auf der Plattform etoro, bei dem man Trading von erfolgreichen Tradern kopieren kann. Das erschien mir logisch, sich einfach an die 10% hängen, die langfristig erfolgreich traden. Das Problem: Die Statistik. Es kann durchaus sein, dass man anfangs Gewinne macht. Man gehört vielleicht Jahre lang zu den 10%. Und dann? Dann wendet sich das Blatt....

Vermutlich liegt 90% des Trading Kapitals in der Hand großes Fonds, Hedgefonds, professioneller Fondsmanager usw. Die traden hauptberuflich, 24 Stunden, mit den teuersten Softwareprodukten und Jahrzehntelanger Erfahrung. Sie bewegen Milliarden. Aber selbst solche aktiven Fonds schaffen es selten auf Dauer den Markt zu schlagen. Und jetzt soll ich als Privatanleger besser sein? Indem ich mir eine Chartsoftware hole und mit ein paar Tausend Euro trade?

Ich kenne die Begeisterung wenn man anfängt, es macht Spass, jeder Euro mehr bringt Endorphine. Man glaubt die perfekte Strategie zu haben. Und dann wird es plötzlich schlechter, man sagt sich eisern "Ich halte durch, ich habe einen Plan". Noch ein paar Tausend Euro weniger und man wird umso bullischer "jetzt erst Recht, ich halte durch, trade konsequent weiter!" Man hat den Index weit underperformt, aber egal, das ist "nur eine Phase!" Man postet in sozialen Forum, dass man einen Plan habe....

Ich erinnere mich an Einen, der Wirecard Aktien gekauft hat, immer nach "Chartsignal". Er warf mit Fachbegriffen um sich, setzte selbstverständlich Loss Grenzen, stieg aber später immer wieder nach Chartsignal ein, nur um sich immer und immer wieder die Finger zu verbrennen. Er war in dem Forum, in dem ich damals war, eine große Nummer, zehntausende Beiträge, langjähriges Urgestein. In seinen Augen war er sicher und diversifiziert, hatte neben Wirecard natürlich auch andere Aktien, das meiste aber gehebelt.
Als Wirecard pleite ging, kam aber fast gleichzeitig Corona. Seine Annahme Streaminganbieter würde von Corona profitieren war sogar richtig, aber er wettete zu früh darauf und griffs in fallende Messer. Er wurde stiller im Forum, vermutlich hatte die Bank inzwischen seine gehebelten Positionen geschlossen. Ende 2020 war sein letzter Forumsbeitrag, in dem er von persönlichen Problemen sprach....

Wenn mich Menschen nach Trading frage, rate ich immer davon ab. Nicht nur wegen den 90% die es nicht schaffen, sondern weil vielen Menschen aktives Trading persönlich nicht gut tut. Ich als "Pseudo-Autist", der sich extrem gut in Themen reinfuchsen kann, weiß von mir: Investment macht mir Freude und ich kann Verluste ertragen, ABER nur wenn ich keinen Druck empfinde unbedingt traden zu MÜSSEN, egal wie mies es gelaufen ist oder was ich sonst im Leben grade vorhabe. Ich würde mit Trading nicht mein Geld verdienen wollen.
 
Da würden dir 90% der Trader widersprechen, denn 90% machen statistisch Verlust.

Typischerweise, so auch in diesem Link, wird dann gesagt: Trader sind selber Schuld, eigentlich ist es ganz einfach, man brauche nur Mehr Disziplin, bessere Werkzeuge oder soll nicht so gierig sein. Oder man solle anders Traden, langfristiger oder bessere Stopps etc. Das sind aber Sprüche, die auch die meisten der 90% Verlierer kennen und trotzdem haben sie es nicht geschafft.

Ich war mal auf der Plattform etoro, bei dem man Trading von erfolgreichen Tradern kopieren kann. Das erschien mir logisch, sich einfach an die 10% hängen, die langfristig erfolgreich traden. Das Problem: Die Statistik. Es kann durchaus sein, dass man anfangs Gewinne macht. Man gehört vielleicht Jahre lang zu den 10%. Und dann? Dann wendet sich das Blatt....

Vermutlich liegt 90% des Trading Kapitals in der Hand großes Fonds, Hedgefonds, professioneller Fondsmanager usw. Die traden hauptberuflich, 24 Stunden, mit den teuersten Softwareprodukten und Jahrzehntelanger Erfahrung. Sie bewegen Milliarden. Aber selbst solche aktiven Fonds schaffen es selten auf Dauer den Markt zu schlagen. Und jetzt soll ich als Privatanleger besser sein? Indem ich mir eine Chartsoftware hole und mit ein paar Tausend Euro trade?

Ich kenne die Begeisterung wenn man anfängt, es macht Spass, jeder Euro mehr bringt Endorphine. Man glaubt die perfekte Strategie zu haben. Und dann wird es plötzlich schlechter, man sagt sich eisern "Ich halte durch, ich habe einen Plan". Noch ein paar Tausend Euro weniger und man wird umso bullischer "jetzt erst Recht, ich halte durch, trade konsequent weiter!" Man hat den Index weit underperformt, aber egal, das ist "nur eine Phase!" Man postet in sozialen Forum, dass man einen Plan habe....

Ich erinnere mich an Einen, der Wirecard Aktien gekauft hat, immer nach "Chartsignal". Er warf mit Fachbegriffen um sich, setzte selbstverständlich Loss Grenzen, stieg aber später immer wieder nach Chartsignal ein, nur um sich immer und immer wieder die Finger zu verbrennen. Er war in dem Forum, in dem ich damals war, eine große Nummer, zehntausende Beiträge, langjähriges Urgestein. In seinen Augen war er sicher und diversifiziert, hatte neben Wirecard natürlich auch andere Aktien, das meiste aber gehebelt.
Als Wirecard pleite ging, kam aber fast gleichzeitig Corona. Seine Annahme Streaminganbieter würde von Corona profitieren war sogar richtig, aber er wettete zu früh darauf und griffs in fallende Messer. Er wurde stiller im Forum, vermutlich hatte die Bank inzwischen seine gehebelten Positionen geschlossen. Ende 2020 war sein letzter Forumsbeitrag, in dem er von persönlichen Problemen sprach....

Wenn mich Menschen nach Trading frage, rate ich immer davon ab. Nicht nur wegen den 90% die es nicht schaffen, sondern weil vielen Menschen aktives Trading persönlich nicht gut tut. Ich als "Pseudo-Autist", der sich extrem gut in Themen reinfuchsen kann, weiß von mir: Investment macht mir Freude und ich kann Verluste ertragen, ABER nur wenn ich keinen Druck empfinde unbedingt traden zu MÜSSEN, egal wie mies es gelaufen ist oder was ich sonst im Leben grade vorhabe. Ich würde mit Trading nicht mein Geld verdienen wollen.

Danke für deinen Beitrag und den Link. Was dort auf der Internetseite steht, sind wichtige Informationen, würde ich meinen.

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Frage mich, was die 10 % von den 90 % unterscheidet. Wenn's um Talent/Gabe geht, kann ich da wohl nicht viel machen, aber wenn es um das Lernen geht, das liegt ja im Bereich des Möglichen.
 
Frage mich, was die 10 % von den 90 % unterscheidet. Wenn's um Talent/Gabe geht, kann ich da wohl nicht viel machen, aber wenn es um das Lernen geht, das liegt ja im Bereich des Möglichen.
Wenn ich das wüsste, würde ich zu den 10% gehören 😉

Ich glaube an 99% effiziente Märkte. Wenn es irgendwo eine Über-/Unterbewertung gibt, wird diese in Sekundenbruchteilen durch Profitrader bzw. IT gestütztes Scalping Trading weggetradet. Den ganzen privaten Tradern bleibt kaum Raum.

Und selbst, dass es 10% Gewinner gibt, ist nur eine bedingt gute Nachricht, denn das sagt nichts darüber aus, ob diese den Index schlagen. Ein Trader der im Jahr nur 5% macht, sollte lieber einen Index kaufen und halten. Unterstellen wir die schlimmste Annahme, machen die 10% entweder maximal Indexrendite oder haben einfach Glück.

Wo ist aber der markt 1% ineffizient und auch für Private ohne Glück tradebar?
Meine Erfahrung: Immer dann wenn Liquidität fehlt oder im Überfluss da ist.

Das ist in Krisen besonders spürbar. Zu Beginn einer Krise wird oft alles verkauft, schlicht weil Liquidität fehlt. Investoren sind gehebelt eingestiegen und werden von Banken ausgestoppt. Sie müssen sogar Dinge verkaufen, die eigentlich gerade jetzt gut wären. Schau dir Goldpreise an. Sie fallen manchmal ne Woche lang nach Beginn einer Krise um dann kräftig zu steigen. Warum? Weil in der ersten Woche einige Anleger Gold verkaufen müssen, weil ihnen Liquidität fehlt.

Aber auch jenseits von Krisen oder Übertreibungen, kann das täglich passieren. Manche Fonds haben oft gewisse Regeln, z.B. müssen sie eine Gewichtung nach Aktien und Anleihen einhalten. Was dazu führt, dass sie aus Gründen kaufen/verkaufen, die nicht fundamental unterlegt sind. Auch Private haben mehr oder weniger ihre Regeln. Ich habe z.B. einen Teil verkauft, weil ich Geld für meine Gebäudesanierung zurücklege. Der Verkauf hat nichts damit zu tun ob ich den Markt überbewertet halte. Ich denke, dass Tradingchancen entstehen können, wenn z.B. viele Anleger aus Gründen handeln, die nichts mit Fundamentaldaten zu tun haben und gleichzeitig anderen Anlegern die Liquidität fehlt daraus schnell genug Profit zu schlagen.

Stell dir vor jemand besitzt 50% aller Aktien eines großen Unternehmens und er will alles sofort verkaufen, weil er mit dem Geld ne Rakete zum Mond bauen will. Ist das Unternehmen weniger wert? Eigentlich nicht, oder? Aber wird er die 50% Aktien alle zum aktuellen Kurs verkauft bekommen? Vermutlich nicht. Er will zu schnell verkaufen und die Gegenseite will nicht schnell genug kaufen. Es fehlt kurzzeitig Liquidität.

Mir fehlt halt nur der Glaube, dass man "nur" genug lernen muss um solche Gelegenheiten privat und nebenbei zu erkennen, denn das versuchen Millionen Menschen und vermutlich viele davon mit mir Zeit und Aufwand als ich. Wenn ich persönlich traden wollte, würde ich mich bei einer Bank als Trader bewerben. Da kann ich Milliarden bewegen und meine Mühe lohnt sich. Aber um meine 5.340 Euronen (bildlich gesprochen) zu bewegen, hätte ich keine Lust den ganzen Aufwand ins Trading zu stecken. Ich will keine konkreten Summen von dir wissen, aber ich persönlich würde vermutlich frühestens an Trading denken wenn ich gehebelt mehrere hundert Tausend bewegen könnte. Dann wiederum hätte ich aber vermutlich zu viel Angst um die möglichen Verluste.
 

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