PsychoSeele
Sehr aktives Mitglied
So, um mal wieder auf das Thema meines Therads zu kommen, werde ich euch mal was zur Depression schreiben. Informationen, um genau zu sein.
Depression
Depression ist mehr als eine "normale" Verstimmung. Sie muss ernst genommen werden, es gibt aber gute Möglichkeiten der Behandlung.
Wir alle kennen Tage, an denen wir "nicht gut drauf" sind oder uns traurig und niedergeschlagen fühlen. Solche Verstimmungen können nach unangenehmen Erlebnissen am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft, nach Misserfolgen und Verlusten, aber auch ohne erkennbaren Grund auftreten. Wenn wir körperlich in schlechter Verfassung oder unausgeschlafen sind, neigen wir eher dazu, uns "deprimiert" zu fühlen. Diese unangenehmen Empfindungen gehören zum Leben dazu und verschwinden meist von selbst wieder. Das ist ein ganz normaler Prozess.
Die Depression unterscheidet sich von der "normalen" Verstimmung oder Traurigkeit dadurch, dass neben der Niedergeschlagenheit noch weitere Beschwerden vorliegen, die intensiver ausgeprägt sind, länger andauern (mindestens 2 Wochen ununterbrochen am Stück) und zu einer viel stärkeren Beeinträchtigung im Alltag führen. Bei der Depression kommt es zu tief greifenden Veränderungen des Fühlens, Denkens und Verhaltens.
Stoffwechselstörung im Gehirn
Zur Entstehung einer Depression tragen verschiedene Faktoren bei. Eine wichtige Rolle spielt der Stoffwechsel im Gehirn: so genannte Neurotransmitter, die Informationen von einer Nervenzelle auf die nächste übertragen, sind für die normale Tätigkeit des Gehirns von großer Bedeutung. Ein solcher Botenstoff ist das Serotonin. Bei einer Depression besteht ein Mangel an Serotonin – Depressionen sind also u.a auf ein "organisches Ungleichgewicht". zurückzuführen.
Eine Zunahme des Botenstoffs Serotonin und damit die Herstellung des natürlichen Gleichgewichts zwischen diesem und anderen Neurotransmittern ist durch eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich. Es ist beruhigend zu wissen, dass sich Depressionen heute sehr gut behandeln.
Volkskrankheit Depression
Die Depression ist eine so häufige Erkrankung, dass in fast jeder Familie eine Person davon betroffen ist. Da die Depression immer noch mit einem Tabu belegt und oft von außen nicht erkennbar ist, erfahren wir häufig nichts davon. Die Krankheit betrifft Menschen jeden Alters, jeder Gesellschaftsschicht, jeder Kultur und jeder Nationalität.
In Deutschland erkranken etwa 20 Prozent der Menschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Experten schätzen, dass derzeit etwa 5 Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression leiden. Die Krankheit tritt am häufigsten im jungen Erwachsenen- und im mittleren Lebensalter auf. Frauen sind öfter betroffen als Männer.
Symptome
Die Krankheit Depression (depressive Episode nach ICD-10) ist charakterisiert durch die Symptomverbindung von
Depressive Erkrankungen gehen mit körperlichen Symptomen einher, sogenannten Vitalstörungen, wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“), häufig auch mit Schmerzen in ganz unterschiedlichen Körperregionen, am typischsten mit einem quälenden Druckgefühl auf der Brust.
Während einer depressiven Episode ist die Infektionsanfälligkeit erhöht.
Je nach Schwere einer Depression kann sie mit latenter oder akuter Suizidalität einhergehen. Es wird vermutet, dass der größte Teil der jährlich zirka 12.000 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist.
Entstehung der Depression:
Bei der Entstehung einer Depression spielen verschiedene Faktoren zusammen. Neben der Veranlagung sind dies z.B. gewisse Persönlichkeitsmerkmale, biochemische Faktoren und einschneidende belastende Ereignisse.
Verschiedene Ursachen – ähnliche Veränderungen
Viele Faktoren tragen zur Entstehung einer Depression bei, seien es Stresssituationen, Vererbung, andere Erkrankungen oder psychische Faktoren. Solche Faktoren beeinflussen das komplizierte Nerven-Netzwerk und den Stoffwechsel im Gehirn. Eine Störung kann sich dann als Depression bemerkbar machen.
Ein Beispiel: Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann eine Depression auslösen, die sich in nichts von einer Depression anderer Ursache unterscheidet.
Liegt die Depression "in der Familie"?
Oft scheint eine ererbte Komponente vorzuliegen. Menschen mit nahen Verwandten, die zur Depression neigen, erkranken häufiger. Weist beispielsweise einer von zwei eineiigen Zwillingen eine Depression auf, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der andere Zwilling ebenfalls eine Depression entwickelt, etwa 70 Prozent.
Bei Kindern, Eltern und Geschwistern (einschließlich zweieiiger Zwillinge) eines depressiven Patienten liegt das Depressionsrisiko bei etwa 15 Prozent. Menschen ohne nahe Verwandte mit Depression weisen dagegen ein Risiko von nur 2 bis 3 Prozent auf. Bis zu einem gewissen Grad können also depressive Erkrankungen tatsächlich "in der Familie liegen".
Biochemische Faktoren
Viele Experten sind sich heute einig, dass depressive Erkrankungen durch ein Ungleichgewicht oder eine Störung in der Konzentration bestimmter Botenstoffe, so genannter Neurotransmitter, im Gehirn bedingt sein könnten, insbesondere des Botenstoffs Serotonin. Mit diesem Wissen gelang es der Forschung, Medikamente zu entwickeln, die die Konzentrationen der Neurotransmitter beeinflussen und die sich in der Behandlung von Depressionen als wirksam erwiesen haben.
Weitere Faktoren
Formen:
Anaklitische Depression
Eine Sonderform der Depression ist die anaklitische Depression (Anaklise = Abhängigkeit von einer anderen Person) bei Babys und Kindern, wenn diese allein gelassen oder vernachlässigt werden. Die anaklitische Depression äußert sich durch Weinen, Jammern, anhaltendes Schreien und Anklammern und kann in psychischen Hospitalismus übergehen.
Somatisierte Depression
Die somatisierte Depression (auch maskierte bzw. larvierte Depression genannt) ist eine depressive Episode, die mit körperlichen Beschwerden einhergeht: Rückenschmerzen, Beklemmungen in der Brustregion , Kopfschmerzen– hier sind die unterschiedlichsten körperlichen Symptome möglich als „Präsentiersymptome“ einer Depression.
Organische Depression
Organische Depression nennt man depressive Symptome, die durch eine körperliche Erkrankung hervorgerufen werden (z. B. durch eine Hypothereose), durch Schilddrüsenfunktionstörungen, Hypophysen- oder Nebennierenerkrankungen oder Frontalhirnsyndrom. Nicht zur organischen Depression zählen Depressionen im Gefolge von hormonellen Umstellungen, z. B. nach der Schwangerschaft oder in der Pubertät.
Agitierte Depression
Die zur depressiven Symptomatik gehörende innere Unruhe kann gelegentlich so gesteigert sein, dass eine Erscheinungsform entsteht, die agitierte Depression genannt wird. Der Patient wird getrieben von einem rastlosen Bewegungsdrang, der ins Leere läuft. Zielgerichtete Tätigkeiten sind nicht mehr möglich. Der Kranke läuft umher, kann nicht still sitzen und kann auch Arme und Hände nicht still halten, was häufig mit Händeringen und Nesteln einhergeht. Auch das Mitteilungsbedürfnis ist gesteigert und führt zu ständigem, einförmigen Jammern und Klagen. Die agitierte Depression tritt bei älteren Menschen vergleichsweise häufiger auf als in jüngerem und mittlerem Alter.
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>So, das war mein ein kleiner Einblick in die Depression. Man kann noch so viel da drüber schreiben, aber das sprengt den Rahmen und wird sicherlich früher oder später von mir ergänzt werden.
Viele liebe Grüsse
SchwarzeSeele
Depression
Depression ist mehr als eine "normale" Verstimmung. Sie muss ernst genommen werden, es gibt aber gute Möglichkeiten der Behandlung.
Wir alle kennen Tage, an denen wir "nicht gut drauf" sind oder uns traurig und niedergeschlagen fühlen. Solche Verstimmungen können nach unangenehmen Erlebnissen am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft, nach Misserfolgen und Verlusten, aber auch ohne erkennbaren Grund auftreten. Wenn wir körperlich in schlechter Verfassung oder unausgeschlafen sind, neigen wir eher dazu, uns "deprimiert" zu fühlen. Diese unangenehmen Empfindungen gehören zum Leben dazu und verschwinden meist von selbst wieder. Das ist ein ganz normaler Prozess.
Die Depression unterscheidet sich von der "normalen" Verstimmung oder Traurigkeit dadurch, dass neben der Niedergeschlagenheit noch weitere Beschwerden vorliegen, die intensiver ausgeprägt sind, länger andauern (mindestens 2 Wochen ununterbrochen am Stück) und zu einer viel stärkeren Beeinträchtigung im Alltag führen. Bei der Depression kommt es zu tief greifenden Veränderungen des Fühlens, Denkens und Verhaltens.
Stoffwechselstörung im Gehirn
Zur Entstehung einer Depression tragen verschiedene Faktoren bei. Eine wichtige Rolle spielt der Stoffwechsel im Gehirn: so genannte Neurotransmitter, die Informationen von einer Nervenzelle auf die nächste übertragen, sind für die normale Tätigkeit des Gehirns von großer Bedeutung. Ein solcher Botenstoff ist das Serotonin. Bei einer Depression besteht ein Mangel an Serotonin – Depressionen sind also u.a auf ein "organisches Ungleichgewicht". zurückzuführen.
Eine Zunahme des Botenstoffs Serotonin und damit die Herstellung des natürlichen Gleichgewichts zwischen diesem und anderen Neurotransmittern ist durch eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich. Es ist beruhigend zu wissen, dass sich Depressionen heute sehr gut behandeln.
Volkskrankheit Depression
Die Depression ist eine so häufige Erkrankung, dass in fast jeder Familie eine Person davon betroffen ist. Da die Depression immer noch mit einem Tabu belegt und oft von außen nicht erkennbar ist, erfahren wir häufig nichts davon. Die Krankheit betrifft Menschen jeden Alters, jeder Gesellschaftsschicht, jeder Kultur und jeder Nationalität.
In Deutschland erkranken etwa 20 Prozent der Menschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Experten schätzen, dass derzeit etwa 5 Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression leiden. Die Krankheit tritt am häufigsten im jungen Erwachsenen- und im mittleren Lebensalter auf. Frauen sind öfter betroffen als Männer.
Symptome
Die Krankheit Depression (depressive Episode nach ICD-10) ist charakterisiert durch die Symptomverbindung von
- Stimmungseinengung (Verlust der Fähigkeit, sich freuen zu können oder Trauer zu empfinden; Verlust der affektiven Resonanz, d. h. der Patient ist durch Zuspruch nicht aufhellbar),
- Antriebshemmung, zu der auch eine Denkhemmung gehört,
- innere Unruhe,
- Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stundenrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten chronobiologischen Rhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt.
Depressive Erkrankungen gehen mit körperlichen Symptomen einher, sogenannten Vitalstörungen, wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“), häufig auch mit Schmerzen in ganz unterschiedlichen Körperregionen, am typischsten mit einem quälenden Druckgefühl auf der Brust.
Während einer depressiven Episode ist die Infektionsanfälligkeit erhöht.
Je nach Schwere einer Depression kann sie mit latenter oder akuter Suizidalität einhergehen. Es wird vermutet, dass der größte Teil der jährlich zirka 12.000 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist.
Entstehung der Depression:
Bei der Entstehung einer Depression spielen verschiedene Faktoren zusammen. Neben der Veranlagung sind dies z.B. gewisse Persönlichkeitsmerkmale, biochemische Faktoren und einschneidende belastende Ereignisse.
Verschiedene Ursachen – ähnliche Veränderungen
Viele Faktoren tragen zur Entstehung einer Depression bei, seien es Stresssituationen, Vererbung, andere Erkrankungen oder psychische Faktoren. Solche Faktoren beeinflussen das komplizierte Nerven-Netzwerk und den Stoffwechsel im Gehirn. Eine Störung kann sich dann als Depression bemerkbar machen.
Ein Beispiel: Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann eine Depression auslösen, die sich in nichts von einer Depression anderer Ursache unterscheidet.
Liegt die Depression "in der Familie"?
Oft scheint eine ererbte Komponente vorzuliegen. Menschen mit nahen Verwandten, die zur Depression neigen, erkranken häufiger. Weist beispielsweise einer von zwei eineiigen Zwillingen eine Depression auf, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der andere Zwilling ebenfalls eine Depression entwickelt, etwa 70 Prozent.
Bei Kindern, Eltern und Geschwistern (einschließlich zweieiiger Zwillinge) eines depressiven Patienten liegt das Depressionsrisiko bei etwa 15 Prozent. Menschen ohne nahe Verwandte mit Depression weisen dagegen ein Risiko von nur 2 bis 3 Prozent auf. Bis zu einem gewissen Grad können also depressive Erkrankungen tatsächlich "in der Familie liegen".
Biochemische Faktoren
Viele Experten sind sich heute einig, dass depressive Erkrankungen durch ein Ungleichgewicht oder eine Störung in der Konzentration bestimmter Botenstoffe, so genannter Neurotransmitter, im Gehirn bedingt sein könnten, insbesondere des Botenstoffs Serotonin. Mit diesem Wissen gelang es der Forschung, Medikamente zu entwickeln, die die Konzentrationen der Neurotransmitter beeinflussen und die sich in der Behandlung von Depressionen als wirksam erwiesen haben.
Weitere Faktoren
- Andere Erkrankungen können eine Depression auslösen.
- Stresssituationen und Belastungen wie Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Familie, Krankheit, Trennungen, der Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder Überforderung können zur Entwicklung einer Depression beitragen.
- Alkohol und Medikamente: Mit übermäßigem Alkoholkonsum kann ein Mensch versuchen, depressive Symptome zu verschleiern. Andererseits sind Wissenschaftler der Ansicht, dass Alkoholmissbrauch bei anfälligen Personen zu einer Depression führen kann. Übermäßiger Alkoholkonsum in Verbindung mit Medikamenten kann die Depression verstärken.
- Bestimmte Persönlichkeitsfaktoren können die Anfälligkeit für eine Depression erhöhen. So haben viele Menschen mit depressiven Erkrankungen in ihren gesunden Phasen einen ausgeprägten Hang zum Perfektionismus und zur Selbstkritik.
- Geschlecht und Alter: Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer, der Erkrankung beginnt häufig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.
- Wochenbett: Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht 6 Monate nach der Geburt.
Formen:
Anaklitische Depression
Eine Sonderform der Depression ist die anaklitische Depression (Anaklise = Abhängigkeit von einer anderen Person) bei Babys und Kindern, wenn diese allein gelassen oder vernachlässigt werden. Die anaklitische Depression äußert sich durch Weinen, Jammern, anhaltendes Schreien und Anklammern und kann in psychischen Hospitalismus übergehen.
Somatisierte Depression
Die somatisierte Depression (auch maskierte bzw. larvierte Depression genannt) ist eine depressive Episode, die mit körperlichen Beschwerden einhergeht: Rückenschmerzen, Beklemmungen in der Brustregion , Kopfschmerzen– hier sind die unterschiedlichsten körperlichen Symptome möglich als „Präsentiersymptome“ einer Depression.
Organische Depression
Organische Depression nennt man depressive Symptome, die durch eine körperliche Erkrankung hervorgerufen werden (z. B. durch eine Hypothereose), durch Schilddrüsenfunktionstörungen, Hypophysen- oder Nebennierenerkrankungen oder Frontalhirnsyndrom. Nicht zur organischen Depression zählen Depressionen im Gefolge von hormonellen Umstellungen, z. B. nach der Schwangerschaft oder in der Pubertät.
Agitierte Depression
Die zur depressiven Symptomatik gehörende innere Unruhe kann gelegentlich so gesteigert sein, dass eine Erscheinungsform entsteht, die agitierte Depression genannt wird. Der Patient wird getrieben von einem rastlosen Bewegungsdrang, der ins Leere läuft. Zielgerichtete Tätigkeiten sind nicht mehr möglich. Der Kranke läuft umher, kann nicht still sitzen und kann auch Arme und Hände nicht still halten, was häufig mit Händeringen und Nesteln einhergeht. Auch das Mitteilungsbedürfnis ist gesteigert und führt zu ständigem, einförmigen Jammern und Klagen. Die agitierte Depression tritt bei älteren Menschen vergleichsweise häufiger auf als in jüngerem und mittlerem Alter.
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>So, das war mein ein kleiner Einblick in die Depression. Man kann noch so viel da drüber schreiben, aber das sprengt den Rahmen und wird sicherlich früher oder später von mir ergänzt werden.
Viele liebe Grüsse
SchwarzeSeele