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Mein Weg in die Therapie, erste Erfahrungen

So, um mal wieder auf das Thema meines Therads zu kommen, werde ich euch mal was zur Depression schreiben. Informationen, um genau zu sein.

Depression

Depression ist mehr als eine "normale" Verstimmung. Sie muss ernst genommen werden, es gibt aber gute Möglichkeiten der Behandlung.





Wir alle kennen Tage, an denen wir "nicht gut drauf" sind oder uns traurig und niedergeschlagen fühlen. Solche Verstimmungen können nach unangenehmen Erlebnissen am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft, nach Misserfolgen und Verlusten, aber auch ohne erkennbaren Grund auftreten. Wenn wir körperlich in schlechter Verfassung oder unausgeschlafen sind, neigen wir eher dazu, uns "deprimiert" zu fühlen. Diese unangenehmen Empfindungen gehören zum Leben dazu und verschwinden meist von selbst wieder. Das ist ein ganz normaler Prozess.
Die Depression unterscheidet sich von der "normalen" Verstimmung oder Traurigkeit dadurch, dass neben der Niedergeschlagenheit noch weitere Beschwerden vorliegen, die intensiver ausgeprägt sind, länger andauern (mindestens 2 Wochen ununterbrochen am Stück) und zu einer viel stärkeren Beeinträchtigung im Alltag führen. Bei der Depression kommt es zu tief greifenden Veränderungen des Fühlens, Denkens und Verhaltens.
Stoffwechselstörung im Gehirn

Zur Entstehung einer Depression tragen verschiedene Faktoren bei. Eine wichtige Rolle spielt der Stoffwechsel im Gehirn: so genannte Neurotransmitter, die Informationen von einer Nervenzelle auf die nächste übertragen, sind für die normale Tätigkeit des Gehirns von großer Bedeutung. Ein solcher Botenstoff ist das Serotonin. Bei einer Depression besteht ein Mangel an Serotonin – Depressionen sind also u.a auf ein "organisches Ungleichgewicht". zurückzuführen.
Eine Zunahme des Botenstoffs Serotonin und damit die Herstellung des natürlichen Gleichgewichts zwischen diesem und anderen Neurotransmittern ist durch eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich. Es ist beruhigend zu wissen, dass sich Depressionen heute sehr gut behandeln.

Volkskrankheit Depression

Die Depression ist eine so häufige Erkrankung, dass in fast jeder Familie eine Person davon betroffen ist. Da die Depression immer noch mit einem Tabu belegt und oft von außen nicht erkennbar ist, erfahren wir häufig nichts davon. Die Krankheit betrifft Menschen jeden Alters, jeder Gesellschaftsschicht, jeder Kultur und jeder Nationalität.
In Deutschland erkranken etwa 20 Prozent der Menschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Experten schätzen, dass derzeit etwa 5 Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression leiden. Die Krankheit tritt am häufigsten im jungen Erwachsenen- und im mittleren Lebensalter auf. Frauen sind öfter betroffen als Männer.


Symptome


Die Krankheit Depression (depressive Episode nach ICD-10) ist charakterisiert durch die Symptomverbindung von

  • Stimmungseinengung (Verlust der Fähigkeit, sich freuen zu können oder Trauer zu empfinden; Verlust der affektiven Resonanz, d. h. der Patient ist durch Zuspruch nicht aufhellbar),
  • Antriebshemmung, zu der auch eine Denkhemmung gehört,
  • innere Unruhe,
  • Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stundenrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten chronobiologischen Rhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt.
Weniger beweisend und aus den Kernsymptomen (Grundsymptomen) ableitbar sind übertriebene Sorge um die Zukunft, u. U. überbetonte Beunruhigung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Hilflosigkeit, sowie soziale Selbstisolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, dazu Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, das Denken ist verlangsamt, sinnloses Gedankenkreisen (Grübelzwang), dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen (Libidoverlust). Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er nicht mehr einfachste Tätigkeiten, wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen verrichten kann. Der Schlaf ist nicht erquickend, das morgendliche Aufstehen bereitet Probleme (Morgentief; Tagesschwankungen). Bei einer seltenen Krankheitsvariante verhält es sich umgekehrt: Es tritt ein sogenanntes „Abendtief“ auf, d. h. die Symptome verstärken sich gegen Abend und das Einschlafen ist erschwert oder erst gegen Morgen möglich.
Depressive Erkrankungen gehen mit körperlichen Symptomen einher, sogenannten Vitalstörungen, wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“), häufig auch mit Schmerzen in ganz unterschiedlichen Körperregionen, am typischsten mit einem quälenden Druckgefühl auf der Brust.
Während einer depressiven Episode ist die Infektionsanfälligkeit erhöht.
Je nach Schwere einer Depression kann sie mit latenter oder akuter Suizidalität einhergehen. Es wird vermutet, dass der größte Teil der jährlich zirka 12.000 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist.


Entstehung der Depression:


Bei der Entstehung einer Depression spielen verschiedene Faktoren zusammen. Neben der Veranlagung sind dies z.B. gewisse Persönlichkeitsmerkmale, biochemische Faktoren und einschneidende belastende Ereignisse.
Verschiedene Ursachen – ähnliche Veränderungen


Viele Faktoren tragen zur Entstehung einer Depression bei, seien es Stresssituationen, Vererbung, andere Erkrankungen oder psychische Faktoren. Solche Faktoren beeinflussen das komplizierte Nerven-Netzwerk und den Stoffwechsel im Gehirn. Eine Störung kann sich dann als Depression bemerkbar machen.
Ein Beispiel: Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann eine Depression auslösen, die sich in nichts von einer Depression anderer Ursache unterscheidet.
Liegt die Depression "in der Familie"?

Oft scheint eine ererbte Komponente vorzuliegen. Menschen mit nahen Verwandten, die zur Depression neigen, erkranken häufiger. Weist beispielsweise einer von zwei eineiigen Zwillingen eine Depression auf, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der andere Zwilling ebenfalls eine Depression entwickelt, etwa 70 Prozent.
Bei Kindern, Eltern und Geschwistern (einschließlich zweieiiger Zwillinge) eines depressiven Patienten liegt das Depressionsrisiko bei etwa 15 Prozent. Menschen ohne nahe Verwandte mit Depression weisen dagegen ein Risiko von nur 2 bis 3 Prozent auf. Bis zu einem gewissen Grad können also depressive Erkrankungen tatsächlich "in der Familie liegen".
Biochemische Faktoren

Viele Experten sind sich heute einig, dass depressive Erkrankungen durch ein Ungleichgewicht oder eine Störung in der Konzentration bestimmter Botenstoffe, so genannter Neurotransmitter, im Gehirn bedingt sein könnten, insbesondere des Botenstoffs Serotonin. Mit diesem Wissen gelang es der Forschung, Medikamente zu entwickeln, die die Konzentrationen der Neurotransmitter beeinflussen und die sich in der Behandlung von Depressionen als wirksam erwiesen haben.
Weitere Faktoren


  • Andere Erkrankungen können eine Depression auslösen.
  • Stresssituationen und Belastungen wie Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Familie, Krankheit, Trennungen, der Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder Überforderung können zur Entwicklung einer Depression beitragen.
  • Alkohol und Medikamente: Mit übermäßigem Alkoholkonsum kann ein Mensch versuchen, depressive Symptome zu verschleiern. Andererseits sind Wissenschaftler der Ansicht, dass Alkoholmissbrauch bei anfälligen Personen zu einer Depression führen kann. Übermäßiger Alkoholkonsum in Verbindung mit Medikamenten kann die Depression verstärken.
  • Bestimmte Persönlichkeitsfaktoren können die Anfälligkeit für eine Depression erhöhen. So haben viele Menschen mit depressiven Erkrankungen in ihren gesunden Phasen einen ausgeprägten Hang zum Perfektionismus und zur Selbstkritik.
  • Geschlecht und Alter: Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer, der Erkrankung beginnt häufig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.
  • Wochenbett: Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht 6 Monate nach der Geburt.

Formen:

Anaklitische Depression

Eine Sonderform der Depression ist die anaklitische Depression (Anaklise = Abhängigkeit von einer anderen Person) bei Babys und Kindern, wenn diese allein gelassen oder vernachlässigt werden. Die anaklitische Depression äußert sich durch Weinen, Jammern, anhaltendes Schreien und Anklammern und kann in psychischen Hospitalismus übergehen.

Somatisierte Depression

Die somatisierte Depression (auch maskierte bzw. larvierte Depression genannt) ist eine depressive Episode, die mit körperlichen Beschwerden einhergeht: Rückenschmerzen, Beklemmungen in der Brustregion , Kopfschmerzen– hier sind die unterschiedlichsten körperlichen Symptome möglich als „Präsentiersymptome“ einer Depression.

Organische Depression

Organische Depression nennt man depressive Symptome, die durch eine körperliche Erkrankung hervorgerufen werden (z. B. durch eine Hypothereose), durch Schilddrüsenfunktionstörungen, Hypophysen- oder Nebennierenerkrankungen oder Frontalhirnsyndrom. Nicht zur organischen Depression zählen Depressionen im Gefolge von hormonellen Umstellungen, z. B. nach der Schwangerschaft oder in der Pubertät.

Agitierte Depression

Die zur depressiven Symptomatik gehörende innere Unruhe kann gelegentlich so gesteigert sein, dass eine Erscheinungsform entsteht, die agitierte Depression genannt wird. Der Patient wird getrieben von einem rastlosen Bewegungsdrang, der ins Leere läuft. Zielgerichtete Tätigkeiten sind nicht mehr möglich. Der Kranke läuft umher, kann nicht still sitzen und kann auch Arme und Hände nicht still halten, was häufig mit Händeringen und Nesteln einhergeht. Auch das Mitteilungsbedürfnis ist gesteigert und führt zu ständigem, einförmigen Jammern und Klagen. Die agitierte Depression tritt bei älteren Menschen vergleichsweise häufiger auf als in jüngerem und mittlerem Alter.
_____________________________

>So, das war mein ein kleiner Einblick in die Depression. Man kann noch so viel da drüber schreiben, aber das sprengt den Rahmen und wird sicherlich früher oder später von mir ergänzt werden.




Viele liebe Grüsse
SchwarzeSeele
 
So, um mal wieder auf das Thema meines Therads zu kommen, werde ich euch mal was zur Depression schreiben. Informationen, um genau zu sein.

Depression

Depression ist mehr als eine "normale" Verstimmung. Sie muss ernst genommen werden, es gibt aber gute Möglichkeiten der Behandlung.





Wir alle kennen Tage, an denen wir "nicht gut drauf" sind oder uns traurig und niedergeschlagen fühlen. Solche Verstimmungen können nach unangenehmen Erlebnissen am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft, nach Misserfolgen und Verlusten, aber auch ohne erkennbaren Grund auftreten. Wenn wir körperlich in schlechter Verfassung oder unausgeschlafen sind, neigen wir eher dazu, uns "deprimiert" zu fühlen. Diese unangenehmen Empfindungen gehören zum Leben dazu und verschwinden meist von selbst wieder. Das ist ein ganz normaler Prozess.
Die Depression unterscheidet sich von der "normalen" Verstimmung oder Traurigkeit dadurch, dass neben der Niedergeschlagenheit noch weitere Beschwerden vorliegen, die intensiver ausgeprägt sind, länger andauern (mindestens 2 Wochen ununterbrochen am Stück) und zu einer viel stärkeren Beeinträchtigung im Alltag führen. Bei der Depression kommt es zu tief greifenden Veränderungen des Fühlens, Denkens und Verhaltens.
Stoffwechselstörung im Gehirn

Zur Entstehung einer Depression tragen verschiedene Faktoren bei. Eine wichtige Rolle spielt der Stoffwechsel im Gehirn: so genannte Neurotransmitter, die Informationen von einer Nervenzelle auf die nächste übertragen, sind für die normale Tätigkeit des Gehirns von großer Bedeutung. Ein solcher Botenstoff ist das Serotonin. Bei einer Depression besteht ein Mangel an Serotonin – Depressionen sind also u.a auf ein "organisches Ungleichgewicht". zurückzuführen.
Eine Zunahme des Botenstoffs Serotonin und damit die Herstellung des natürlichen Gleichgewichts zwischen diesem und anderen Neurotransmittern ist durch eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich. Es ist beruhigend zu wissen, dass sich Depressionen heute sehr gut behandeln.

Volkskrankheit Depression

Die Depression ist eine so häufige Erkrankung, dass in fast jeder Familie eine Person davon betroffen ist. Da die Depression immer noch mit einem Tabu belegt und oft von außen nicht erkennbar ist, erfahren wir häufig nichts davon. Die Krankheit betrifft Menschen jeden Alters, jeder Gesellschaftsschicht, jeder Kultur und jeder Nationalität.
In Deutschland erkranken etwa 20 Prozent der Menschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Experten schätzen, dass derzeit etwa 5 Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression leiden. Die Krankheit tritt am häufigsten im jungen Erwachsenen- und im mittleren Lebensalter auf. Frauen sind öfter betroffen als Männer.


Symptome


Die Krankheit Depression (depressive Episode nach ICD-10) ist charakterisiert durch die Symptomverbindung von

  • Stimmungseinengung (Verlust der Fähigkeit, sich freuen zu können oder Trauer zu empfinden; Verlust der affektiven Resonanz, d. h. der Patient ist durch Zuspruch nicht aufhellbar),
  • Antriebshemmung, zu der auch eine Denkhemmung gehört,
  • innere Unruhe,
  • Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stundenrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten chronobiologischen Rhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt.
Weniger beweisend und aus den Kernsymptomen (Grundsymptomen) ableitbar sind übertriebene Sorge um die Zukunft, u. U. überbetonte Beunruhigung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Hilflosigkeit, sowie soziale Selbstisolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, dazu Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, das Denken ist verlangsamt, sinnloses Gedankenkreisen (Grübelzwang), dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen (Libidoverlust). Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er nicht mehr einfachste Tätigkeiten, wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen verrichten kann. Der Schlaf ist nicht erquickend, das morgendliche Aufstehen bereitet Probleme (Morgentief; Tagesschwankungen). Bei einer seltenen Krankheitsvariante verhält es sich umgekehrt: Es tritt ein sogenanntes „Abendtief“ auf, d. h. die Symptome verstärken sich gegen Abend und das Einschlafen ist erschwert oder erst gegen Morgen möglich.
Depressive Erkrankungen gehen mit körperlichen Symptomen einher, sogenannten Vitalstörungen, wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“), häufig auch mit Schmerzen in ganz unterschiedlichen Körperregionen, am typischsten mit einem quälenden Druckgefühl auf der Brust.
Während einer depressiven Episode ist die Infektionsanfälligkeit erhöht.
Je nach Schwere einer Depression kann sie mit latenter oder akuter Suizidalität einhergehen. Es wird vermutet, dass der größte Teil der jährlich zirka 12.000 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist.


Entstehung der Depression:


Bei der Entstehung einer Depression spielen verschiedene Faktoren zusammen. Neben der Veranlagung sind dies z.B. gewisse Persönlichkeitsmerkmale, biochemische Faktoren und einschneidende belastende Ereignisse.
Verschiedene Ursachen – ähnliche Veränderungen


Viele Faktoren tragen zur Entstehung einer Depression bei, seien es Stresssituationen, Vererbung, andere Erkrankungen oder psychische Faktoren. Solche Faktoren beeinflussen das komplizierte Nerven-Netzwerk und den Stoffwechsel im Gehirn. Eine Störung kann sich dann als Depression bemerkbar machen.
Ein Beispiel: Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann eine Depression auslösen, die sich in nichts von einer Depression anderer Ursache unterscheidet.
Liegt die Depression "in der Familie"?

Oft scheint eine ererbte Komponente vorzuliegen. Menschen mit nahen Verwandten, die zur Depression neigen, erkranken häufiger. Weist beispielsweise einer von zwei eineiigen Zwillingen eine Depression auf, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der andere Zwilling ebenfalls eine Depression entwickelt, etwa 70 Prozent.
Bei Kindern, Eltern und Geschwistern (einschließlich zweieiiger Zwillinge) eines depressiven Patienten liegt das Depressionsrisiko bei etwa 15 Prozent. Menschen ohne nahe Verwandte mit Depression weisen dagegen ein Risiko von nur 2 bis 3 Prozent auf. Bis zu einem gewissen Grad können also depressive Erkrankungen tatsächlich "in der Familie liegen".
Biochemische Faktoren

Viele Experten sind sich heute einig, dass depressive Erkrankungen durch ein Ungleichgewicht oder eine Störung in der Konzentration bestimmter Botenstoffe, so genannter Neurotransmitter, im Gehirn bedingt sein könnten, insbesondere des Botenstoffs Serotonin. Mit diesem Wissen gelang es der Forschung, Medikamente zu entwickeln, die die Konzentrationen der Neurotransmitter beeinflussen und die sich in der Behandlung von Depressionen als wirksam erwiesen haben.
Weitere Faktoren


  • Andere Erkrankungen können eine Depression auslösen.
  • Stresssituationen und Belastungen wie Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Familie, Krankheit, Trennungen, der Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder Überforderung können zur Entwicklung einer Depression beitragen.
  • Alkohol und Medikamente: Mit übermäßigem Alkoholkonsum kann ein Mensch versuchen, depressive Symptome zu verschleiern. Andererseits sind Wissenschaftler der Ansicht, dass Alkoholmissbrauch bei anfälligen Personen zu einer Depression führen kann. Übermäßiger Alkoholkonsum in Verbindung mit Medikamenten kann die Depression verstärken.
  • Bestimmte Persönlichkeitsfaktoren können die Anfälligkeit für eine Depression erhöhen. So haben viele Menschen mit depressiven Erkrankungen in ihren gesunden Phasen einen ausgeprägten Hang zum Perfektionismus und zur Selbstkritik.
  • Geschlecht und Alter: Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer, der Erkrankung beginnt häufig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.
  • Wochenbett: Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht 6 Monate nach der Geburt.
Formen:

Anaklitische Depression

Eine Sonderform der Depression ist die anaklitische Depression (Anaklise = Abhängigkeit von einer anderen Person) bei Babys und Kindern, wenn diese allein gelassen oder vernachlässigt werden. Die anaklitische Depression äußert sich durch Weinen, Jammern, anhaltendes Schreien und Anklammern und kann in psychischen Hospitalismus übergehen.

Somatisierte Depression

Die somatisierte Depression (auch maskierte bzw. larvierte Depression genannt) ist eine depressive Episode, die mit körperlichen Beschwerden einhergeht: Rückenschmerzen, Beklemmungen in der Brustregion , Kopfschmerzen– hier sind die unterschiedlichsten körperlichen Symptome möglich als „Präsentiersymptome“ einer Depression.

Organische Depression

Organische Depression nennt man depressive Symptome, die durch eine körperliche Erkrankung hervorgerufen werden (z. B. durch eine Hypothereose), durch Schilddrüsenfunktionstörungen, Hypophysen- oder Nebennierenerkrankungen oder Frontalhirnsyndrom. Nicht zur organischen Depression zählen Depressionen im Gefolge von hormonellen Umstellungen, z. B. nach der Schwangerschaft oder in der Pubertät.

Agitierte Depression

Die zur depressiven Symptomatik gehörende innere Unruhe kann gelegentlich so gesteigert sein, dass eine Erscheinungsform entsteht, die agitierte Depression genannt wird. Der Patient wird getrieben von einem rastlosen Bewegungsdrang, der ins Leere läuft. Zielgerichtete Tätigkeiten sind nicht mehr möglich. Der Kranke läuft umher, kann nicht still sitzen und kann auch Arme und Hände nicht still halten, was häufig mit Händeringen und Nesteln einhergeht. Auch das Mitteilungsbedürfnis ist gesteigert und führt zu ständigem, einförmigen Jammern und Klagen. Die agitierte Depression tritt bei älteren Menschen vergleichsweise häufiger auf als in jüngerem und mittlerem Alter.
_____________________________

>So, das war mein ein kleiner Einblick in die Depression. Man kann noch so viel da drüber schreiben, aber das sprengt den Rahmen und wird sicherlich früher oder später von mir ergänzt werden.




Viele liebe Grüsse
SchwarzeSeele


Hi Schwarze seele. Ichmuß sagen du kennst dich mit allen sehr gut aus. Wie alt bist du,wenn ich mal fragen darf. Ich leide auch schon seit Jahren unter Depressionen. Ich steh morgens auf,denke o heute gehts dir einigermaßen gut,und Promt 10 min. häng ich wieder daneben. Ich bekomm meinen Haushalt kaum auf die Reihe, das nervt mich am meisten.
 
So, mal ne kleine Rückmeldung von mir.

Im Moment fühle ich mich wieder besser. Sogar so gut, das ich und meine Therapeutin beschlossen haben, den Therapierythmus zu verlängern.
Ich war über eine längere Zeit hinweg jede Woche zur Psychotherapeutin gegangen. Aber nun, alle 14 Tage.

Die letzte Sitzung war eher locker. Haben über allgemeine Dinge gesprochen, da ich meine gute Verfassung nicht kaputt machen wollte-😉

Es scheint bei mir ja wieder bergauf zu gehen.

Hoffe, das bleibt erst mal so. Ohne diese quälenden Suizidgedanken, ohne diese ständige Depriphase, ohne, das nicht aufstehen wollen und und und..

Ich geniesse diese zur Zeit in mir vorherschende Ruhe.


Liebe Grüsse
SchwarzeSeele
 
Hallo SchwarzeSeele,
das freut mich für dich - gut gemacht? Bin nur neugierig, WAS genau du richtig gemacht hast oder was dir geholfen hat. Ich sammle ja ständig Lösungsansätze ...
Alles Gute weiterhin!
Werner
 
Keine Ahnung wie das kam 😕😕😕

Ich führe das auf die gute Einstellung von dem Trimipramin zurück.

Hatte die Dosis ja erhöht. Und damit fahre ich ganz gut.
Allerdings hat sich meine ganze Lebenssituation etwas geändert.

Ich hatte die letzte Zeit nur Stress, und das hat sich jetzt gegeben. Bin endlich etwas zur Ruhe gekommen.


Liebe Grüsse
SchwarzeSeele
 
Hallo schwarzes Seelchen🙂

ich freu mich für dich das es Dir zur Zeit gut geht.
Da siehst es gibt immer wieder auch sonnige Tage, für uns alle.
Und das ist wichtig und baut auf.
Ich gehe jeden Woche zur Therapie. Will das ja auch hinter mich bringen.

Ich drück dich ganz fest.

Liebe Grüsse Lilli 1958
 
Aber hetze dich nicht Lilli, das bringt nix. Du gehst so durch die Therapie wie du es für richtig hälst. Du bestimmst das Tempo 😉

Liebe Grüsse
SchwarzeSeele
 
Ich gebe mal wieder ne kleine Rückmeldung.


Derzeit bin ich relativ stabil. Meine Depression ist etwas besser geworden und meine Belastungsstörung kommt nur noch bei extremen Situationen zum Vorschein.

Nal abwarten wie es weiter geht.


Liebe Grüsse
SchwarzeSeele
 

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