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Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht krank

AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Man soll sich ja nicht mit anderen vergleichen. Weder sollte man sich schlechter fühlen, weil andere besser da stehen - noch sollte man sich besser fühlen, weil es anderen schlechter geht. Da sträubt sich mir einfach alles. Das würde ja bedeuten, dass sich andere wegen mir schechter fühlen. Ich würde das wirklich nicht wollen. Leider ziehen andere genau aus sowas ihr Selbstwertgefühl (ihr Fühlen, "jemand zu sein"), indem sie sich über andere stellen und lassen es die vermeintlich schlechter Gestellten genauso spüren.

Ich hoffe, du kannst lernen mehr Distanz aufzubauen und das mit den Vergleichen zu lassen. Dass auch die Partnerschaft drunter leidet, sollte ja nicht sein...
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Früher habe ich mich auch von allen beeinflussen lassen. Ich habe mir von anderen sagen lassen, wie mein Leben aussehen sollte. Selbst eine Frau, die berufsmäßig überhaupt nichts auf die Reihe bekam, wollte mich die Karriereleiter hochpeitschen. Zum Glück habe ich ihren Manipulationen widerstanden. Irgendwann habe ich verstanden, dass es mir nichts bringt, nur für Beruf und Karriere zu leben. Ich muss niemandem etwas beweisen. Es ist mein Leben, nicht das Leben anderer. Natürlich sagen die meisten Eltern, dass ihre Kinder es mal besser haben sollen. Aber warum denn? Ich bin im Nachhinein froh, dass meine mögliche Lebensqualität nicht immer nur stetig nach oben gegangen ist.

Du hast einen Job und verdienst Dein eigenes Geld. Da kannst Du nun doch wirklich stolz drauf sein. Lebe Dein Leben!
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Hi Flo12,

ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht jeden einzelnen Beitrag meiner Mitverfasser zu lesen. Also verzeiht sollte ich Dinge wiederholen.

Nun, ohne Deinem Daddy zu nahe treten zu wollen, aber wenn er so "erfolgreich" ist, was hält oder hielt ihn davon ab Dir beizubringen wie man erfolgreich wird? Erfolg ist kein Ziel. So viel zur Frage ob man dem hinterherjagen sollte. Es ist ein Weg. Entweder man entscheidet sich dafür den Weg zu gehen und dann auch den Preis dafür zu zahlen, oder nicht. Auch ist Erfolg kein starres Gebilde. Wie definierst Du Erfolg. Was müsste sich in Deinem Leben ändern damit Du überzeugt bist erfolgreich zu sein? Was müsstest Du tun um diese Veränderung zu bewirken? Zu welchem Mensch müsstest Du werden?

Bist Du gut in Deinem Job? Liebst Du was Du tust? Hast Du Kinder und genug Zeit für sie? Bist Du gesund? Wenn Du diese Fragen mit "ja" beantworten kannst werden Dich die meisten Menschen schon als ziemlich erfolgreich ansehen. Aber Dein ganz persönlicher Erfolg hängt davon ab was Du möchtest. Was sind Deine Ziele? Ich hab hier schon ein paar mal gelesen dass man Erfolg nicht an materiellen Gütern messen kann. Teilweise stimme ich dem zu. Aber es ist doch so, dass wenn Dein persönliches Ziel es ist reich und Millionär zu sein dann ist das völlig in Ordnung. Fair enough. Sobald Du Dein Ziel kennst wirst Du auch einen Weg finden es zu erreichen. Gerade heutzutage wo via Internet das wissen der Menschheit allen zugänglich ist. Sollte Reichtum Dein Ziel sein empfehle ich Dir Bodo Schäfer. Ich will aber auch nochmal deutlich machen... Auch finanzielle Freiheit steht zwar jedem frei. Ist aber nicht umsonst. Alles hat seinen Preis. Mein persönliches Ziel ist Wachstum und Mehrwert zu bieten. Die Quereinsteiger-Akademie soll der breiten Masse zur Verfügung stehen und irgendwann die Schulen erreichen. Ein klares Ziel. Ein klarer Kurs. Vielleicht verfahre ich mich auf dem Weg auch mal. Oder muss nach dem Weg fragen. Aber wo die Reise hingeht steht fest. Und dabei stellt sich nicht die Frage ob ich ankomme.

Und wenn Deine Ziele im Einklang mit Deinen inneren Werten stehen, wirst Du Dir auch niemals selbst im Weg stehen oder befürchten müssen auf dem Weg unglücklich zu sein.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Nun, ohne Deinem Daddy zu nahe treten zu wollen, aber wenn er so "erfolgreich" ist, was hält oder hielt ihn davon ab Dir beizubringen wie man erfolgreich wird? Erfolg ist kein Ziel. So viel zur Frage ob man dem hinterherjagen sollte. Es ist ein Weg. Entweder man entscheidet sich dafür den Weg zu gehen und dann auch den Preis dafür zu zahlen, oder nicht. Auch ist Erfolg kein starres Gebilde. Wie definierst Du Erfolg. Was müsste sich in Deinem Leben ändern damit Du überzeugt bist erfolgreich zu sein? Was müsstest Du tun um diese Veränderung zu bewirken? Zu welchem Mensch müsstest Du werden?

Mein Vater war seinerzeit zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, dann gab es in seiner Branche mehr oder weniger Absprachen untereinander, das heißt im Grunde lief das Ding 2 Jahrzehnte fast als Selbstläufer, bis es irgendwann technische Veränderungen und generell ein neues Zeitalter anbrach (Internet-Konkurrenz usw)... Ab da ging es bergab, da war er aber ohnehin schon im Rentenalter. Heute hätte er es auch nicht mehr so einfach wie damals. Ich höre halt immer wieder das gleiche: Hammer oder Amboss, er hat mit einer Mark angefangen usw.... davon kann ich mir weder was kaufen noch helfen die Gespräche mit ihm. Und trotzdem bekomme ich eine innere Wut und den Druck es ihm beweisen zu müssen. Natürlich geht mit Gewalt überhaupt nichts.

Zum Thema wie ich Erfolg definiere: da bin ich mir nicht sicher wie "versaut" oder "beeinflusst" ich durch die Medienwelt und meinem näheren Umfeld schon bin. Spontan würde ich die Dinge aufzählen, die ich ständig höre und sehe: schickes Auto, eigenes Haus, diverse "Connections", einen gewissen Einfluss und tolle Urlaube. Also Im Grunde Standard, wie es immer überall suggeriert wird.

Die Frage was sich ändern müsste ist gut. Ich glaube fast ich müsste mich selbst (entgegen meinem Charakter und meinen Wertevorstellungen) zum Negativen hin verändern oder jemand sein der ich einfach nicht bin. Das ist ja auch genau die Diskrepanz des ganzen Problems. Einerseits brauche ich keine Rolex und das ganze oberflächliche, aufs Materielle fokussierte Gebahren, andererseits fühlt man sich ohne einen gewissen Status X irgendwie nicht dazugehörig, irgendwie abgehängt, irgendwie als Verlierer.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Dein Vater scheint zumindest auf den Gebieten der Pädagogik und Menschlichkeit in Richtung Unzureichend zu gehen. Und ich vermute, dass ich noch einige weitere bedeutsame Gebiete finden würde, auf denen es ziemlich dürftig bei ihm aussieht 😉.

Ich würde mich von diesem beschränkten Amboss lieber etwas distanzieren. Meinen Maßstab an einen ausgereiften Menschen erfüllt er scheinbar nicht. Nicht im Ansatz hatte ich solche Probleme mit meinem Vater. Der hatte es auch zu etwas gebracht, wenn man berücksichtigt, dass er mal als Flüchtling mit einem Rucksack auf dem Rücken angefangen hat. Aber er hat nie sonderlichen Druck auf mich ausgeübt. Bescheidene Kompetenz, die das Beste für seinen Sohn wollte.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Zum Thema wie ich Erfolg definiere: da bin ich mir nicht sicher wie "versaut" oder "beeinflusst" ich durch die Medienwelt und meinem näheren Umfeld schon bin. Spontan würde ich die Dinge aufzählen, die ich ständig höre und sehe: schickes Auto, eigenes Haus, diverse "Connections", einen gewissen Einfluss und tolle Urlaube. Also Im Grunde Standard, wie es immer überall suggeriert wird.

Was ist ein schickes Auto denn? Letztlich braucht man es - vor allem auf dem Land - für den Einkauf und zur Fortbewegung. Dazu muss es nicht schick oder exorbitant teuer sein, sondern praktisch.
Ansonsten, wenn man irgendwo wohnt, wo die öffentlichen Verkehrsanbindungen gut sind, ist es überflüssig und kostet einen Haufen Geld.

Ein eigenes Haus ist mitnichten ein Ruhekissen. Es ist nett und schön, bedeutet aber einen Haufen arbeit und auch einen Haufen Geld, den man für die Instandhaltung braucht.

Connections sind schön und gut, aber die kann man auch so haben. Auch da muss man dann aber auch seiterseits verfügbar sein.

Urlaube sind tatsächlich toll. Da muss es aber auch nicht unbedingt die Karibik sein. Es gibt unzählige wirklich schöne Reiseziele innerhalb Europas. Es geht ja ums Erleben, um andere Eindrücke und die Freizeit und nicht darum möglichst weit weg zu sein.

Das andere ist natürlich , das viel Erfolg auch wenig Freizeit bedeutet. Das bedeutet, man könnte alles obige schon haben, hat aber unter Umständen wenig bis keine Zeit es zu nutzen und auzuleben.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Was ist ein schickes Auto denn? Letztlich braucht man es - vor allem auf dem Land - für den Einkauf und zur Fortbewegung. Dazu muss es nicht schick oder exorbitant teuer sein, sondern praktisch.
Ansonsten, wenn man irgendwo wohnt, wo die öffentlichen Verkehrsanbindungen gut sind, ist es überflüssig und kostet einen Haufen Geld.

Also so wie ich einige in meinem Umfeld einschätze, hätte jemand der mit einer neuen E-Klasse angefahren kommt auf Anhieb eine ganz andere Wertschätzung, weil das spricht ja dafür dass bei demjenigen "was geht", während jemand mit einem älteren Ford dort beispielsweise als eher "wenig" eingeschätzt wird.

Ich hatte mal eine Freundin, deren Eltern nicht so betucht waren, bzw. in einfacheren Verhältnissen gelebt haben, aber ohne jetzt direkt am Hungertuch zu nagen. Die waren lieb und nett, konnten sich benehmen, aber meine Eltern konnten mit denen nichts anfangen, die Gespräche über 5-Sterne Urlaube, Delikatessen, bekannte köche oder Traumreiseziele waren da halt nicht möglich. Und so blöd es klingt, ich habe mich dann auch unwohl gefühlt und die "Erwartungshaltung" ausgemalt oder gespürt, dass es ihnen lieber wäre wenn ich eine Freundin von ähnlichem Stand gehabt hätte. Hier wird deutlich, das Thema hat bei mir so einen hohen Stellenwert (um die Erwartungen der Gesellschaft zu erfüllen), grade deshalb weil ich der einzige in der Familie bin der keine Karriere hingelegt hat, obwohl ich menschlich gesehen keineswegs "Fan" dieses Statusgedöns bin oder andere abwerten würde.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Du siehst halt nur die glänzende Seite der Medaille. Das ist das Problem. Aber es gibt immer noch eine andere Seite.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Warum interessiert Dich immer nur, was Dein Umfeld von Dir denkt. Ein Freund von mir kann sich nur ein einfaches und kleines Auto leisten und nicht wie ich ein etwas größeres. Aber ist er deshalb ein schlechter Mensch oder ein Versager? Nein! Er ist freundlich, hilfsbereit, großzügig, jammert nicht rum, ist nicht missgünstig. Eigentlich ist er schon fast zu gut für diese Welt. Ich bin froh, dass er mein Freund ist.

Betrachte Dich. Blende Dein Umfeld aus. Würdest Du selbst gerne mit Dir befreundet sein? Hoffentlich, denn dann wäre doch alles ok.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Also so wie ich einige in meinem Umfeld einschätze, hätte jemand der mit einer neuen E-Klasse angefahren kommt auf Anhieb eine ganz andere Wertschätzung, weil das spricht ja dafür dass bei demjenigen "was geht", während jemand mit einem älteren Ford dort beispielsweise als eher "wenig" eingeschätzt wird.

Ich hatte mal eine Freundin, deren Eltern nicht so betucht waren, bzw. in einfacheren Verhältnissen gelebt haben, aber ohne jetzt direkt am Hungertuch zu nagen. Die waren lieb und nett, konnten sich benehmen, aber meine Eltern konnten mit denen nichts anfangen, die Gespräche über 5-Sterne Urlaube, Delikatessen, bekannte köche oder Traumreiseziele waren da halt nicht möglich. Und so blöd es klingt, ich habe mich dann auch unwohl gefühlt und die "Erwartungshaltung" ausgemalt oder gespürt, dass es ihnen lieber wäre wenn ich eine Freundin von ähnlichem Stand gehabt hätte. Hier wird deutlich, das Thema hat bei mir so einen hohen Stellenwert (um die Erwartungen der Gesellschaft zu erfüllen), grade deshalb weil ich der einzige in der Familie bin der keine Karriere hingelegt hat, obwohl ich menschlich gesehen keineswegs "Fan" dieses Statusgedöns bin oder andere abwerten würde.

Oh ja...du bist schon ganz tief drin, im status-sumpf 🙄
Hat diese Erwartungshaltung deiner Eltern etwas an der Beziehung zu deiner Freundin verändert? Sie selber hat sich bestimmt auch nicht mehr wohlgefühlt bei dem Dünkel deiner Eltern.
Und? Was hätten deine Eltern gemacht, wenn du bei der Freundin geblieben wärest?
Hätten sie dich etwa enterbt? Oder hätten sie sich letztendlich doch damit abgefunden?
Wohl eher letzteres, oder?
Du musst dir und deiner Natur einfach treu bleiben und dazu stehen.
Das ist auch etwas, worauf man sehr stolz sein kann.
 

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