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Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht krank

AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Mein weg führte mich über weniger als 5 Jahre über div. Abteilungen und habe auch einige geleitet. Meine Fokussierung habe ich dabei immer behalten. Bis ich im Controlling direkt der Geschäftsführung zuarbeitete. Ich wurde zum Experten auf meinem Randgebiet. Ich konnte nicht mehr ohne weiteres ersetzt werden. Keiner konnte was ich konnte. Und keiner wollte sich um den Bereich kümmern. Das ist Positionierung. Warum soll nicht jeder der das will auch schaffen können? Jeder kann sich in seinem Unternehmen Positionieren.
Wenn es nur noch Experten für Randgebiete gibt, wer macht dann die Kernaufgaben?

Ein Buch, ein Kurs oder Youtube-Video über Verkauf, Rethorik, Führung, Finanzen, Steuern, Positionierung, Marketing, Produktivität usw. usw. Das bringt mich weiter. Danach bin ich regelrecht süchtig geworden. Das ist mein Fokus.
Ja anscheinend. Die anderen bekommen den Stempel, dass sie nicht können und nicht wollen.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Die Frage ist doch erstmal was man eigentlich will und ob es einem selbst wichtig ist sooooo erfolgreich im Beruf zu sein und was Erfolg für einen bedeutet.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Wenn es nur noch Experten für Randgebiete gibt, wer macht dann die Kernaufgaben?


Ja anscheinend. Die anderen bekommen den Stempel, dass sie nicht können und nicht wollen.

Wieso Stempel? Wie viele Kombinationen kommen denn noch in Frage? Vergessen wir die die könnten aber nicht wollen. Die die einfach nur einen guten Job machen wollen. Ganz ehrlich, Unternehmer sollten dankbar sein für jeden dieser Mitarbeiter. Und diese auch entsprechend wertschätzen. Passiert leider viel zu selten. Jede Armee braucht eine Infanterie. Das ist leider viel zu oft das Problem von Unternehmen die nur "Generäle" einstellen und keiner hat mehr KnowHow für die Kernaufgaben. Nur mit Dichtern und Denkern ist man langfristig nicht produktiv. Zudem kann man sich super in den einzelnen Kernkompetenzen Positionieren. War in meinem Beispiel nicht anders. Das fing an mit stupiden Listen abarbeiten von mehreren Tausend Seiten. War ich fertig gab es neue und das spiel ging von vorne los. Je mehr ich von dem Bereich verstand desto mehr kam ich stück für stück auf Ideen meine Arbeit immer weiter zu automatisieren. Und das tat ich. So entstand Mehrwert.

Generalismus ist weitreichend immer noch als erstrebenswert angesehen und man spricht abwertend vom Fachidioten. M.E. ist das genaue Gegenteil ist wahr. Konzentriert man sich auf nur eine Kernaufgabe wird man zwangsläufig darin zum Experten. Wen würdest Du lieber einstellen. Den der sagt darin bin ich hervorragend. Oder den der sagt, ich kann alles ein bisschen aber nix richtig?
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Generalismus ist weitreichend immer noch als erstrebenswert angesehen und man spricht abwertend vom Fachidioten. M.E. ist das genaue Gegenteil ist wahr. Konzentriert man sich auf nur eine Kernaufgabe wird man zwangsläufig darin zum Experten. Wen würdest Du lieber einstellen. Den der sagt darin bin ich hervorragend. Oder den der sagt, ich kann alles ein bisschen aber nix richtig?
Man kann ja auch mehrere Sachen gut können.

Nur ist der Job nicht alles im Leben und nicht die Erfüllung des Lebens.

Mir macht der Job zwar Spaß, aber im Endeffekt ist mir mein Privatleben und die Freizeit wichtiger.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Nur ist der Job nicht alles im Leben und nicht die Erfüllung des Lebens.
Mir macht der Job zwar Spaß, aber im Endeffekt ist mir mein Privatleben und die Freizeit wichtiger.

Ich habe den Eindruck dass der Themenersteller dies ähnlich sieht, aber aufgrund der "Leistungsgesellschaft" bzw. des gefühlten "Leistungsdrucks" um ihn herum meint, er müsse sich in einen Kreislauf zwingen der ihm nicht wirklich liegt?
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Ich habe den Eindruck dass der Themenersteller dies ähnlich sieht, aber aufgrund der "Leistungsgesellschaft" bzw. des gefühlten "Leistungsdrucks" um ihn herum meint, er müsse sich in einen Kreislauf zwingen der ihm nicht wirklich liegt?
Die Frage ist ja, in wie weit man sich Konventionen und der allgemeinen Denke sowieso beugt.

Ich bin z. B. kein Freund von Hierarchien, sondern von Argumenten, was bei mir oft anfangs zu heftigen Diskussionen und auch zu Streit mit dem jeweiligen Chef geführt hat.

Es war aber dann immer, ausnahmslos so, dass, wenn sie mal begriffen hatten, dass ich nur meine Meinung vertrete, und es mir eben nichts ausmacht mal mit dem Chef zu streiten und ich keine Angst vor Drohungen habe, immer zu mir kamen und sich mit mir zuerst besprochen haben WEIL sie wussten, dass ich ihnen nicht nach dem Mund rede, sondern das vertrete, was ich meine.

Ehrlich und ohne auf die jeweiligen Ebenen Rücksicht zu nehmen. Mit der Zeit wich der Ärger der Wertschätzung. Es hat nur immer ein bisschen gedauert.

Und das ist für mich auch eine Art Karriere. Tun und Machen zu können wie man will und größtmögliche Freiheiten zu haben, indem man seine Arbeit verrichtet wie man es tun will, wann man es tun will.

Auch weil der Chef einem vollkommen vertraut.

Dabei spielt das Geld gar nicht so die große Rolle, so lange es halbwegs anständig bezahlt wird.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Generalismus ist weitreichend immer noch als erstrebenswert angesehen und man spricht abwertend vom Fachidioten. M.E. ist das genaue Gegenteil ist wahr. Konzentriert man sich auf nur eine Kernaufgabe wird man zwangsläufig darin zum Experten.
Und wird überflüssig, wenn die Kernaufgabe nicht mehr gebraucht wird. Sind ja schon ganze Tierarten ausgestorben, weil sie zu spezialisiert waren. Ok, lässt sich vielleicht nicht 100% auf die Berufswelt übertragen. Aber wenn man lieber Selbstversorger sein möchte, dann fährt man mit "alles ein bisschen" auf alle Fälle besser. 😉
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Nochmals:

Man kann mehrere Sachen gut können. Und was man nicht kann , kann man lernen. Ist auch kein Hexenwerk.

Des Pudels Kern ist, dass man einfach wissen muss, was man will und was einem wichtig ist.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Des Pudels Kern ist, dass man einfach wissen muss, was man will und was einem wichtig ist.

das hat der Themenstarter ja eigentlich verdeutlicht: er will berufliche Anerkennung, sich von der 0815-Masse abheben, Erfolg und entsprechend Geld und Status haben. Ob das wirklich sein Ding ist, oder er meint mit anderen mithalten zu müssen - aber er will es offensichtlich.

Das wollen viele, aber gerade das ist aus meiner Sicht schwer zu erreichen, und mit übers Knie brechen funktioniert das eher gar nicht.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Nochmals:

Man kann mehrere Sachen gut können. Und was man nicht kann , kann man lernen. Ist auch kein Hexenwerk.

Des Pudels Kern ist, dass man einfach wissen muss, was man will und was einem wichtig ist.

Ganz genau. Sobald man dies weiß und die Leidenschaft entsprechend groß ist wird man auf Kurz oder lang auch keinen Leistungsdruck von außen verspüren. Nur noch den Druck von innen. Wobei ich diesen nicht mehr als Druck, sondern als Antrieb definiere.

@Mr. Pinguin:
Es ist mir wichtig dass meine Aussagen nicht als eine allgemein gültige und absolutistisch, dogmatische Regelwerke verstanden werden. So spreche ich zum Beispiel davon dass man stetig lernen und wachsen sollte. Es bedarf für fast alles ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fertigkeiten die einen einem gewünschten Ziel näher bringen. In meinem eigenen Positionierungsbeispiel ging es um einen Prozess der Grundlegend für den Jahresabschluss der Firma ist. Hierfür musste ich mich u.a. auskennen in Abrechnung, Kundenservice, Debitorebuchhaltung, Kreditorenbuchhaltung und den Grundlagen der Finanzbuchhaltung u.v.m. Erst durch dieses Wissensspektrum konnte ich meine Prozesse aufsetzen. Ein anderes Beispiel nenne ich gerne an solchen Stellen. Den Programmierer. Dieser benötigt technisches Verständnis für die Maschinen. Er muss seine Sprache, oder Sprachen beherrschen. Zudem sollte er fit in Mathe sein, sonst wirds irgendwann eng. Und mit der englischen Sprache darf er auch nicht auf Kriegsfuß sein. Und er muss sehr gut Planen und Organisieren können, Problemlösungstaktiken beherrschen und sehr vorrausschauend denken können. Ich finde das sind schon einige Kompetenzen. Nun könnte er sein können in einer großen Vielzahl an Möglichkeiten anbieten. Datenbankprogrammierung, Videospiele, Andiod Apps, iOS Apps, Netzwerkanwendungen, Systemprogramme etc. Dann ist die Gefahr aber groß dass er letztlich in keiner Sparte wirklich wahr genommen wird. Oder aber er Positioniert sich. Geht möglichst Spitz in einen Nieschenmarkt und macht sich dort stück für stück breit. Ich finde auch Claus Hipp ist hierfür ein tolles Beispiel. "Dafür stehe ich mit meinem Namen". Es ist eine Sache ob man sagt "ich arbeite als... (bsp. Sekretärin)", oder ob man sagt "ICH BIN ... (Office Manager)". Identifiziert man sich mit dem was man tut. Oder macht man einen Job.

Uns ist doch auch allen Klar dass man im Rahmen eines Forums keine Systemische Beratung machen kann. Ich will hier lediglich Anregungen und Denkanstöße geben. Inspirieren. Und zwar immer bezogen auf das was just Thema ist. Flo12 sprach vom Durchbruch und davon "was er schon alles versucht hat". Also beziehe ich mich darauf. Und spreche in dem Zusammenhang die Bedeutsamkeit des Durchhaltens an. Dass da noch viel mehr dran hängt als ich hier in einem Forum anreissen kann, so ausgiebig meine Posts auch sind, ist uns doch wohl allen klar. Der Sunk Cost Fallacy Effekt ist mir natürlich vertraut. Genauso auch das Prinzip des "erlenten Scheiterns". Und ja, auch ich weiß was Rohrkrepierer-Projekte sind. Gerade wenn es um solch weitreichende Themen wie "Erfolg"geht. Schreibt hier jemand ein Problem mit A, B und C, erhält er auch die Lösungen X, Y, und Z. Das ist Super. Aber hier ist die Thematik viel zu vielschichtig als sie in einem Thread abzuhandeln. Ich kann nur anbieten zusammen zu arbeiten. Aber mehr kann ich hier nicht leisten. Das tut mir sehr leid und ich erhoffe mir hier auch Verständnis. Aber wenn ich es hier schaffe bei nur einer einzigen Person zu erreichen dass diese seine limitierenden Glaubenssysteme auch nur beginnt zu hinterfragen, dann hat sich jeder einzelne getippte Buchstabe gelohnt.
 

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