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Ist Harz IV eine Freude ?

Sie wird wahrscheinlich ihre Einkünfte offen legen müssen. Wenn er aber gesund ist und es keinen offensichtlichen Grund gibt, warum er seinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann, dann hat sie gute Karten, eine weitere Unterstützung als unzumutbar abzulehnen. V.a. wenn sie seine Schulden abträgt.

Viel hat sie ja selbst nicht, eine kleine Rente und dazu einen kleinen Dazuverdienst bei der VHS als Dozentin.

Insgesamt muss sie 15.000 € abtragen - ob sie das zu Lebzeiten noch schafft, ist fraglich, zumal sie die Gesündeste nicht mehr ist. 🙁

Eine letzte Frage... wenn sie nun stirbt und es sind noch Restschulden da - gehen die dann wieder auf ihn über und wie wird das bei Hartz-IV gehandhabt?

Es handelt sich hierbei um einen Bank-Kredit von 10.000 €, die sie aufgenommen hat, weil der Sohn unbedingt in die T-Aktie investieren wollte sowie um 5.000 € aufgelaufene Mietschulden für eine Lagerhalle, die er mal angemietet hatte.
 
Wenn der Bürge stirbt, gehen die Gläubiger wieder zum eigentlichen Schuldner, sprich dem Sohn. Die müssen nicht extra wieder auf ihn übergehen. Wenn der aber Hartz 4 kriegt, liegt er unter der pfändbaren Grenze, da ist nix zu holen.

Bei der Bescheidung von Hartz 4 interessieren Schulden nicht. Jeder kriegt dasselbe nach den jeweiligen Bemessungsgrundlagen, ob er nun 10 € Schulden hat oder eine Million.
 
Du siehst, der Junge kann ganz gemütlich in seiner hübschen vom Amt bezahlten Wohnung sitzen und sich einen schönen Tag machen.

Das einzig Gute ist daran, daß die wirklich arme Mutter endlich diesen Faulpelz los ist.
Obwohl der sich sicher sein Hartz IV von ihrer Rente noch aufstocken läßt..

Sehr sehr übel, solche Typen
 
Öööhmmm... ja, genau der war das, den ich in dem anderen Hartz-IV-Thread auch als "faule Socke" bezeichnet hatte... und von der Meinung geh ich auch nicht ab.
Der Kerl hat Abi, hat aber dann aus Faulheit und "Null-Bock" einfach GAR NIX mehr gemacht.

Ich war so doof, 2,5 Jahre meines Lebens an diesen Kerl zu verschwenden. 🙁
Ich hab mitbekommen, wie er seine Mutter behandelt hat... er hat sie beschimpft, sie hat ihn weiter finanziert.
Er hat ihr (da Messie) die Wohnung zugemüllt - sie hat ihn weiter da wohnen lassen.
2006 war sie dann aufgrund ihrer Krankheitssymptome in einer Kur und hat dort eine Therapie begonnen - alle ihre Beschwerden waren psychosomatisch, ausgelöst durch ihren Sohn. Die Therapie war dann auch der Auslöser, dass sie es endlich geschafft hat, ihn rauszuschmeissen.

Hinter meinem Sparguthaben war er her wie der Teufel (nein, ich bin hart geblieben 😀).
Seine Schulden kamen nahezu alle durch seinen Schrott-Oldtimer-Sammel-Tick... er hat haufenweise kaputte Oldtimer zusammengekauft (insgesamt über 20), dafür Lagerhallen gemietet, die er nie bezahlen konnte... da musste die Mutter wieder ran.

Und bei SOLCHEN Fallkonstellationen sag ich wirklich knallhart: Der ist aus eigener Schuld und Dummheit da reingerutscht, dem gehören die Leistungen gekürzt bis ans gerade noch erträgliche Minimum. :mad:
 
Da der Mensch wohnen und essen muss, dazu sich um Arbeit bemühen, ist das gerade noch erträgliche Minimum mit Hartz 4 bereits erreicht.

Wobei sie da mit ihren Kürzungen inzwischen nicht mehr so kleinlich sind, die langen auch bei alleinerziehenden Müttern von vier Kindern bei Nichteinhaltung von Auflagen tüchtig hin.

Anlässlich deines Beispieles könnte man diskutieren, ob wirklich jeder, also absolut jeder in diesem Staat eine Grundversorgung geschenkt bekommen soll.
 
Doch. Er kriegt Hartz4.

Normalerweise wird mit ihm eine Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen, in der festgeschrieben wird, was er selbst dazu beizutragen hat, um seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.
Kommt er dem nachhaltig nicht nach, drohen ihm Kürzungen.

Aber wenn er clever ist und Kooperation glaubhaft vorgaukelt, kommt er damit gut ein, zwei Jahre hin.

Eine Eingliederungsvereinbahrung - auch EGV genannt - muss man nicht mehr direkt vor Ort unterzeichnen. Das nicht unterzeichnen kann auch seit kurzem nicht mehr sanktioniert werden. Diese erhält man dann via Verwaltungsakt und kann Widerspruch einlegen. Ich vermute mal, dass wenn sich der hier genannte Herr bisher durchs Leben geschlagen hat, dass er dies bereits auch weis und die Behörden Ihm die EGV nicht einfach so unterjubeln konnten/können.
 
Ich finde, um nochmal etwas allgemeiner zum Thema zu schreiben, das Problem sind die Menschen. Man sollte sie abschaffen. Sie stehen unserer Wirtschaft nur im Weg.

Günter
 
Eine Eingliederungsvereinbahrung - auch EGV genannt - muss man nicht mehr direkt vor Ort unterzeichnen. Das nicht unterzeichnen kann auch seit kurzem nicht mehr sanktioniert werden. Diese erhält man dann via Verwaltungsakt und kann Widerspruch einlegen. Ich vermute mal, dass wenn sich der hier genannte Herr bisher durchs Leben geschlagen hat, dass er dies bereits auch weis und die Behörden Ihm die EGV nicht einfach so unterjubeln konnten/können.

Trotzdem muss man da vorsichtig sein. Gemäß des Schröderschen Grundsatzes "Fördern UND Fordern" kann einem das Nicht-Unterzeichnen der EGV als mangelnde Mitwirkung ausgelegt werden. Wenn man mit der vorgelegten EGV nicht einverstanden ist, muss man sie selbstverständlich nicht unterzeichnen. Man sollte aber dann einen selbst verfassten plausiblen Vorschlag unterbreiten, wie man aus eigener Sicht dem persönlichen Vorwärtskommen auf die Sprünge hilft. Einzig Handaufhalten zählt nicht.

Ich finde, um nochmal etwas allgemeiner zum Thema zu schreiben, das Problem sind die Menschen. Man sollte sie abschaffen. Sie stehen unserer Wirtschaft nur im Weg.
Günter

Mag sein. Nur, wie willst Du es lösen? Alle, die keine Arbeit finden, abschaffen? (das wie überlasse ich Eurer Fantasie)
 
Hallo Hajooo!

Wie ich bereits öfters in diesem Forum geschrieben habe, halte ich Hartz IV für offenen Strafvollzug. Dass mit den gängigen Hartz IV-Beträgen kein menschenwürdiges Dasein gelebt werden kann, ist schon des öfteren nachgewiesen worden. Man muss sich nur mal einen Taschenrechner nehmen und überlegen, was man so zum Leben braucht und was dies kostet.

Hallo EuFrank,

heute habe ich auf SpOn einen interessanten Artikel über die letzte Rede Peer Steinbrücks als Mitglied des SPD-Parteivorstands gelesen.

Der Satz, den Steinbrück im Hinblick auf das desaströse Wahlergebnis der SPD bei der Bundestagswahl sagte und mir spontan beim lesen deines Beitrages in den Sinn kam, lautet sinngemäß wie folgt:

"Die Addition von Minderheitsinteressen macht nicht automatisch eine Mehrheit...."

Darin liegt viel wahres. In der schlimmsten Wirtschaftskrise nach dem zweiten Weltkrieg haben sich die Wähler in Deutschland für eine konservativ-liberale Regierung entschieden und damit u.a. für eine FDP, die keinen Hehl daraus macht, dass sie dem Markt den Vorzug vor staatlichen Eingriffen gibt.

Der zurzeit beliebteste Politiker ist Karl-Theodor zu Guttenberg. Jemand, der Opel lieber ordentlich in Insolvenz geschickt hätte.

Die SPD hingegen hat das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt.
Dass, obwohl sie sich populistisch vor Opel geworfen haben und auch vor Arcandor und beide mit Milliarden haben retten wollen.

Was zeigt das?

Nun, es zeigt und damit komme ich wieder zum oben zitierten Satz, dass es der Mehrheit in diesem Lande eben immer noch gut geht. Dass die Mehrheit eben nicht aus Hartz IV'lern, Niedriglöhnern oder sonstigen sozial Benachteiligten besteht.

Aber die wichtigste Lehre ist vielleicht, dass diese Mehrheit in der Lage ist, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Dass sie es verstehen, dass eine Anhebung der Hartz IV Sätze fast automatisch eine Anhebung ihrer eigenen Lohnnebenkosten bedeuten würde.

Es gibt immer noch eine große Mehrheit in diesem Land, der es gut geht. Die arbeitet, die morgens aufsteht und die Gesellschaft am laufen hält. Wenn du oder irgendjemand anderes also davon spricht, die Sozialleistungen zu erhöhen, dann musst dir klar sein, dass du es der arbeitenden Bevölkerung nehmen wirst.

Der Krankenschwester, dem Busfahrer, dem Verkäufer usw.

House
 

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