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Ist Harz IV eine Freude ?

Hallo Günter!

Wozu soll es gut sein, wenn 3 Millionen Arbeitslose jedes Jahr mindestens 180 Millionen Bewerbungen schreiben - deren Kosten übrigens mit bis zu 260 Euro pro Person und Jahr erstattet werden können, also bis zu etwa 47 Milliarden Euro?
Diese Überlegung ist in der Tat bemerkenswert. Ich gehe mal von nur 1 Million Arbeitslosen aus, die in einem Jahr Bewerbungen im Wert von 100 Euro schreiben (war es nicht mal so, dass eine Bewerbung mit einem Gegenwert von 5 Euro von der ARGE erstattet wird?). Mit diesen Zahlen kommen wir auf 100 Millionen alleine für die Erstattung von Bewerbungsunterlagen!

Mir scheint, dass es inzwischen eine Art ArbeitslosenVersorgungsIndustrie gibt, an der einige Leute gut verdienen.

Die dafür notwendigen Arbeitsplätze existieren aber gar nicht.
Wenn man diesen Gedanken konsequent zu Ende denkt, kommt man eventuell auf den Gedanken, dass sich die Arbeitsagentur mit einem Problem befasst, das es eigentlich mit ihren Mitteln gar nicht lösen kann. Aber das ist ja in Sterbekliniken nicht anders.
 
Oups, da hatte ich die falschen Zahlen multipliziert, die Kosten betragen natürlich maximal etwa 700 Millionen Euro. Kam mir schon irgendwie arg groß vor... 🙄

Verpflichtet wird man in der Regel zu mindestens 5 Bewerbungen monatlich. Das mit den 180 Millionen Bewerbungen im Jahr stimmt immerhin. 😉

Günter
 
Hallo Günter!

Oups, da hatte ich die falschen Zahlen multipliziert, die Kosten betragen natürlich maximal etwa 700 Millionen Euro. Kam mir schon irgendwie arg groß vor... 🙄

Verpflichtet wird man in der Regel zu mindestens 5 Bewerbungen monatlich. Das mit den 180 Millionen Bewerbungen im Jahr stimmt immerhin. 😉

Günter
Dann nehmen wir mal 3 Millionen Arbeitslose mit 60 Bewerbungen jährlich. Sind 5 Euro Erstattung pro Bewerbung korrekt? Dann hätten wir 3 Millionen * 60 * 5 = 900 Millionen Euro pro Jahr.
 
Ich glaube, der Maximalbetrag, der im Jahr erstattet wird, liegt bei 230 Euro.

Die Kosten für einzelne Bewerbungen werden unterschiedlich gehandhabt, genau wie die Mindestanzahl an monatlichen Bewerbungen.

Tatsächlich kommt man nach einer bestimmten Anzahl Initiativbewerbungen an eine Grenze, wo es unsinnig wird, weitere Bewerbungen zu verschicken, weil man alles Wesentliche abgedeckt hat. Am besten sucht man sich dann weit entfernte Orte aus, wo man eh abgelehnt wird, um sich in der eigenen Region nicht lächerlich zu machen, und die Arge zufrieden zu stellen.

Günter
 
Hallo RoseToDeath, Günter!

Es sind 10 Bewerbungen pro Monat.

Günter meinte:
Ich glaube, der Maximalbetrag, der im Jahr erstattet wird, liegt bei 230 Euro.


Heute ist MatheTag 🙂!

Mit Euren Werten komme ich nun auf 120 Bewerbungen * 5 Euro * 3 Millionen = 1, 8 Milliarden Euro. Davon werden nach Günters Aussage maximal 690 Millionen von der ARGE erstattet und 1,11 Milliarde von den Arbeitslosen.

Auf einen Arbeitslosen bezogen: Maximal 230 Euro von der Arge und 370 Euro zahlt der Arbeitslose selbst. Viel Geld für einen Arbeitslosen!
 
Die Arge hat sich noch was tolles einfallen lassen. 4 Wochen Praktilum machen z.B. in einen Supermarkt wo man dann lernt wie man Regale auffüllt, dazu muss man Berichtsheft schreiben und nach den 4 Wochen ist man wieder arbeitssuchend.

In meinen Augen eine Sauerei.

Die Unternehmer rekrutieren sich auf diese Art vom Staat bezahlte
Arbeitskräfte.
Reguläre Arbeitsplätze gehen dadurch verloren.
In meinen Augen eine vom Staat finanziell geförderte Erhöhung der
Arbeitslosigkeit.

Ein Berichtsheft darf auch geführt werden.🙄
Damit wird der Anschein einer "Schulung" erweckt.
Die Unternehmer sichern sich so ab, denn in letzter Zeit
passiert es immer häufiger,dass Praktikanten vor Gericht geklagt
haben,dass sie als normale Arbeitskraft mißbraucht wurden.
Das ist nicht der Sinn eines Praktikums.

Erkennt das Gericht diesen Mißbrauch, wird das Praktikum
im Nachhinein in ein normales Arbeitsverhältnis umgewandelt.
Der Arbeitgeber muß den regulären Lohn nachzahlen.

L.G.Karin
 
ich möchte hier was richtigstellen, wer aufmerksam zeitung liest, weiss, dass die ARGE eine einrichtung der Kommune ist und nicht von der Bundesagentur für Arbeit, die Bundesagentur für Arbeit beiteiligt sich nur minimal dran. Die Regeln für Hartz4 usw machen die Politiker.

MfG
 

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