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Kündigung im Lebenslauf erwähnen? Ist das zulässig?

baltar

Aktives Mitglied
Hallo,

ich habe das Problem, dass ich in meiner Berufslaufbahn nur für durchschnittlich 2,5 Jahre bei Unternehmen gewesen bin. Ich habe auch zwei Stellen im Lebenslauf, bei denen ich in der Probezeit gekündigt wurde. Kurz gesagt, sehr schön ist mein Lebenslauf nicht, und ich kriege viele Absagen
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Ich habe durchaus Vorstellungsgespräche bisher gehabt. Jedoch wird mir immer wieder die gleiche Frage gestellt: Warum war ich bei den Unternehmen nur für kurze Zeit?

Bei einem Gespräch wurde ich sogar direkt gefragt: Was muss ein Unternehmen tun, damit Sie dort länger bleiben wollen? Dabei war es so, dass die Stellen, bei denen ich länger war, mir aus betrieblichen Gründen gekündigt haben. Das eine Unternehmen war insolvent, das andere hat aus wirtschaftlichen Gründen Personal reduziert und mich per Sozialauswahl ausgewählt. Bei zwei Unternehmen wurde in der Probezeit beendet. Einmal wurde mir gesagt, weil ich die Leistung nicht erbringe, beim andere ohne Angabe von Gründen.

Meine Frage ist nun: Ich vermute, dass viele Personaler und andere damit einbezogene Mitarbeiter nur grob auf den Lebenslauf schauen und andere Unterlagen wie Arbeitszeugnisse eher ignorieren. Ich hab jedenfalls in Vorstellungsgesprächen den Eindruck gewonnen, dass vor allem die Personen in leitender Position den Lebenslauf vor dem Gespräch gar nicht angesehen haben und ihn sich erst während des Gespräches ansehen. Bei Vorgesprächen z. B. per Telefon ist die Frage nach dem häufigen Wechsel nur sehr selten gekommen. Darf man die Gründe für die Kündigung mit in den Lebenslauf aufnehmen? Oder besser in das Anschreiben? Oder beides? Und an welcher Stelle sollte man es am besten tun, wenn es überhaupt zulässig ist?

In Bewerbungstrainings wurde zu dem Thema Kündigung nie etwas gesagt. Dort ging es nur darum, die neue Stelle zu kriegen, aber nicht, wie man bereits erfolgte Kündigungen darstellt. Daher bin ich mir nicht sicher, ob man den Grund überhaupt nennen darf.
 
Hattest Du nicht neulich einen Job gefunden oder verwechsle ich das?

Es ist nicht verboten, die Kündigungsgründe in den Lebenslauf oder ins Anschreiben zu nehmen, warum auch? Die Frage ist, ob Du Dir damit einen Gefallen tust. Die betriebsbedingt erfolgten Kündigungen werden damit plausibel erklärt, aber was würdest Du bei den Kündigungen in der Probezeit schreiben wollen?
 
Hattest Du nicht neulich einen Job gefunden oder verwechsle ich das?

Es ist nicht verboten, die Kündigungsgründe in den Lebenslauf oder ins Anschreiben zu nehmen, warum auch? Die Frage ist, ob Du Dir damit einen Gefallen tust. Die betriebsbedingt erfolgten Kündigungen werden damit plausibel erklärt, aber was würdest Du bei den Kündigungen in der Probezeit schreiben wollen?
es hat sich zerschlagen, aus einem dummen Fehler, den ich schon ganz am Anfang gemacht habe. ich möchte nichts dazu sagen, ich ärgere mich schon über mich selbst genug, dass ich so unbedarft und töricht war. ich hab aus Verzweiflung einen Fehler gemacht, der mir jetzt alles torpediert hat.

Ich weiß nicht, was ich mit den Kündigungen in der Probezeit machen soll. Das ist das Gemeine beim Bewerben. Ein Unternehmen war der Meinung, ich passe nicht ins Team, obwohl ich mich keinesfalls danebenbenommen habe. Mit den Kollegen konnte ich kaum sprechen, weil die eine im Urlaub war, der andere zu beschäftigt. Die hatten nicht mal Zeit, mir was zu zeigen. Nur ein Assistent hat mir was gezeigt. Bei der anderen Stelle habe ich die Leistungen nicht erbracht. Die Kollegen haben geschummelt in der Arbeit, aber auch habe ich Probleme gehabt, weil ich mit bestimmten Aufgaben wie Lohnbuchhaltung vorher noch nie was zu tun hatte. Ich bin bis 19 Uhr im Betrieb geblieben, um zu arbeiten, aber der Arbeitgeber wollte die Stelle lieber kündigen und neu besetzen. Ich hab wie ein Löwe gekämpft und es doch nicht geschafft.

Wie ich es auch drehe und wende, man kämpft sich aus dem Dreck raus und wird gleich wieder reingestoßen. Man macht einen Fehler im Leben, baut sich wieder einen neuen Weg auf und kriegt trotzdem noch Steine in den Weg gerollt. Als ob man eine Vorstrafe oder die Krätze hätte.

 
Zuletzt bearbeitet:
Das was du uns hier als Gründe erklärst, könntest du ja auch beim Vorstellungsgespräch genauso tun, wenn du nach den kurzen Gastspielen gefragt wirst.

Gründe für ein Ausscheiden kann man auf jeden Fall im Vorfeld niederschreiben. Habe ich immer im Lebenslauf getan. Insolvenzen, Outsourcing, etc. kamen auch bei mir schon vor. Als Personaler würde ich dich eh danach fragen.

Kurze Arbeitsverhältnisse werden auch bei uns kritisch hinterfragt. Leider ist es meist so, dass wir dann auch nicht der letzte Arbeitgeber in dieser Kette sind, wenn schon 27 vorher da standen. Dafür muss man auch kein Prophet sein. 🙄
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, ist die größte Hürde erstmal genommen. Das ist der Moment, in dem man durch seinen Lebenslauf führt und nachvollziehbare Antworten auf nachvollziebare Fragen geben kann.

In einer Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf) haben Erläuterungen für Probezeit-Kündigungen für dich nur Nachteile
 
Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, ist die größte Hürde genommen. Das ist der Moment, in dem man durch seinen Lebenslauf führt und nachvollziehbare Antworten auf nachvollziebare Fragen geben kann.

In einer Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf) haben Erläuterungen für Probezeit-Kündigungen für dich nur Nachteile
Das Problem ist nur, ich habe an die 350 Bewerbungen geschrieben, und die Rücklaufquote ist sehr gering. Ich weiß, das wurde schon an anderer Stelle von mir erwähnt in einem anderen Beitrag. Aber wenn meine kurzen Aufenthalte die Firmen abschreckt, sollte ich dann nicht schon im Lebenslauf etwas dazu schreiben? Natürlich kann das überlesen werden, oder die Personaler ziehen ihre eigene Interpretation daraus. Aber so sieht es nachweislich danach aus, als ob ich aus purer verlorener Lust die Unternehmen verlassen habe. Was ich mitnichten habe. Gerade weil die Frage so häufig kam und mir gesagt wurde, dass es deutlich auffällt, wäre das vielleicht ein Hilfsmittel.
 
Ich würde die Kündigungsgründe etwas rosa färben, damit du überhaupt eine Chance bekommst.

Z.B. Du musstest deinen kranken Vater oder/und Mutter pflegen oder dich um ein Kind kümmern.

Einige kurze Arbeitsverhältnisse würde ich verschweigen.
 
Das Problem ist nur, ich habe an die 350 Bewerbungen geschrieben
Das klingt nicht danach, dass zwei kurze Arbeitsverhältnisse mit Ende in der Probezeit das Problem sind.

Nachtrag:
Alter Schwede, nimm dir bitte nicht die schlechtesten Ratschläge hier zu Herzen. Lügen fallen dir im Gespräch erstrecht auf die Füße.
 
Das Problem ist nur, ich habe an die 350 Bewerbungen geschrieben, und die Rücklaufquote ist sehr gering. Ich weiß, das wurde schon an anderer Stelle von mir erwähnt in einem anderen Beitrag. Aber wenn meine kurzen Aufenthalte die Firmen abschreckt, sollte ich dann nicht schon im Lebenslauf etwas dazu schreiben? Natürlich kann das überlesen werden, oder die Personaler ziehen ihre eigene Interpretation daraus. Aber so sieht es nachweislich danach aus, als ob ich aus purer verlorener Lust die Unternehmen verlassen habe. Was ich mitnichten habe. Gerade weil die Frage so häufig kam und mir gesagt wurde, dass es deutlich auffällt, wäre das vielleicht ein Hilfsmittel.
Ich würde niemals sagen, warum ich gekündigt wurde, wenn ich es zu verschulden habe.
Färbe es ein, wie cucaracha es sagt.
Frag notfalls nochmal bei chatgpt nach. Da gibts auch immer gute Sätze das geschickt zu umschiffen und das lernst du dann auswendig.
 
Ich weiß nicht, in welchem Feld du genau suchst. Aber vielleicht liegt dir das einfach nicht? Wenn immer etwas ist, dann bringt vielleicht auch die nächste Stelle im gleichen Bereich nicht den gewünschten längerfristigen Erfolg.
Wie lange bist du schon zu Hause?
Vielleicht lieber in einem Bereich bewerben, wo total gesucht wird... da hat man evtl. bessere Karten, genommen zu werden. Und dann sich dort beweisen und wenn man will in 10 Jahren weiterziehen oder aufsteigen oder oder.
 

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