@Roselily : Um auf Deine Eingangsfrage noch einmal einzugehen: wenn ich über Gott nachdenke, ist er für mich tatsächlich ein grauhaariger, weißer Mann, weil ich mit diesem Bild aufgewachsen bin. Allerdings könnte ich mich auch mit Morgan Freeman abfinden.
😀 Dieses "Bild" nun gendern zu sollen, erscheint mir etwas grotesk, denn welche Relevanz hätte meine geänderte Vorstellung? Wie wäre es mit Whoopi Goldberg? Und wenn diese geänderte Vorstellung eine Relevanz hätte, wäre dann nicht genau das noch grotesker?
Wie man hier und überall lesen und sehen kann, ist "Gott" oder die Vielzahl davon für so viele Menschen so viel Verschiedenes und verschieden, dass es zumindest gut erkennbar wird, dass Göttlichkeit für nahezu alle Menschen ein Grundbedürfnis zu sein scheint, an dem kein Mensch vorbei kommt. Wie er dies schlussendlich löst, sollte jedem selbst überlassen bleiben. Schwierig wird nur jeglicher messianische Eifer und die damit oft einhergehende Ignoranz und Selbstüberhöhung. Aber diese sind auch bei Menschen ohne einen Glauben an einen Gott nicht ausgeschlossen.
Ich freue mich für jede und jeden, die/der sich "Von guten Mächten wunderbar geborgen..." (Siegfried Fietz) wähnt. Und wer auf mich als Ungläubigen oder Unwissenden herab schauen mag, der wird dies tun, ob mir das nun passt oder nicht. Es wäre schön, wenn all dieser Wahnsinn und alle unsere Bemühungen womöglich sogar in den Augen eines gütigen Gottes oder eine Göttin einen Sinn machen würden, aber wenn dem nicht so sein sollte, dann ist das gestrige Lächeln meiner Tochter nicht vergeblich gewesen. Für mich nicht.