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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

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Das dürfte aber schon einige Zeit her sein, oder?
Stimmt. Gerade heute habe ich mich umgesehen für einen Platz in dieser neuen Seniorenresidenz, die man 2027 bauen will.
Heutige Väter sehen das mittlerweile meistens anders, weil sie sich auch eine innige Beziehung zu ihren Kindern wünschen.
Die die Väter von damals nicht hatten?
Wozu sollte man denn sonst welche bekommen?
Du bewegst Dich auf einem dünnen Eis.
 
Sorry, ich lache gerade.
Das bringt ja immens viel.
Ich weiß nicht, ich habe vor allem die frühe Kleinkindzeit als besonders anstrengend empfunden, wenn sie mobil werden, überall ihre Patschhändchen dran haben, man sich vier zusätzliche Arme wünscht und eine Aufmerksamkeitsspanne, die länger als drei Minuten dauert.

Lachen ist ja bekanntlich gesund.

Dennoch: es geht hier nicht um dich oder wie toll du alles ohne anwesenden Partner schaffst / geschafft hast.

Es geht um ein Versprechen, welches die TE von ihrem Verlobten bekommen hat. Ihr wäre es wichtig, dass er für die Familiengründung auch der Familie etwas Priorität einräumt und diese nicht erst ganz weit hinter seinem Beruf kommt.

Da er dies alles problemlos umsetzen könnte, da es keinen Vorgesetzten gibt, der mitspielen muss, gilt es nun zu zeigen, ob sein Wort etwas wert ist.

Nicht mehr - nicht weniger.
 
Es mag ja sein, dass du das so lebst und normal findest.

Es geht hier jedoch um Blauregen, die klar gesagt hat, dass sie es sich anders wünscht und er ihr VERSPROCHEN hat, dass er das Pensum reduziert und nach der Geburt ein paar Wochen Ferien nimmt.

Er kann das, wenn er möchte. Finanziell ist es möglich und wenn er richtig führt, kann er viel Zuhause sein. Dafür muss er lernen, anderen etwas zuzutrauen.

Das fällt ihm schwer. Nicht nur im Beruf.
Es wird wohl eher die Schwiegermutter sein die hilft nach der Geburt.
Es gibt durchaus Frauen, die eh keinen Bock auf 'Arbeiten gehen' haben und deshalb einen finanziell starken Mann suchen, der ihnen das Zuhause bleiben dauerhaft finanziert. Die Partnerschaft ist dann eher eine Versorgungsgemeinschaft.
Solche Frauen gibt es , trifft aber auf Blauregen nicht zu, so wie ich sie verstanden habe. Sie will bald wieder arbeiten gehen und ist finanziell nicht auf ihn angewiesen .
 
Solche Frauen gibt es , trifft aber auf Blauregen nicht zu, so wie ich sie verstanden habe. Sie will bald wieder arbeiten gehen und ist finanziell nicht auf ihn angewies

Habe ich auch nie behauptet. Dieser Kommentar ging an eine andere Person, die es normal findet, dass Frau nach Hause gehört und der Mann das Geld heim bringt.
 
Liebe Blauregen, ich möchte dir mal ein Feedback geben.

Mir fällt auf, du wirkst nun schon anders als zu Beginn des Threads. Aufmerksamer, reflektierter, sehr viel zugewandter - ich vermute, wir sehen nun mehr dich selbst. Das du nun mehr mit dir bist, "raus" aus dem Einfluss deines Verlobten, Gespräche alleine mit deinem Sohn führst, ihr euch wieder näher kommt. Das scheint dir sehr gut zu tun und nun lese ich auch die Liebe, die du für deinen Sohn empfindest.

Ich denke, im Beisein deines Verlobten geht das irgendwie unter. Er scheint viel Einfluss zu nehmen.
 
Mir gegenüber ist er bisher nicht körperlich gewalttätig geworden. Ich habe auch keine konkrete Angst, dass er mir gegenüber handgreiflich werden könnte.
Aber ich muss ehrlich sagen, dass man vor ihm schon einen ziemlich großen Respekt hat. Er tritt sehr selbstsicher und bestimmt auf und kann seine Sichtweise sehr überzeugend vertreten. Vielleicht trägt auch das dazu bei, dass ich mich in solchen Gesprächen irgendwann zurückziehe und anfange, meine eigene Einschätzung zu hinterfragen.
Dass er meine Gefühle teilweise abtut oder darüber lacht, finde ich nicht in Ordnung. Ich werde mit ihm darüber sprechen.
Ich weiß nicht, ob du dich damit wohlfühlst, dass er quasi die Hosen bei euch anhat. Aber lass dir deine Meinung von ihm nicht in Abrede stellen.

Das klingt nicht, als wäre die Beziehung auf Augenhöhe und einfach so wird er sich nicht ändern.

Man hat vor ihm Respekt? Warum hat er vor dir keinen Respekt?

Er hat deinen Sohn nicht zu erziehen, aber die Grenzen musst doch du hier setzen.

Es ist mir sehr stark aufgefallen, dass du bei Kritik zu dem Verlobte den immer in Schutz genommen hast. Dein Sohn hat angefangen und so weiter. Aber pass auf, dass du in der Beziehung nicht komplett von dem abhängig bist.

Wenn du ein Problem siehst, hat er das nicht lächerlich zu machen. Das ist respektlos.
 
Und schon wieder versuchst du zu beschönigen....

Nehmen wir einmal an, dem wäre so - wie viel ist dann sein Wort wert, dass er nach der Geburt sein Pensum (plötzlich) reduzieren kann?

Mein Verständnis ist, dass er der Chef da ist. Eine gute Führungskraft macht es übrigens nicht aus, wenn diese sich bis ins kleinste Detail alles berichten lässt und selbst überprüft (Mikromanagement), sondern indem diese smarte Mitarbeitende einstellt und diesen auch etwas zutraut und sich darauf verlassen kann, dass der Laden läuft und er proaktiv informiert wird, wenn er persönlich aktiv werden muss.

Das passt aber ins Bild (leider). Er führt nicht mit Vertrauen und Wertschätzung sondern meint, nur was er selbst macht ist gut gemacht....
Ich verstehe, worauf du hinauswillst. Vielleicht beschönige ich an der Stelle tatsächlich etwas, weil ich seine Arbeitsweise schon lange kenne und weiß, wie viel er arbeitet. Er ist tatsächlich jemand, der sehr viel selbst in der Hand behalten möchte und sich schwer damit tut, Dinge abzugeben. Aber ist er ein sehr guter Arbeitgeber. Er bezahlt überdurchschnittlich und bietet seinen Mitarbeitern auch viele zusätzliche Benefits. Dafür fordert er aber auch viel und hat einen sehr hohen Anspruch an sich selbsst und an andere. Selbst im Urlaub ist er eigentlich immer erreichbar und schaut regelmäßig, was im Unternehmen passiert. Er lobt seine Mitarbeiter häufig und ich glaube ihm auch, dass er sie schätzt und ihnen grundsätzlich vertraut. Trotzdem fällt es ihm offenbar schwer, wirklich loszulassen und nicht selbst noch einmal zu kontrollieren.
Dass er mir versprochen hat, sein Arbeitspensum nach der Geburt zu reduzieren, beschäftigt mich deshalb durchaus. Ich hoffe natürlich, dass er das dann tatsächlich schafft und nicht einfach davon ausgeht, dass es irgendwie weiterlaufen wird wie bisher. Andererseits möchte ich auch nicht jetzt schon davon ausgehen, dass sein Versprechen nichts wert ist. Vielleicht wird die Geburt für ihn tatsächlich ein Anlass sein, seine Prioritäten und seine Arbeitsweise zu verändern. Das wird sich letztlich erst zeigen.
Ich drücke dir die Daumen, dass sich das ändert, wenn eure Tochter da ist.

Alleinerziehend mit Partner zu sein ist auch kein Spaß. Ich weiß, wovon ich schreibe.
Danke dir.
Blauregen, wie schön, dass du wieder da bist.

Die Lösung für deinen Sohn während deines Krankenhausaufenthalt finde ich wirklich richtig klasse. Die beste Lösung überhaupt. Die Sache mit der "harten Hand" wurde bereits hinreichend kommentiert und ist ein absolutes NoGo, weißt du ja selbst.

Dass das Gespräch mit deinem Verlobten so lief wie es lief, war im Grunde auch von vorne herein absehbar. Deine Erzählungen haben vorher schon sichtbar gemacht, dass deine Meinung eher wenig zählt. Gegen jemandem mit einer derart starken Meinung gegen an zu kommen, ist meist aussichtslos.

Es wäre wirklich gut, wenn du es hin bekommst, mehr in dich reinzuhorchen, um zu überprüfen, ob es wirklich deine Meinung ist oder du wieder nur zustimmst, weil es der einfachere Weg ist. Seine Abwertungen wegen empfindlich und hormonell empfinde ich als Abwertung deiner Gedanken. Ich glaube nicht, dass du jetzt überempfindlich reagierst, sondern dass dir diese Schwangerschaftssensibilität eher den Blick geschärft habt und du viele Dinge erkennst, die du früher nicht so gesehen hast.

Auch von mir jetzt schon alles alles Gute für die bevorstehende Geburt. 👶
Ja, vielleicht ist genau das etwas, worauf ich in Zukunft stärker achten muss. Ich merke, dass ich mich tatsächlich öfter frage, ob etwas wirklich meine eigene Meinung ist oder ob ich eine Sichtweise einfach übernommen habe, weil sie für mich nachvollziehbar klang und die Diskussion damit leichter war. Gerade die Aussagen, ich sei wegen der Schwangerschaftshormone zu empfindlich oder würde Dinge dramatisieren, haben mich auch verunsichert. Ich bin momentan sensibler als sonst. Aber vielleicht nehme ich dadurch manche Dinge auch bewusster wahr und hinterfrage sie stärker als früher.
Ich möchte trotzdem nicht jede Aussage meines Verlobten im Nachhinein grundsätzlich infrage stellen. Dafür hat er mir in vielen Situationen auch sehr viel Sicherheit gegeben und ich habe seine Einschätzung lange sehr geschätzt. Aber ich muss Entscheidungen für meinen Sohn treffen.
Danke dir auch für die lieben Wünsche.
 
Geht es dir und dem ungeborenen Baby gut? In der wievielten Woche bist du jetzt? Meine Tochter wurde auch etwas zu früh in der 37. Woche geboren, sie was gesund musste auch nicht in einen Brutkasten.
 
Mir ist noch wichtig dir zu sagen, dass ich es toll finde, wie du denkst, du versuchst alles, dass keiner zu kurz kommt, wie schon erwähnt, du suchst nach Lösungsstrategien und denkst reflektiert nach, was du auch geschrieben kannst.

Ich habe großen Respekt vor deiner Stärke und wünsche dir einfach einen guten Ausgang für alle Sachen, die für dich und euch wichtig sind.
Danke dir für deine lieben Worte. Gerade weil ich selbst momentan so viel hinterfrage, tut es gut, wenn jemand von außen sagt, dass meine Gedanken und Sorgen nicht automatisch übertrieben sind.
Liebe Blauregen, ich möchte dir mal ein Feedback geben.

Mir fällt auf, du wirkst nun schon anders als zu Beginn des Threads. Aufmerksamer, reflektierter, sehr viel zugewandter - ich vermute, wir sehen nun mehr dich selbst. Das du nun mehr mit dir bist, "raus" aus dem Einfluss deines Verlobten, Gespräche alleine mit deinem Sohn führst, ihr euch wieder näher kommt. Das scheint dir sehr gut zu tun und nun lese ich auch die Liebe, die du für deinen Sohn empfindest.

Ich denke, im Beisein deines Verlobten geht das irgendwie unter. Er scheint viel Einfluss zu nehmen.
Ich finde deinen Eindruck tatsächlich interessant. Ich habe in den letzten Tagen selbst gemerkt, dass sich bei mir etwas verändert hat. Durch den Austausch hier und den Krankenhausaufenthalt habe ich viel Zeit, über die letzten Monate nachzudenken. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass ich gerade mehr Raum habe, meine eigenen Gedanken zu sortieren. Ich merke, dass ich meinen Sohn wieder stärker als das sehe, was er für mich immer war: mein Kind und nicht nur jemand, dessen Verhalten gerade Probleme macht. Ob das daran liegt, dass mein Verlobter sonst so viel Einfluss auf mich nimmt, kann ich nicht wirklich sagen. Aber ich merke, dass ich seine Meinung sehr stark gewichtet hab und manches vielleicht deshalb weniger hinterfragt habe.
Ich weiß nicht, ob du dich damit wohlfühlst, dass er quasi die Hosen bei euch anhat. Aber lass dir deine Meinung von ihm nicht in Abrede stellen.

Das klingt nicht, als wäre die Beziehung auf Augenhöhe und einfach so wird er sich nicht ändern.

Man hat vor ihm Respekt? Warum hat er vor dir keinen Respekt?

Er hat deinen Sohn nicht zu erziehen, aber die Grenzen musst doch du hier setzen.

Es ist mir sehr stark aufgefallen, dass du bei Kritik zu dem Verlobte den immer in Schutz genommen hast. Dein Sohn hat angefangen und so weiter. Aber pass auf, dass du in der Beziehung nicht komplett von dem abhängig bist.

Wenn du ein Problem siehst, hat er das nicht lächerlich zu machen. Das ist respektlos.
Ich glaube, dass ich meinen Verlobten bei Kritik auch deshalb oft in Schutz nehme, weil mir bewusst ist, wie einseitig das Bild hier zwangsläufig ist. Ich erzähle die Situationen aus meiner Perspektive und natürlich vor allem dann, wenn etwas schwierig ist. Seine Sichtweise kann hier niemand wirklich kennen. Aber 7ch muss ich auch ehrlich sagen, dass mein Verlobter schon seit längerer Zeit immer wieder bestimmte Erwartungen an meinen Sohn geäußert und sich über sein Verhalten beschwert hat. Gerade in den letzten Monaten haben wir sehr viel darüber gesprochen. Dabei habe ich seine Sichtweise wahrscheinlich teilweise übernommen und irgendwann selbst angefangen, bestimmte Dinge von meinem Sohn zu erwarten, die für ihn gar nicht so einfach umzusetzen sind.
Deshalb habe ich ihn in meinen bisherigen Antworten wahrscheinlich auch so häufig in Schutz genommen und gleichzeitig meinen Sohn stärker für bestimmte Dinge verantwortlich gemacht. Ich glaube, mir war gar nicht bewusst, wie sehr ich die Sicht meines Verlobten inzwischen übernommen hatte.
Trotzdem möchte ich nicht einfach jede Kritik an ihm übernehmen und ihn zum alleinigen Problem machen. Ich kenne auch seine guten Seiten und weiß, dass er die Situationen teilweise völlig anders erlebt.

Wir hatten gestern noch ein längeres Telefonat, und es ging wieder um meinen Sohn und darum, warum er im Moment nicht zu Hause schläft. Mein Verlobter ist darüber nach wie vor beleidigt und findet meine Entscheidung weiterhin völlig übertrieben. Er meinte wieder, dass ich aus einer eigentlich normalen Situation ein riesiges Problem machen würde und dass ich alles viel dramatischer darstellen würde, als es tatsächlich sei. Er sagte auch, dass ich mich viel zu sehr in die Situation hineinsteigere und meinen Sohn dadurch in seiner Sichtweise sogar noch darin bestärke, dass zu Hause angeblich etwas Schlimmes passiert sei.
Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass es mir nicht darum geht, ihn als schlechten Menschen darzustellen oder ihm etwas zu unterstellen. Ich möchte einfach, dass mein Sohn und er im Moment etwas Abstand voneinander haben, damit sich die Situation beruhigen kann. Für meinen Verlobten scheint diese Entscheidung aber trotzdem zu bedeuten, dass ich ihm nicht vertraue und ihn quasi als Gefahr für meinen Sohn darstelle.
Das Schwierige daran ist immer, dass ich nach solchen Gesprächen wieder anfange, an meiner eigenen Einschätzung zu zweifeln. Aber gleichzeitig weiß ich eigentlich sehr genau, warum ich diese Entscheidung getroffen habe. Ich hatte Sorge, dass es erneut zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden kommen könnte, und wollte diese Situation während meines Krankenhausaufenthalts einfach vermeiden.
 
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