Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich weiß nicht ob die Beziehung zu meinen Eltern noch zu retten ist

IrgendwerVonIrgendwo

Neues Mitglied
Hallo zusammen, ich hatte nie wirklich eine gute Beziehung zu meiner Mutter und deren Mann (Nicht mein biologischer Vater).

Es gab ein paar Jahre in denen es mal besser lief, aber seitdem sie ein weiteres Kind vor 4 Jahren bekam ging es stetig bergab und vor einem Jahr kam ein weiteres hinzu, ich selbst bin bereits volljährig.

Normale Gespräche sind mit meiner Mutter nicht mehr möglich, alles wird in einem passiv-aggresiven Tonfall ausgesprochen, seither möchte ich auch nicht mehr mit ihr sprechen. Meine Mutter ist maßlos überfordert mit den Kindern und bemängelte auch schon einmal dass ich mich um diese doch mal kümmern solle, allerdings sind Kinder einfach derzeit nichts für mich, zumal ich bis zum Anfang meiner Ausbildung nächstes Jahr Vollzeit + auf Minijobbasis arbeite.

Wenn ich mal zu Hause bin, sperre ich mich direkt in meinem Zimmer ein, es wird nämlich tagtäglich miteinander gestritten, ob meine Mutter mit ihrem Lebensgefährten oder einer der beiden mit den Kindern. Es fallen Beleidigungen, Dinge fliegen oder es wird gestampft, gebrüllt und geklopft. Den Haushalt erledige ich aus Angst vor diesen Zuständen daher nur spätabends wenn alle anderen schlafen gehen, was meiner Mutter ebenfalls missfällt.

Das Gespräch habe ich schon mehrfach gesucht, aber sobald ich dann auf etwas hinweise das anders laufen könnte werde ich nur an meine eigenen Fehler erinnert und auch ist meine Mutter der Meinung eine Familientherapie sei nur etwas für "kranke" Menschen.

Ich weiß mittlerweile nicht mehr, ob ich es überhaupt noch versuchen soll, oder wie ich des weiteren überhaupt vorgehen muss, denn ich habe anderweitig keine Verwandten die mir helfen könnten und meine Freunde haben nicht die Mittel dazu.

Ich spare derzeit um ausziehen zu können, aber die Wohnungs- und WG Suche läuft bislang erfolglos...
 
Willkommen im Forum!
Deine Situation hört sich wirklich nicht sehr gut an.
Deine Mutter scheint mit allem überfordert zu sein, mit dir, den Kindern, Haushalt, ihrem Ehemann und überhaupt mit eurem gesamten gemeinsamen Leben.
Wie ist dein Verhältnis zu deinem Stiefvater, wenn nicht mit deiner Mutter, kannst du wenigstens mit ihm reden? Hast du Kontakt zu deinem Erzeuger-Vater?
Ich finde es sehr löblich von dir, dass du dir Gedanken machst um eure Situation zu verbessern, du zu Hause mit anpackst im Haushalt, so dass deine Mutter nicht alles alleine machen muss.
Nebenbei gehst du ja auch noch einen Nebenjob nach, um wenigstens etwas finanziell unabhängig zu sein.
Das Gespräch habe ich schon mehrfach gesucht, aber sobald ich dann auf etwas hinweise das anders laufen könnte werde ich nur an meine eigenen Fehler erinnert und auch ist meine Mutter der Meinung eine Familientherapie sei nur etwas für "kranke" Menschen.
Die Meinung deiner Mutter scheint ja voll festgefahren zu sein und sie wird sich davon auch nicht abbringen lassen.
Versuch doch mal euer Gespräch in etwas andere Bahnen zu lenken, ohne dass du auf etwas hinweist, sondern sie zunächst nur fragst wie es ihr geht und ob du sie noch mehr unterstützen kannst, z.B. beim Baby- oder Kindersitting wenn sie mal Ruhe braucht oder Termine hat.
Das signalisiert, dass sie sich unterstützt und weniger angegriffen fühlt.
Außerdem kann man lobend hervorheben, dass du dich um einen Ausbildungsplatz bemüht hast und jetzt sogar Ausschau nach einer eigenen Bleibe hältst.
Natürlich ist es sehr schwer, wenn dafür die finanziellen Mittel fehlen und du unbedingt von zu Hause raus willst.
Wäre eine Ausbildung gekoppelt mit einem Wohnheim oder Internat etwas für dich?
Du würdest nicht ganz zu Hause ausziehen, aber wärst erstmal ein Weilchen weg vom Schuss.
So wie du schreibst hast du bereits einen Ausbildungsplatz.
Aber vllt. könntest du dich ja diesbezüglich trotzdem weiter umschauen.
Es gibt z.B. auch sehr vielseitige Ausbildungsplätze auf Kreuzfahrtschiffe. Damit könntest du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, natürlich nur wenn das was für dich wäre.
 
Du kannst nicht viel machen. Für ihr Familienchaos bist du nicht verantwortlich. Pack doch mal spontan die Kleinen und gönn deiner Mutter eine Pause. Vielleicht schätzt sie das und ist ein wenig netter zu dir.

Aber doch nur deine eigenen Pflichten und nicht den ganzen Haushalt. Oder etwa doch?

Bleib dran, du findest schon was. Hast du vielleicht eine Freundin bei der du einziehen könntest?

Ich hatte schon ein paar Male angeboten mal für einen Tag nach meinen Halbgeschwistern zu schauen, aber das hat meiner Mutter zeitlich nie gepasst, mal waren sie an dem Tag schon in der Kita, am Wochenende bei Tante und Onkel, zeitlich ist das Ganze abgesehen davon aber auch so inkompatibel, denn unter der Woche und an Samstagen arbeite ich bei meiner Vollzeitstelle und Sonntags sowie an meinen freien Tagen bin ich bei meinem Minijob in der Bäckerei.

Bezüglich Haushalt kümmere ich mich um das was eben geht, Bad und Küche putzen, Müll entsorgen, Geschirr spülen, wischen, und sollte es nicht zu spät sein sauge ich auch, also nicht nur meinen eigenen Kram.

Ich hatte auch schonmal besprochen ob ein paar meiner Freunde nicht eine WG gründen möchten, grundsätzlich ist der Wille da, aber jetzt gerade ist das nur schwer zu organisieren, denn die meisten holen gerade ihr Abitur in Vollzeit nach oder sind an einem Punkt in ihrer Ausbildung bei dem ein Umzug recht ungünstig käme.
 
Willkommen im Forum!
Deine Situation hört sich wirklich nicht sehr gut an.
Deine Mutter scheint mit allem überfordert zu sein, mit dir, den Kindern, Haushalt, ihrem Ehemann und überhaupt mit eurem gesamten gemeinsamen Leben.
Wie ist dein Verhältnis zu deinem Stiefvater, wenn nicht mit deiner Mutter, kannst du wenigstens mit ihm reden? Hast du Kontakt zu deinem Erzeuger-Vater?
Ich finde es sehr löblich von dir, dass du dir Gedanken machst um eure Situation zu verbessern, du zu Hause mit anpackst im Haushalt, so dass deine Mutter nicht alles alleine machen muss.
Nebenbei gehst du ja auch noch einen Nebenjob nach, um wenigstens etwas finanziell unabhängig zu sein.

Die Meinung deiner Mutter scheint ja voll festgefahren zu sein und sie wird sich davon auch nicht abbringen lassen.
Versuch doch mal euer Gespräch in etwas andere Bahnen zu lenken, ohne dass du auf etwas hinweist, sondern sie zunächst nur fragst wie es ihr geht und ob du sie noch mehr unterstützen kannst, z.B. beim Baby- oder Kindersitting wenn sie mal Ruhe braucht oder Termine hat.
Das signalisiert, dass sie sich unterstützt und weniger angegriffen fühlt.
Außerdem kann man lobend hervorheben, dass du dich um einen Ausbildungsplatz bemüht hast und jetzt sogar Ausschau nach einer eigenen Bleibe hältst.
Natürlich ist es sehr schwer, wenn dafür die finanziellen Mittel fehlen und du unbedingt von zu Hause raus willst.
Wäre eine Ausbildung gekoppelt mit einem Wohnheim oder Internat etwas für dich?
Du würdest nicht ganz zu Hause ausziehen, aber wärst erstmal ein Weilchen weg vom Schuss.
So wie du schreibst hast du bereits einen Ausbildungsplatz.
Aber vllt. könntest du dich ja diesbezüglich trotzdem weiter umschauen.
Es gibt z.B. auch sehr vielseitige Ausbildungsplätze auf Kreuzfahrtschiffe. Damit könntest du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, natürlich nur wenn das was für dich wäre.

Mein Stiefvater hält sich stark zurück, wenn ich mit ihm etwas besprechen möchte verweist er mich nur auf meine Mutter zurück, "Thema XYZ musst du mit ihr besprechen". Zu meinem leiblichen Vater besteht kein Kontakt.

Tatsächlich ist meine Ausbildung mit Blockunterricht verbunden, was bedeutet dass ich gelegentlich ein paar Wochen in einer gestellten Unterkunft übernachte.

Das mit dem Babysitten werde ich nochmals anbieten, da kam in der Vergangenheit allerdings leider die Beschwerde dass ich zeitlich nicht sehr flexibel bin da ich an zwei Jobs gebunden bin.
 
ich selbst bin bereits volljährig.

....zugleich in einer WG, wo jeder seinen Beitrag leisten muss, der Fairness halber.

Ich mache dir keine Vorwürfe, das kommt oft vor, dass sich Mütter und Töchter zicken, angeblich hat das mit etwas Natürlichem zu tun- weibliches Konkurrenzbeissen, so etwa.

Du könntest dir sagen, sie ist unglücklich, hat viel Verantwortung und schaffts nicht, es geht ihr nicht gut, deshalb weint sie viel und oft ( verkleidet in Wut etc- es IST Weinen trotzdem). Du kannst weniger zornig sein, wenn du sie bemitleidest, das wäre sicher schon mal ein Weg, der allen hilft, wenn wenigstens du sachlich bleibst und gelassener, statt selbst die Nerven blank zu haben.
Einer muss Ruhe bewahren können, das färbt sicher auf die anderen etwas ab. Die Kleinen können nichts dafür.
Du bist eh bald weg und bis dahin, achte drauf, dass so gut wie möglich Fairness herrscht. Hilf gern mit, rein wegen dem, weil du in dieser Gruppe auch viel Hilfe geleistet bekommst, selbst, wenn du viel gar nicht siehst, merkst. Seit Baby an wurde dir zugeschossen, also trag ihr nicht alle Fehler nach, die sie macht. Bestimmt hat sie auch viel gut gemacht all die vielen Jahre.
 
Ich sehe keinen Grund zu den Eltern lieb und nett zu sein, wenn man sich nicht verträgt und versteht.
Bei so einer Konstellation ist doch viel besser, wenn man zu ihnen sagt, gehen wir uns aus dem Weg, bis diese dicke Luft weg ist, die offenbar da ist zwischen uns. Machen wir mal auf Abstand, dann gehts jedem besser.
Hab null schlechtes Gewissen, wenn du sie zurücklässt und ihr Leben leben lässt und du deins aufbaust, ohne sie. Aber eins ist sicher besser- für dich selber, wenn du höflich bleibst, statt unangebracht hart, oder gar hassend. Das lässt keiner gern auf sich sitzen und ist dann lästig, ist dann immer am Versuchen, das wieder los zu werden. Abgrenzen geht viel leichter, wenn man ein gesundes Egalgefühl hat, das ist echtes Loslassen, alles andere ist weiter verbindend, weil man dann dauernd an jene denkt. Gleichmütig friedlich, aber zugleich distanziert knapp. Schaffst du das? Dann gratuliere!
Viel Glück bei deiner Suche nach Eigenständigkeit, das wirst du sicher gut hinkriegen. Du klingst nicht kindisch, oder gar unreif.
 
....zugleich in einer WG, wo jeder seinen Beitrag leisten muss, der Fairness halber.

Ich mache dir keine Vorwürfe, das kommt oft vor, dass sich Mütter und Töchter zicken, angeblich hat das mit etwas Natürlichem zu tun- weibliches Konkurrenzbeissen, so etwa.

Du könntest dir sagen, sie ist unglücklich, hat viel Verantwortung und schaffts nicht, es geht ihr nicht gut, deshalb weint sie viel und oft ( verkleidet in Wut etc- es IST Weinen trotzdem). Du kannst weniger zornig sein, wenn du sie bemitleidest, das wäre sicher schon mal ein Weg, der allen hilft, wenn wenigstens du sachlich bleibst und gelassener, statt selbst die Nerven blank zu haben.
Einer muss Ruhe bewahren können, das färbt sicher auf die anderen etwas ab. Die Kleinen können nichts dafür.
Du bist eh bald weg und bis dahin, achte drauf, dass so gut wie möglich Fairness herrscht. Hilf gern mit, rein wegen dem, weil du in dieser Gruppe auch viel Hilfe geleistet bekommst, selbst, wenn du viel gar nicht siehst, merkst. Seit Baby an wurde dir zugeschossen, also trag ihr nicht alle Fehler nach, die sie macht. Bestimmt hat sie auch viel gut gemacht all die vielen Jahre.
Ich bin meiner Mutter zumindest dafür dankbar dass ich dort wohnen darf, denn Miete muss ich nicht zahlen, alles andere allerdings schon, auch Wäsche und Essen mache ich selber, und das seit ich 16 bin, zu jenem Zeitpunkt auch noch in der Schule.

Liebe war auch nie bedingungslos, Lob gab es nur wenn wirklich NICHTS schief lief, eine 3 in Mathe war der Weltuntergang, auch wenn in allen anderen Fächern alles reibungslos lief.

Da sage ich mir dann immer dass es andere gibt die es schlimmer haben, das hilft, aber dennoch gibt es manchmal Momente da fällt es mir schwer damit klarzukommen.

Mir ist bewusst dass es für meine Mutter nicht leicht sein kann und habe da auch Mitgefühl, das habe ich ihr auch bereits mitgeteilt, trotzdem wünsche ich mir auch Verständnis im Gegenzug.

Ich denke sie ist zusätzlich frustriert, weil das was sie sich erträumt hat in der Realität wohl ganz anders ausgefallen ist, vielleicht kann sie nur schwer nachvollziehen dass sich nicht alle Geschwister mit Hingabe um die Jüngeren kümmern können oder möchten. Hin und wieder kann ich selbstverständlich mal aufpassen, nur eben nicht so wie sie sich das vorgestellt hat.

An dieser Stelle ist es vielleicht wichtig zu erwähnen dass eines der Kinder eine geistige Einschränkung hat und somit nochmal eine besondere Herausforderung darstellt, damit kommt meine Mutter bis heute nicht klar.

Manchmal weiß ich auch überhaupt nicht wie das denn weitergehen soll wenn ich mal ausziehe, was macht sie wenn dann keiner mehr im Haushalt helfen kann ? Muss sie die Kinder dann abgeben, akzeptiert sie irgendwann wirklich professionelle Hilfe, oder gehen ihr irgendwann sogar die Pferde durch ?
 
An dieser Situation kannst du gar nix verändern.
Solch eine Streit Situation in der Familie ist krankmachend.

Deine Mutter ist überfordert.
Sie bräuchte Unterstützung vom Jugendamt.

Lass dich z.B. von Caritas wegen der Finanzen beraten, denke an dein eigenes Leben und ziehe so schnell wie möglich aus.

Bestimmt wirst du ein WG Zimmer finden.

Kannst du zu einem Freund oder Freundin ziehen..?

Vielleicht findest du einen Job oder eine Ausbildung mit Unterkunft.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
Savay Tochter weiß es nicht. Familie 63
R Ich weiß nicht, ist es ein Hilferuf ? Bin Vater von Tochter Familie 42
Giulia66 Schwiegertochter mag mich nicht... Familie 83

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben