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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

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Ja, genau das verunsichert mich gerade. Ich merke, dass ich nach solchen Gesprächen tatsächlich anfange, meine eigene Wahrnehmung infrage zu stellen. Vielleicht sehe ich die Dinge wirklich zu dramatisch. Vielleicht bin ich durch die Schwangerschaft einfach zu empfindlich. Vielleicht mache ich aus Situationen mehr, als eigentlich dahintersteckt. Ich weiß selbst nicht, ob das Gaslighting ist, und ehrlich gesagt habe ich mich mit dem Begriff bisher auch nicht intensiv beschäftigt. Ich möchte meinem Verlobten deshalb keine bewusste Manipulation unterstellen.
Aber wenn mir immer wieder gesagt wird, dass ich übertreibe, zu sensibel bin und aus eigentlich normalen Situationen ein Problem mache, bleibt irgendwann bei mir die Frage hängen, ob ich die Dinge überhaupt noch richtig einschätze.
Und genau das finde ich gerade so schwierig. Ich wollte eigenlich mit ihm über meine Sorgen sprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Stattdessen sitze ich danach da und frage mich, ob meine Sorgen überhaupt berechtigt sind.
Ja, deine Sorgen sind berechtigt. Und auch nicht abzusprechen.
Lass dir da auch nichts einreden. Wenn du Sorgen hast und egal was für welche, habe sie ihre Daseinsberechtigung.

Diese dir abzusprechen von deinem Partner ist respektlos.

Und selbst hier bist du verunsichert, ob deine Sorgen überdramatisierend sind.
Nein, sind sie nicht.

Er hat es geschafft, dass du über diese Aussage an dir zweifelst.

Was mich überzeugt, dass du keineswegs überdramatisierst ist, du denkst reflektiert und authentisch über Lösungsstrategien für das Wohl aller Beteiligten nach.
Das zeigt für mich, dass du eine Frau bist, die sich in verschiedene Situationen hineinversetzen kann und keineswegs dramatisierend ist.

Alles Gute für die Geburt.
 
Mir ist noch wichtig dir zu sagen, dass ich es toll finde, wie du denkst, du versuchst alles, dass keiner zu kurz kommt, wie schon erwähnt, du suchst nach Lösungsstrategien und denkst reflektiert nach, was du auch geschrieben kannst.

Ich habe großen Respekt vor deiner Stärke und wünsche dir einfach einen guten Ausgang für alle Sachen, die für dich und euch wichtig sind.
 
Nehmen wir einmal an, dem wäre so - wie viel ist dann sein Wort wert, dass er nach der Geburt sein Pensum (plötzlich) reduzieren kann?
Warum um Himmels Willen soll denn das nötig sein?
Nach der Geburt kommt die (Schwieger)mutter, bis sich Blauregen von der Geburt erholt hat.
Und wenn sie sich von der Geburt erholt hat, ist sie in Elternzeit.
Braucht es drei und später dann zwei Erwachsene, um ein Baby zu versorgen?
 
Warum um Himmels Willen soll denn das nötig sein?
Nach der Geburt kommt die (Schwieger)mutter, bis sich Blauregen von der Geburt erholt hat.
Und wenn sie sich von der Geburt erholt hat, ist sie in Elternzeit.
Braucht es drei und später dann zwei Erwachsene, um ein Baby zu versorgen?

Also du findest es toll, wenn bei frischgebackenen Eltern der Kindsvater so gut wie NIE da ist? Entweder der verlässt am Morgen um 7 Uhr das Haus und kommt nicht vor 20:30/21:00 Uhr nach Hause ODER er ist gleich mehrere Tage am Stück auf Geschäftsreise???

Da ist ja gar kein Familienleben möglich und die Kindsmutter kann nicht mal in Ruhe duschen, wenn keine Nanny oder Oma mal übernimmt.

Von gemeinsamen Spaziergängen oder sonstigen Unternehmungen sprechen wir erst gar nicht.

Kann man so halten....

Die TE hat jedoch klar geschrieben, dass er versprochen hätte, sein Pensum stark zu reduzieren, wenn das Baby da ist. Was ja jeden Moment soweit sein kann.
 
Also du findest es toll, wenn bei frischgebackenen Eltern der Kindsvater so gut wie NIE da ist? Entweder der verlässt am Morgen um 7 Uhr das Haus und kommt nicht vor 20:30/21:00 Uhr nach Hause ODER er ist gleich mehrere Tage am Stück auf Geschäftsreise???
Ich finde es nicht toll, aber ich finde es normal.
Das ist kein Mann, der um 17 Uhr den Stift wegwirft. Der Mann ist selbständig mit anscheinend mehreren Angestellten. Das wusste Blauregen aber, bevor sie sich dafür entschied, mit ihm ein Kind zu zeugen.
Ich war in derselben bzw. schlimmeren Situation, aber duschen habe ich immer können.
Es mag Dich überraschen, Survivor, aber in meiner Kindheit waren die wenigsten Väter unter der Woche überhaupt daheim.
 
Ich finde es nicht toll, aber ich finde es normal.
Das ist kein Mann, der um 17 Uhr den Stift wegwirft. Der Mann ist selbständig mit anscheinend mehreren Angestellten. Das wusste Blauregen aber, bevor sie sich dafür entschied, mit ihm ein Kind zu zeugen.
Ich war in derselben bzw. schlimmeren Situation, aber duschen habe ich immer können.
Es mag Dich überraschen, Survivor, aber in meiner Kindheit waren die wenigsten Väter unter der Woche überhaupt daheim.

Es mag ja sein, dass du das so lebst und normal findest.

Es geht hier jedoch um Blauregen, die klar gesagt hat, dass sie es sich anders wünscht und er ihr VERSPROCHEN hat, dass er das Pensum reduziert und nach der Geburt ein paar Wochen Ferien nimmt.

Er kann das, wenn er möchte. Finanziell ist es möglich und wenn er richtig führt, kann er viel Zuhause sein. Dafür muss er lernen, anderen etwas zuzutrauen.

Das fällt ihm schwer. Nicht nur im Beruf.
 
Das dürfte aber schon einige Zeit her sein, oder?

Heutige Väter sehen das mittlerweile meistens anders, weil sie sich auch eine innige Beziehung zu ihren Kindern wünschen.

Wozu sollte man denn sonst welche bekommen?

Es liegt nicht an der Zeit, sondern an der Einstellung. Es gibt durchaus Frauen, die eh keinen Bock auf 'Arbeiten gehen' haben und deshalb einen finanziell starken Mann suchen, der ihnen das Zuhause bleiben dauerhaft finanziert. Die Partnerschaft ist dann eher eine Versorgungsgemeinschaft. Er kann mit Familienfotos auf dem Schreibtisch zeigen, dass er ein Privatleben hat und sie hat Zuhause ihre Ruhe. Im Alter werden diese Frauen, sofern die Ehe bis dahin Bestand hat, dann ganz nervös, wenn der Gatte im Ruhestand dann plötzlich ständig Zuhause ist. Der stört den etablierten Tagesablauf...

Mein Vater hat übrigens schon vor 50 Jahren seinen Beitrag geleistet. Meine Mutter wollte unbedingt wenige Monate nach meiner Geburt zurück in ihren geliebten Job und beide haben Haushalt und Kinderbetreuung selbstverständlich in Zusammenarbeit mit den Großeltern gestemmt. Er war übrigens damals der einzige Mann im Baby-Wickelkurs und hat ganz keck den entrüsteten anderen Frauen erklärt, dass er hier richtig sei, da auch er ein Baby bekomme und lernen möchte, was zu tun sei....
 
und nach der Geburt ein paar Wochen Ferien nimmt
Sorry, ich lache gerade.
Das bringt ja immens viel.
Ich weiß nicht, ich habe vor allem die frühe Kleinkindzeit als besonders anstrengend empfunden, wenn sie mobil werden, überall ihre Patschhändchen dran haben, man sich vier zusätzliche Arme wünscht und eine Aufmerksamkeitsspanne, die länger als drei Minuten dauert.
 
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