~Püppi~
Aktives Mitglied
Ja, deine Sorgen sind berechtigt. Und auch nicht abzusprechen.Ja, genau das verunsichert mich gerade. Ich merke, dass ich nach solchen Gesprächen tatsächlich anfange, meine eigene Wahrnehmung infrage zu stellen. Vielleicht sehe ich die Dinge wirklich zu dramatisch. Vielleicht bin ich durch die Schwangerschaft einfach zu empfindlich. Vielleicht mache ich aus Situationen mehr, als eigentlich dahintersteckt. Ich weiß selbst nicht, ob das Gaslighting ist, und ehrlich gesagt habe ich mich mit dem Begriff bisher auch nicht intensiv beschäftigt. Ich möchte meinem Verlobten deshalb keine bewusste Manipulation unterstellen.
Aber wenn mir immer wieder gesagt wird, dass ich übertreibe, zu sensibel bin und aus eigentlich normalen Situationen ein Problem mache, bleibt irgendwann bei mir die Frage hängen, ob ich die Dinge überhaupt noch richtig einschätze.
Und genau das finde ich gerade so schwierig. Ich wollte eigenlich mit ihm über meine Sorgen sprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Stattdessen sitze ich danach da und frage mich, ob meine Sorgen überhaupt berechtigt sind.
Lass dir da auch nichts einreden. Wenn du Sorgen hast und egal was für welche, habe sie ihre Daseinsberechtigung.
Diese dir abzusprechen von deinem Partner ist respektlos.
Und selbst hier bist du verunsichert, ob deine Sorgen überdramatisierend sind.
Nein, sind sie nicht.
Er hat es geschafft, dass du über diese Aussage an dir zweifelst.
Was mich überzeugt, dass du keineswegs überdramatisierst ist, du denkst reflektiert und authentisch über Lösungsstrategien für das Wohl aller Beteiligten nach.
Das zeigt für mich, dass du eine Frau bist, die sich in verschiedene Situationen hineinversetzen kann und keineswegs dramatisierend ist.
Alles Gute für die Geburt.