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Haus verkaufen?

Ich hab schon in unterschiedlichsten Mietwohnungen gewohnt, in einer Eigentumswohnung und jetzt in einem Haus. Nie war meine Wohn- und Lebensqualität so groß wie jetzt in meinem Haus. Das Gefühl auf meiner eigenen Scholle zu wohnen, mein eigener Platz, mein Zuhause, das ist mir viel wert. Das macht zufrieden. Und ich zahle in meinen eigenen Spartopf ein. Miete ist weg und geht an einen Vermieter. Meine Tilgung geht in meine Tasche. Und wenn ich mich im Alter wieder verkleinere, habe ich den Verkaufserlös zur Verfügung.

Allerdings, lieber TE, ist der Unterschied zu Dir, daß ich nicht früh im Leben ein sehr teures Objekt gekauft habe. Ich habe viele Jahre in kleinen Wohnungen günstig zur Miete gewohnt, eisern gespart, dann die erste Eigentumswohnung gekauft, brauchte nur geringen Kredit, nach Abzahlung, nächste Wohnung gekauft, und all das für den Kauf des Hauses eingesetzt, so daß heute die Abzahlung des Hauses weit unter der Miete für eine durchschnittliche Mietwohnung liegt.

Immobilienkauf ist ein Marathon und keine Kurzstrecke. Das muß man langfristig planen und vorbereiten und sich bewußt darauf einlassen.

Nach dem Hauskauf festzustellen, daß man vielleicht zu früh, zu groß, zu teuer gekauft hat oder sich eben nicht einschränken möchte, ist doof.
Da gilt es ganz in Ruhe, ehrlich und mit kühlem Kopf abzuwägen, will ich die aktuellen Schwierigkeiten für ein langfristiges Ziel in Kauf nehmen oder will scheue ich Mühe, Eigenverantwortung und Sparsamkeit und will mich lieber wieder verkleinern? Die Voraussetzungen mußt Du durchkalkulieren und gemeinsam mit Deiner frau Entscheidungen treffen.
Für mich hört sich das aber in diesem thread an, lieber TE, daß Du zwar eine allgemeine Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation spürst, gerne mehr Geld zur Verfügung hättest und auch gerne jemanden, der für die Reparaturen etc. zuständig ist, aber Dich noch nicht wirklich hingesetzt hast und alle Vor- und Nachteile und alle Kosten gegenüber gestellt hast.
Das wäre aus meiner Sicht der erste Schritt, um weiter zu kommen. Kein Rumgenörgel, Unzufriedenheit und Streit, sondern klare Fakten, Kalkulation, Planung und Abwägung.
 

Hallo bird on the wire,

schau mal hier: Haus verkaufen?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ob Wohneigentum oder Miete.
Es geht aber nicht nur um Geld; Auch viele andere Lebensentscheidungen hängen eng mit der Wohnung zusammen.
Wo und mit wem möchtest Du leben?
In welcher Wohnumgebung fühlst Du Dich wohl?
Wie viel Geld gibst Du jeden Monat aus, und womit stehst Du am Ende finanziell besser da?

Auch als Mieter musst du Geld zurücklegen, die Unterschiede zum kauf sind durchaus subtil, aber mitunter sehr deutlich, wenn im Kontext gelesen wird.
Wenn Du Deine Wohnung aktuell günstig gemietet hast, kannst du Im Vergleich zu den Ausgaben bei einem Kauf viel Geld zurücklegen.
Da Du als Mieter Dein Vermögen mit Sparanlagen, Aktien und Anleihen aufbaust, profitierst Du davon, wenn sich diese Anlagen gut entwickeln.
Da der Käufer sein Geld in das Haus oder die Wohnung steckt, wächst sein Vermögen langsamer, je weniger die Immobilien Preise steigen.
Auch der Erhaltungsaufwand steigt ja mit der Zeit.
Die monatlichen Gesamtkosten steigen, das eingesetzte Geld erhöht aber nicht das Immobilien-Vermögen.

Immer hängt das Ergebnis des Vergleichs stark von der Ausgangslage ab.
Danach kommt es darauf an, wie sich die Kosten über die folgenden Jahre entwickeln.
Ein Verkauf nach wenigen Jahren ist meist ein Verlustgeschäft.
Die Bank verlangt für den vorzeitigen Ausstieg aus dem Baukredit eine Entschädigung.
Wenn das geht, das Haus gehört dir ja noch gar nicht.
Das alles spricht dafür, sich bei dieser wichtigen Lebensentscheidung nicht allein auf Zahlen zu verlassen, sondern genau zu überlegen, was für Dich passender ist.
 
Oh, das ist Mist. Du hättest uns, bevor wir 200k EK aufgebaut hatten, aufgrund von Verkäufen vorheriger Objekte...erklären müssen das das gar nicht geht... 😉
Natürlich kann es passieren, dass man Eigentum kauft und es später zu einem höheren Wert verkauft bekommt. Ist selbst dann aber keine Investition sondern reine Spekulation.

Meine Mutter hatte auch das Glück eine Immobilie nach der Jahrtausendwende gekauft und nach der Ralley an den Immobilienmärkten vor einigen Jahren verkauft zu haben. War aber in den 20 Jahren davor nicht so und ist vielleicht auch in den nächsten 20 Jahren nicht so.
Grundsätzlich verliert eine Immobilie an Wert, weil sie älter und älter wird. Sie wird abgenutzt. Eine selbstgenutzte Wohnimmobilie ist immer Konsum insofern die "Abwohnung" einen Wertverlust darstellt.
Wo du hierin ein Problem siehst weiss ich nicht. Für mich ist das ein völlig wertfreier Fakt.
Kommt doch darauf an was man möchte. Oder geht es dir im Leben nur um billig, billig, billig....
dann am Besten einen Kleingarten pachten, bei welchem man auch den ersten Wohnsitz anmelden darf.

Ich weiss aus vielen anderen Threads das du mit Lebensqualität an sich, irgendwie nicht viel zu schaffen hast. Wenn in deinem Leben immer alles lediglich praktikabel, komfortlos, mit geringstem Aufwand und billig sein muss, dann sind solche Überlegungen natürlich schwierig.

Andere vererben ihren Kindern was, du nimmst das Geld stattdessen mit ins Grab weil du dich selbst ein leben lang auf Sparflamme geiselst. Wenn DAS dein Ziel ist.

Aber man muss den Menschen doch zutrauen das sie selbst wissen das sich sich mit eigenem Wohnraum evtl. vergrößern. Und sorry, ich kenne niemanden der ein Haus besitzt und dann Räume nicht nutzt.
Aber es geht nicht um mich. Es geht um den TE. Die Aussage war, dass die Abzahlung des Hauses ihnen nicht mehr ermöglicht in Urlaub zu fahren. Es geht also nicht um Sparsamkeit sondern die Frage wofür das Geld ausgegeben wird. Wenn dem TE Urlaub wichtiger ist als ein Eigenheim, ist das doch eine völlig legitime Aussage und er soll leben wie er mag. Und dann ist für ihn die Immobilie eine falsche Entscheidung.
Und was deine Zahlenspiele angehen. Wir tilgen 1.400 im Monat. Unser Haus würdest du unter 2.500 gar nicht mieten können. Das geht einfach gar nicht weil du solche Sonderobjekte mit 2 Garagen, zig Stellplätzen, 2.500 qm Garten, 30 Meter eigene Einfahrt mit Toranlage gar nicht kategorisieren kannst.
Auch hier wieder: Es geht nicht um dich oder mich. Es geht um den TE, der von 1.000 € Differenz zwischen früherer Miete und heutigen Unterhaltungskosten des Hauses schreibt. Das sind 1.000 €, die er für Urlaub, Spass oder für "selbstgeißelndes Sparen" aufwenden könnte.
Ja, wenn man einfach jedem Käufer total Hirnlosigkeit unterstellt, passt die eigene Denkweise.
Ich glaube, dass die meisten Käufer zwar durchrechnen, ob sie sich eine Immobilie leisten können, aber nicht ausrechnen, ob Kaufen günstiger ist als Mieten.
Welcher Käufer rechnet sich aus, wie viel ihn die beiden Varianten im Vergleich über die nächsten 30+X Jahre kosten?
Klar gibs da viele Variablen, aber wenn mir jemand sagt "Kaufen ist besser, weil Miete ist rausgeschmissenes Geld", dann muss er doch eine Einschätzung haben was das im Vergleich kostet.

Mir persönlich tut der TE Leid, weil er offenbar die Sache nicht zu ende gedacht hat als er kaufte oder vielleicht nur deswegen gekauft hat weil ihm jeder eingeredet hat wie toll Kaufen sei.
Kaufen kann Sinn machen (aus finanziellen und anderen Gründen), aber es kann auch eine gute Entscheidung sein, bewusst zu mieten.
 
Es sind beides eng miteinander verwandte Kernobstgewächse die an Bäumen wachsen. Die zu vergleichen ist völlig legitim. Sowohl Wohneigentum als auch eine Mietwohnung sind zum Wohnen gedacht. Das Miteinander zu vergleichen ist ebenfalls legitim.
Eine Wohnung ist aber kein Haus. So wie ein Apfel keine Birne ist. 🙄

Vergleiche gerne Mietwohnung mit Eigentumswohnung oder Miethaus mit Eigenheim. Und bitte nicht vergessen, Neubau oder Altbestand. 😉
 
Ich habe mein Häuschen vor drei Jahren gekauft. Hatte aber vorher lange darüber nachgedacht und gerechnet, wieviel Immobilie ich mir nicht nur leisten kann, sondern auch will.
Idealerweise werde ich den Kredit insgesamt in unter 10 Jahren abbezahlen. Habe aber bereits seit einer Weile keine „Nettoschulden“ mehr. Wenn also morgen die Gasheizung kaputt geht und ich eine Wärmepumpe brauche, dann habe ich dafür genügend Rücklagen.

Damals habe ich allerdings den Eindruck gewonnen, dass die Banken sehr großzügig sind, was die Kreditsumme betrifft, denn sie haben ja die Immobilie als Sicherheit und machen im Zweifelsfall nie Verlust. Zu Niedrigzinszeiten wurden mir von meiner Bank irre Kaufpreise genannt, die sie bereit gewesen wären, mitzufinanzieren.
Im Internet gibt es außerdem solche lustigen Rechner, die einem sagen, welche Kredithöhe man sich leisten kann. Man gibt da ein paar Ausgaben an, und sein monatliches Einkommen, und dann wird der komplette Rest als Kreditrate angenommen. Auch da kamen bei mir irre Beträge raus, die ich mir niemals hätte antun wollen.
Möglicherweise hat der TE sich damit nicht kritisch genug beschäftigt.
 
Zitat TE
Das Haus wurde im Sommer 2024 fertiggestellt und wir sind im Herbst 2024 eingezogen. Es ist ein Neubau, also ein Reihenhaus mit 2 weiteren Häusern.
Zitat Ende

wie gesagt - ohne Daten - keine Rechnung möglich- da keine Daten kommen, der TE antwortet nicht, völlig sinnlos den Thread weiter zu führen.

Das Thema " Eigenheim oder Miete " kann man ja in einem gesonderten Thread diskutieren, hier geht es doch um die Belange des Te - und da gibt es zu wenig Infos um etwas klares zu raten.
 
Man könnte alles haben- zb drin bleiben und einen Nebenverdienst eröffnen, mit der Bank verhandeln versuchen, mal gern knausern, Urlaub daheim verbringen- die meisten Häuslbauer kennen die Einschränkungen, aber dafür haben sie ihr Eigenes, das wiegt viel Verzicht auf.
 
Bei uns hier in der Gegend ( Oberes Ennstal, Tourismusgebiet) explodieren die Preise- egal ob Miete, oder Eigenheim. Kaum wird ein Haus frei, bieten Wohlhabende "Fremde" mit, grabschen sich jeden Meter Grund hier. Ich kann mitfühlen und verstehen, wenn sich wer glücklich fühlt, weil er ein paar Meter dieser Erde sein Eigen nennen kann- zugleich, ist es das? Man kann nichts mitnehmen.
 

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