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Haus verkaufen?

Die Immobilienpreise zeigten jedoch so lange ich denken kann, in lediglich eine Richtung. Nach oben!
Die Lage ist hauptsächlich entscheidend dafür, wie hoch die Wertsteigerung einer Immobilie sein wird - aber es stellt sich nicht die Frage DAS es eine Wertsteigerung gibt. Von daher sehe ich das, zumindest in unserer gesamten Generationsphase, nicht als reine Spekulation.

Natürlich ist die Vorgehensweise wichtig. Und das wurde hier auch ab und zu schon beschrieben. Und auch du hast nicht Unrecht wenn du z.b. der Meinung bist das ein teures Objekt am Ende des Lebens seine Wertsteigerung für den Eigentümer nicht mehr realisieren kann.

Ich zb. bin der Ansicht das günstige, kleinere Objekte zu Beginn der beste Einstieg sind, wenn man nicht gerade Geld im Überfluss hat.
Viel Eigenleistung oder handwerklich begabte Kumpels, Rumänentrupp, etc.
Unser früherer Nachbar hatte sein Haus für 38.000 gekauft. 70k insgesamt aufgenommen wegen Renovierungen / Modernisierungen. 8 Jahre später verkauft für 150.000.

Ja, das kann sein. In Bezug auf das Topic würden mich halt nach wie vor die Details zu den Finanzen interessieren. Natürlich ist nicht jede Immobilie für jeden potentiellen Käufer geeignet.
Ich machs kurz, weil ich das Thema nicht meiner Kaufen/Mieten Debatte sprengen will. Deswegen zitiere ich hier einfach nur Google Gemini:
  • 1970er bis Ende 1990er: In diesem Zeitraum stiegen die Preise durchaus an, allerdings oft moderat und im Einklang mit der allgemeinen Inflation und Lohnentwicklung.
  • 2000 bis ca. 2009: Nach der Wiedervereinigung und dem Platzen der Dotcom-Blase erlebte Deutschland eine ungewöhnlich lange Seitwärtsphase oder sogar leichte Rückgänge bei den realen Immobilienpreisen. In dieser Zeit galt Deutschland im internationalen Vergleich als "billiges" Pflaster.
  • 2010 bis 2025: Erst ab etwa 2009/2010 begann der extreme Aufschwung. Getrieben durch Niedrigzinsen und Wohnungsknappheit kam es zu einer Entkopplung von Preisen und Einkommen.
Eine selbstgenutzte Immobilie sollte man nie primär als Geldanlage betrachten und man sollte nie davon ausgehen, dass der Wert wirklich steigen wird. Ein Haus kauft man zum wohnen.
 
Hallo Soundsystem,

kann das sein, daß Du finanzielle Dinge komplett Deinem Mann überlässt?
Mir war das schon in Deinem ersten Beitrag aufgefallen, daß Du etwas vage die Kostenbelastung Haus und Mietwohnung gegenüberstellst. Die Aussage

2350 € für das Haus inkl. die ganzen Vers. und Strom etc
gegenüber
1200 € warm für eine Mietwohnung.

Das ist viel zu ungenau. So kannst du nicht rechnen. Du vermischt Fixkosten und variable Kosten. Kosten, die in der Warmmiete enthalten sind und welche, die Du auch in einer Wohnung on top zahlen müßtest. Kosten auf die Du Einfluß hast und die Du senken könntest und Beträge, die für eine gewisse Zeit festgeschrieben sind.

Was Dir bleibt, ist eine Unzufriedenheit und das Gefühl zu wenig Geld auf lange Sicht zur Verfügung zu haben und den Wunsch, Eure finanzielle Situation irgendwie zu verändern, um mehr Spielraum zu haben. Aber es hört sich für mich so an, als ob Du die Details der einzelnen Kostenpositionen und Verbindlichkeiten gar nicht genau kennst und Dir der Überblick über Eure komplette finanzielle Lage fehlt.

Ich finde das aber ganz wichtig, daß Du Dir diese Infos verschaffst. Nur so kannst Du Dich positionieren und entscheiden, was Du möchtest. Und auch schauen, wo man noch Kostenpositionen verändern kann durch Anbieteroptimierung etc. Und auch um zu überblicken, wie sich die kostenpositionen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln. Denn 2350 € wird kein fixer Betrag für die nächsten 30 Jahre sein, wenn Du da alles mögliche an Nebenkosten einrechnest. genausowenig wie eine Miete unverändert bleibt.
An Deiner Stelle wäre daher für mich ein erster Schritt, Haushaltsbuch zu führen, alle Verbindlichkeiten aufzulisten, um zu klären, habt Ihr Euch wirklich übernommen oder ist in einzelnen Positionen Spielraum.

Bei einer so großen Investition, bei der auch noch Deine Eltern einen großen Betrag zugegeben haben, würde ich mich doch nie auf allg. Infos verlassen, sondern hätte jeden Vertrag bis ins letzte Detail mitgeprüft und wüßte ganz genau Bescheid.
Das kannst Du nachholen und Dich auch jetzt noch darin einarbeiten. Und dann schauen, ob Du die Reißleine ziehen willst und evtl. auch mit Verlust aus den Verbindlichkeiten aussteigen willst.

Aber wenn Du sagst, Dein Mann hat den Kreditvertrag unterschrieben, wer ist denn Eigentümer des Hauses? Er oder Ihr beide? Wer haftet für die Verbindlichkeiten? Was geschieht, wenn ein Gehalt wegfällt, was geschieht bei Krankheit oder Tod? Hast Du da genaue Infos?

Es ist wichtig, sich damit zu beschäftigen. Nicht, daß Dein allg. Gefühl, das Dir sagt, es ist alles etwas viel und passt so nicht, zutrifft und Ihr in finanzielle Schwierigkeiten geratet.
Sehe ich absolut genauso. Die genannten Kosten können ja nicht überraschend sein, se sei denn die TE hat sich vorher nicht genau damit beschäftigt und z.b. allem ihrem Mann überlassen.

Von daher ist es wichtig, wirklich zu verstehen, wie der Sachverhalt und die wirklichen Kosten sind bevor man hier Entscheidungen trifft.
 
Eine selbstgenutzte Immobilie sollte man nie primär als Geldanlage betrachten und man sollte nie davon ausgehen, dass der Wert wirklich steigen wird. Ein Haus kauft man zum wohnen.
Finde ich ehrlich gesagt, logisch.

Und selbst wenn die Wertsteigerung ausbliebe, habe ich immer noch keinen Verlust. Im Gegensatz zur Miete. Da kommt nix wieder zurück.
Deshalb finde ich diese Aufzählung angeblicher Kritikpunkte und Spekulationen meistens albern. Das sind lustigerweise Faktoren oder Möglichkeiten, die ich als Mieter von vornherein nie habe.

Wir haben ein Eigenheim weil wir schön wohnen wollen und den Platz gebrauchen können. Und die damit einhergehenden, positiven Nebeneffekte - die es bis jetzt immer gab, nehmen wir hierbei gerne mit.

Ich wäre immens traurig, müsste ich monatlich locker 1.500 Euro einem fremden in den Hals schütten. Und bin dann trotzdem noch von seinem goodwill abhängig. Gruselige Vorstellung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder man kauft sich das, was man sich leisten kann, und baut kein Haus für über eine halbe Million. Viele scheinen sich aber überhaupt nicht mit ihren Finanzen zu befassen, bevor sie so einen Schritt gehen. Ist aber ein individuelles Problem und nicht das Problem von Eigentum.
Stimmt! Das Problem liegt nicht am Haus sondern es ist ein individuelles Problem von Menschen, die ihre Finanzen nicht gut planen oder blind nach Narrativen aller "Kaufen ist immer besser" handeln.

Das ist auch in diesem Thread meine Kernkritik: Die TE scheint überrascht von den Kosten und daher wirkt es so als habe sie es vorher nicht durchdacht.
 
Guten Abend,

Danke für die Antworten ich brauche etwas Zeit um alle Infos zu verarbeiten. Den Kreditvertrag hat mein Mann unterschrieben also müsste ich ihn nochmals genauer fragen.
Was ich noch sagen wollte wir könnten das Haus auch in 2 separate Wohnungen trennen und die untere Wohnung vermieten wäre das eine Idee?
Das heißt, dass dein Mann mit seinem Gehalt allein den Kredit bewilligt bekommen hat? Nicht schlecht.

Arbeitest du? Habt ihr überhaupt schon Kinder? Ich bleibe auch dabei, dass man viel zu wenig raten kann, wenn man fast nichts weiß.

Das ist viel zu ungenau. So kannst du nicht rechnen. Du vermischt Fixkosten und variable Kosten. Kosten, die in der Warmmiete enthalten sind und welche, die Du auch in einer Wohnung on top zahlen müßtest.
Das finde ich auch einen sehr wichtigen Punkt. Man muss auch bedenken, dass man Miete immer wird zahlen müssen. Das Haus ist aber irgendwann abbezahlt. Habt ihr euch vor dem Bau überhaupt Gedanken um die Finanzen gemacht? Wie gesagt, wir haben uns damals extra ein Maximum gesetzt, damit wir am Ende ähnlich rauskommen wie bei der Miete. Aktuell zahlen wir mehr, man muss aber auch sagen, dass ich in der Mietwohnung auch keine einzige Versicherung hatte. Ist jetzt mit dem Haus eben anders. Andererseits gibt es Menschen, die zur Miete wohnen und alles Mögliche versichern.. Also wie man sieht, es gibt sehr viele unterschiedliche Argumente.
 
Finde ich ehrlich gesagt, logisch.

Und selbst wenn die Wertsteigerung ausbliebe, habe ich immer noch keinen Verlust. Im Gegensatz zur Miete. Da kommt nix wieder zurück.
Deshalb finde ich diese Aufzählung angeblicher Kritikpunkte und Spekulationen meistens albern. Das sind lustigerweise Faktoren oder Möglichkeiten, die ich als Mieter von vornherein nie habe.
Sagen wir jemand entscheidet sich mit 35 für Kaufen oder Mieten und er hat eine Lebenserwartung von noch 50 Jahren. Es handelt sich um eine Wohnung mit 60m² mittlerer Lage, mittlerer Qualität

Miete:
Bei einer Startmiete von 750 € und einer Steigerung von 2% p.a. belaufen sich die Kosten nach 50 Jahren auf ca. 760.000 €.
Deiner Meinung nach "rausgeschmissenes Geld".

Kauf:
300.000 € als Kredit + je nach Laufzeit und Zinssatz vielleicht 200.000 € Zinsen
Erwerbnebenkosten von im Schnitt 12%: 36.000 €
übliches Hausgeld ohne Instandhaltsungsrücklage über 50 Jahre (unterstellt 220 € im Monat bei 2% Steigerung): 200.000 €
Über 50 Jahre fallen Sanierungskosten von schätzen wir 100.000 €
Gehen wir von einer Wertsteigerung von 1,5% aus bleibt eine Immobilie
Bei einer Wertsteigerung von 1,5% ist die Wohnung von 300.000 € in 50 Jahren 630.000 € wert
Bilanz: 630.000 minus 836.000 = 206.000 €
Folge ich deiner Analogie sind also auch bei dem Kauf einer Immobilie hier 206.000 € "rausgeschmissenes Geld" entstanden.

Selbstverständlich kann man die Rechnung sehr unterschiedlich aufbauen, je nach Kredithöhe, Zinssatz, Wertsteigerung der Immobilie usw. Man kann mit Glück historische Phasen wie 2010 bis 2025 erwischen bei denen Immobilien extrem steigen. Die Variablen sind endlos. Kaufen kann teurer oder günstiger sein als Mieten, wobei ja länger man wohnt, desto eher geht die Tendenz (aber nicht Garantie) zum Kaufen.

Da du mir zuvor gesagt hast, dass ich leben und nicht reich ins Grab gehen soll, erlaube mir den Einwand: Wenn du so denkst, kannst du den Restwert der Immobilie eigentlich nicht in der Rechnung ansetzen, denn Tod hat man ja nichts mehr vom Wert. Sprich: Dann ginge es ja nur darum wie viel man ausgegeben ("verbrannt") hat zum Wohnen und wie viel man übrig hatte um davon schön zu leben.
Dann hätte der Mieter 760.000 € ausgegeben und der Käufer 836.000 €, sprich der Mieter hätte sogar 76.000 € mehr übrig gehabt mit dem er 50 Jahre lang alles schöne hätte machen können, was er will. Und wenn er nicht wie in meiner Rechnung 85 wird, dann hätte er sogar noch mehr Geld übrig!

Ich argumentiere nicht für oder gegen Kaufen, ich finde nur dass die TE es sich gut überlegen sollte. Es gibt verschiedene Lebensmodelle, die für oder gegen Kaufen sprechen. Ist mir das Erbe z.B. egal, spricht vieles dafür eher zu Mieten. Habe ich eine große Familie und wünsche mir dass meine Kinder mal das Haus erben, kaufe ich lieber. Das muss jeder für sich entscheiden.
 
Guten Abend,

Wir überlegen unser Haus wieder zu verkaufen da es eine große finanzielle Belastung ist und es iwie auch schon oft Streit gab deswegen..

Wir haben das Haus im Herbst 2024 gekauft und insgesamt mit den ganzen Versicherungen Strom Gas und allen was dazu gehört zahlen wir 2350 pro Monat in 30 Jahren.
Es ist so viel Geld und man kann kaum was sparen und wenn man mal was gespart hat würde man ja auch mal gerne in den Urlaub fahren aber dann muss man auch wiederum hoffen das nichts kaputt geht. Es ist iwie super nervig und oft habe ich schon gedacht es wäre schön einfach in einer Mietwohnung zu wohnen

Bei uns in der Gegend kriegt man für 1200 Euro warm Miete schon sehr schöne und neuwertige Wohnungen mit Balkon und wir hätten einfach 1350 Euro mehr im Monat und wenn was kaputt geht rufe ich einfach den Vermieter an ..

Ich frage mich trotzdem immer wieder ob es langfristig gesehen doch besser ist im eigenen Haus zu leben und einfach die finanzielle Last auszuhalten.

Beim Kauf hatten wir nur sehr wenig EK, deswegen haben meine Eltern uns auch finanziell unterstützt und einen Großteil des EK gesponsert.
Außerdem hat das Haus einen sehr großen Garten. Unser Traum war immer das Eigenheim um sich auch für das Alter abzusichern und damit unsere Kinder später mal ein abgezahltes Haus haben wie unsere Eltern es haben.
Gibt es hier welche die ein Haus gekauft haben oder sogar ein Haus bauen?

Hat jemand schonmsl ähnliche Gedanken gehabt ? Oder Villt sogar den Schritt gemacht und verkauft ?
Die Mieten sind iin Deutschland ja ziemlich niedrig, obwohl wir hohe Bau und Handwerkerkosten haben. Insofern ist mieten oft günstiger.
Man lebt nur einmal, ich würde es verkaufen.
 
Die Mieten sind iin Deutschland ja ziemlich niedrig

"schwierige Wohnungssuche - Angebotsmieten steigen stark"
(Tagesschau)

"höhere Mieten, weniger Wohnungsangebote. Stuttgart top drei der teuersten Städte"
(SWR)

"Mieten steigen schneller als die Inflation"
(ZDF heute)

"Mieten Schock in Deutschland: Belastung steigt deutlich"

(Frankfurter Rundschau)

"Die Bundesregierung schafft es nicht, mietende vor Wucher zu schützen
Wuchermieten teilweise 20 bis 50 Prozent über ortsüblicher Miete"

(Surplus Magazin)
 

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