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Haus verkaufen?

Guten Abend,

Danke für die Antworten ich brauche etwas Zeit um alle Infos zu verarbeiten. Den Kreditvertrag hat mein Mann unterschrieben also müsste ich ihn nochmals genauer fragen.
Was ich noch sagen wollte wir könnten das Haus auch in 2 separate Wohnungen trennen und die untere Wohnung vermieten wäre das eine Idee?
Das heißt, dass dein Mann mit seinem Gehalt allein den Kredit bewilligt bekommen hat? Nicht schlecht.

Arbeitest du? Habt ihr überhaupt schon Kinder? Ich bleibe auch dabei, dass man viel zu wenig raten kann, wenn man fast nichts weiß.

Das ist viel zu ungenau. So kannst du nicht rechnen. Du vermischt Fixkosten und variable Kosten. Kosten, die in der Warmmiete enthalten sind und welche, die Du auch in einer Wohnung on top zahlen müßtest.
Das finde ich auch einen sehr wichtigen Punkt. Man muss auch bedenken, dass man Miete immer wird zahlen müssen. Das Haus ist aber irgendwann abbezahlt. Habt ihr euch vor dem Bau überhaupt Gedanken um die Finanzen gemacht? Wie gesagt, wir haben uns damals extra ein Maximum gesetzt, damit wir am Ende ähnlich rauskommen wie bei der Miete. Aktuell zahlen wir mehr, man muss aber auch sagen, dass ich in der Mietwohnung auch keine einzige Versicherung hatte. Ist jetzt mit dem Haus eben anders. Andererseits gibt es Menschen, die zur Miete wohnen und alles Mögliche versichern.. Also wie man sieht, es gibt sehr viele unterschiedliche Argumente.
 
Finde ich ehrlich gesagt, logisch.

Und selbst wenn die Wertsteigerung ausbliebe, habe ich immer noch keinen Verlust. Im Gegensatz zur Miete. Da kommt nix wieder zurück.
Deshalb finde ich diese Aufzählung angeblicher Kritikpunkte und Spekulationen meistens albern. Das sind lustigerweise Faktoren oder Möglichkeiten, die ich als Mieter von vornherein nie habe.
Sagen wir jemand entscheidet sich mit 35 für Kaufen oder Mieten und er hat eine Lebenserwartung von noch 50 Jahren. Es handelt sich um eine Wohnung mit 60m² mittlerer Lage, mittlerer Qualität

Miete:
Bei einer Startmiete von 750 € und einer Steigerung von 2% p.a. belaufen sich die Kosten nach 50 Jahren auf ca. 760.000 €.
Deiner Meinung nach "rausgeschmissenes Geld".

Kauf:
300.000 € als Kredit + je nach Laufzeit und Zinssatz vielleicht 200.000 € Zinsen
Erwerbnebenkosten von im Schnitt 12%: 36.000 €
übliches Hausgeld ohne Instandhaltsungsrücklage über 50 Jahre (unterstellt 220 € im Monat bei 2% Steigerung): 200.000 €
Über 50 Jahre fallen Sanierungskosten von schätzen wir 100.000 €
Gehen wir von einer Wertsteigerung von 1,5% aus bleibt eine Immobilie
Bei einer Wertsteigerung von 1,5% ist die Wohnung von 300.000 € in 50 Jahren 630.000 € wert
Bilanz: 630.000 minus 836.000 = 206.000 €
Folge ich deiner Analogie sind also auch bei dem Kauf einer Immobilie hier 206.000 € "rausgeschmissenes Geld" entstanden.

Selbstverständlich kann man die Rechnung sehr unterschiedlich aufbauen, je nach Kredithöhe, Zinssatz, Wertsteigerung der Immobilie usw. Man kann mit Glück historische Phasen wie 2010 bis 2025 erwischen bei denen Immobilien extrem steigen. Die Variablen sind endlos. Kaufen kann teurer oder günstiger sein als Mieten, wobei ja länger man wohnt, desto eher geht die Tendenz (aber nicht Garantie) zum Kaufen.

Da du mir zuvor gesagt hast, dass ich leben und nicht reich ins Grab gehen soll, erlaube mir den Einwand: Wenn du so denkst, kannst du den Restwert der Immobilie eigentlich nicht in der Rechnung ansetzen, denn Tod hat man ja nichts mehr vom Wert. Sprich: Dann ginge es ja nur darum wie viel man ausgegeben ("verbrannt") hat zum Wohnen und wie viel man übrig hatte um davon schön zu leben.
Dann hätte der Mieter 760.000 € ausgegeben und der Käufer 836.000 €, sprich der Mieter hätte sogar 76.000 € mehr übrig gehabt mit dem er 50 Jahre lang alles schöne hätte machen können, was er will. Und wenn er nicht wie in meiner Rechnung 85 wird, dann hätte er sogar noch mehr Geld übrig!

Ich argumentiere nicht für oder gegen Kaufen, ich finde nur dass die TE es sich gut überlegen sollte. Es gibt verschiedene Lebensmodelle, die für oder gegen Kaufen sprechen. Ist mir das Erbe z.B. egal, spricht vieles dafür eher zu Mieten. Habe ich eine große Familie und wünsche mir dass meine Kinder mal das Haus erben, kaufe ich lieber. Das muss jeder für sich entscheiden.
 
Guten Abend,

Wir überlegen unser Haus wieder zu verkaufen da es eine große finanzielle Belastung ist und es iwie auch schon oft Streit gab deswegen..

Wir haben das Haus im Herbst 2024 gekauft und insgesamt mit den ganzen Versicherungen Strom Gas und allen was dazu gehört zahlen wir 2350 pro Monat in 30 Jahren.
Es ist so viel Geld und man kann kaum was sparen und wenn man mal was gespart hat würde man ja auch mal gerne in den Urlaub fahren aber dann muss man auch wiederum hoffen das nichts kaputt geht. Es ist iwie super nervig und oft habe ich schon gedacht es wäre schön einfach in einer Mietwohnung zu wohnen

Bei uns in der Gegend kriegt man für 1200 Euro warm Miete schon sehr schöne und neuwertige Wohnungen mit Balkon und wir hätten einfach 1350 Euro mehr im Monat und wenn was kaputt geht rufe ich einfach den Vermieter an ..

Ich frage mich trotzdem immer wieder ob es langfristig gesehen doch besser ist im eigenen Haus zu leben und einfach die finanzielle Last auszuhalten.

Beim Kauf hatten wir nur sehr wenig EK, deswegen haben meine Eltern uns auch finanziell unterstützt und einen Großteil des EK gesponsert.
Außerdem hat das Haus einen sehr großen Garten. Unser Traum war immer das Eigenheim um sich auch für das Alter abzusichern und damit unsere Kinder später mal ein abgezahltes Haus haben wie unsere Eltern es haben.
Gibt es hier welche die ein Haus gekauft haben oder sogar ein Haus bauen?

Hat jemand schonmsl ähnliche Gedanken gehabt ? Oder Villt sogar den Schritt gemacht und verkauft ?
Die Mieten sind iin Deutschland ja ziemlich niedrig, obwohl wir hohe Bau und Handwerkerkosten haben. Insofern ist mieten oft günstiger.
Man lebt nur einmal, ich würde es verkaufen.
 
Die Mieten sind iin Deutschland ja ziemlich niedrig

"schwierige Wohnungssuche - Angebotsmieten steigen stark"
(Tagesschau)

"höhere Mieten, weniger Wohnungsangebote. Stuttgart top drei der teuersten Städte"
(SWR)

"Mieten steigen schneller als die Inflation"
(ZDF heute)

"Mieten Schock in Deutschland: Belastung steigt deutlich"

(Frankfurter Rundschau)

"Die Bundesregierung schafft es nicht, mietende vor Wucher zu schützen
Wuchermieten teilweise 20 bis 50 Prozent über ortsüblicher Miete"

(Surplus Magazin)
 
Sagen wir jemand entscheidet sich mit 35 für Kaufen oder Mieten und er hat eine Lebenserwartung von noch 50 Jahren. Es handelt sich um eine Wohnung mit 60m² mittlerer Lage, mittlerer Qualität

Miete:
Bei einer Startmiete von 750 € und einer Steigerung von 2% p.a. belaufen sich die Kosten nach 50 Jahren auf ca. 760.000 €.
Deiner Meinung nach "rausgeschmissenes Geld".

Kauf:
300.000 € als Kredit + je nach Laufzeit und Zinssatz vielleicht 200.000 € Zinsen
Erwerbnebenkosten von im Schnitt 12%: 36.000 €
übliches Hausgeld ohne Instandhaltsungsrücklage über 50 Jahre (unterstellt 220 € im Monat bei 2% Steigerung): 200.000 €
Über 50 Jahre fallen Sanierungskosten von schätzen wir 100.000 €
Gehen wir von einer Wertsteigerung von 1,5% aus bleibt eine Immobilie
Bei einer Wertsteigerung von 1,5% ist die Wohnung von 300.000 € in 50 Jahren 630.000 € wert
Bilanz: 630.000 minus 836.000 = 206.000 €
Folge ich deiner Analogie sind also auch bei dem Kauf einer Immobilie hier 206.000 € "rausgeschmissenes Geld" entstanden.

Selbstverständlich kann man die Rechnung sehr unterschiedlich aufbauen, je nach Kredithöhe, Zinssatz, Wertsteigerung der Immobilie usw. Man kann mit Glück historische Phasen wie 2010 bis 2025 erwischen bei denen Immobilien extrem steigen. Die Variablen sind endlos. Kaufen kann teurer oder günstiger sein als Mieten, wobei ja länger man wohnt, desto eher geht die Tendenz (aber nicht Garantie) zum Kaufen.

Da du mir zuvor gesagt hast, dass ich leben und nicht reich ins Grab gehen soll, erlaube mir den Einwand: Wenn du so denkst, kannst du den Restwert der Immobilie eigentlich nicht in der Rechnung ansetzen, denn Tod hat man ja nichts mehr vom Wert. Sprich: Dann ginge es ja nur darum wie viel man ausgegeben ("verbrannt") hat zum Wohnen und wie viel man übrig hatte um davon schön zu leben.
Dann hätte der Mieter 760.000 € ausgegeben und der Käufer 836.000 €, sprich der Mieter hätte sogar 76.000 € mehr übrig gehabt mit dem er 50 Jahre lang alles schöne hätte machen können, was er will. Und wenn er nicht wie in meiner Rechnung 85 wird, dann hätte er sogar noch mehr Geld übrig!

Ich argumentiere nicht für oder gegen Kaufen, ich finde nur dass die TE es sich gut überlegen sollte. Es gibt verschiedene Lebensmodelle, die für oder gegen Kaufen sprechen. Ist mir das Erbe z.B. egal, spricht vieles dafür eher zu Mieten. Habe ich eine große Familie und wünsche mir dass meine Kinder mal das Haus erben, kaufe ich lieber. Das muss jeder für sich entscheiden.
Hi Andreas. Wir hatten das Thema bereits in einem anderen Thread mal. Und ich stimme Dir (mathematisch) grundsätzlich zu, bin ebenfalls der Meinung, die Art zu wohnen ist keine Investition, sondern eine Entscheidung der Lebenshaltung.
Was mich (OT) an der Argumentationskette stört, ist die Betrachtung beider Seiten vom Ende her gesehen (Tod). Es sollte eigentlich nicht interessieren, ob ich am Ende meines Lebens irgendeine Summe gespart oder nicht gespart habe. Entscheidend ist doch die Frage des Lebens "zwischendrin". Und hier, so auch für mich, zählt für viele das Argument, in einem EFH lebt es sich entschieden besser, wenn man es sich leisten (will) und vor allem kann.
Und damit wieder zum Thema: Der TE sollte sich überlegen, ob er/sie sich 2400 € monatlich zum "wohnen" leisten kann/will (ob mit oder ohne notwendigen Verzicht) oder nicht. Ganz egal, ob gegen Ende des Lebens eine vermeintliche "Ersparnis" stehen könnte.
Denn frei nach Rammstein: "Zukunft kann man nicht beschwören." Das gilt für das Eigenheim wie für den angesparten ETF.....
 
[...] ich finde nur dass die TE es sich gut überlegen sollte. Es gibt verschiedene Lebensmodelle, die für oder gegen Kaufen sprechen. [...].
Der Hausbau war 2024 und die Belastung in dieser Höhe in meinen Augen absehbar. Wenn die TE den Hausbau und die ggf. jetzige Verkaufsentscheidung wie einen Hemdkauf angehen, hadere ich mit mir, dass diese Entscheidungen in der Vergangenheit relevant waren oder in Zukunft sind. Aber ich wünsche es natürlich von Herzen.....
 
Guten Abend,

Danke für die Antworten ich brauche etwas Zeit um alle Infos zu verarbeiten. Den Kreditvertrag hat mein Mann unterschrieben also müsste ich ihn nochmals genauer fragen.
Was ich noch sagen wollte wir könnten das Haus auch in 2 separate Wohnungen trennen und die untere Wohnung vermieten wäre das eine Idee?
Wäre die obere Wohnung groß genug für Euch? Zumindest könntet Ihr die untere Wohnung solange vermieten, bis Ihr finanziell auf einem gesunden und dicken Ast sitzt.
 
Ich wäre immens traurig, müsste ich monatlich locker 1.500 Euro einem fremden in den Hals schütten.

Mietkauf wäre eine Option. Meine frühere Wohnung wurde dreizehn Jahre angezahlt, meine Tochter hat sie dann übernommen und konnte zu einem Schnäppchenpreis fertig tilgen. Ich muss aber sagen. beim Einziehen war der Kaufpreis 190.000.- Schilling, für 100 Qm Wohnung plus 100 qm Gartenanteil.

Hier hat sich aber etwas geändert in diesem Faden- dieses Haus ist teilbar!!! Bedarf an Mietwohnungen ist genügend da und man kann sich den eventuellen Mieter aussuchen. Das wäre doch DIE Lösung, fragt sich nur, wer oben einzieht.

Was hier oft gemacht wird, das sind Schlüsselsafes, per Internet wird an Touristen vermietet und man trifft die Leute oft gar nicht an, alles läuft übers Netz ab. Oder man bietet eine Bürofläche an, hat am Wochenende Ruhe- zb..
 
Es gibt verschiedene Lebensmodelle, die für oder gegen Kaufen sprechen. Ist mir das Erbe z.B. egal, spricht vieles dafür eher zu Mieten. Habe ich eine große Familie und wünsche mir dass meine Kinder mal das Haus erben, kaufe ich lieber. Das muss jeder für sich entscheiden.

Stimmt, es kommt aufs Lebensmodell auch viel an. Wer gerne reist, gern bequem hat, mietet sich wo ein, wechselt nach Bedarf und Laune, ist unabhängig. Mein Neffe ist einer, der dauernd mit seiner Familie auf Achse ist, Tür abgesperrt ab gehts..
Er ist Bankleiter, er ist nicht arm, er kauft ständig Eigentum an, um es gewinnbringend weiter zu vermieten- wohnt selber aber zur Miete. Müsste der nicht wissen, warum? Er hat nicht einmal einen Führerschein, kein Auto- alles Ballast meint er.
 

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