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Gesunder Umgang mit Religion = Hilfe im Leben?

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dass ich an die "Wiederbringung aller" wie die Pietisten zu sagen pflegten glaube,
...
würde diese Bibelauslegung, bei manchen die Meinung über den christlichen Glauben ändern oder eher nicht?

Als ein Punkt unter vielen vermutlich schon - aber gesunder Umgang mit Religion bräuchte als Voraussetzung schon eine in sich "gesunde" Weltanschauung. Da scheinen mir alle alten Religionen überfordert, z.B. was Menschenrechte, Frauenfrage oder den Umgang mit der modernen Wissenschaft angeht. Es steckt doch sehr viel Aberglauben in den "Gemäuern" und da nur einzelne Steine herauszulösen oder auch eine Seitenwand einzureißen bringt nicht so viel.

Was ich hier aber so lese macht mir den Eindruck als würde doch den meisten Schreibern das Kunststück gelingen, ihren Glauben TROTZ der historischen oder inhaltlichen Stolperfallen irgendwie sinnvoll und dosiert zu leben. Das finde ich ermutigend und auch gewissermaßen vorbildlich.
 
ein gesunder umgang mit religionen wäre die, zu sagen, dass es

a) keinen gott gibt
b) und das gott nicht alleine die erklärung für all das ist, was auf erden passiert.

und dann diskutiere ich gerne drüber.

Hallo feel alive,
wenn ich richtig informiert bin, lehrt der Buddhismus diese Voraussetzungen - da steht der Mensch selbst als Auslöser und Erklärung für sehr Vieles im Vordergrund.

Heißt das, du hast eine ähnlich gelagerte "Religion" für dich?

Diskutieren war nicht das erste Ziel des Threads 🙂 eher Austausch darüber, was bei wem wie funktioniert und wie man dazu kam ...
 
Hallo Werner!

Ich wollte mich ja noch mal zum Thema äussern.

Ich halte es so, dass ich die Existenz eines wie immer auch gearteten Wesens, dass wir Gott nennen, für möglich und auch für wahrscheinlich halte.

Den konkreten Religionen stehe ich distanziert gegenüber. Vieles an ihnen halte ich für zufällig (diverse Riten etc) und über Jahrhunderte gewachsen. Vieles wirkt auf mich wie Folklore (gerade bei der christlichen Religion). Dinge, die allenfalls möglich sind, werden als Tatsachen verkauft. Das ärgert mich. Das im Grunde einzige, was allgemeingültigen Charakter bei einer Religion hat, ist der Gottesgedanke.

Also ich halte mich zurück und versuche lediglich in Übereinstimmung mit einem möglichen Gott zu leben. Bei mir kommt zuerst die Ethik. Und ich bin der Meinung, dass ein Gott, wenn es ihn gibt, mit dieser Ethik konform gehen müßte.
 
Bei mir kommt zuerst die Ethik. Und ich bin der Meinung, dass ein Gott, wenn es ihn gibt, mit dieser Ethik konform gehen müßte.
Hallo Frank,

um deinen Gedanken mal aufzugreifen:

Menschliche Eltern, die "missratene" Kinder hätten, würden wohl kaum ein "wohlgeratenes" Kind für diese sterben lassen, um die "missratenen" Kinder nicht ewig zu verstossen und zu verdammen. Ethisch wäre das nicht zu nennen.
Diesem "Gott" wird aber Allwissenheit und Allmächtigkeit unterstellt und somit ein Massstab an Ethik den wir Menschen nicht haben könnten.

Dieses Gedankengebäude der christlichen Religionen passt einfach nicht.

Und im Gleichnis vom verlorenen Sohn hat Jesus auch etwas ganz anderes gesagt. Nämlich, dass dieser verlorene Sohn von selbst zur Einsicht gekommen ist, durch seine Fehler, durch die Not und das Leid, in das er dadurch geraten ist, und nicht durch religiöse Einflüsse, und sich der Vater über diese Einsicht gefreut hat.

Das heisst doch im übertragenden Sinne nichts anderes als: Verstossen wird niemand. Wer sich verirrt und verlaufen hat, aber durch Einsicht wieder den richtigen Weg findet, war zunächst vom Vater getrennt, aber dieser freut sich dass er den Weg wiedergefunden hat.

Und: vor Gott sind 1000 Jahre wie ein Tag, heisst es. Er hat alle Geduld mit uns, und lässt uns alle Zeit, den richtigen Weg zu finden.

Also: Auch wer Gott als Person ansieht, sollte die Bibel mit Verstand lesen, und alles, was nicht von Liebe getragen ist, erkennen. Denn schliesslich soll Gott ja die Liebe sein, oder ?

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach Pete, du siehst das so hypermenschlich.

Das Bild mit dem Lösegeld passt doch nur, wenn man es so nimmt, wie es gemeint ist, nicht, wenn man es vermenschlicht.

Natürlich kümmert sich Gott um verlaufene Kinder, dazu bedarf es auch keines Lösegeldes.

ABER um sein Wort "Wenn du sündigst wirst du sterben" rückgängig zu machen, bedurfte es dieses Weges, weil er dann entweder vorher Unrichtiges geredet hätte oder sich selbst nicht ernst nimmt, aber beides würde nicht zu dem Gott passen, über den wir reden.

Um den gefallenen Menschen also das Recht auf ewiges Leben wieder zukommen zu lassen, gab es nur den Weg, dass jemand, der das Recht vor Gott hatte, Jesus, kinderlos starb und mit diesem Recht die dem Tod unterworfenen Menschen quasi aufkaufte.

Klar kann man jetzt sagen, wie komisch, das hätte er doch vorher wissen können und wie komisch, wenn ein Gott das vorher gewusst hätte. Ja, es gibt viele komische Fagen, Pete, das stimme ich voll mit dir überein. Irgendwie ist es so, als wären wir 6 jährige Kinder, die auch nicht alles verstehen, was die Eltern so machen. Die sechsjährigen kämen deshalb nie auf die Idee, ihre Eltern anzuzweifeln. Wir aber mit Gott schon. So ist das halt. Wir haben keine andere Erklärung, die das es keinen Gott gibt oder die, dass Gott das Sterben für ewig toll findet, sind doch auch nicht wasserdicht.

Und so muss jeder sehen, wie er mit dem Problem Tod zurecht kommt, wie er es in einen größeren Rahmen einquartieren kann für sich.

Pete machs gut.

Sigi
 
ABER um sein Wort "Wenn du sündigst wirst du sterben" rückgängig zu machen, bedurfte es dieses Weges

Sigi,

es ist die Frage, ob es "sein Wort" wirklich ist. Keiner von uns war als Zeitzeuge dabei, als die Bibel entstanden ist.

Und nichts wird mich davon abbringen, alles aus der Bibel was nicht von Liebe getragen ist, nicht als Gottes Wort anzusehen, wie auch obige Aussage.

Peter
 
Hallo Pete, wenn ich sowas schreibe, versuche ich nur, den Glaubenssachverhalt korrekt darzzustellen, wie er wirklich ist und nicht, dich davon zu überzeugen 🙂

Nur wenn ich den wahren Sachverhalt, das wahre Glaubensangebot vor mir habe, macht es Sinn, mich zu entscheiden, es abzulehnen.

Nichts als das ist meine Intention bei einem Kommentar.

Nichts für ungut.

Sigi

Gruß auch an den "dankenden" Werner. Schon lang nichs mehr voneiander gehört 🙂
 
Und nichts wird mich davon abbringen, alles aus der Bibel was nicht von Liebe getragen ist, nicht als Gottes Wort anzusehen, wie auch obige Aussage.

Was für mich die Bibel in der Zeit während und nach meinem "Abstandnehmen" vom dogmatischen Glauben ziemlich heftig relativiert hat war die Entdeckung, dass eben diese (göttliche) Liebe in sehr vielen Büchern, die nicht als "heilig" angesehen werden, auftaucht.

Mich haben z.B. "Der Prophet" von Kahlil Gibran, das Tao-te-king sehr beeindruckt, ebenso aber Geschichten wie in "So zärtlich war Suleiken" von Siegfried Lenz oder "Siddhartha" von Hermann Hesse. Ganz zu schweigen mal von manchen Musikstücken und Kunstwerken, die etwas enthalten, das durchaus als "heilig" gelten könnte.

Wenn man erstmal anfängt zu schauen, findet sich "heiliges" oder "göttliches" fast überall, nicht nur in der Natur, sondern auch in ganz menschlichen "Schöpfungen".

Im Übrigen steckt auch in manchen "Irrtümern", gerade, was die eigene religiöse Entwicklung betrifft, eine Menge Lernpotential. Ich habe es vor vielen Jahren mal in einen Vers gefasst:

Irrtum

Armer Abraham!
Als du deinen Sohn
für deinen Gott opfern wolltest
- hast du nicht erkannt,
dass es um dein eignes
Leben ging?

Armer Abraham!
Als du meintest,
dein Gott spräche mit dir
- hast du nicht erkannt,
dass es deine eigenen
Stimmen waren?

Und arm, wer niemals
einen Sohn noch Gott hat
um sich so zu irren.



@ EuFrank: Das mit der "Ethik Gottes" habe ich nicht verstanden - kannst du dazu ein Beispiel sagen, das diesen Gedanken veranschaulicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Gruß auch an den "dankenden" Werner. Schon lang nichs mehr voneiander gehört 🙂

Hallo Sigi,
ich finde es einfach erstaunlich und extrem beeindruckend, wieviel Offenheit, Respekt und Bereitschaft zum Mit-Teilen sich in diesem Thread zeigen. Da finde ich es schade, dass es keine Abstufungen beim "Danke" gibt 🙂 sonst würde ich öfters mal die Maximal-Danke-Punkte anklicken ...
Gruß, Werner
 
Hallo Werner!

Zur Zeit ist das mein LieblingsThread hier 🙂!

...@ EuFrank: Das mit der "Ethik Gottes" habe ich nicht verstanden - kannst du dazu ein Beispiel sagen, das diesen Gedanken veranschaulicht?
Von einer "Ethik Gottes" habe ich eigentlich gar nicht gesprochen. Ich habe lediglich gesagt, dass mir meine persönliche Ethik genügt und dass ich glaube, dass sie auch konform geht mit dem Willen eines möglichen Gottes.

Wenn ich mein Bestes in meinem Leben gebe, dann ist das alles, was ich tun kann. Sollte es einen Gott geben, also etwas, dass die gesamte Welt zusammenhält, dann wird Gott bestimmt nichts gegen einen haben, der sein Bestes gibt. Oder?
 
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