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Gesunder Umgang mit Religion = Hilfe im Leben?

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ich denke durch die römische Staatskirche, so ab 325 AD oder spätestens 533 AD, ich denke das frühe Christentum war wirklich eine positive Religion, die durch die späteren Machthaber ziemlich verdorben wurde. Ich denke Augustinus ist das krasseste Negativbeispiel, aber ich glaube manche östliche Kirchen spiegeln den ursprünglichen Glauben evtl. noch eher wieder, hab viel zu der Thematik gelesen.

Kennt eigendlich jemand die Bücher von Karl Heinz Deschner? - er soll wohl der 'beste' Kirchenkritiker sein, selbst sehr bibeltreue aber kirchenkritische Christen empfehlen teilweise seine Literatur.
 
Das war/ist für mich eine der befreiendsten und erschreckendsten Einsichten ... und ich bin froh, auch sie ab und zu "vergessen" bzw. beiseite legen zu können.
Mhh. Werner, was findest du daran denn erschreckend ? Das diejenigen Menschen, die, von Reife noch weit entfernt, in einer Art Tier-Bewusstsein oder schon etwas weiter, in einem Ego-Bewusstsein noch stecken, ihren Mitmenschen soviel Übel antun - AUCH den Gottesfunken in sich tragen ?
Für mich ist es so, dass die persönliche Evolution von Liebe getragen ist, und für alle in einer - nicht absehbar wie fernen - Zukunft zur Reife führen wird. Also alles andre als erschreckend.

Erschreckend dagegen wäre ein allwissender und allmächter Gott, der einen Teil seiner Schöpfung "verloren" gehen liesse. Da sich in Jesus geborgen fühlen ? Naja.

Mir hat diese Einsicht kein Erschrecken, sondern grosse Gelassenheit gebracht. 🙂

Aber es ist ein Tanz auf einer Spinnenwebe über unendlich tiefem Abgrund ... (kein Problem für einen Vogel, ich weiß). 🙂
Nein. Das wäre ja wieder Angst, es so zu sehen. Wenn die persönliche Evolution aber von Liebe getragen ist, das Ziel Reife, und nicht eine Teilung der Schöpfung in Seligkeit und Verdammnis, dann fühlt man sich nicht über einem Abgrund. Liebe ist grösser als Angst 🙂

Peter
 
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ein gesunder umgang mit religionen wäre die, zu sagen, dass es

a) keinen gott gibt
b) und das gott nicht alleine die erklärung für all das ist, was auf erden passiert.

und dann diskutiere ich gerne drüber.
 
ich hab in einem anderen thema hier auch schon mal beschrieben wie meine ansicht dazu ist

ich finde es eigentlich nicht so wichtig welcher religion man angehört
da man ja meist die religion der eltern hat also meist hat man es sich nicht ausgesucht welcher man angehört
also ich bin christlich erzogen wurden und glaube auch dran aber ich würde nie sagen das es die einzig richtige religion ist und alle anderen falsch liegen
ich weis auch das vieles in der vergangenheit des christentums lief, worauf man nicht besonders stolz sein kann (aber darum geht es jetzt nicht)
wenn man sich die großen weltreligionen man anschaut sind sie doch im grunde alle ähnlich es geht doch meist um ein höheres Wesen/Gottheit und man glaubt an ein Leben nach dem tot (ob himmel, wiedergeburt, usw.)

naja wie auch immer, mir hilft die religion weil ich so etwas habe an dem ich mich festhalten kann und mir so "nicht so viele" Gedanken um mein Vergänglichkeint machen muss

mfg Rocky
 
Mhh. Werner, was findest du daran denn erschreckend ?

Erschreckend war für mich damals, dass das was ich für "die ganze Wahrheit" hielt nur ein Mini-Mosaik-Stückchen der gesamten Wirklichkeit darstellte (okay, ich war 19 ...). Das Wissen um das Nichtwissen. Oder in einem Vergleich: Früher glaubte ich, alles Entscheidende über Gott stünde in der Bibel - heute denke ich, in einem normalen Telefonbuch steht ebensoviel über "ihn" ...

Außerdem erschreckt mich heute manchmal, wie nahe sich Gott und Mensch sind - dass es womöglich überhaupt keinen Unterschied geben könnte. Es ist und war aber ein insgesamt heilsames "Erschrecken" 😉
 
Außerdem erschreckt mich heute manchmal, wie nahe sich Gott und Mensch sind - dass es womöglich überhaupt keinen Unterschied geben könnte. Es ist und war aber ein insgesamt heilsames "Erschrecken" 😉
Denk ich doch auch. Die allmächtige und allwissende Überperson, die uns unwissend in eine grausame Entwicklung geschickt hätte, und einen Teil von uns ewig verdammen würde, wäre erschreckend. Diesen Ballast abzuwerfen, und stattdessen an eine Entwicklung zu glauben, die für alle alles gut werden lässt, WEIL alles den Gottesfunken in sich trägt, gibt Geborgenheit und ist heilsam. 🙂

Peter
 
Das scheint mir der Kerngedanke jeder verträglich oder gesund gelebten religiösen Einstellung. Schön formuliert, danke!
Ich möchte dabei nicht zu viel pauschalisieren, in meinen nun neun Jahren andauerndem Glauben war es jedoch genau dieser Gedanke, den stellvertretend etliche Christen praktizierten. Natürlich erlebte ich dabei bereits auch die andere Seite der Medaille, in diesem Ausmaß wie hier geschildert jedoch nicht. Bis auf ein paar Extreme waren die meisten an sich ganz normal. 😉
 
naja ich denke es ist in manchen Beiträgen klargeworden, dass ich an die "Wiederbringung aller" wie die Pietisten zu sagen pflegten glaube, auch wenn ich es nicht jedem bei jeder Gelegenheit auf die Nase binden will, würde diese Bibelauslegung, bei manchen die Meinung über den christlichen Glauben ändern oder eher nicht?
 
würde diese Bibelauslegung, bei manchen die Meinung über den christlichen Glauben ändern oder eher nicht?
Vielleicht. Einige suchen nach Wahrheit, einige suchen nicht. Von denen, die suchen, hören manche wieder dann auf, wenn sie der Ansicht sind, dass das, was sie gefunden haben, die Wahrheit wäre. Andre suchen weiter.
Dabei sollten wir Menschen uns eingestehen, dass wir nicht "wissen" können was Wahrheit bei Glauben, Religion und was nach dem Tod sein wird, betrifft.

Peter
 
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