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gauck wird heute 75

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Gelinda,

Du schreibst: "Manno, das GG ist doch von der... (jetzt habe ich doch den Namen vergessen... Namen sind Schall und Rauch ..."😉

Darf ich dir helfen? Es war die "Parlamentarische Versammlung", die das GG beschloss.

Das meint Gelinda wohl nicht... 😀

Aber ich möchte nochmals auf die kritischen Anmerkungen zum parlamentarischen System in der Bundesrepublik Deutschland eingehen.
Wenn ich euch hier richtig verstehe, wünscht ihr euch eine direkte Demokratie, in der die Bürger über ihre Belange selbst entscheiden, etwa wie in der Schweiz.

Ein „Euch“ gibt es nicht, für mich geht es um den Bundespräsidenten, Verfassungsabstimmung und Aufgabe der Souveränität der BRD, auch in Teilen. Also EU Verfassung, EURO und Finanzhoheit. Oder Einsätze der Bundeswehr im Ausland oder Inland.
Also bin ich eher der Hüter der Verfassung als du, der alles richtig findet, was an Macht aus dem Schutz der Verfassung herausgelöst wurde...
Die Mehrheit hat nicht immer Recht!
Zumindest dann nicht, wenn sie ihre Mehrheit missbraucht, was im Moment wieder der Fall ist.

Ich erinnere nochmals an die Notstandsgesetze, Diktatur pur!

Ich habe ja schon früher auf die bescheidene Wahlbeteiligung der Bürger in der BRD hingewiesen. Nun stellt euch vor, da würden wir alle Nase lang zu Abstimmungen in unseren Gemeinden, Städten, Kreisen, Regierungsbezirken, Bundesländern und im Bund aufgerufen.

Nun kann man trefflich streiten, was zuerst da war, die Henne oder das Ei!
Schlechte Politik oder schlechte Wahlbeteiligung.

Zudem übertreibst du, in der Schweiz wird das auch vornehmlich zusammen mit anderen Wahlen gemacht.

Zudem ist deine Wahrnehmung auch sächlich falsch... aber das ist wohl rhetorisch beabsichtigt.

Wahlen finden ausschließlich nur in Wahlkreisen statt...

Seid ihr wirklich davon überzeugt, dass sich die bundesdeutschen Wähler dann häufiger zu den Wahlurnen bewegten?

Warum erklärst du das als Zielvorgabe?
Für mich ist Wahlpflicht ein Unding. Daher reicht es, dass die zur Wahl gehen, die es möchten.
Zudem sind, zumindest in der Schweiz, die Entscheidungen an Quoren gebunden.
Wenn also die Wahlbeteiligung nicht reicht, dann gibt es auch keine Änderung.
Was also zur Folge hat, dass Befürworter und Gegner gleichermaßen Wähler mobilisieren müssen.

Nehmen wir also aktuell Pegida als Beispiel.
Die Wahlbeteiligung wird nach oben schnellen... Nicht weil man für Pegida ist, sondern dagegen!
Demokratie muss verteidigt werden...
Politiker versagten dabei, weil jede Bürokratie, jede Machtkonzentration auf eine Verwaltung und Lobbyismus übertragen, zur Folge haben wird, Demokratieabbau und Korruption.
Aber auch sinkende Identifikation mit dem Staat selbst!

Dieser Staat wird nicht mehr als SEIN Staat empfunden sondern DER Staat.

Ich fürchte, dann entschieden vermutlich 20, 30 Prozent der Wahlberechtigten über Schicksalsfragen.
Fändet ihr das dann wirklich demokratischer?

Burbacher

Nein, fände ich nicht, doch das geschieht ja auch nicht... Es gäbe für Änderungen ein Mindesquorum und zudem ein große Hürde zu überwinden.
Erst müssten viele Unterstützerunterschriften gesammelt werden.
Und das darfst du ruhig mal versuchen, du würdest ernüchtert sein.

Doch ist das jetzige System besser, wenn im Bundestag zum Schein eine Handvoll Abgeordneten anwesend ist?
Reden vor leeren Rängen?

Oder wenn die Mehrheit der Wähler nicht mehr wählt.
Also konkret... Was ist denn, wenn nur noch, wie du sagst, 30% zur Landtags oder Bundestagswahl gehen?
Erkennst du das Wahlergebnis an? Oder ist das was gaaanz anderes?
 
Also bin ich eher der Hüter der Verfassung als du, der alles richtig findet, was an Macht aus dem Schutz der Verfassung herausgelöst wurde...




Hallo, Rhenus,

ist es das, worum es Dir geht, der bessere Hüter der Verfassung zu sein?
 
Also bin ich eher der Hüter der Verfassung als du, der alles richtig findet, was an Macht aus dem Schutz der Verfassung herausgelöst wurde...


Hallo, Rhenus,

ist es das, worum es Dir geht, der bessere Hüter der Verfassung zu sein?

Och schade... jetzt hat Burbacher schon einen Pressesprecher? 🙂

Das wäre jetzt zu sehr verkürzt dargestellt, jedoch denke ich, dass die ursprüngliche Verfassung besser war.
Und worum es mir geht, habe ich doch deutlich und ausgiebig formuliert.

Und unter Demokraten ist der Wettstreit eine Verfassung zu schützen oberste Bürgerpflicht!
Dafür darf man lt. Grundgesetz sogar Widerstand leisten (Art. 20 Abs 4 GG...) 🙂

Aber wo du schon da bist.
Mich würde deine moralische Einschätzung interessieren, wenn ein Pfarrer so handelt wie er handelt.
Könntest du ihn wählen, wenn er dir zur Abstimmung gestanden hätte? 😕
 
Nee, Rhenus, in politischen Fragen bin ich kein guter Pressesprecher.
Ich hatte nur aus Langeweile mal reingeschaut und mir fiel auf, dass Du Dich emotional so engagierst, als ob die Demokratie davon abhängt, dass Du Burbacher den Rang abläufst.

Und zu Deiner Frage: Ich habe schon ein Problem, wenn jemand als Christ leben will und in moralischen Fragen wie ein Humanist oder Atheist handelt. Fehler gibt es überall... Aber so...

Nur ist es ja üblich, dass auch die evang. Kirche sich mit Pfarrern und anderen Mitgliedern ausrüstet, die vom Kern des Evangeliums immer weiter abrücken, sobald es ihre eigenen Belange betrifft. Aber wenn Herr Gauck kein Christ ist, sondern nur Pfarrer ist oder war, dann ist auch eine humanistische Moral möglich. Zur besseren Beurteilung würde ich gerne mal direkt mit ihm sprechen, um besser zu verstehen, was ich noch nicht verstehe.
 
Rhenus,

lustiger geht`s nicht. Meine System-Zufriedenheit ist doch wesentlich größer als deine. Das sehe ich doch richtig, oder?
Also und ich habe dir aufgezeigt, wohin deine Überlegungen wahrscheinlich führen.
Deine letzten Fragen beantworten nicht meine Fragen, worin nämlich eine Volksabstimmungs-Demokratie enden würde: Nicht in mehr Demokratie nämlich, sondern in weniger.
Höchstens ein paar Dauer-Kritiker suhlten sich dann wahrscheinlich in dem Bewusstsein, sie hätten die Demokratie gerettet, während so dumpfe Köpfe wie ich nicht kapierten, um was es gehe.
Manno, mir scheint, Du hast zu viel Zeit.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Nee, Rhenus, in politischen Fragen bin ich kein guter Pressesprecher.
Ich hatte nur aus Langeweile mal reingeschaut und mir fiel auf, dass Du Dich emotional so engagierst, als ob die Demokratie davon abhängt, dass Du Burbacher den Rang abläufst.

Schade... du verstehst mich nach all meinen Postings immer noch nicht. 🙂
Und nein, ich bin viel zu bescheiden, um das worauf du das beziehst, nicht ausschließlich rhetorisch gemeint zu haben.
Und da ich Tonnen Papier gefüllt habe, glaube mir, ist das so etwas von emotionslos... 😀
Nach meiner Lebenserfahrung wissend, bin ich lediglich einigen um ein paar Jahre voraus, was gesellschaftliche Entwicklungen betrifft.

So war ich in einer Arbeitsgruppe, die in den 70ern das Scheitern der Rente und anderer Sozialleistungen voraus gesagt haben.
Als Helmut Schmidt sagte: "Wer Visionen hat, muss zum Arzt!"
Nun, ich sage: "Wer als Politiker keine Visionen hat, ist fehlbesetzt!"

Denn, wer keine Visionen hat, vermag weder eine Hoffnung der ihm anvertrauten Menschen zu erfüllen, noch große Vorhaben einleiten und erfüllen.

Unter dieser Maßgabe muss man auch seinen Rüstungswahn betrachten. Er hielt es nicht für möglich, dass abgerüstet würde.

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, auch vor Burbacher "Kunstpause" nicht (ich schrieb es öffentlich) dass ich ihn als Schreiber schätze.
Denn auch ich lebe auf, wenn Beiträge ein gewisses Niveau erfüllen.

Und da ich versuche vorurteilsfrei zu sein, schreckt mich auch nicht ab, wenn jemand fromm ist.
Doch ich erwarte, dass man sich argumentativ daran messen lassen muss.

Und zu Deiner Frage: Ich habe schon ein Problem, wenn jemand als Christ leben will und in moralischen Fragen wie ein Humanist oder Atheist handelt. Fehler gibt es überall... Aber so...

Darf ich dich korrigieren, denn du unterliegst wieder Vorurteilen...
Die Moral wurde nicht von einer Religion erfunden, und von Christen schon mal gar nicht!
Sie wurde von Atheisten erfunden bzw. vorgelebt!
Daher sind in allen Religionen atheistische Vorgaben enthalten und nicht umgekehrt.

Daher ist deine Zuordnung ein Atheist hätte sich dann doch gefälligst so oder so zu verhalten, falsch.
Her Gauck verhält sich wie er sich verhält, es ist aber nicht ein Atheismus den er lebt...

Nur ist es ja üblich, (1) dass auch die evang. Kirche sich mit Pfarrern und anderen Mitgliedern ausrüstet, die vom Kern des Evangeliums immer weiter abrücken, sobald es ihre eigenen Belange betrifft. (2) Aber wenn Herr Gauck kein Christ ist, sondern nur Pfarrer ist oder war, dann ist auch eine humanistische Moral möglich. Zur besseren Beurteilung würde ich gerne mal direkt mit ihm sprechen, um besser zu verstehen, was ich noch nicht verstehe.

(1) Na die anderen Kirchen auch...

(2) Nun, soweit würde ich jetzt nicht gehen, Herrn Gauck nicht als Christ zu bezeichnen, denn selbst wenn jemand nach dem Glauben sündigt, sagen wir besser Fehler begeht, dann kenne ich keine Stelle in der jetzt gültigen Bibel, die ihm das abspricht.
Mal von Fundamentalisten abgesehen. 😉

Aber ich merke, dass wir beide, aus den unterschiedlichsten Gründen finden, dass er nicht nach vorher selbstgewählter Lebensauffassung von Ethik und Moral, lebt.
Wenn du auch auffallend und sehr vorsichtig formulierst... 😉

Und darum ging es mir!
Ich wollte aufzeigen, dass es bei freier Wahl und 82 Millionen Menschen in Deutschland durchaus eine👎 besseren Kandidaten gegeben hätte.

Und wer Gesine Schwan mal zugehört hat, der weiß, dass es für mich zumindest, bessere Kandidaten gegeben hätte. Denn hinter den Kulissen, war Gauck immer schon umstritten.

 
Weiß doch niemand, ob es Gauck nicht auch bei einer demokratischen Wahl des ganzen Volkes nicht geworden wäre. Oder die Frau mit der Atombomben-Frisur. Nach allen Umfragen die jemals gemacht wurden, wäre es vermutlich G.Jauch - richtig der Telefonjoker - geworden. Wenn er denn gewollt hätte. Dann aber lieber gleich Cyndi aus Marzahn....
 
Weiß doch niemand, ob es Gauck nicht auch bei einer demokratischen Wahl des ganzen Volkes nicht geworden wäre. Oder die Frau mit der Atombomben-Frisur. Nach allen Umfragen die jemals gemacht wurden, wäre es vermutlich G.Jauch - richtig der Telefonjoker - geworden. Wenn er denn gewollt hätte. Dann aber lieber gleich Cyndi aus Marzahn....

Mikenull,

Du sprichst einen wichtigen Aspekt der Parteien-Demokratie an, den ich für nicht unbedeutend halte. In gewisser Weise müssen sich die politischen Kandidaten auf dem Weg nach oben schon einer Reihe von Auswahlverfahren stellen, wobei zwar nicht immer, aber in der Regel doch diejenigen durchfallen, die für ein Amt nicht geeignet sind.

Burbacher
 
Rhenus,

lustiger geht`s nicht. Meine System-Zufriedenheit ist doch wesentlich größer als deine. Das sehe ich doch richtig, oder?
Also und ich habe dir aufgezeigt, wohin deine Überlegungen wahrscheinlich führen.
Deine letzten Fragen beantworten nicht meine Fragen, worin nämlich eine Volksabstimmungs-Demokratie enden würde: Nicht in mehr Demokratie nämlich, sondern in weniger.
Höchstens ein paar Dauer-Kritiker suhlten sich dann wahrscheinlich in dem Bewusstsein, sie hätten die Demokratie gerettet, während so dumpfe Köpfe wie ich nicht kapierten, um was es gehe.
Manno, mir scheint, Du hast zu viel Zeit.

Burbacher

Also zu viel Zeit habe ich als sterblicher natürlich nicht... 🙂
Ich nutze sie lediglich anders als du, weil ich andere Wertevorstellungen habe.
Und ich spare etwas Zeit, weil ich das Morgengebet ausfallen lasse.
Denn, dass ich nicht Gottes Ebenbild bzw. Vorgaben entspreche, weiß ich und er dann eben auch... 😉

Also das solltest du mir bitte erklären:
Ich zitiere dich mal im Kern frei...
Wenn alle zur Wahl gingen und letztlich sich nichts ändert dadurch, weil die Macht der Wähler zu gering ist und Politik nachweislich macht, was sie will, dann haben wir maximalen Einfluss und die höchste Form der möglichen Demokratie?

Zumal, wenn undemokratisch eine Abstimmung einer Verfassung, durch das Volk, verhindert wird?
Für mich ist das eine Scheindemokratie, weil die Verfassungsgebung in Urwahl, ureigene Aufgabe des Volkes ist!

Wenn sich nicht alle beteiligen (von dir unterstellt, was auch so sein wird), aus welchen Gründen auch immer, s. vorheriger Satz, aber direkte Entscheidungen durch den Bürger, also ein Wahlergebnis herbeigeführt wird, zu einer Umsetzung führen, haben wir keine Demokratie? Weil nicht alle Wähler abstimmten? 😱

Nun, dann wirst du mir ja jetzt erklären können, wie es möglich ist, ohne vom Volk in Urwahl legitimierte und abgestimmte Verfassung, sich darauf zu berufen, im Auftrag eben dieses Volkes zu entscheiden!!!? 🙂😀
 
Weiß doch niemand, ob es Gauck nicht auch bei einer demokratischen Wahl des ganzen Volkes nicht geworden wäre. Oder die Frau mit der Atombomben-Frisur. Nach allen Umfragen die jemals gemacht wurden, wäre es vermutlich G.Jauch - richtig der Telefonjoker - geworden. Wenn er denn gewollt hätte. Dann aber lieber gleich Cyndi aus Marzahn....

Na und?
Dann wäre es Gauck eben geworden...
So funktioniert halt eine Demokratie!

Hatten die Amerikaner nicht auch einen Schauspieler als Präsidenten?
Oder Arnie als Gouverneur?
Wobei ich nicht weiß, ob der jetzige Präsident nicht der größere Schauspieler ist...

Und dann war doch wohl auch Peter Sodann, ebenfalls Schauspieler, als Kandidat... Um jetzt Dschungel-Walter nicht zu vergessen... 😀

Was würde solch einen Kandidaten ausmachen?
Ich will es dir sagen, sie wären vom Volk vorgeschlagen und direkt gewählt!
Hätten also kein ausgekungeltes, sondern ein vom Volke direkt legitimiertes Mandat!


 
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