Gelinda
Sehr aktives Mitglied
Deine Erfarhungen müßte man wach halten können - für immer im Gedächtnis, denn so wirds wohl bleiben. Die nennt man Wendehälse. Wie so (manch) einer der Zeitgenossen in der obersten Reihe der BRD.Rhenus,
um einem Irrtum vorzubeugen: Ich bin nicht mehr Mitglied der SPD, und das schon etliche Jahre nicht mehr.
Ich habe, und das ist heute noch so, Helmut Schmidt verehrt, war ein begeisterter Unterstützer von Johannes Rau, "Schorsch" Leber.
Du darfst mich da ruhig "konservativ" nennen. Es gab Linke in der Partei, deren Meinung ich nicht teilte, deren Haltung ich aber respektierte: wegen ihrer Gradlinigkeit.
Ich erlebte aber, um deine Vokabel zu verwenden, "Revoluzzer", die ganz schnell ihre Revolte einstellten, sobald sie ein Treppchen der Macht erklommen hatten.
Da gab es damals eine Forderung aus Juso-Reihen, niemand dürfe in Deutschland mehr als 5000 Märker verdienen. Kaum aber, dass exponierte Vertreter aus Juso-Reihen etabliert waren, griffen sie nach Ämtern, die ihnen ein Mehrfaches einbrachten.
Darunter waren Zeitgenossen, die mit Inbrunst gegen das Beamtentum stritten, sich dann aber Dezernenten-Posten unter den Nagel rissen, die ihnen ein Vielfaches normaler Beamtengehälter eintrugen.
Was die Behandlung der von dir auch angesprochenen Frauenfrage angeht, muss man sich - und das gilt für fast alle Frontfrauen in allen Parteien - ihren Werdegang ansehen.
In erster Linie ruderten sie nach oben und viele Geschlechtsgenossinnen, die denen den Weg nach oben ebneten, blieben enttäuscht zurück.
Da gilt, und ich schließe mich da nicht aus, wohl für die meisten Menschen, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt.
Burbacher
FG