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gauck wird heute 75

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Nach meinem Wissen hat sich Herr Gauck nicht beworben. Wenn ich richtig lese, wurde der parteilose Herr Gauck von CDU/CSU, FDP, SPD und den Grünen als gemeinsamer Kandidat vorgeschlagen. Und die 15. Bundesversammlung wählte ihn mit 991 von 1228 gültigen Stimmen. Wo soll da Kungelei stattgefunden haben? Und auch wenn während des Wahlvorgangs eine offene Aussprache stattfand, so stand es jedem Mitglied der Bundesversammlung frei, sich selbst eine Meinung zu bilden. Und Diskussionen wird es gegeben haben.

Daß seine familiären Verhältnisse zur Frage veranlassen: „wie verträgt sich das mit dem Leben als Christ?“ ist legitim. Jedoch wurde er nicht zum Kandidaten für ein Kirchenamt vorgeschlagen. Und selbst wenn die evang. Kirche an seinem Lebensstil nichts Merkwürdiges findet, so diskreditiert dies eher die Einstellung der Kirche. Aber das ist keine Frage in Bezug auf das Amt des Bundespräsidenten. Wenn Herr Gauck Christsein als eine humanistische Lebensform mit christlichen Elementen versteht, kann ich ihm eine Authentizität nicht absprechen.
 
Rhenus

Du schreibst:

",Jow... auf den Spruch wartete ich schon lange! 🙄
Das sagte man auch, um Kinderschänder zu schützen... :mad:
Jeder kann aber auch nicht Jesus sein!!!

Ist dir klar, dass du so wie Gauck es macht, aus deinem Job fliegst, wenn du bei der Kirche beschäftigt bist?
Dann passt ja eher: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen!" 🙄"

Rhenus,

Du ereiferst dich vergebens. Und dabei schlägst Du gehörig über die Strenge. Es macht schon einen Unterschied, ob ein Mensch in einer sogenannten "Wilden Ehe" lebt oder ein Kind schändet. Ich halte diese deine Konstruktion im Bezug auf den Bundespräsidenten für höchst ehrenrührig und zudem unangemessen.
Außerdem scheint dir entgangen, dass der Bundespräsident Gauck evangelischer Pfarrer war, und er ist schon lange nicht mehr der erste Pfarrer, die erste Pfarrerin, die in einer solchen Beziehung leben.
Im Übrigen: Ich kritisiere meine Kirche auch, heftig sogar und nicht selten. Allerdings wundere ich mich, dass Menschen, die weder von Glauben, noch von Kirche etwas halten, sich dann immer zu Tugendwächtern entwickeln, wenn es darum geht, Kirchen und ihren Vertretern etwas einzuschenken.
Aber das machst Du ja durchgehend und fast mit allem. Auf mich macht das den Eindruck, als habe da jemand seinen Platz in Staat und Gesellschaft nie richtig gefunden und lasse nun seinen Frust darüber aus.
Für mich ist es auch eine Frage meiner eigenen Psychohygiene, nicht permanent gegen Zustände anzurennen, die ich nicht ändern kann.
Zudem halte ich mich dem moralischen Zeigefinger an manchen Stellen schon zurück, weiß ich doch, dass ich selbst nicht frei bin von Fehlern und von Tadeln.
Menschen wie Du sind mir allerdings unheimlich und ihre Selbstgerechtigkeit stößt mich ab. In diesem Sinne aber passtest Du gut und in manche von dir attackierten Kreise.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hattest zu Recht bemängelt, dass noch eine Antwort offen ist...

Rhenus,

entschuldige bitte, aber ich muss mich vor dir nicht rechtfertigen.

Ich aber auch nicht vor Dir! 🙂

Es ging eingangs "nur" um den Umstand, dass der amtierende Bundespräsident Gauck seinen 75. Geburtstag feierte.
Dass in diesem Zusammenhang seine Familienverhältnisse auf diese Weise thematisiert wurden, finde ich geschmacklos.

Interessant, dann hast du das Thema aber schon vor mir, du mit deinem ersten Beitrag, verfehlt... Zudem interpretiere ich das gesamte Posting (nicht nur die Überschrift) etwas anders.
Du doch auch, sonst würdest du das Thema nicht immer mehr ausweiten.

Über Geschmack lässt sich am besten Streiten, das ist altbekannte Tatsache, doch dein Geschmack ist nicht mein Geschmack und deine Moral ist nicht meine Moral.

Ich habe bestimmte Erwartungen an jemanden der das Amt bekleidet, du nicht?

Und ich sage ganz einfach, dass sich an dieser Stelle ein Joachim Gauck eben nicht von - ich weiß nicht- wie vielen anderen Menschen in der Bundesrepublik unterscheidet.

Ja richtig, du weißt es nicht...
Also es dürfte wohl eine maßlose Übertreibung sein, dass es in der BRD eine nennenswerte Anzahl von Pfarrern gibt, die sich den Luxus erlauben, sich eine Ehefrau und gleichzeitig eine Geliebte zu halten, sie zu versorgen bzw. partizipieren zu lassen, wo man armen Menschen noch jeden Cent vorrechnet und Herr Gauck sich zynisch über sie äußert.

Das ist seine und seiner Frau, seiner derzeitigen Lebensgefährtin ureigene Sache, und ich weigere mich darüber ein Urteil zu fällen.

Wer zwingt dich? Und du bist nicht der Nabel der Nation. 😀
Ich denke schon, dass es ein Thema sein sollte, weil es etwas mit seiner Glaubwürdigkeit zu tun hat.
Daher Urwahl und jeder kann dann seine Bedenken in eine Stimme für einen Kandidaten, pro oder kontra, einfließen lassen.

Ist doch kein Problem...

Deinem Urteil über Helmut Schmidt kann ich ebenfalls nicht beitreten. Ich habe mich gerade mit seinen militär-strategischen Überlegungen sehr ausführlich befasst, und ich sage bis heute, dass seine Analyse und seine politische Handlungsanweisung zu diesen Fragen richtig waren und schließlich mit Erfolg gekrönt wurden.

Darüber kann ich nur bitter lachen.
Wir waren noch nie so nahe an einer totalen Vernichtung, als zu seiner Amtsführung und gerade durch die Nachrüstung.
Es war Teil der Strategie im Erstschlag Deutschland und die Niederlande auszulöschen. Ich gehe noch einen Schritt weiter zu behaupten, es hätte gar nicht festgestanden, ob ein globaler Gegenschlag durch die Amerikaner gefolgt wäre.

Woher ich das weiß, kann ich nicht schreiben, doch genau das haben hohe Militärs ebenfalls behauptet.

Schmidt hat gewisse Dinge verklärt dargestellt, wie er sie heute noch fürchterlich darstellt, wobei es immer dumme Menschen gibt, die ihm dabei applaudieren.

Bereits 1958 warnten Wehrexperten im Bundestag davor, dass landgestützte Atomraketen das NATO-Vertragsgebiet zu einem Primärziel sowjetischer Präventivangriffe machen würden.
Und so Westeuropas Sicherheit enorm herabsetzen würden.
Sie lägen daher ebenso wenig im deutschen Interesse, wie die Verfügung der Bundeswehr über eigene Atomwaffen.

Was hatte sich geändert?
An der Sicherheitslage nichts, darum lehnten andere die Nachrüstung ab.

Ohne den westlichen Nachrüstungsbeschluss hätte es keine MBFR-Verhandlungen gegeben, wäre die Abrüstung in Europa nie in Gang gekommen.

Oh, das klingt sehr logisch.
Ohne Krieg gibt es bekanntlich auch keinen Waffenstillstand oder Friedensverhandlungen...

Die Ergebnisse der SALT-Verhandlungen, die unter wesentlicher Beteiligung Schmidts und Henry Kissingers betrieben wurden, befreiten Europa damals nicht vor den Gefahren eines atomaren Super-Gau, minderten sie aber erheblich.

Absolut nicht!
Man muss ganz einfach nur mal von der offiziellen Propaganda wegkommen.
Der ja, wir erinnern uns, erst zur Gefahr wurde, als Super Gau, weil u.a. wegen Vorwarnzeiten von 2 Min.!!! Eine Reaktion gar nicht möglich war!

In 2 Minuten entscheidet keiner mehr, ob es ein Fehlalarm ist oder nicht!
Daher hätten Amerikaner abgewartet... Weil zudem die hier stationierten Raketen nicht so schnell einsatzbereit wären... Also taktisch als Waffen ausfielen...
Ich könnte jetzt noch ein gutes Argument schreiben, dass lass ich lieber...

Es mag uns heute wie eine Überlegung aus einer anderen Welt vorkommen, aber mit der Fähigkeit zum atomaren Erstschlag, zwang der Westen die UdSSR an den Verhandlungstisch.

Das ist Quatsch, der atomare Erstschlag war zu jeder Zeit, von beiden Mächten möglich. Es wurde lediglich die Vorwarnzeit sträflich verkürzt, was beinahe durch einen Fehlalarm zum Tod der Deutschen geführt hätte.
Hätte es nicht einen besonnen russischen Offizier gegeben, der das verhindert hätte.
Weder die Deutschen, noch die Russen dankten ihm übrigens dafür...

Und interessant... Schmidt führt heute in der Ukrainekrise genau das verwendete Argument von mir, bezüglich einer steigenden Bedrohung gegen Russland an.
Er bezeichnet es als falsche Politik der Kanzlerin und der Nato, (gegen seine eigenen damaligen Handlungen!)😱

Ist doch interessant... Getreulich: „Was schert mich mein Geschwätz von gestern!“?

Ich erinnere dich ebenfalls daran, dass in der Hochzeit des Kalten Krieges die Bundeswehr eine Friedenstärke von 495.000 Soldaten hatte, während es heute gerade mal 180.000 sind.
Kritiker bezweifeln sogar, dass sie noch in der Lage ist, ihrem Auftrag im Notfall wirklich nachzukommen.

Warum musst du mich daran erinnern... Ich bin einer der Kritiker.
Ich müsste mich outen, wenn du meine Reden dazu lesen solltest.
Ist aber unerheblich.
Unter anderem sage ich: „Man schafft keine Feuerwehr ab, weil es lange nicht gebrannt hat...“
Bundeswehr hätte weiterhin Verteidigungs- und Ausbildungsarmee sein können.

Dieser Umstand ist nicht zuletzt Verdienst des vielleicht (nach meiner Meinung war er es) besten Verteidigungsministers und fähigsten Bundeskanzlers, den wir hatten, Helmut Schmidt.
Bundeswehr intern ersetzten die Aktivitäten Schmidt`s das Prinzip von Befehl und Gehorsam durch das Prinzip der Inneren Führung. Die Soldaten wandelten sich von Befehlsempfängern zu Bürgern in Uniform.

Der beste Verteidigungsminister ist der, den es nicht gibt...
Also ist Befehl und gehorsam bei der Bundeswehr abgeschafft?
Weißt du überhaupt was damit gemeint ist?
Jow, jetzt nenne noch das Haarnetz...

Ist auch sein Verdienst, das er mit Wehner Kanzler Brand stürzte?
Den ich wiederum für den besten Kanzler halte...

In diesem Zusammenhang noch ein Satz zu mir: Ich war nie ein Duckmäuser, habe mich nicht willig und angepasst ins System geschmiegt. Als Schüler war ich Mitglied einer linken Schülerbewegung. Als Student gehörte ich ebenfalls zu einer linken Gruppierung. In dieser Zeit begleitete ich wiederholt Altersgenossen als Beistand im Zusammenhang mit ihren Anträgen auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer.

Finde ich super!

Allerdings, und das ist eine Erkenntnis, die für mich als manisch-depressiven Zeitgenossen wichtig und hilfreich war und bleibt, habe ich inzwischen gelernt, nicht gegen Windmühlenflügel anzugehen und mich nicht dadurch selbst zu überfordern, dass ich den Helden gebe, wenn mir dazu das nötige Rüstzeug fehlt.

Burbacher

Ach Mensch... Es soll sich doch niemand opfern, doch auch nicht gehindert werden, wenn man gegen etwas ist.
Ich bin für demokratische Mehrheiten, denn anders geht es nicht, doch es ist nicht Demokratie wenn man sagt, das war so, das ist so und so soll es bleiben...
Und Windmühlen, kann man sehr schnell und effektiv bekämpfen, es fordert nur Grips und Ausdauer also Strategie.
Also nicht mit Gewalt, nein, man dreht sie aus dem Wind und zieht die Segel ein...
 
Rhenus

Du schreibst:

",Jow... auf den Spruch wartete ich schon lange! 🙄
Das sagte man auch, um Kinderschänder zu schützen... :mad:
Jeder kann aber auch nicht Jesus sein!!!

Ist dir klar, dass du so wie Gauck es macht, aus deinem Job fliegst, wenn du bei der Kirche beschäftigt bist?
Dann passt ja eher: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen!" 🙄"

Rhenus
Du ereiferst dich vergebens.

Wenn ich Eiferer wäre, hätte ich in meinen Aufgaben versagt... 😉

Und dabei schlägst Du gehörig über die Strenge.
Sagt jetzt wer? Der Herr Lehrer?

Es macht schon einen Unterschied, ob ein Mensch in einer sogenannten "Wilden Ehe" lebt oder ein Kind schändet. Ich halte diese deine Konstruktion im Bezug auf den Bundespräsidenten für höchst ehrenrührig und zudem unangemessen.

Ja aber nur dann, wenn man wie du, meine Aussagen (bewusst?) im falschen Kontext wieder gibt...
Mein Beispiel rügte dein Zitat und nicht den Bundespräsidenten!
So unintelligent halte ichhier niemanden, dass man diesen Unterschied nicht erkennen könnte.

Du hast das jetzt schon mehrfach so gemacht. Driftest auch immer mehr in persönlicher Kritik an mich ab.
Hast du das wirklich nötig?

Du erzeugst hier eine imaginäre Ehrverletzung und generierst eine Unantastbarkeit, die nach dem Rechtssystem der BRD nicht gegeben ist. Tatsachenbehauptungen fallen nicht unter den Schutz des Persönlichkeitsrechts.
Wenn's wieder so weit ist, verlege ich meinen Wohnsitz weiter westlich...

Du warst doch gegen die Weimarer Verfassung, wo es die Majestätsbeleidigung gab...
Hättest du sie gerne wieder?

Was diese beiden Fälle miteinander zu tun haben?
In beiden Fällen kommt ein Frommer daher und nimmt mit Bibelzitaten Leute in Schutz, während andere hart bestraft werden.


Außerdem scheint dir entgangen, dass der Bundespräsident Gauck evangelischer Pfarrer war, und er ist schon lange nicht mehr der erste Pfarrer, die erste Pfarrerin, die in einer solchen Beziehung leben.

Ich glaube aufgrund deiner Aussage kaum, dass mir etwas entgeht...
Auch das habe ich dir bereits beantwortet...
Er ist der erste Pfarrer, der so lebt, der Pfarrer ist, und Bundespräsident ist!
Übrigens Pfarrer bleibt man nach Beamtenrecht.

Wenn da jemand Pfarrer ist und Gebote missachtet die er lehrt, dann finde ich das schlimm und heuchlerisch, wobei die Heuchelei ja im System selbst liegt.
Der US- Journalist und Satiriker Ambrose Gwinnett Bierce schrieb:
Der Heuchler:
Jemand, der Tugenden zur Schau trägt, die er nicht respektiert, und der sich so den Vorteil verschafft, das zu sein, was er verabscheut.


Im Übrigen: Ich kritisiere meine Kirche auch, heftig sogar und nicht selten. Allerdings wundere ich mich, dass Menschen, die weder von Glauben, noch von Kirche etwas halten, sich dann immer zu Tugendwächtern entwickeln, wenn es darum geht, Kirchen und ihren Vertretern etwas einzuschenken.
Seltsames Argument...
Wie? Man darf einen Machtapparat Kirche nicht an den Taten und Worten messen, die sie selbst propagieren... Zumal das ja auch Voraussetzung der Wahl war...
Denn Gauck spielte diese Karte auch zu gerne aus, oder hätte man einen Autoschlosser zum Bundespräsidenten gewählt?
Na ja... wenn ich so nachdenke... ein Dachdecker wurde in der DDR Staatsratsvorsitzender.

Die Kirchen haben doch große Macht in der Politik.
Und ich muss nicht Bäcker sein, um Brot essen zu dürfen... um auf die angebliche Unzulässigkeit von Kritik zu kommen.


Aber das machst Du ja durchgehend und fast mit allem. Auf mich macht das den Eindruck, als habe da jemand seinen Platz in Staat und Gesellschaft nie richtig gefunden und lasse nun seinen Frust darüber aus.
Ach weißt du, "Eindruck" ist immer das, was man versteht (verstehen will) aus Frust engagiert man sich nicht, aus Frust greift man an, wenn man sich in einer Diskussion widerlegt sieht.
Du verstehst? 😉


Für mich ist es auch eine Frage meiner eigenen Psychohygiene, nicht permanent gegen Zustände anzurennen, die ich nicht ändern kann.

Sagtest du bereits...
Nur Du bist nicht ich oder andere...
Mit Psychohygiene meinst du verdrängen nicht wahr!? 🙂


Zudem halte ich mich dem moralischen Zeigefinger an manchen Stellen schon zurück, weiß ich doch, dass ich selbst nicht frei bin von Fehlern und von Tadeln.

Ja dann sage das doch besser mal Herrn Gauck!

Menschen wie Du sind mir allerdings unheimlich und ihre Selbstgerechtigkeit stößt mich ab.

Du, ich habe nicht verlangt, dass du mich lieben sollst...
Obwohl... Liebe deinen Nächsten... 😀

In diesem Sinne aber passtest Du gut und in manche von dir attackierten Kreise.

Burbacher


Ja aber dann beschreibst du doch meine Einsichtigkeit... Was ist denn daran schon wieder falsch...
Und das ist wieder unlogisch von Dir, weil es doch ehrenhaft wäre, die eigene Riege zu kritisieren.

Was mich zu der Frage kommen lässt: Findest du nur die verständig, die deiner Meinung sind? 🙂

Höchst interessant ist für mich, dass keiner von den Gauckfans, Verdienste benennen kann... Seltsam...
Wäre doch mal interessant zu wissen, was ihn für den Posten auszeichnete und was er bisher leistete.


 
Rhenus,

ich lese:

"Warum musst du mich daran erinnern... Ich bin einer der Kritiker.
Ich müsste mich outen, wenn du meine Reden dazu lesen solltest.
Ist aber unerheblich."

Dann oute dich mal. Ansonsten klingen und sehen deine Repliken so aus, als seien sie gar nicht gegen mich gerichtet, sondern gegen ehemalige Weggefährten, gegen die Du damals nicht ankamst und mit denen Du ergo noch eine Rechnung offen hast.
Es ist für dich nämlich nicht unerheblich, würdest Du doch sonst nicht nach einigen Jahrzehnten so reagieren. Da muss dir seiner Zeit jemand gehörig auf die Füße getreten sein.
So nämlich hat das ganze den Unterton des vermeintlich Eingeweihten.

Wenn Du dann schreibst:

"Darüber kann ich nur bitter lachen.
Wir waren noch nie so nahe an einer totalen Vernichtung, als zu seiner Amtsführung und gerade durch die Nachrüstung.
Es war Teil der Strategie im Erstschlag Deutschland und die Niederlande auszulöschen. Ich gehe noch einen Schritt weiter zu behaupten, es hätte gar nicht festgestanden, ob ein globaler Gegenschlag durch die Amerikaner gefolgt wäre.
Woher ich das weiß, kann ich nicht schreiben, doch genau das haben hohe Militärs ebenfalls behauptet."

sagst Du mir nichts Neues. Das war bekannt. Europa wäre das Schlachtfeld gewesen und nicht in erster Linie die USA oder die /damalige Sowjetunion.

Nicht zuletzt deshalb wichen ja auch die Einschätzungen der in der Euro-Group zusammengefassten Nato-Staaten nicht selten von denen der Amerikaner ab. Es war daher schon eine Entscheidung von Gewicht, dass etwa der Nato-Generalsekretär nicht auch noch aus den USA kam, sondern aus einem der europ. Nato-Staaten.

Und parallel dazu gab es auf militärischer Ebene ja auch einen europäischen Militär-Vertreter, der die besonderen europäischen Interessen im Nato-Militärausschuss zur Geltung brachte.

Und das wiederum war nicht zuletzt ein Verdienst des seinerzeitigen Verteidigungsministers und späteren Bundeskanzlers Schmidt. In diesem Zusammenhang erwähne ich auch Henry Kissinger, dessen Zusammenarbeit mit Schmidt eine zusätzliche Dynamik entfaltete.

Mir ist auch bewusst, warum die CSSR und das Regime von Alexander Dubcek nicht zu retten waren, weil man sich zu jener Zeit darauf verständigt hatte, dass die ehemalige CSSR eben im sowjetischen Einflussgebiet lag.

Schlussendlich, und das möchte ich dann auch noch - nicht zuletzt im Hinblick auf die sonstigen Themen des Hilferuf-Forums anmerken:

Wenn Du diese moralische Messlatte, die Du an den BP anlegst, an andere politische Repräsentanten hältst, dann bleibt niemand mehr übrig, den man als untadelig bezeichnen kann.

Du hebst hier Willy Brandt hervor, den ich auch sehr geschätzt habe und für den ich auf die Straße ging. Für viele aber, bis hinein in seine Partei, verlor er deutlich an Glanz und persönlicher Glaubwürdigkeit durch die Art und Weise, wie er damals seine Angetraute abservierte.

Dazu gab es gerade in jüngster Zeit Äußerungen seines Sohnes Peter, die nicht dazu angetan waren, Willy Brandt in den Zustand irdischer Unfehlbarkeit zu heben.

Wir sind und bleiben Menschen, mit all unseren Unzulänglichkeiten und Widersprüchen.
Das gilt für die Konservativen, die sich auf christliche Werte berufen und sie beugen, wenn es ihnen persönlich zum Vorteil gereicht. Beispiele dafür drängen sich alltäglich auf.

Und das gilt genauso für die System-Kritiker, etwa die Gewerkschaftler, die allzeit die Interessen des "kleinen Mannes" im Munde führen und selbst an den Tischen der Mächtigen sitzen und nicht nur die Brotsamen dabei aufsammeln, sondern sich reichlich bedienen.

Ich sehe keine Lösung, wie dem zu begegnen wäre. Wollten wir das ändern, müssten wir wahrscheinlich alle in die Kleidung von Revolutionären steigen.

Dann aber und das wäre das geringste Übel, würden wir beide uns hier gar nicht mehr fetzen dürfen, sondern andernorts und tatkräftig mitwirken.
Maulheldentum ist einfach. Anpacken und Mitmachen ist mühsam.

Bekanntlich aber ist der Fortschritt eine Schnecke, und das trifft auch auf die Demokratie zu.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach meinem Wissen hat sich Herr Gauck nicht beworben. Wenn ich richtig lese, wurde der parteilose Herr Gauck von CDU/CSU, FDP, SPD und den Grünen als gemeinsamer Kandidat vorgeschlagen.
Ja er wurde regelrecht gezwungen! 🙄🙂

Und die 15. Bundesversammlung wählte ihn mit 991 von 1228 gültigen Stimmen. Wo soll da Kungelei stattgefunden haben?
Die Kungelei fand vorher statt.
Er war z.B. nicht der Wunschkandidat von Frau Merkel oder der CDU.
Es war also taktische Überlegung, weil noch eine Rechnung aus der Wulffwahl offen stand und die Kanzlerin eine Mehrheit haben musste.
Sie würde beschädigt, wenn sie unterlegen wäre in ihrem Vorschlag.

Zudem sollte demonstrativ die Linke ausgegrenzt werden.

Und die SPD wollte auch mal einen Erfolg...🙂

Und auch wenn während des Wahlvorgangs eine offene Aussprache stattfand, so stand es jedem Mitglied der Bundesversammlung frei, sich selbst eine Meinung zu bilden. Und Diskussionen wird es gegeben haben.
Hast du mich nicht verstanden?
Eine Aussprache ist nicht zulässig!
Zudem gibt es den Fraktionszwang.


Daß seine familiären Verhältnisse zur Frage veranlassen: „wie verträgt sich das mit dem Leben als Christ?“ ist legitim. Jedoch wurde er nicht zum Kandidaten für ein Kirchenamt vorgeschlagen. Und selbst wenn die evang. Kirche an seinem Lebensstil nichts Merkwürdiges findet, so diskreditiert dies eher die Einstellung der Kirche. Aber das ist keine Frage in Bezug auf das Amt des Bundespräsidenten.
Der Charakter und die Wertevorstellungen also damit die Glaubwürdigkeit, sind den meisten Menschen schon die Frage wert, wer sie da vertritt.
Du willst mir doch jetzt nicht sagen, dass das keine Rolle in einer Urwahl gespielt hätte, oder?

Und selbst die, die ihn gewählt hätten, wären jetzt über seine Äußerungen so schockiert, dass für sie eine Wiederwahl nicht infrage käme. So gibt es keine möglichkeit ihn abzuwählen.
Höchst undemokratisch...


Wenn Herr Gauck Christsein als eine humanistische Lebensform mit christlichen Elementen versteht, kann ich ihm eine Authentizität nicht absprechen.
Autsch! Das ist ja schon ein „Blutgrätsche“!
Gerade du verbiegst dich jetzt aber schon sehr... 😉
Schaffst du noch hoch oder braucht du Hilfe... 😀
Warst du es nicht der dem Begriff Christ eine absolut dogmatisch, intolerante und fundamentalistische Deutung gabst in anderen Strängen?

Und über deinen Begriff "Authentizität" habe ich mich köstlich amüsiert... Kompliment! Gut ausgedrückt... 🙂

Aber zu was man alles bereit ist, wenn es darum geht, einen unliebsamen Widersacher zu widerlegen...
 
Wenn ich Eiferer wäre, hätte ich in meinen Aufgaben versagt... 😉
Also ich finde schon, dass Du sehr eifrig bist....


Du erzeugst hier eine imaginäre Ehrverletzung und generierst eine Unantastbarkeit, die nach dem Rechtssystem der BRD nicht gegeben ist. Tatsachenbehauptungen fallen nicht unter den Schutz des Persönlichkeitsrechts.
Wenn's wieder so weit ist, verlege ich meinen Wohnsitz weiter westlich...
Also Dein Vergleich mit dem Kinderschänder fällt deutlich aus dem Rahmen einer bloßen Tatsachenbehauptung.


Ich glaube aufgrund deiner Aussage kaum, dass mir etwas entgeht...
Auch das habe ich dir bereits beantwortet...
Er ist der erste Pfarrer, der so lebt, der Pfarrer ist, und Bundespräsident ist!
Übrigens Pfarrer bleibt man nach Beamtenrecht.

Wenn da jemand Pfarrer ist und Gebote missachtet die er lehrt, dann finde ich das schlimm und heuchlerisch, wobei die Heuchelei ja im System selbst liegt.

Wie? Man darf einen Machtapparat Kirche nicht an den Taten und Worten messen, die sie selbst propagieren... Zumal das ja auch Voraussetzung der Wahl war...
Denn Gauck spielte diese Karte auch zu gerne aus, oder hätte man einen Autoschlosser zum Bundespräsidenten gewählt?
Na ja... wenn ich so nachdenke... ein Dachdecker wurde in der DDR Staatsratsvorsitzender.

Die Kirchen haben doch große Macht in der Politik.
Und ich muss nicht Bäcker sein, um Brot essen zu dürfen... um auf die angebliche Unzulässigkeit von Kritik zu kommen.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Gauck zum BP gewählt wurde, weil er ein vorbildlicher Pfarrer bzw. Christ war. Er hat sein Amt als Pfarrer aus humanistischer Sicht gut ausgeübt - ob man das aus christlicher Sicht ebenfalls sagen kann, ist was anderes.

Höchst interessant ist für mich, dass keiner von den Gauckfans, Verdienste benennen kann... Seltsam...
Wäre doch mal interessant zu wissen, was ihn für den Posten auszeichnete und was er bisher leistete.

Da solltest Du die Bundestagsabgeordnete, die ihn wählten, sowie die vorschlagenden Parteien befragen.
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Es wäre schön, Rhenus, wenn christliche Maßstäbe an die Repräsentanten des Volkes gelegt würden. Würde man dies auch beim BP tun, hätte Herr Gauck nicht gewählt werden dürfen und auch die evang. Kirche müsste ins Grübeln kommen. Da aber selbst die evang. Kirche Probleme hat, christliche Maßstäbe ihrem Handeln zugrunde zu legen, da auch die Repräsentanten des Volkes diesem Maßstab nicht genügen müssen, ist es auch nicht verwunderlich, dass eben christliche Maßstäbe bei politischen Ämtern nicht gelten. Also kann auch die Nichteinhaltung nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn es um die Wahl zum BP geht.
Ist denn Dein berechtigter Vorwurf Herrn Gauck gegenüber, er würde den christlichen Maßstäben nicht gerecht, Dein einziger fachlich/sachlicher Vorwurf?

LG, Nordrheiner
 
Ja er wurde regelrecht gezwungen!
Worin soll denn der Zwang bestanden haben?

Die Kungelei fand vorher statt.
Er war z.B. nicht der Wunschkandidat von Frau Merkel oder der CDU.
Es war also taktische Überlegung, weil noch eine Rechnung aus der Wulffwahl offen stand und die Kanzlerin eine Mehrheit haben musste.
Sie würde beschädigt, wenn sie unterlegen wäre in ihrem Vorschlag.

Zudem sollte demonstrativ die Linke ausgegrenzt werden.

Und die SPD wollte auch mal einen Erfolg...🙂

Taktische Überlegungen sind noch nicht ausreichend, um Kungelei zu begründen.


Hast du mich nicht verstanden?
Eine Aussprache ist nicht zulässig!
Zudem gibt es den Fraktionszwang.

Da stellt sich umgekehrt die Frage, worin der Vorteil gesehen wurde, Herrn Gauck zum BP zu wählen - gegenüber welchen anderen Kandidaten? Nur der Grund "die SPD braucht auch mal einen Erfolg" erscheint mir nicht ausreichend zu sein.

Der Charakter und die Wertevorstellungen also damit die Glaubwürdigkeit, sind den meisten Menschen schon die Frage wert, wer sie da vertritt.
Du willst mir doch jetzt nicht sagen, dass das keine Rolle in einer Urwahl gespielt hätte, oder?
was in einer Urwahl eine Rolle gespielt hätte, ist Spekulation. Christliche Wertmaßstäbe sicher nicht.

Und selbst die, die ihn gewählt hätten, wären jetzt über seine Äußerungen so schockiert, dass für sie eine Wiederwahl nicht infrage käme. So gibt es keine möglichkeit ihn abzuwählen.
Höchst undemokratisch...

Was macht Dich da so sicher, dass die Abgeordneten, die ihn damals wählten, heute über seine Äusserungen schockiert sind? Es mag einige geben, die mit seinen aktuellen Äusserungen nicht einverstanden sind, aber das betrifft sicher mehr seine politischen Äusserungen als seine Einstellung als "Christ".

Autsch! Das ist ja schon ein „Blutgrätsche“!
Gerade du verbiegst dich jetzt aber schon sehr... 😉
Schaffst du noch hoch oder braucht du Hilfe... 😀
Ich bin kein Gauck-Fan. Deiner persönlichen Kritik stimme ich sogar zu. Da muß ich mich nicht verbiegen.
Warst du es nicht der dem Begriff Christ eine absolut dogmatisch, intolerante und fundamentalistische Deutung gabst in anderen Strängen?
Wenn es darum geht, sein Christsein in Augenschein zu nehmen, habe ich bei Herrn Gauck so meine Fragezeichen. Richtig. Nur sind christliche Maßstäbe für politische Ämter nicht ausschlaggebend. Jetzt könnte man immer noch Authentizität als Kriterium hinzuziehen. Auch da würde er bei mir durchfallen, wenn er sich als Christ präsentiert. Als christlicher Pfarrer, der nur ihm gefällige Teile des NT's zu vertreten scheint, passt er aber in die evang. Kirche, die ebenfalls schon lange vom Kurs abgewichen ist. Insofern ist er wieder authentisch = zur evang. Kirche passend.

Aber zu was man alles bereit ist, wenn es darum geht, einen unliebsamen Widersacher zu widerlegen...

Ich mag Dich doch, Rhenus. Nur fällt mir auf, dass Du christliche Argumente an der falschen Stelle auftischst. Wenn Du den "Fall Gauck" zum Anlass nimmst für (D)eine Forderung, politische Ämter nur mit authentisch lebenden Christen zu besetzen, bin ich voll hinter Dir. Dann ist auch Deine Kritik an Herrn Gauck berechtigt.

LG, Nordrheiner
 
Zitat von Rhenus Ja er wurde regelrecht gezwungen!

Nordrheiner:
Worin soll denn der Zwang bestanden haben?

Du, da war ein Zwinker dran, es war Ironie! 😉
Gauck versteht sich darzustellen und schmückt sich gerne mit fremden Federn...
Er faselt von Freiheit und meint die des Turbokapitalismus.
Ich frage mich welche Freiheiten Arbeitslose haben?
Oder kleiner Unternehmer die von Konzernen geschluckt werden.

Ich habe noch nie etwas gehört was Aufstockern Mut macht, oder Leiharbeitern.
Er bezeichnet Initiativen von jungen Leuten „dumm“...

Er ließ sich als Widerstandskämpfer loben, obwohl er erst dazu kam, als es sicher war...
Und meinst du nicht, dass er da auch seinen Bonus der Kirche mit einbrachte...?

Rhenus:
Die Kungelei fand vorher statt.
Er war z.B. nicht der Wunschkandidat von Frau Merkel oder der CDU.
Es war also taktische Überlegung, weil noch eine Rechnung aus der Wulffwahl offen stand und die Kanzlerin eine Mehrheit haben musste.
Sie würde beschädigt, wenn sie unterlegen wäre in ihrem Vorschlag.

Zudem sollte demonstrativ die Linke ausgegrenzt werden.
Und die SPD wollte auch mal einen Erfolg... 🙂


Taktische Überlegungen sind noch nicht ausreichend, um Kungelei zu begründen.

Etwas in geheimer Absprache entscheiden, abschließen um Posten kungeln... Sagt der Duden.
Genau das geschah!

Rhenus:
Hast du mich nicht verstanden?
Eine Aussprache ist nicht zulässig!
Zudem gibt es den Fraktionszwang.

Da stellt sich umgekehrt die Frage, worin der Vorteil gesehen wurde, Herrn Gauck zum BP zu wählen - gegenüber welchen anderen Kandidaten? Nur der Grund "die SPD braucht auch mal einen Erfolg" erscheint mir nicht ausreichend zu sein.
Seine Wirtschaftsfreundlichkeit und ich schrieb, dass Präsidenten gemacht werden...
Im Falle Gauck war wieder einmal die allmächtige Springerpresse...
Das steht im Zusammenhang mit Wulff.

Angeblich hat Springer-Chef Matthias Döpfner bei dem damaligen FDP-Chef Philipp Rösler angerufen und für die Wahl Gaucks zum neuen Bundespräsidenten geworben.
Und Fakt ist... es war die FDP, die später erheblichen Druck auf die Union ausübte, für den von SPD und Grünen ins Spiel gebrachten Kandidaten zu stimmen. Es ist bekannt und ich schrieb es auch, dass sich Gauck und Merkel gut kennen, ob sie sich mögen... darf wohl bezweifelt werden.

So, da stellt sich doch für micht die Frage sowohl nach Kungelei wie eben auch nach der demokratischen Legitimation, wenn Abgeordneten vor vollendete Tatsachen gestellt werden, was Burbacher nicht verstehen will.
Wenn also ein erlesener Kreis einen Kandidaten durchdrücken oder niederschreiben( Wulff) dann sehe ich persönlich keine demokratische Legitimation mehr in diesem Wahlverfahren...
Und darum geht es mir...

Rhenus:
Der Charakter und die Wertevorstellungen also damit die Glaubwürdigkeit, sind den meisten Menschen schon die Frage wert, wer sie da vertritt.
Du willst mir doch jetzt nicht sagen, dass das keine Rolle in einer Urwahl gespielt hätte, oder?


was in einer Urwahl eine Rolle gespielt hätte, ist Spekulation. Christliche Wertmaßstäbe sicher nicht.
Aber natürlich!
Du scheinst die Macht der Amtskirchen absolut zu unterschätzen.
Sie natürlich nicht alleine, doch die Interessen sind Deckungsgleich mit Wirtschaft, Kapital, Finanzwirtschaft und Großbürgertum.
Und wenn die Genossen von der SPD das wittern, dann möchten sie nicht zu den „Schmuddelkindern“ gehören und fühlen sich geschmeichelt bei Hofe vorgelassen und eingenordet zu werden (G. Schröder)

Nur es ist nicht die Kirche wie du und ich sie gerne hättest, das stimmt!

Rhenus:
Und selbst die, die ihn gewählt hätten, wären jetzt über seine Äußerungen so schockiert, dass für sie eine Wiederwahl nicht infrage käme. So gibt es keine möglichkeit ihn abzuwählen.
Höchst undemokratisch...

Was macht Dich da so sicher, dass die Abgeordneten, die ihn damals wählten, heute über seine Äusserungen schockiert sind? Es mag einige geben, die mit seinen aktuellen Äusserungen nicht einverstanden sind, aber das betrifft sicher mehr seine politischen Äusserungen als seine Einstellung als "Christ".

Also, wir beißen uns immer noch an der einen Sache fest, seine "Vielweiberei..."
Von mir aus kann der 10 Frauen gleichzeitig haben, wenn er nicht, und das schrieb ich früh, seine Freundin als „First Lady“ führt, sie davon partizipiert und seine Ehefrau daraus Nutzen der Versorgung zieht.


Ich finde es geschmacklos und entwürdigend für seine Frau das ertragen zu müssen selbst dann, wenn sie das vielleicht nicht stört... Jedenfalls offiziell nicht.
Für mich ist das eben auch sein Frauenbild was grotesk und anmaßend ist.
Mich würde mal interessieren, welche Steuerklasse er führt? 😀


Denn der Normalbürger wird sofort vom Finanzamt behelligt, wenn man im Folgejahr der Trennung nicht die Steuerklasse ändert. 😉

Also mir geht es nicht um christliche Deutung, wäre er ein DGB Funktionär, und würde diese Äußerungen und Lebensphilosophie leben, dann wäre meine Kritik gleich.

Es geht mir nur darum, seine Doppelzüngigkeit und Unglaubwürdigkeit darzustellen, der eben nur auf seinen Vorteil und sein einseitiges Weltbild und die gefährliche Lüsternheit deutsche Soldaten in den Krieg zu senden, bedacht ist.

Mich widerte diesen Hype mit Nominierung und vorgezogenen Seligsprechung an, wo dieser Mann kaum Mitgefühl zeigt mit Armut, Entrechtung und Chancenlosigkeit.
Er hat vergessen, wo er her kam und wer ihn unterhalten hat.

Dass er immer schon, so wird unterstellt (ich weiß es nicht, ist auch egal) Frauengeschichten hatte, ist allenfalls Sache der Kirche, die ja eben auch selbst gerne Wein säuft und Wasser für andere predigt...

Er ist daher vielmehr für mich der Präsident der Reichen!
Und ich amüsiere mich köstlich, wie einige das auf Biegen und Brechen geradezimmern wollen.
Und wie z.B. Frau A. Schwarzer diesen Mann wählte?
Darüber bin ich so erfreut, dass ich mich auf die Schenkel klopfen könnte...

Das du Nordrheiner nicht dazu gehörst, war mir schon klar, darum verzeih mir, wenn ich dich rhetorisch etwas in die Pflicht nahm, dich zu den Werten zu bekennen... 😉

Etwa 69% würden den Bundespräsidenten lt. einer früheren Umfrage der Frankfurter Allgemeinen gerne selbst in Urwahl wählen. Das gibt doch Hoffnung oder?
 
Rhenus,

Du schreibst:

"Etwa 69% würden den Bundespräsidenten lt. einer früheren Umfrage der Frankfurter Allgemeinen gerne selbst in Urwahl wählen. Das gibt doch Hoffnung oder?"

Damit aber wäre kein Problem gelöst.

Zunächst: In unserer Verfassung ist das Amt der Bundeskanzlerin/des Bundeskanzlers mit weitaus mehr Macht ausgestattet als das des Bundespräsidenten/der Bundespräsidentin.
Bei einer Direktwahl des BP durch das Volk und damit einer höheren Legitimation als des Bundeskanzlers/der Bundeskanzlerin bedürfte es einer Korrektur dieses Amtes, was zugleich und wiederum die Stellung das Parlaments berührte.
Ergo wäre die Direktwahl der Regierungschefin, des Regierungschefs an der Tagesordnung, womit wir zugleich ein neues Fass aufmachen würden, stünde doch die Frage an, ob dann nicht wiederum der Bundestag zu einer reinen Abnickungs-Kammer verkäme.

Gelöst also wäre keine der aufgeworfenen Fragen.

Burbacher
 
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