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Ausweg aus der Pornosucht

Hi ^^


Wenn es sich für Dich richtig anfühlt und Du der Meinung bist, dass dies einer der Gründe sein kann, dann hast Du auf jeden Fall schon sehr viel Basiswissen erlangt, um damit weitermachen zu können. Das ist schön. 🙂 Darauf kann man aufbauen. Denn, und das ist sehr wichtig zu wissen, auch wenn es eventuell die Möglichkeit gibt, dass es die falsche Richtung ist und eventuell andere Ursachen hat, oder in eine andere Richtung gehen könnten, ist es ein wichtiger erster Schritt, den Du gehen solltest, auf dem Weg zur Selbsterkenntnis. Denn auch wenn Du mal hier und da vom Weg abkommst, weil Du vielleicht etwas "überinterpretierst" oder zerdenkst, ist ein "falscher Weg" immer auch eine wichtige Erfahrung, die Dich weiterbringt. Alles ist besser als Stillstand und die ewige Hoffnung nach Erlösung, obwohl man sich nur selbst zu etwas drängt, was man gar nicht will. Frei nach Adel Tawils Song "Stadt" - Zitat:
Wo find' ich Halt, wo find' ich Schutz? Der Himmel ist aus Blei hier
Ich geb' keine Antwort mehr auf die falschen Fragen
Die Zeit ist rasend schnell verspielt und das Glück muss man jagen



Willkommen im Club. 😕 Mir ging es damals nicht groß anders.


Puh, hier hast Du einen richtig miesen wunden Punkt bei mir erwischt. Mir geht es genauso. Alles was ich von mir gebe, wenn ich denn mal in einer Gesprächsrunde rede, fühlt sich an wie erzwungen und in meinem Hinterkopf existiert nur der Gedanke: Warum rede ich eigentlich? Mir hört doch eh keiner wirklich zu und ernst nimmt mich auch keiner. Dementsprechend kann ich Dich sehr gut verstehen. Zumindest in diesem Punkt. Auch was die Emotionen angeht. Wobei bei mir Wut und Hass in Schüben kommen, wenn ich bspw. entspannt im Bett liege. Dann geht das Kopfkino an und dann bin ich froh, wenn in dem Moment niemand in meiner Nähe ist, weil ich dann Angst vor mir selbst bekomme, weil ich diese Schübe nicht wirklich kontrollieren kann.


Es würde wohl zu weit führen und den Rahmen des ganzen sprengen, deshalb versuche ich mich mal kurz zu fassen: Ich bin ein Langzeit-Opfer von Narzissmus. Meine Mutter hat mich 36 Jahre lang manipuliert und klein gehalten. Ich durfte absolut gar nichts ohne ihre Zustimmung. Entwicklung im normalen Bereich, so wie sich jeder normale Mensch entwickelt, mit Freundschaften knüpfen, Mädchen kennen lernen, Interaktion lernen, sich auch mal prügeln, um seinen Gesellschaftlichen Standpunkt klar zu machen, Ziele im Leben fassen, darauf zu arbeiten. Alles unmöglich. Denn das was man unter einer stabilen Beziehung zu seinen Eltern versteht, die einen lieben, schützen und unterstützen sollten, gab es bei mir in der Familie nicht.
Ich habe schon sehr früh Depressionen gehabt, was ich aber damals natürlich noch nicht wusste und erst im Nachhinein über mich selbst erfuhr. Ich wollte schon früh sterben, oder einfach weg laufen, konnte es aber nicht. Nicht einmal als Erwachsener.
Das Internet half mir, mich selbst begreifen zu lernen, indem ich in Chats mit anderen Menschen in Kontakt trat, lernte dort mich mitzuteilen, eine eigene Meinung zu festigen und mich auch mal behaupten zu können, wenn es sein muss. Aber eben alles nur Online. So viel dazu.

Ganz nebenbei: Vielleicht hilft es Dir ja, mit Deiner Partnerin ganz offen darüber zu reden und sie zu fragen was sie über Pornos denkt. Ob sie jemand ist, die sich auch mal hin und wieder zur Stimulation etwas anschaut. Es würde dem Suchtmittel vermutlich die "Allmacht" über Dich nehmen, wenn Du durch Deine Partnerin lernst, dass der Konsum allein nicht die Sucht macht, sondern die Haltung und Denkweise gegenüber den Pornos. Dass Du den Konsum nicht von 0 auf 100 sofort einstellst, sondern es langsam ausschleichst und am besten mit Deiner Partnerin zusammen, um auch ihre Reaktion zu erleben und an ihr und durch sie zu lernen, dass Pornos okay sind, aber kein Lebensinhalt sein sollte.
Nur so ein Gedanke von mir.

Ich mag Pornos auch, btw. 😁 Aber für mich sind sie ästhetische Meisterwerke, die man aus mehreren Perspektiven betrachten sollte. Ist aber nur meine Meinung. 😗
Das mit deiner Mutter tut mir Leid für dich. Aber es freut mich, dass du dich auf den Weg gemacht hast und dich schon so viel besser verstehst und mit den Themen umgehen kannst. Das du dich, auch hier, behauptest und dich und deine Unabhängigkeit entdeckst!

Ich glaube auch, dass die Pornos bei mir jahrelang eine wichtige Funktion hatten. Sie haben mich eben vor einer Depression oder ähnliches geschützt, glaube ich. Aber am Ende habe ich nur ein Übel durch ein anderes getauscht.
Das mit dem chaten hier, hilft mir auch sehr. Komischer Weise kann ich hier viel besser ehrlich sein und schreiben was in mir vorgeht. Liegt vielleicht an der Anonymität. In der wirklichen Welt hab ich dann wieder zu viel Angst vor möglichen Konsequenzen.

Mit meiner Freundin und den Pornos ist es schwer. Das hatte ich hier schon geschrieben. Meine Freundin hat auch ihre Themen. Die Mischung aus meinen und ihren Themen hat bei ihr dazu geführt, dass sie sich von mit 0,0 wünscht, was ich auch verstehen kann. Spannend ist wie ich dazu stehe. Aus dem Suchtaspekt ist das definitiv der richtige Weg. In jüngeren Jahren habe ich auch Pornos ohne schlechtes Gewissen geschaut. Vielleicht lebe ich über die Pornos einen Teil meiner Sexualität aus, den ich im realen Leben nicht auslebe oder ausleben kann. Die negativen Aspekte sind aber größer.
 
Das mit deiner Mutter tut mir Leid für dich. (...)
Danke. ^^ Ja, es war ein langer Weg, aber inzwischen könnte ich das, was ich hier schreibe auch einem Menschen direkt in's Gesicht sagen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich mich in der Realität so gut gut zurückhalten könnte. .....

(...) Aber am Ende habe ich nur ein Übel durch ein anderes getauscht.
Das würden viele Ehemänner bezüglich ihrer Ex-Frauen so unterschreiben. .. XDD
Sorry, aber den Spruch konnte ich mir nicht verkneifen. 🤐

Bezüglich deiner Freundin finde ich das etwas schade, dass sie sich von Dir so gar nichts wünscht, dass auch Du scheinbar(?) keine Wünsche an sie hast und ihr eure Beziehung einfach so lebt. Nur was Du meintest, dass Du eventuell über die Pornos Deine unerfüllten Wünsche "auslebst", das klingt interessant. Ist Deine Freundin wenig bis gar nicht experimentierfreudig?
 
Bezüglich deiner Freundin finde ich das etwas schade, dass sie sich von Dir so gar nichts wünscht, dass auch Du scheinbar(?) keine Wünsche an sie hast und ihr eure Beziehung einfach so lebt. Nur was Du meintest, dass Du eventuell über die Pornos Deine unerfüllten Wünsche "auslebst", das klingt interessant. Ist Deine Freundin wenig bis gar nicht experimentierfreudig?
Nein. Das stimmt so nicht. Meine Freundin sagt mir sehr oft was sie sich wünscht und definiert auch ihre Grenzen. Manchmal denke ich, aber das ist nur eine Vermutung, dass sie Wünsche und Grenzen zieht aus ihren inneren Ängsten und Zwängen. Deswegen kann es sein, dass die manchmal etwas "drüber" oder fordernd sind. Ich glaube ich bin dann das Problem. Ich sage ihr halt nicht, dass ich anderer Meinung bin. Oder das sich dieses oder jenes nicht gut für mich anfühlt. Oder das ich was anderes machen will....ich stimme dann oft zu um sie nicht zu verletzen und das sie nicht sauer ist. Das sind dann aber oft Entscheidungen, die sich für mich nicht gut anfühlen. Wo ich mich bevormundet oder nicht gesehen oder verstanden fühle. Und dann kommen die unguten Gefühle. Das Problem ist aber, dass ich nicht den Mund aufmache.
Im Allgemeinen und wenn ich meine Bedürfnisse spüre, sage ich schon immer öfter was ich denke oder wie ich die Sache sehe. Bei dem Thema Sucht und Pornos fällt mir das aber auf Grund der Schuld- und Schamgefühle sehr schwer
Zum Thema Experimentierfreudigkeit glaube ich gar nicht, dass sie so prüde ist. Auch ihr bin ich eher das Problem weil ich die Wünsche nicht anspreche.
 
komischer Weise ist es heute bezogen auf den Druck ein sehr guter Tag. Ich stelle gerade fest, dass ich heute überhaupt nicht daran denke. Zum einen war heute doch etwas mehr auf Arbeit, zum anderen hilft mir der Austausch hier.... vielleicht liegt es aber auch an dem "Teilrückfall"...
 
Vielen Dank!
Ich versuche es anzunehmen. Das fällt mir schwer. Ich bin da irgendwie sehr schwarz-weiß unterwegs. Ich habe konsumiert und ich wollte (darf) es nicht. Deswegen ist es schlecht.
Da werden meine Glaubenssätze getrikert. Ich muss perfekt sein. Ich darf nichts falsch machen. Ich muss die Erwartungen zu 100% erfüllen.... so was in die Richtung.
Und deswegen kann ich das für mich schwer als Erfolg annehmen. Aber ich versuche es.

Heute läuft es bezogen auf den Konsum und das Verlangen bisher gut. Ich hatte bis jetzt auch mal wieder gut zu tun auf Arbeit und bin abgelenkt. Im allgemeinen fühle ich mich heute ziemlich leer, nieder- und abgeschlagen. Ich bin total müde und habe Kopfschmerzen. Das könnte aber auch der Dopaminentzug sein....
Genau dieser Perfektionismus ist der größte Auslöser für Suchtverhalten.

Du musst für niemand perfekt sein, das solltest du dir wirklich mal klar machen!
Außerdem sind Perfektionisten i.d.R. keine guten Freunde, Mitarbeiter und Kollegen, sondern eher nervig....😉

Und für eventuelle Rückfälle brauchst du dich auch nicht zu schämen, das nützt nämlich weder dir noch sonst wem.
Rückfälle gehören zu einer Sucht nunmal dazu!
Und wenn es so ist, daß du rückfällig geworden bist, dann solltest du vielleicht über das Warum nachdenken, anstatt dich minderwertig zu fühlen.

Genau für solche Situationen sind Selbsthilfegruppen übrigens wirklich eine große Hilfe.
Also informiere dich einfach mal, wo es in deiner Nähe Gruppen für Onlinemedien-und Pornosüchtige gibt.
Das wäre viel konstruktiver, als dich selbst so runter zu machen, wie du es leider machst...
 
Und wenn es so ist, daß du rückfällig geworden bist, dann solltest du vielleicht über das Warum nachdenken, anstatt dich minderwertig zu fühlen.
Ja, das denke ich auch.
Sich danach in Schuld- und Schamgedanken zu zerfleischen ist zwar verständlich, finde ich, aber keine Verantwortungsübernahme. Verantwortung bedeutet zu versuchen, die Situation zu verstehen, Konsequenzen anzunehmen, zu überlegen, wie es beim nächsten Mal besser laufen könnte.
Aber ich verstehe auch, wenn man das nicht immer so schafft, schaffe ich auch nicht.
 
Im Allgemeinen und wenn ich meine Bedürfnisse spüre, sage ich schon immer öfter was ich denke oder wie ich die Sache sehe. Bei dem Thema Sucht und Pornos fällt mir das aber auf Grund der Schuld- und Schamgefühle sehr schwer
Dann würde ich an Deiner Stelle wohl erst einmal an diesem Punkt ansetzen und Schritt für Schritt mit Hilfe Deiner Freundin daran arbeiten. Vielleicht wäre ein erster großer Schritt in diese Richtung, ihr diesen Thread zu zeigen und es ihr zu überlassen, wie sie das ganze aufnimmt und zu schauen, ob und wie sie Dir hier helfen kann. 😊

Außerdem sind Perfektionisten i.d.R. keine guten Freunde, Mitarbeiter und Kollegen, sondern eher nervig....😉
Ich fühle mich persönlich angesprochen und gemobbt! 🧐☝️😣
 
Ich fühle mich persönlich angesprochen und gemobbt! 🧐☝️😣
Anwesende sind natürlich nicht gemeint!😊

Weißt du, ich kenne Perfektionisten eben leider als ziemlich unentspannte Zeitgenossen, die diese perfektionistische Weltsicht auch allen anderen in ihrer Umgebung aufdrängen wollen.
Und das ist natürlich nervig.
Aber wenn du nicht so bist, dann ist ja alles gut...

Außerdem ist Perfektionismus auch eine sehr unrealistische Art, das Leben zu sehen.
Denn in Wirklichkeit gibt es auf der Erde und im Universum überhaupt gar nichts, was perfekt ist!
Und Lebewesen schon gar nicht....

Ist ja auch klar: wenn irgendein Stern, oder ein Lebewesen perfekt ist, dann kann dieser Stern oder Organismus sich ja entweder gar nicht mehr verändern, oder nur zum Schlechteren.

Und so funktioniert das Leben nunmal nicht, denn das Leben auf der Erde ist schließlich ständigen Veränderungen unterworfen.
Und diese Veränderungen sind entweder vorteilhaft für bestimmte Lebewesen, und manchmal auch nicht...

Sonst wären evolutionäre Veränderungen von Tieren und Pflanzen doch auch gar nicht möglich, wenn diese schon von Haus aus"perfekt" wären...
Ein Paläontologe hat das mal so ausgedrückt:
"Nature makes the living organism good enough, but not perfect!"
Und genauso kann das, was ein Mensch in und mit seinem Leben macht, auch nie wirklich perfekt sein.
Und daß ist auch gut so....
 
Anwesende sind natürlich nicht gemeint!😊
Dann ist ja gut. 😝🥲

Weißt du, ich kenne Perfektionisten eben leider als ziemlich unentspannte Zeitgenossen
Das ist natürlich sehr schade, dass Du nur solche Perfektionisten kennst. Ich persönlich bin mehr auf mich selbst gerichtet, man könnte das schon als Tic bezeichnen. Es gibt Dinge, die kann ich bspw. nicht krumm liegen oder hängen lassen, weil mich das immer und immer wieder dort hin zieht, bis der Gegenstand möglichst gerade ist. Der Schlüssel meines Bücherschranks, zum Beispiel. Das macht mich selbst schon wahnsinnig, aber ich komme da nicht gegen an. 🥲

Außerdem ist Perfektionismus auch eine sehr unrealistische Art, das Leben zu sehen.
Denn in Wirklichkeit gibt es auf der Erde und im Universum überhaupt gar nichts, was perfekt ist!
hmmmmmmmm ...... 🤔🤔🤔
Würde ich so nicht unterschreiben. Allerdings liegt Perfektion ja auch im Auge des Betrachters und in seiner/ihrer Sicht auf die Dinge. Aber das wäre wieder ein Thema für einen anderen Thread.

Und damit mein Beitrag nicht wieder gelöscht wird, weil ich den TE nicht anspreche: @auf der Suche nach dem Weg Hast Du schon mit Deiner Freundin reden können? ^^
 
Hallo!

Mein Name ist Andreas. Ich bin 47 und gerade wieder einmal sehr rat- und mutlos. Eigentlich weiß ich auch noch gar nicht recht, was ich mir davon erhoffe die Zeilen hier zu schreiben. Vielleicht möchte ich einfach mal meine Gedanken teilen. Die Überschrift verrät ja schon das Thema. Ich suche einen Weg aus meiner Pornosucht.
Das Problem beschäftigt mich schon sehr lang. Ich habe im Alter von 14 Jahren angefangen Pornos zu schauen und habe es bis jetzt nicht geschafft damit aufzuhören. Bis 2021 (also knapp 30 Jahre nach dem Beginn) bin ich unreflektiert durch mein Leben gesteuert und habe in den schlimmsten Zeiten mehrmals täglich Pornos konsumiert. Das hat am Ende dazu geführt, dass meine Ehe gescheitet ist und ich nun keinen Kontakt mehr zu meinen Kindern habe. Ich habe mich dann auf den Weg gemacht. Ich habe Therapien gehabt, an coachings teilgenommen, war in Selbsthilfegruppen und in medizinischer Behandlung. Ich habe dabei viel über mich gelernt. Über meine Selbstwertprobleme, über die Dinge die in meiner Vergangenheit nicht gut waren. Ich kann mein Suchtverhalten besser reflektieren und analysieren und weiß warum ich das "brauche".
Hallo Andreas,

ich kenne dein Problem mit der Pornosucht nur zu gut. Ich bin selbst davon betroffen. Ich habe die Abhängigkeit seit mittlerweile 23 Jahren und komme auch wie du nur sehr schwer davon weg. Im Jahre 2015 stieß ich das erste mal auf den Begriff Pornosucht. Bis dahin sah ich mich als völlig normal. 5 Jahre später kamen die ersten richtigen Probleme dazu. Ich wurde zunehmend aggressiver und ließ es an Leuten aus, die mit der Sache gar nichts zu tun hatten. Erste Abmahnungen auf Arbeit kassierte ich dadurch. Ich wusste nicht (mehr) wie ich mich verhalten sollte. Das war im Jahre 2021 wo ich auch anfing erste Coachings zu machen. Darunter Flirtcoachings, NLP, BDSM (Entwicklung durch Schmerz), Familienaufstellungen, Hypnose, NoFap-Coachings und und und... Immer wieder wurde ich rückfällig, bis ich auch hier eine Entscheidung für mich traf. Ich wollte für mindestens 3 Monate auf Pornos gänzlich verzichten um stattdessen was anderes zu machen. Ich beschäftigte mich mit mir selbst, meinem Mindset, meditierte oft, trieb Sport und machte viele Fahrradtouren; meistens alleine! Zu meinem eigenen Erstaunen hielte ich 6 Monate lang durch, bis ich wieder damit anfing. Ich dachte so, einmal kann ja nicht schaden. Weit gefehlt. Die Abstände nach diesem Rückfall wurden wieder kürzer, und ich musste feststellen das ich keinen Schalter einfach mal so umlegen konnte. Bis dato hatte ich noch nie eine Freundin gehabt. Auch nicht bis zum jetzigen Datum. Meine Erfahrungen beschränkten sich auf gelegentliche Besuche in Bordelle und Swingerclubs. Als ich dann 2024 nach Berlin zog wurde es auch nicht besser. Im Gegenteil. Mein Konsum geriet völlig aus der Bahn. Mein Nervensystem kollabierte regelrecht. Durch die Einnahme von Psychedelika geriet meine Psyche und mein Suchtverlangen immer mehr ins wanken. Bis ich nicht mehr konnte, und den Job von selbst kündigte. Ich zog eine zeitlang wieder zu meinen Eltern. Es wurde so schlimm, das ich letzendlich nicht mehr leben wollte und dachte daran mich umzubringen. Ich wollte das natürlich nicht soweit kommen lassen. Zu meinem eigenen Schutz weiste ich mich in eine psychatrische Klinik ein. Insgesamt 8 Wochen verbrachte ich dort und erholte mich von den vielen Niederlagen und Fehlentscheidungen. Nach meiner Selbstentlassung wurde ich auch nach den vielen Wochen nicht clean. Meine Wahrnehmung veränderte sich. Ich machte mich wegen meiner Pornosucht nicht (mehr) so fertig. Zufrieden war ich dennoch nicht. Wieder suchte ich neue Wege und Mittel um an mir zu arbeiten. Ich hörte von einer Ketamintherapie welcher schon viele Menschen dabei geholfen hat ihre Probleme zu lindern. Ich zögerte nicht und begann eine solche Therapie. 6 Sitzungen machte ich Ende letzten Jahres. Mir geht es deutlich besser damit. Da ich auch unter Depressionen litt, gingen auch diese weg, und Selbstmordgedanken habe ich Gott sei Dank auch keine (mehr).
 

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