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Ausweg aus der Pornosucht

Ich fühle mich persönlich angesprochen und gemobbt! 🧐☝️😣
Anwesende sind natürlich nicht gemeint!😊

Weißt du, ich kenne Perfektionisten eben leider als ziemlich unentspannte Zeitgenossen, die diese perfektionistische Weltsicht auch allen anderen in ihrer Umgebung aufdrängen wollen.
Und das ist natürlich nervig.
Aber wenn du nicht so bist, dann ist ja alles gut...

Außerdem ist Perfektionismus auch eine sehr unrealistische Art, das Leben zu sehen.
Denn in Wirklichkeit gibt es auf der Erde und im Universum überhaupt gar nichts, was perfekt ist!
Und Lebewesen schon gar nicht....

Ist ja auch klar: wenn irgendein Stern, oder ein Lebewesen perfekt ist, dann kann dieser Stern oder Organismus sich ja entweder gar nicht mehr verändern, oder nur zum Schlechteren.

Und so funktioniert das Leben nunmal nicht, denn das Leben auf der Erde ist schließlich ständigen Veränderungen unterworfen.
Und diese Veränderungen sind entweder vorteilhaft für bestimmte Lebewesen, und manchmal auch nicht...

Sonst wären evolutionäre Veränderungen von Tieren und Pflanzen doch auch gar nicht möglich, wenn diese schon von Haus aus"perfekt" wären...
Ein Paläontologe hat das mal so ausgedrückt:
"Nature makes the living organism good enough, but not perfect!"
Und genauso kann das, was ein Mensch in und mit seinem Leben macht, auch nie wirklich perfekt sein.
Und daß ist auch gut so....
 
Anwesende sind natürlich nicht gemeint!😊
Dann ist ja gut. 😝🥲

Weißt du, ich kenne Perfektionisten eben leider als ziemlich unentspannte Zeitgenossen
Das ist natürlich sehr schade, dass Du nur solche Perfektionisten kennst. Ich persönlich bin mehr auf mich selbst gerichtet, man könnte das schon als Tic bezeichnen. Es gibt Dinge, die kann ich bspw. nicht krumm liegen oder hängen lassen, weil mich das immer und immer wieder dort hin zieht, bis der Gegenstand möglichst gerade ist. Der Schlüssel meines Bücherschranks, zum Beispiel. Das macht mich selbst schon wahnsinnig, aber ich komme da nicht gegen an. 🥲

Außerdem ist Perfektionismus auch eine sehr unrealistische Art, das Leben zu sehen.
Denn in Wirklichkeit gibt es auf der Erde und im Universum überhaupt gar nichts, was perfekt ist!
hmmmmmmmm ...... 🤔🤔🤔
Würde ich so nicht unterschreiben. Allerdings liegt Perfektion ja auch im Auge des Betrachters und in seiner/ihrer Sicht auf die Dinge. Aber das wäre wieder ein Thema für einen anderen Thread.

Und damit mein Beitrag nicht wieder gelöscht wird, weil ich den TE nicht anspreche: @auf der Suche nach dem Weg Hast Du schon mit Deiner Freundin reden können? ^^
 
Hallo!

Mein Name ist Andreas. Ich bin 47 und gerade wieder einmal sehr rat- und mutlos. Eigentlich weiß ich auch noch gar nicht recht, was ich mir davon erhoffe die Zeilen hier zu schreiben. Vielleicht möchte ich einfach mal meine Gedanken teilen. Die Überschrift verrät ja schon das Thema. Ich suche einen Weg aus meiner Pornosucht.
Das Problem beschäftigt mich schon sehr lang. Ich habe im Alter von 14 Jahren angefangen Pornos zu schauen und habe es bis jetzt nicht geschafft damit aufzuhören. Bis 2021 (also knapp 30 Jahre nach dem Beginn) bin ich unreflektiert durch mein Leben gesteuert und habe in den schlimmsten Zeiten mehrmals täglich Pornos konsumiert. Das hat am Ende dazu geführt, dass meine Ehe gescheitet ist und ich nun keinen Kontakt mehr zu meinen Kindern habe. Ich habe mich dann auf den Weg gemacht. Ich habe Therapien gehabt, an coachings teilgenommen, war in Selbsthilfegruppen und in medizinischer Behandlung. Ich habe dabei viel über mich gelernt. Über meine Selbstwertprobleme, über die Dinge die in meiner Vergangenheit nicht gut waren. Ich kann mein Suchtverhalten besser reflektieren und analysieren und weiß warum ich das "brauche".
Hallo Andreas,

ich kenne dein Problem mit der Pornosucht nur zu gut. Ich bin selbst davon betroffen. Ich habe die Abhängigkeit seit mittlerweile 23 Jahren und komme auch wie du nur sehr schwer davon weg. Im Jahre 2015 stieß ich das erste mal auf den Begriff Pornosucht. Bis dahin sah ich mich als völlig normal. 5 Jahre später kamen die ersten richtigen Probleme dazu. Ich wurde zunehmend aggressiver und ließ es an Leuten aus, die mit der Sache gar nichts zu tun hatten. Erste Abmahnungen auf Arbeit kassierte ich dadurch. Ich wusste nicht (mehr) wie ich mich verhalten sollte. Das war im Jahre 2021 wo ich auch anfing erste Coachings zu machen. Darunter Flirtcoachings, NLP, BDSM (Entwicklung durch Schmerz), Familienaufstellungen, Hypnose, NoFap-Coachings und und und... Immer wieder wurde ich rückfällig, bis ich auch hier eine Entscheidung für mich traf. Ich wollte für mindestens 3 Monate auf Pornos gänzlich verzichten um stattdessen was anderes zu machen. Ich beschäftigte mich mit mir selbst, meinem Mindset, meditierte oft, trieb Sport und machte viele Fahrradtouren; meistens alleine! Zu meinem eigenen Erstaunen hielte ich 6 Monate lang durch, bis ich wieder damit anfing. Ich dachte so, einmal kann ja nicht schaden. Weit gefehlt. Die Abstände nach diesem Rückfall wurden wieder kürzer, und ich musste feststellen das ich keinen Schalter einfach mal so umlegen konnte. Bis dato hatte ich noch nie eine Freundin gehabt. Auch nicht bis zum jetzigen Datum. Meine Erfahrungen beschränkten sich auf gelegentliche Besuche in Bordelle und Swingerclubs. Als ich dann 2024 nach Berlin zog wurde es auch nicht besser. Im Gegenteil. Mein Konsum geriet völlig aus der Bahn. Mein Nervensystem kollabierte regelrecht. Durch die Einnahme von Psychedelika geriet meine Psyche und mein Suchtverlangen immer mehr ins wanken. Bis ich nicht mehr konnte, und den Job von selbst kündigte. Ich zog eine zeitlang wieder zu meinen Eltern. Es wurde so schlimm, das ich letzendlich nicht mehr leben wollte und dachte daran mich umzubringen. Ich wollte das natürlich nicht soweit kommen lassen. Zu meinem eigenen Schutz weiste ich mich in eine psychatrische Klinik ein. Insgesamt 8 Wochen verbrachte ich dort und erholte mich von den vielen Niederlagen und Fehlentscheidungen. Nach meiner Selbstentlassung wurde ich auch nach den vielen Wochen nicht clean. Meine Wahrnehmung veränderte sich. Ich machte mich wegen meiner Pornosucht nicht (mehr) so fertig. Zufrieden war ich dennoch nicht. Wieder suchte ich neue Wege und Mittel um an mir zu arbeiten. Ich hörte von einer Ketamintherapie welcher schon viele Menschen dabei geholfen hat ihre Probleme zu lindern. Ich zögerte nicht und begann eine solche Therapie. 6 Sitzungen machte ich Ende letzten Jahres. Mir geht es deutlich besser damit. Da ich auch unter Depressionen litt, gingen auch diese weg, und Selbstmordgedanken habe ich Gott sei Dank auch keine (mehr).
 
Hallo Andreas, ich kenne dein Problem und ich war selbst jahrelang gefangen bis mich Jesus befreite.
Die Wahrheit ist, dass wir es nie selber schaffen können uns aus der Sucht zu befreien. Ähnlich wie in einem Moor, ohne fremde Hilfe kommt man nicht raus. Es gibt nur einen der stärker ist als die Sucht, als die schlechten Gedanken, als die Ängste, Zweifel und das Gefühl das Leben hat keinen Sinn. Es ist Jesus Christus und ich werde bestimmt den ein oder anderen hier ärgerlich machen oder für dumm gehalten werden, aber das ist mein ehrliches Zeugnis.
Ich hoffe und bete für dich, dass du dein Leben Jesus gibst und frei wirst.
 
Hallo!

Mein Name ist Andreas. Ich bin 47 und gerade wieder einmal sehr rat- und mutlos. Eigentlich weiß ich auch noch gar nicht recht, was ich mir davon erhoffe die Zeilen hier zu schreiben. Vielleicht möchte ich einfach mal meine Gedanken teilen. Die Überschrift verrät ja schon das Thema. Ich suche einen Weg aus meiner Pornosucht.
Das Problem beschäftigt mich schon sehr lang. Ich habe im Alter von 14 Jahren angefangen Pornos zu schauen und habe es bis jetzt nicht geschafft damit aufzuhören. Bis 2021 (also knapp 30 Jahre nach dem Beginn) bin ich unreflektiert durch mein Leben gesteuert und habe in den schlimmsten Zeiten mehrmals täglich Pornos konsumiert. Das hat am Ende dazu geführt, dass meine Ehe gescheitet ist und ich nun keinen Kontakt mehr zu meinen Kindern habe. Ich habe mich dann auf den Weg gemacht. Ich habe Therapien gehabt, an coachings teilgenommen, war in Selbsthilfegruppen und in medizinischer Behandlung. Ich habe dabei viel über mich gelernt. Über meine Selbstwertprobleme, über die Dinge die in meiner Vergangenheit nicht gut waren. Ich kann mein Suchtverhalten besser reflektieren und analysieren und weiß warum ich das "brauche".
Das alles entscheidende hat sich aber nicht geändert. Ich konsumiere immer noch regelmäßig Pornos. Nicht mehr täglich aber ich tue es immer noch.
Ich lebe aktuell wieder in einer Beziehung. Meine Partnerin kennt all meine Probleme und weiß von meiner Sucht. Sie unterstützt mich mit Gesprächen und Blockersoftware und so. Am Ende mache ich aber wieder den gleichen Mist wie in der gescheiterten Ehe. Ich lüge, ich betrüge und hintergehe sie indem ich unsere 0,0 Vereinbarung immer wieder breche.

Ich weiß nicht, warum es mir nicht gelingt ins handeln zu kommen. Warum ich die innere Leere und das alles immer wieder versuche mit den Pornos zu füllen. Nur um dann jedes Mal verkatert festzustellen, dass es mir danach nur noch schlechter geht. Ich habe schon so viel verloren und komme immer noch nicht von der Sucht los. Ich kann immer noch nicht mit meinen dahinter liegenden Problemen umgehen außer das mit Pornos weg zu machen.

Warum schreibe ich das nun alles? Keine Ahnung! Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Vielleicht hoffe ich hier auf den Stein der Weisen. Auf den einen (oder die eine) der mir sagt wie es geht. Die Themen die mich belasten - Arbeit, Alltag, Verlust, Trauer, Wut - kann oder gehe ich nicht an. Ich stehe nicht für mich ein und tue oft Dinge gegen meine innere Einstellung und Wünsche. Das kompensiere ich dann mit den Pornos nur um dann festzustellen, dass ich damit noch mehr gegen meine inneren Werte und Einstellungen verstoße.

Ich glaube das werde ich jetzt erstmal versuchen. Immer wenn der Drang in mir hoch kommt, werde ich das hier teilen und versuchen zu beschreiben wie es dazu gekommen ist. Im besten Fall auch mit einer Info wie ich den Konsum verhindert habe.

Viele Grüße!
Das was du beschreibst klingt ganz ähnlich zu mir. Hast du dir schonmal ein Coach gesucht der sich ausschließlich um dich kümmert? So wie du das beschreibst klingt eher nach diesen üblichen Anbietern ODER den falschen Therapien.
Es gibt aber Coaches die sich komplett um dich kümmern. Von Therapeuten halte ich nichts man merkt die bereiten sich nicht richtig vor, haben 10 andere Patienten. Habe nun auch einen Coach der mir einfach vermittelt, das was ich habe mit der Pornosucht ist heilbar und er hat keine Vorwürfe und er gibt mir das Gefühl, das ich es schaffe und er ist wie ein guter Freund ist mit dem man alles besprechen kann. Vor dem ich mich nicht schämen muss. Das was mir auch hilft ist es läuft alles anonym ab. Versuch es doch einfach mal ...
 
@auf der Suche nach dem Weg Na, das ist doch schon mal eine gute Auswahl, bisher. Entweder Ketamin oder Jesus. Jetzt musst Du nur selbst entscheiden, was am besten wirkt. 🙂

Allerdings, @Luke22 - Die Sache mit dem Moor ist widerlegt worden. 😉 Man kann sich durchaus selbst daraus befreien. Es ist unfassbar schwierig, aber möglich. Wenn man die Arme auseinander breitet, sich nach hinten lehnt und dann so schnell es geht versucht, seinen Körper in eine waagerechte Lage zu bewegen, kann man das Moor lebendig wieder verlassen. Wobei nicht das versinken und im Moor ersticken das Problem ist, sondern die Kälte. Man erfriert eher, als dass man vollständig im Moor versinkt. ;D
 
Ich sehe dein Thema genauso als Sucht wie alles andere, wonach Menschen süchtig sind. Klar kann es hier und da Aspekte geben, weshalb es gerade diese Sucht ist.
Von diesem Blickpunkt halte ich Ratschläge wie ... "lenk deine Aufmerksamkeit doch einfach nur auf x" oder "steck die Energie in x" oder "mach mal nen paar Dehnübungen". Auf Dauer bringt das nix (meine Sicht). Ich denke, es wäre gut, wenn du herausfindest, was hinter der Sucht steckt. Weshalb ist die Sucht wichtig.
Du hättest sie nicht, wenn sie nicht wichtig wäre.
Einfach damit aufzuhören halte ich für eine Illusion, dafür habe ich schon zu viele Süchtige kennengelernt, dann geht es in die Richtung Suchtverlagerung.
 
Guten Morgen!

Ich war jetzt eine Woche im Urlaub. Ich habe den Chat nicht verfolgt.

Zu Beginn möchte ich hier etwas richtigstellen und eine Entschuldigung aussprechen.

In meinen bisherigen Beiträgen habe ich meine Partnerin nicht fair dargestellt. Ich habe Halbwahrheiten erzählt und Situationen so beschrieben, dass es mir leichter fiel, Mitleid oder Rechtfertigungen für meine Sucht zu bekommen – das war falsch, und es tut mir sehr leid.

Sie hat mich niemals überwacht oder kontrolliert. Alles, z. B. die App oder andere Einschränkungen, haben wir gemeinsam mit unserer Therapeutin beschlossen. Sie hat mich zu nichts gezwungen. Der Druck und die Überlastung, die ich gespürt habe, kamen allein von meinen Schuldgefühlen und meinen Lügen.

Sie hat klare Grenzen gesetzt – und das war richtig. Meine Sucht wollte diese Grenzen nicht akzeptieren, aber ich übernehme die volle Verantwortung dafür.

Es tut mir leid, dass ich sie in meinen Beiträgen falsch dargestellt und belastet habe. Ich will lernen, ehrlich zu sein, Verantwortung zu übernehmen und meine Sucht nicht mehr über andere auszuleben.

Meine Freundin hat den Chat gelesen. Leider habe ich es nicht proaktiv angesprochen, sondern sie kam auf mich zu. Ich weiß nicht, ob ich das geschafft hätte. Am Ende steht aber das gleiche Ergebnis. Wir haben über alles gesprochen. Wenigstens in diesem Moment konnte ich ehrlich alles aussprechen. Was soll ich sagen? Meine Freundin ist wunderbar. Natürlich war sie verärgert und vor allem enttäuscht. Enttäuscht ist sie vor allem über die Lügen und die Unehrlichkeit. Darüber, dass ich nicht mit ihr gesprochen habe. Natürlich ist sie auch verärgert über den Konsum an sich. Wenn ich es richtig betrachte, hat sie einen gesünderen Umgang mit der der Sucht als ich. Sie sieht Rückfälle als Teil des Prozesses, wenn man diese ehrlich analysiert und Folgen daraus ableitet. Was sie sehr belastet ist, dass ich immer noch nichts gelernt habe. Dass ich immer noch lüge und vertusche und unehrlich bin. Das ist eben kein Prozess oder Fortschritt. Das ist immer noch das gleiche alte Schema und damit Stillstand.

Ich habe mich nach dem Gespräch viel mit ChatGPT „unterhalten“. Ich habe mir Pläne und Glaubenssätze für den Suchtdruck, die Rückfallanalyse und vieles mehr erstellen lassen. Wichtig ist nicht der Rückfall sondern das warum. Was konnte ich in dem Moment nicht aushalten? Was sind die Gründe hinter dem Rückfall? Und vor allem: Was muss ich ab dann ändern, dass es in einer ähnlichen Situation nicht mehr zu einem Rückfall kommt? Ich habe auch den Chat auswerten lassen. Leider habe ich das hier unbewusst wieder vollkommen falsch angefangen. Ich wollte keine Veränderung. Ich wollte hier eine Rechtfertigung bekommen, so weiter zu machen wie immer. Ich habe die Verantwortung ausgelagert und nicht übernommen. Der Druck ist Schuld. Die Umstände sind schuld. Am Ende wollte ich irgendwie meinen Druck und die Schuld abbauen.

Jetzt muss ich sagen, dass das so der falsche Weg war. Jetzt ist der Druck weg. Weil jetzt alles raus ist. Die Anspannung kam nicht von externen Dingen. Sie kam aus mir! Das waren die Lügen und die Geheimnisse. Das war die Sucht, die keine Veränderung sondern nur Rechtfertigung und Absolution wollte.

Auf jeden Fall steht meine Freundin mir immer noch zur Seite. Sie hat mich nicht verlassen. Sie will den Weg weiter mit mir gehen obwohl ich sie schon so oft angelogen und verletzt habe. Sie will mich bei meinem Prozess begleiten und wir wollen beide allein und damit zusammen wachsen. Und dabei ist nicht das 0,0 das entscheidende sondern die Ehrlichkeit, Offenheit und der Weg. Zu mir, zu hier und zu allen anderen. Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass ich mir ab und an was „gönne“. Abstinenz ist immer noch das was ich haben und halten will. Rückfälle können passieren sollen es aber nicht. Ein wichtiger Punkt, der mit bei ChatGPT bewusst geworden ist, ist meine Ambivalenz. Ein Teil will aufhören. Ein Teil nicht. Ich habe immer auf den Punkt gewartet ab dem alles unter Kontrolle ist. Der wird aber nicht mit einen Knall kommen. Ich sage mir jetzt immer: „Ich will mit den Pornos aufhören obwohl ich es nicht will!“

Stand heute ist mir das schon 11 Tage gelungen.
 
Danke für deine offenen Schilderungen🙂 ich habe deine Partnerin nie im negativen Sinne als kontrollierend wahrgenommen, sondern es auch so verstanden, wie jetzt geschildert, dass ihr das zusammen so vereinbart habt. Also ich fand nicht, dass du ein negatives Bild von ihr "gezeichnet" hast. Nur war offensichtlich, dass es so, wie ihr es handhaben wollt, gerade nicht klappt und bei dir eher zu Unehrlichkeit, Schuldgefühlen etc führt.

Was ich in deinem Text und auch in anderen Texten auffällig finde, ist, wie stark du das Bedürfnis hast, dich zu rechtfertigen, zu erklären. Ich kenne das auch sehr gut von mir selbst und es hat sicherlich oft mit einem sehr wackeligen Selbstbild und dem Wunsch zu tun, angenommen und verstanden zu werden. Aber ich habe das Gefühl, du suchst so doll nach einem äußeren Gegenüber (deine Freundin, wir hier im Forum), der*die dir Orientierung und Halt gibt und gleichzeitig rebellierst du dann auch wieder gegen dieses äußere Gegenüber. Meinem Eindruck nach schwankst du sehr zwischen "so will ich sein" und "scheiß drauf, ich verkacke es eh" und das dazwischen (also die Integration von den unterschiedlichen Anteilen in dir) ist noch sehr schwach ausgeprägt.

Alles in allem denke ich immer noch, dass dir eine längerfristig tiefgehende psychodynamische (Tiefenpsychologie oder Analyse) sehr helfen könnte insgesamt stabiler zu werden und mehr Halt bei dir selbst zu finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hast du sicher recht. Mein inneren Kompass funktioniert nicht sehr gut. Das ist ein wichtiger Punkt auf dem Weg, der jetzt kommt. Ich fange im März die Gruppentherapie an und will mich da auch den Themen Selbstwert, Selbstwahrnehmung und eigene Bedürfnisse widmen. Auch hier ist der offene Dialog und Ehrlichkeit wichtig. Ich glaube, dass ich noch viel über mich lernen werde, wenn ich es ernst und nachhaltig angehe. Auch bezogen darauf mich selbst zu mögen und mich aus mir heraus mit voller Überzeugung selbst zu regulieren und mir mit allem was mich ausmacht zu genügen.
 

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