Ich spüre Verlust und Trauer bezogen auf den Pornographieverlust. Auch der Dopaminmangel macht alles etwas grau und schwer. Aber das ist ganz normal für die aktuelle Phase.
Mal eine blöde Noob-Frage am Rande, von jemandem der sich nicht so wirklich mit Porno
sucht auskennt und noch viel weniger in der Lage ist, sich in jemanden hinein zu versetzen, der darunter leidet: Hast Du schon mal versucht, deine Sucht zu "verlagern"?
Ich versuche das mal das ganze analytisch zu betrachten und in Relation mit meiner kleinen Anekdote zu setzen, die mir gerade dazu einfällt, weil sie prinzipiell wohl vergleichbar ist. Da es sich auch um eine Sucht handelte.
Ich habe damals geraucht und fand es okay, denn es war ja damals noch bezahlbar, zu rauchen. 😅 Jedenfalls ... Meine Zähne waren schon vor vielen Jahren unglaublich schlecht und ich sollte zum Zahnarzt gehen, damit dieser mir die Zähne zieht. Ging aber nicht, weil ich Angstpatient bin und auf dem Stuhl gestorben wäre. Also stand eine Operation im Raum. Diese sollte dann irgendwann erfolgen, doch dafür war es notwendig, das rauchen einstweilen einzustellen. (Zur Operation ist es damals nicht gekommen, aber das ist eine andere Geschichte für sich)
Ich habe damals, um das rauchen zu unterlassen, Essen in mich rein gestopft. Und hier kannte ich kein wirkliches Maß, weil es mir aufgrund meiner früheren Körpermaße (69 Kilo bei 1.94 Größe) egal sein konnte. Ich aß, bis mir schlecht war. Und der Clou ist/war, wenn mir schlecht war, konnte ich nicht rauchen. Dann schmeckte mir die Zigarette nicht. Also musste ich lediglich dafür sorgen, dass ich immer so viel aß, dass mir jedes mal schlecht wurde. Zugenommen hab ich trotzdem nicht. Das aber nur am Rande. 😆 Der Punkt der mich zum umdenken brachte, an dem ich für mich persönlich ansetzen konnte, war dass ich meine Übelkeit gezielt ausnutzte, um nicht zu rauchen.
Wenn Du einen ähnlichen Punkt für Dich erreichen würdest, bei dem du denkst, dass es im ersten Moment eine Ersatzbefriedigung ist, sich dann aber als Ankerpunkt erweist, an dem du dich festhalten und Stück für Stück immer weiter von deiner eigentlichen Sucht entfernen kannst, wäre das doch eine feine Sache, oder nicht? 🙂
Die Frage ist halt nur: was WÄRE solch ein Ersatz? Was käme dafür in Frage? Übermäßiger Sex mit deiner Freundin? Absichtlich Erotikvideos schauen, die du so gar nicht "geil" findest? Da gibt es ja genug Auswahl an Fetischen: Scat, Vomit Porn, Gore, (Fake-)Snuff, Urin und Urethral-Pornos, Prolaps Porn ..... (ja, ich kenne mich aus, verklagt mich halt 😝)
Oder etwas ganz anderes, aus einer ganz anderen Richtung, so wie bei mir? ....
🤔