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Ausweg aus der Pornosucht

Sehr schön. 🙂 So wie ich das lese, hast Du in deiner Partnerin einen starken, unerschütterlichen Halt. Und auch wenn sie zurecht enttäuscht und wütend war, bleibt sie, weil sie, anders als Du in solchen Momenten, erkennt, dass es mehr kaputt machen würde, wenn sie für immer ginge. Eine sehr starke und vor allem belastbare Frau. Das bewundere ich! probs an sie! 🙂 (oder wie auch immer man das schreibt 😅)
Jemanden wie sie an seiner Seite zu wissen ist mehr wert als alles Geld auf dieser Welt. Also halte sie fest und kommuniziere mit ihr. Offen, ehrlich und lass nichts aus. Denn Kommunikation ist ein sehr wichtiger Pfeiler einer beständigen Beziehung. 🙂
 
Guten Morgen,

Heute ist Tag 15 ohne Pornos. Langsam nähere ich mich dem längsten Zeitraum seit ca. 3 Jahren.
Es ist immer noch nicht einfach aber das wäre auch illusorisch das zu erwarten. Mein Kopf oder die Sucht versucht immer noch zu verhandeln. Auch habe ich flashbacks die mich versuchen.
Ich habe ChatGPT für mich entdeckt. Ich weiß, dass das nur eine Maschine ist, die viele Daten zu neuen Infos zusammen fasst. Aber mir hilft das. Ich schreibe wie es sich gerade für mich anfühlt und die KI gibt mir just in time Handlungsempfehlungen und stellt meine Verzerrungen richtig. So kann ich mich jeden Tag neu ausrichten und sofort reagieren wenn ich das Gefühl habe abzugleiten.
Ich spüre Verlust und Trauer bezogen auf den Pornographieverlust. Auch der Dopaminmangel macht alles etwas grau und schwer. Aber das ist ganz normal für die aktuelle Phase.
Gestern hat auch kurz die Sucht die Oberhand gewonnen. Ich habe mal wieder eine Grenze getestet (ich habe erotische Hörbücher auf Spotify gesucht). Ich habe mich nach ein paar Minuten regulieren können und Maßnahmen ergriffen. Gemäß der Absprachen mit meiner Freundin, habe ich ihr das dann auch am Nachmittag erzählt. Die Sache an sich hat sie sehr neutral aufgefasst. Sie war aber sehr froh und glücklich, dass ich ehrlich war und es erzählt habe. Das war ein gutes Gefühl und hat meine Katastrophengedanken etwas entkräftet.
Das ist der neue Weg, den ich jetzt weiter gehen will. Ich will Verantwortung übernehmen, ehrlich und offen sein und nicht mehr perfekt. Das fühlt sich realistischer, stressfreier und integer an. Und es verbindet anstatt zu trennen.
Viele Grüße
 
Ich spüre Verlust und Trauer bezogen auf den Pornographieverlust. Auch der Dopaminmangel macht alles etwas grau und schwer. Aber das ist ganz normal für die aktuelle Phase.
Mal eine blöde Noob-Frage am Rande, von jemandem der sich nicht so wirklich mit Pornosucht auskennt und noch viel weniger in der Lage ist, sich in jemanden hinein zu versetzen, der darunter leidet: Hast Du schon mal versucht, deine Sucht zu "verlagern"?
Ich versuche das mal das ganze analytisch zu betrachten und in Relation mit meiner kleinen Anekdote zu setzen, die mir gerade dazu einfällt, weil sie prinzipiell wohl vergleichbar ist. Da es sich auch um eine Sucht handelte.
Ich habe damals geraucht und fand es okay, denn es war ja damals noch bezahlbar, zu rauchen. 😅 Jedenfalls ... Meine Zähne waren schon vor vielen Jahren unglaublich schlecht und ich sollte zum Zahnarzt gehen, damit dieser mir die Zähne zieht. Ging aber nicht, weil ich Angstpatient bin und auf dem Stuhl gestorben wäre. Also stand eine Operation im Raum. Diese sollte dann irgendwann erfolgen, doch dafür war es notwendig, das rauchen einstweilen einzustellen. (Zur Operation ist es damals nicht gekommen, aber das ist eine andere Geschichte für sich)
Ich habe damals, um das rauchen zu unterlassen, Essen in mich rein gestopft. Und hier kannte ich kein wirkliches Maß, weil es mir aufgrund meiner früheren Körpermaße (69 Kilo bei 1.94 Größe) egal sein konnte. Ich aß, bis mir schlecht war. Und der Clou ist/war, wenn mir schlecht war, konnte ich nicht rauchen. Dann schmeckte mir die Zigarette nicht. Also musste ich lediglich dafür sorgen, dass ich immer so viel aß, dass mir jedes mal schlecht wurde. Zugenommen hab ich trotzdem nicht. Das aber nur am Rande. 😆 Der Punkt der mich zum umdenken brachte, an dem ich für mich persönlich ansetzen konnte, war dass ich meine Übelkeit gezielt ausnutzte, um nicht zu rauchen.

Wenn Du einen ähnlichen Punkt für Dich erreichen würdest, bei dem du denkst, dass es im ersten Moment eine Ersatzbefriedigung ist, sich dann aber als Ankerpunkt erweist, an dem du dich festhalten und Stück für Stück immer weiter von deiner eigentlichen Sucht entfernen kannst, wäre das doch eine feine Sache, oder nicht? 🙂
Die Frage ist halt nur: was WÄRE solch ein Ersatz? Was käme dafür in Frage? Übermäßiger Sex mit deiner Freundin? Absichtlich Erotikvideos schauen, die du so gar nicht "geil" findest? Da gibt es ja genug Auswahl an Fetischen: Scat, Vomit Porn, Gore, (Fake-)Snuff, Urin und Urethral-Pornos, Prolaps Porn ..... (ja, ich kenne mich aus, verklagt mich halt 😝)
Oder etwas ganz anderes, aus einer ganz anderen Richtung, so wie bei mir? .... 🤔
 
Das habe ich in der Vergangenheit schon oft gemacht. Pornos. Kiffen. Zocken..... ich habe mich mit keiner Suchtverlagerung wohl gefühlt und von den Pornos hat mich nie was komplett abgehalten.
Ich bin noch lange nicht am Ziel. Aber so wie ich es gerade mache, dass fühlt sich gut an. Wie geschrieben sind die 15 Tage für mich sehr lang. Bei ähnlich langen Phasen in der Vergangenheit bin ich zu diesem Zeitpunkt schon fast durch die Decke gegangen vor Drang und Druck. Das ist dieses Mal ganz anders. Es ist zwar immer noch nicht leicht aber wirklich aushalt- und beherschbar.

Egal welche Sucht oder Verlagerung. Am Ende will ich damit was ganz anderes vergessen und weg machen. Meine Selbstwertthemen, meine Ängste, meine inneren Zwiespalte. Wie gesagt, das klingt komisch. Aber ChatGPT kann das mir immer gut spiegeln und mir sagen, was gerade wirklich hinter dem Verlangen steckt und mir auch was anbieten, was ich außer Pornos machen kann um das Bedürfnis zu befriedigen. Natürlich ist davon nichts so intensiv wie Pornos oder eine andere Sucht und ich muss das immer wieder wiederholen. Und ich muss auch einfach mal vieles so stehen lassen und aushalten. Aber das fühlt sich trotzdem ehrlicher und gesünder für mich an als ein Übel gegen ein anderes zu tauschen.
 

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