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Ausweg aus der Pornosucht

Von außen wirkt das nach sehr viel, was du geschafft hast, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es trotzdem sehr schwer ist.
Obwohl die Gefahr eines Rückfalls sehr greifbar war, hattest du so viel Selbstbeherrschung und hast dich dagegen entschieden. Das in so einem Moment zu schaffen, ist viel.

Ich wünsche dir auch heute gutes durchhalten und ein paar warme und leichte Gedanken, damit du dich nicht so zermaterst.
Danke!
 
Das ist doch aber ein Erfolg. Du hast die Situation erkannt und bewusst nein gesagt. Super! 👍🏼
Vielen Dank!
Ich versuche es anzunehmen. Das fällt mir schwer. Ich bin da irgendwie sehr schwarz-weiß unterwegs. Ich habe konsumiert und ich wollte (darf) es nicht. Deswegen ist es schlecht.
Da werden meine Glaubenssätze getrikert. Ich muss perfekt sein. Ich darf nichts falsch machen. Ich muss die Erwartungen zu 100% erfüllen.... so was in die Richtung.
Und deswegen kann ich das für mich schwer als Erfolg annehmen. Aber ich versuche es.

Heute läuft es bezogen auf den Konsum und das Verlangen bisher gut. Ich hatte bis jetzt auch mal wieder gut zu tun auf Arbeit und bin abgelenkt. Im allgemeinen fühle ich mich heute ziemlich leer, nieder- und abgeschlagen. Ich bin total müde und habe Kopfschmerzen. Das könnte aber auch der Dopaminentzug sein....
 
(Ohne jetzt den gesamten Thread durchgelesen zu haben: ...) Als jemand der sich nicht als Pornosüchtig betrachten würde, der aber in anderer Richtung diese Sucht, oder vielmehr den Suchterzeugenden Gedanken dahinter versteht, kann ich Dir nur subjektiv raten, es langsam abzubauen. Und damit meine ich nicht Deinen Pornokonsum für sich. Das würde sich eh mit der Zeit reduzieren und zwar ganz von selbst.
Es geht meiner Ansicht nach vielmehr um das dahinter und weniger um den Effekt, wenn Du verstehst wie ich das meine. Zu ergründen, warum Du Dich leer und ausgebrannt(?) fühlst, warum Dich diese Gefühle übermannen, die Du mit etwas füllen musst, was Du seit Deiner Kindheit her kennst, um es zu kompensieren.
Hast Du Dich schon einmal selbst gefragt: "Warum mache ich das? Was steckt dahinter?". Hast Du Internet-Recherche betrieben, nach Symptomen und die Ursachen für Dich freigelegt, um Klarheit über das eigentliche Problem zu bekommen? Denn so wie ich Dein Eingangsposting interpretiere, versuchst Du mit aller Kraft den Baum am wachsen zu hindern, indem Du ständig die Krone beschneidest, aber Dich nie um die Wurzeln gekümmert hast, um es mal zu metaphorisieren. (Ja, ich mag sowas 😁)
Ich für meinen Teil (nur so als Beispiel) kam mir sehr früh sehr komisch vor. Alle meine Gedanken, meine Gefühle, mein Dasein, einfach alles an mir empfand ich als seltsam. Zusätzlich zu der Frage, die ständig irgendwo da war: Wo gehöre ich hin? Als ich einen Internetzugang bekam, habe ich irgendwann angefangen zu recherchieren. Erst einmal nur einzelne Worte und das führte mich immer tiefer in einen Kaninchenbau, der mir jetzt endlich Klarheit beschert hat. Und jetzt bin ich zumindest in diesem Bezug weit entspannter und habe mir quasi selbst beigebracht, damit zu leben.
So viel zu meinen 2Cents. ✌️
 
(Ohne jetzt den gesamten Thread durchgelesen zu haben: ...) Als jemand der sich nicht als Pornosüchtig betrachten würde, der aber in anderer Richtung diese Sucht, oder vielmehr den Suchterzeugenden Gedanken dahinter versteht, kann ich Dir nur subjektiv raten, es langsam abzubauen. Und damit meine ich nicht Deinen Pornokonsum für sich. Das würde sich eh mit der Zeit reduzieren und zwar ganz von selbst.
Es geht meiner Ansicht nach vielmehr um das dahinter und weniger um den Effekt, wenn Du verstehst wie ich das meine. Zu ergründen, warum Du Dich leer und ausgebrannt(?) fühlst, warum Dich diese Gefühle übermannen, die Du mit etwas füllen musst, was Du seit Deiner Kindheit her kennst, um es zu kompensieren.
Hast Du Dich schon einmal selbst gefragt: "Warum mache ich das? Was steckt dahinter?". Hast Du Internet-Recherche betrieben, nach Symptomen und die Ursachen für Dich freigelegt, um Klarheit über das eigentliche Problem zu bekommen? Denn so wie ich Dein Eingangsposting interpretiere, versuchst Du mit aller Kraft den Baum am wachsen zu hindern, indem Du ständig die Krone beschneidest, aber Dich nie um die Wurzeln gekümmert hast, um es mal zu metaphorisieren. (Ja, ich mag sowas 😁)
Ich für meinen Teil (nur so als Beispiel) kam mir sehr früh sehr komisch vor. Alle meine Gedanken, meine Gefühle, mein Dasein, einfach alles an mir empfand ich als seltsam. Zusätzlich zu der Frage, die ständig irgendwo da war: Wo gehöre ich hin? Als ich einen Internetzugang bekam, habe ich irgendwann angefangen zu recherchieren. Erst einmal nur einzelne Worte und das führte mich immer tiefer in einen Kaninchenbau, der mir jetzt endlich Klarheit beschert hat. Und jetzt bin ich zumindest in diesem Bezug weit entspannter und habe mir quasi selbst beigebracht, damit zu leben.
So viel zu meinen 2Cents. ✌️
Hi Niewalt,
Das ist ein spannender Ansatz.
Ich verstehe genau was du meinst. Mir ist auch voll und ganz bewusst, dass ich nur immer wieder die Symptome versuche abzustellen. Ich finde nur die Wurzel nicht, um bei deiner Metapher zu bleiben. Obwohl das nicht stimmt und ein Stück weit selbst belügen ist. Die Ursache liegt bestimmt in dem was ich eben beschrieben habe. Ich habe keine eigene Meinung. Ich mache immer alles um anderen zu gefallen. Sage Dinge zu und mache Sachen, die ich nicht will. Ich lasse ständig auf meinen Grenzen rumtrampeln. Das mache ich schon so lange, dass ich wahrscheinlich wirklich nicht mehr weiß wer und was ich eigentlich bin. Ich habe die Antennen für mich verloren. Ich spüre mich und meine Bedürfnisse ganz schlecht und kann die nicht in Worte fassen. Was will ich eigentlich in dieser und jener Situation? Ist das mein Wunsch oder ist das nur zu meinem Wunsch geworden weil jemand anderes das so will? Darf ich das Bedürfnis haben oder ist das falsch und der Anspruch eines anderen ist besser?
Und wenn ich schon mal spüre was ich will aber merke, dass das nicht der Wunsch des Gegenübers ist, dann mache ich das was verlangt wird und nicht das was gut für mich wäre.
Ich bin ein sehr passiver und devoter (weil das auch mal kam) Befehlsempfänger.
Auch spüre ich die Emotionen nicht richtig, die in solchen Situationen abgebracht wären. Eigentlich müsste da irgendwo Wut oder sowas sein, wenn man das Gefühl hat übergangen oder nicht gesehen zu werden oder wenn die eigenen Grenzen nicht geachtet werden. Am ehesten ist da sowas wie Selbstverachtung.
Bei mir ist da nur die dumpfe Anspannung und das Gefühl, dass das alles nicht stimmig ist, was dann aber auch nicht weg geht wenn sich nichts ändert und was dann wieder zum Symptom der Pornos führt um das ganze mal zu vergessen und den Druck los zu lassen.

Ich habe große Angst vor der Änderung. Bei mir ist da das Gefühl, dass ich dann von allen verlassen werde und allein bin, wenn ich aufgebäre und meine eigenen Ansprüche anmelde. Das kam in einer Therapie auch raus. Ich habe da einen sehr kindlichen Glaubenssatz: Wenn ich das tue, werden mich alle verlassen und wenn mich alle verlassen bin ich allein und dann muss ich sterben. Da scheint schon sehr früh was nicht gut gelaufen zu sein. Deswegen fällt mir das wahrscheinlich so schwer das alles aufzulösen.

Komischer Weise bin ich da sehr ambivalent.
Bei privaten und persönlichen Kontakten ist es so wie hier beschrieben.
Auf Arbeit bin ich ganz anders. Da bin ich sehr selbstsicher. Da kann ich sehr gut erkennen was richtig und falsch ist. Ich habe eine Meinung und kann die Vertreten. Ich fühle stolz bei guten Leistungen. Ich verspüre Wut und Ärger wenn etwas oder jemand irgendwas tut was ich als falsch oder übergriffig empfinde.
 
....vielleicht bin ich da aber auch schon wieder im überanalysieren und zerlege wieder alles bis auf die Atomebene.... keine Ahnung.
Es ist ja schließlich auch normal im Umgang mit andern Menschen, vor allem im engen sozialen Umfeld, dass man sich und seine Bedürfnisse hinten anstellt. Irgendwie fehlt mir wirklich der Plan fürs Leben im allgemeinen. Was erfüllt mich? Was macht mich nachhaltig glücklich? Da habe ich immer noch keine Idee.
Es ist ein Fehler , den ich auch mache, zu erwarten, dass immer alles perfekt und glücklich ist oder sein muss. Mir fehlen aber die Sachen oder die innere Einstellung zufrieden mit mir und meinem Leben zu sein. Mit den guten und den schlechten Phasen und Dingen, die da dazu gehören.
 
Ich für meinen Teil (nur so als Beispiel) kam mir sehr früh sehr komisch vor. Alle meine Gedanken, meine Gefühle, mein Dasein, einfach alles an mir empfand ich als seltsam. Zusätzlich zu der Frage, die ständig irgendwo da war: Wo gehöre ich hin? Als ich einen Internetzugang bekam, habe ich irgendwann angefangen zu recherchieren. Erst einmal nur einzelne Worte und das führte mich immer tiefer in einen Kaninchenbau, der mir jetzt endlich Klarheit beschert hat. Und jetzt bin ich zumindest in diesem Bezug weit entspannter und habe mir quasi selbst beigebracht, damit zu leben.
Kannst du das vielleicht noch etwas näher beschreiben?
Wie hast du das gemacht?
 
Vielen Dank!
Ich versuche es anzunehmen. Das fällt mir schwer. Ich bin da irgendwie sehr schwarz-weiß unterwegs. Ich habe konsumiert und ich wollte (darf) es nicht. Deswegen ist es schlecht.
Da werden meine Glaubenssätze getrikert. Ich muss perfekt sein. Ich darf nichts falsch machen. Ich muss die Erwartungen zu 100% erfüllen.... so was in die Richtung.
Und deswegen kann ich das für mich schwer als Erfolg annehmen. Aber ich versuche es.

Heute läuft es bezogen auf den Konsum und das Verlangen bisher gut. Ich hatte bis jetzt auch mal wieder gut zu tun auf Arbeit und bin abgelenkt. Im allgemeinen fühle ich mich heute ziemlich leer, nieder- und abgeschlagen. Ich bin total müde und habe Kopfschmerzen. Das könnte aber auch der Dopaminentzug sein....
Nur ein kurzer Hinweis, wahrscheinlich meinst du "getriggert"?

Ich kenne schwarz-weiß Denken auch gut von mir und natürlich kannst nur du selbst beantworten, wo du in Bezug auf Pornos die Grenzen setzt und welche für dich richtig sind.

Von außen betrachtet denke ich: es ist viel schwerer, noch den Ansprung zu schaffen, wenn man schon fast dabei ist, als die Nähe zum Suchtmittel komplett zu vermeiden. Und eigentlich geht's ja auch genau darum: zu lernen, die Sichtimpulse zu kontrollieren anstatt sich komplett abzuschotten.
In meinem Fall mit der Cannabissucht fällt es mir auf jeden Fall leichter, Kontakt zu Gras komplett zu vermeiden, als irgendwo zu sein, wo Gras verfügbar ist, mir vielleicht sogar einen Joint zu drehen, dran zu riechen und dann noch "nein" zu sagen. Das finde ich schon ziemlich stark.
 
....vielleicht bin ich da aber auch schon wieder im überanalysieren und zerlege wieder alles bis auf die Atomebene.... keine Ahnung.
Es ist ja schließlich auch normal im Umgang mit andern Menschen, vor allem im engen sozialen Umfeld, dass man sich und seine Bedürfnisse hinten anstellt. Irgendwie fehlt mir wirklich der Plan fürs Leben im allgemeinen. Was erfüllt mich? Was macht mich nachhaltig glücklich? Da habe ich immer noch keine Idee.
Es ist ein Fehler , den ich auch mache, zu erwarten, dass immer alles perfekt und glücklich ist oder sein muss. Mir fehlen aber die Sachen oder die innere Einstellung zufrieden mit mir und meinem Leben zu sein. Mit den guten und den schlechten Phasen und Dingen, die da dazu gehören.
Ja ich glaube auch, dass es in etwas geringerer Ausprägung vielen Menschen so geht, dass es kompliziert ist, zwischen eigenen und fremden Bedürfnissen zu differenzieren. In nahen Beziehungen vermischt sich da auch einfach viel oder es stehen mehrere Bedürfnisse nebeneinander. "Ich will für mich einstehen" / "ich will Harmonie" und zack wirds kompliziert, weil beides oft nicht gleichzeitig geht (aber vielleicht doch öfter als man sich selbst so in seinen Ängsten ausmalt).
Ich glaube, die Kunst ist es, manchmal auch Risiken einzugehen, andere Verhaltensweisen und Entscheidungen zu wagen, selbst wenn man unsicher ist, ob sie richtig sind. Denn nie Risiken eingehen, immer verharren, beinhaltet auch viele Risiken.
In meiner Beziehung stehe ich leider genau an dem Punkt, dass mein Partner und ich uns wahrscheinlich trennen müssen, wegen ähnlicher Themen, die du beschreibst. Und ich würde dir wünschen, dass du frühzeitiger als mein Freund erkennst, dass auch Vermeidung ein sehr großes Risiko ist und zur Katastrophe (Trennung) führen kann.
 
In meiner Beziehung stehe ich leider genau an dem Punkt, dass mein Partner und ich uns wahrscheinlich trennen müssen, wegen ähnlicher Themen, die du beschreibst. Und ich würde dir wünschen, dass du frühzeitiger als mein Freund erkennst, dass auch Vermeidung ein sehr großes Risiko ist und zur Katastrophe (Trennung) führen kann.
Das tut mir Leid für dich! Ich drücke euch die Daumen, dass ihr doch noch eine gemeinsame Lösung findet....
Und ja. Ich muss das ändern. In kleinen Schritten. Aber so tut das mir und auch der Beziehung nicht gut. Wir reden viel und auf Nebenkriegsschauplätzen fechten wir unsere Themen schon aus. Das mit der Sucht ist aber das zentrale Thema und da ist das mit den Grenzen, Bedürfnissen und dem Austausch sehr ausbaufähig. Wir gehen zur Paartherapie. Also ist uns noch nicht alles egal und wir wollen es gemeinsam schaffen. Aber auch da kann man nur mit den Themen arbeiten, die auf dem Tisch liegen und nicht in der Schublade
 
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