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Leben in der Diktatur des Geldes

Dann reinige du doch ab jetzt die Straße 😉
Du bedenkst die steigende Arbeitslosigkeit dabei nicht.

Verrückt ja und warum nicht gleich in der Müllabfuhr arbeiten?

Ich bekomme sogar nur 13€ brutto die Stunde und trotzdem nervt mich meine Chefin, dass ich schneller arbeiten soll...

Aber ich habe auch einen tollen Job.
Und was ist hiermit? Hast Du darauf eine Antwort?

Ab wie vielen Nullen denn genau?
Und aus was dürfen die Nullen den bestehen?
Wenn jemand beispielsweise ein selbstgenutztes Haus in guter Lage besitzt, bekommt er da schnell viele Nullen zusammen.
Nimmt man ihm das dann weg?
Und falls ja - wer bekommt das dann?
Und was ist mit meinen ersparten Nullen? Nimmt man mir die dann auch weg?
 
Dann reinige du doch ab jetzt die Straße 😉
Du bedenkst die steigende Arbeitslosigkeit dabei nicht.

Verrückt ja und warum nicht gleich in der Müllabfuhr arbeiten?

Ich bekomme sogar nur 13€ brutto die Stunde und trotzdem nervt mich meine Chefin, dass ich schneller arbeiten soll...

Aber ich habe auch einen tollen Job.
Immerhin arbeitest Du. Das ist schon mal viel wert.
Nervt es Dich denn nicht, wenn Deine Steuergelder für Sozialbetrüger ausgegeben werden?
 
Ganz im Gegenteil, die Leute hätten mehr Geld zum ausgeben, was die Wirtschaft ankurbeln würde.

Arbeiten würden die Menschen trotzdem, aber freiwillig -für einen gewissen Lebensstandard.
Wie würdest du denn das Modell finden, dass man das Grundeinkommen nicht einfach so bekäme, sondern im Tausch für eine gemeinnützige Arbeit? Die könnte man dann z. B. mit 15 Euro entlohnen und jeder hätte das Recht, 100 Stunden im Monat gemeinnützig arbeiten. Was jemand dann mit dem Geld macht, wäre jedermanns eigene Entscheidung. Oder wenn jemand sagt: ich brauche nur 300 Euro zusätzlich, also arbeite ich nur 20 Stunden gemeinnützig zusätzlich.

Es gäbe dann eine lange Liste von Arbeiten, unter denen man sich das aussucht, was man am besten kann oder gerne macht. Geld einfach so für Nichts empfinde ich als unnatürlich, es ist in der Regel so, dass man etwas leisten muss, wenn man überleben möchte – und wenn es nur das Pflücken von Früchten im Paradies ist 🙂
 
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, dass Leute dann freiwillig arbeiten würden um eben mehr zu haben als das BGE und dafür "anständig" entlohnt werden würden. Das ist wirtschaftlich wohl schwer hinzubekommen. Nehmen wir mal die nette Frau beim Bäcker, die Dir die Brötchen und das Brot verkauft. Wäre sicher einer von den Jobs, die nach Deiner Meinung nach dann super entlohnt werden, weil ihn ja sonst keiner machen würde (könnten auch den Mann bei der Müllabfuhr nehmen). Was würde jetzt passieren? Der Bäcker würde die höheren Kosten für die Mitarbeiter auf seine Produkte umlegen. Und schwupps kostet das Brot das doppelte (fiktiv). Und schon würde es heißen: Wir müssen das BGE erhöhen, es ist alles so teuer geworden....
Denke nicht, dass das der Weisheit letzter Schluss ist.

Ganz sicher wäre das so. Es gibt keinen Volkswirt, der das anders sieht.

Ich kenne sogar Reiche, die für das BGE sind, weil Sie viele Assets haben, die mit Millionen an Bankschulden hinterlegt sind. Diese Reichen wären die größten Profiteure einer hohen Inflation, weil ihrer Bankschulden entwertet werden.

Ein Bekannter hat 2022 im großen Stil Gold gekauft und mit Darlehen hinterlegt, weil er nach Corona eine Preisexplosion erwartet hat. Das Portfolio ist mehrere Millionen schwer und mit günstigen Lombarddarlehen finanziert. Er hat mir einmal vorgerechnet, dass er auf jede Millionen schulden pro Jahr 25.000,- Euro gewinnt, weil seine Schulden entwertet werden, während der Goldpreis sogar weiter steigt.

Für solche Leute, wie ihn, würde sich eine wahre Gewinnexplosion ergeben, wenn wir ein BGE bekämen und viele Leute ihre anstrengende Arbeit ganz oder zum Teil nieder legen. Die Preise für alle diese Leistungen würden noch viel stärker steigen, als dies in Corona passiert ist.

Da ich leider keine solche Transaktionen gemacht habe, bin ich dagegen, dass solch ein Unfug passiert, denn besonders der Mittelstand mit seinen Nominaleinkommen würde darunter leiden.
 
Reicht doch wenn man sich weiteres Geld entweder erbetteln oder durch Flaschensammeln, Kleinhandel über Ebay oder Flohmarkt oder Schwarzarbeit dazuverdienen kann. Leute die ärmliche Verhältnisse gewöhnt sind, sind da oft sehr erfinderisch.

Bitte was? Meinst du das wirklich ernst? Oo
 
Nicht überlesen:
Dem Bruttovermögen stehen 2,2 Billionen Dollar an Verbindlichkeiten gegenüber, zum großen Teil Kredite.
Verbindlichkeiten, also Schulden, ziehen den Gesamtwert der Bilanz nach unten, logo, sind aber normaler Teil der Wirtschaft, weil vor allem teure Objekte wie eine Eigentumswohnung oder eine teure Maschine für ein Unternehmen selten sofort komplett bezahlt werden, sondern über eine Bank zwischenfinanziert und der Kredit ist dann so lange offen, bis er in Raten oder schlagartig abbezahlt wird. Schulden sind nur dann "schlecht", wenn ihnen kein realer Gegenwert (Immobilie, Maschine, Privatvermögen, alles was sich notfalls verkaufen läßt um die Schuld abzudecken) entgegen steht.

Entgegen eines unausrottbaren Kinderglaubens schlafen Reiche nicht auf geldgefüllten Matratzen (total unhygienisch!) und haben die Kohle auch nicht im privaten Safe gebunkert (da bringt es nämlich keine Zinsen, ist aber ständige Verlockung für Einbrecher, nur Autohändler die oft in bar zahlen, oder Ganoven die ggf. mal ganz fix die Fliege machen müssen, bewahren da höhere Beträge auf), sondern der Löwenanteil des Geldes steckt dort wo es mehr Geld machen kann, nämlich in Betriebsvermögen: https://www.iwd.de/artikel/das-meiste-vermoegen-steckt-in-den-betrieben-517433/

Nicht erwähnt weil in der Höhe vermutlich nicht abschätzbar hat man Investitionen die sich nicht sofort und vielleicht sogar nie amortisieren, weil sie insbesondere in die Wissenschaft gehen, Grundlagenforschung kostet erhebliche Geldsummen, bringt aber längst nicht immer finanziell verwertbare Ergebnisse. Weil der Staat da nicht gerade die Spendierhosen an hat, sind es meistens Reiche die investieren, und die Empfänger sind insbesondere Universitäten, wo junge und unverbrauchte Studenten vor sich hin forschen. https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/campus/27-top-unis-produzieren-mehr-forschung-als-ganze-industrienationen-15415787.html
Aber auch Sport- und andere Vereine, Denkmalschutz, Museen, soziale Einrichtungen wie Frauenhäuser, Tierheime, sogar die Kirchen trotz immensen eigenen Vermögens kämen ohne Mäzene, also private Sponsoren, Reiche, nicht mehr so gut über die Runden.

Interessant daß die Kirchen in ihrer Eigenschaft als Reiche nicht extra angesprochen sind, die sind milliardenschwer und bis heute die größten Großgrundbesitzer in Deutschland, es gibt vermutlich keine Gemeinde in der nicht irgendwelche Grundstücke in Kirchenhand sind. https://web.de/magazine/wirtschaft/vermoegen-verfuegt-kirche-deutschland-33621932
 

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