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Leben in der Diktatur des Geldes

Ich bin ein wenig verwirrt ob des Titels "Leben in der Diktatur des Geldes". Mir ist nicht klar, was das heißen soll. "Ohne Moos, nix los" war doch schon immer so. Oder wie inzwischen mehrere Politiker gesagt haben: "Leistung muss sich wieder lohnen". Die Kurierfahrer verdienen gemessen an dem, was sie leisten, zu wenig. Auch Pflegekräfte in Krankenhäusern oder Altersheimen... Da muss etwas getan werden.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen, geht meiner Meinung nach am "Leistungsgedanken" völlig vorbei. Im Gegenteil, je nachdem bräuchte ich dann ja gar nichts mehr zu tun. Die "Reichen" werden sich aber schnell nach anderen Möglichkeiten umsehen, ihr Vermögen zu parken. (Mal ehrlich: Das würde wohl jeder an ihrer Stelle tun.) Im Endeffekt muss der Staat dann einspringen - aber „L'État, c'est moi“ bzw. WIR !

Nebenbei: Sozialhilfe, Hartz IV oder Bürgergeld (keine Ahnung wie das im Moment heißt) sorgen doch dafür, dass keiner in absoluter Armut leben muss. Einer meiner Bekannten bekommt neben seiner Minimalrente auch Sozialhilfe, hat also ein minimales Einkommen. Natürlich wäre er froh, wenn er mehr hätte. Aber er hat ein Dach überm Kopf, Heizung, Telefon, Fernseher und vor allem was zum Essen und Trinken. Ich denke, da ist die Allgemeinheit doch schon solidarisch genug.

 
Land der Ungleichheit 🤑

Während ein paar Überreiche vergoldeten Kaviar schnupfen können (macht man das, wenn man reich ist?), leben 13 MILLIONEN Menschen in Deutschland in bitterer Armut.

Das heißt ganz konkret: Kein Geld für gesunde Ernährung, keine Urlaubsreisen und kaum die Möglichkeit für kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe.

Es reicht! Wir brauchen Umverteilung aus der sozialen Hängematte der Überreichen in die Geldbeutel der ächzenden Menschen im Land. Unterzeichne jetzt die WeAct-Petition für eine Milliardärssteuer: campact.org/milliardärssteuer


Es muss endlich was passieren. SO kann es nicht mehr weiter gehen.
Die ganze Campact Aktion und alles was du hier sagst, ist in meinem Augen einfach nur linkspopulistische Stimmungsmache. Das ist auch daran erkennbar, dass Campact e.V. ein bekannter linksprogressiver Verein bzw. eine linke Lobbyorganisation ist, der immer wieder einen Keil in den politischen Diskurs treibt, sei es durch den typischen kommunistischen Klassenkampf oder Spenden an linke Parteien.

Du verwendest linke Kampfbegriffe wie "Überreiche" und suggerierst in den Köpfen der Menschen eine einprägsame Bildersprache der Kaviar schlürfenden Reichen. Bildersprache ist mächtig und das wissen auch Vereine wie Compact. Deswegen packen sie alles in Bilder und reden wenig über Inhalte.

Es sind einfach 1zu1 Zusammenhänge die hier erstellt werden, genauso wie es die AfD tut. Für die AfD bedeutet jeder Zuwanderer weniger Geld für Menschen hier im Land. Für die Linke bedeutet jeder Milliardär weniger Geld für andere Menschen. Politische Neid Debatten, aber natürlich behauptet dann jeder selbst ja nicht neidisch zu sein.....

Komplexe Zusammenhänge, dass diese "Überreichen" auch Arbeitgeber sind, dass Viele auch hart arbeiten, dass sie mit ihrem Geld die Wirtschaft stützen und den Sozialstaat finanzieren, alles egal. Sie werden reduziert auf "Kavierschlürfer".
So könnte man auch alle Arbeitslosen auf "Hängematten Faulenzer" reduzieren. Schöne Bildersprache, dass alle Bürgergeldempfänger den ganzen Tag faul in der Hängematte liegen.

Reich = unsozial und verschwenderisch
Arm = Faul und neidisch
Man muss die Welt nur in einfache schwarz/weiß Bilder unterteilen, bei manchen Wähler kommt das offenbar an.
 
Ab wann ist man denn überhaupt reich?
Ab 50Tausend ab 100 Tausend oder ab einem Haus?
Mir würde es auch gefallen das alles zu haben und nichts dafür tun zu müssen.
Wem denn nicht?
Aber so einfach geht es halt nicht.

Wer wissen möchte , was in der Praxis aus solchen Ideen wird, der möchte doch mal nach Kuba oder Venezuela reisen oder sich damit beschäftigen.
Genau sowas wird dann draus.
Am Ende haben alle, bis auf ein paar Staatsführer, nichts.
 
Grundsätzlich kann ich die Argumentation von @Amaliah nachvollziehen, ich habe es in meinem ersten Post geschrieben.
Allerdings stehe ich auch uneingeschränkt hinter den Aussagen von @kasiopaja und @Dunkle Prinzessin

In unserem „Sozialstaat“ ist einiges im Argen, das entbindet aber niemanden von der Pflicht, alles Mögliche zu tun, um seine Situation zu verbessern.

Wer krank ist und aus diesem Grund nicht arbeiten kann, muss von der Gesellschaft aufgefangen werden.
Wer nicht arbeiten möchte, hat aus meiner Sicht keinen Anspruch darauf.
Mitunter ist es schwierig, das auseinanderzuhalten, da sollte es „im Zweifel für den Angeklagten“ heißen.

Bedingungsloses Grundeinkommen ist prinzipiell, aus meiner Sicht, ein vernünftiger Gedanke.
Es wäre auch finanzierbar, wenn unser Sozialsystem umgestellt würde.
In den Genuss dürften aber nur die kommen, die im Arbeitsleben stehen oder bereit sind zu arbeiten.
Selbstverständlich, auch die, die nicht arbeiten können.

Richtig ist auch, dass der, der mehr leistet und/oder höhere Risiken eingeht mehr verdient.

Es wird keine ideale Lösung geben, da es immer Menschen geben wird, die diese torpedieren oder missbrauchen.
 
Ähnlich sind auch meine Gedanken dazu, die Reichen haben nicht die Verantwortung alle Armen ihren Verhältnissen anzugleichen, bissl was müssen die Leute auch selber tun, wie z.b arbeiten gehen und auch mal sparen und nicht immer nur konsumieren.

Kann man natürlich so sehen (inkl. des Klischees, dass die Armen ja nur konsumieren und nicht arbeiten wollen), aber mir ist dennoch ein Bill Gates mit seiner Foundation wesentlich sympathischer als ein Jeff Bezos, der sich zu seinem Privatvergnügen Venedig mietet.

Und dass sein Reichtum auf Ausbeutung begründet ist, ist ja auch bekannt.
 
Ich denke, der Staat könnte sehr viel machen, denn dass er handlungsfähig ist, hat man beispielsweise an den Corona- Maßnahmen gesehen.

Das BGE könnte direkt über die Reichen finanziert werden, die brauchen das ganze Geld nämlich nicht wirklich.

Ich bin nicht neidisch auf die Reichen, ich bin auch dankbar für die momentan stabile Situation in Deutschland und dafür, dass ich ein Dach über den Kopf habe und wir nicht verhungern müssen…

Wer ist auch schon neidisch auf Reiche?
Das wird einem doch schon mit der Muttermilch beigebracht, dass man das nicht zu sein hat…

Dabei müsste Reichtum verboten und abgeschafft werden und dafür eben zB ein BGE finanziert werden.
Wo würde man denn Deiner Meinung nach die Grenze ziehen, wenn es darum geht, Reichtum zu verbieten? Und wie hoch sollte das BGE Deiner Meinung nach sein?
Die Corona-Hilfen sehe ich eher skeptisch. Haben viele kleineren Unternehmen und Wirten zwar im ersten Moment geholfen, aber das böse Erwachen kam, als sie zurück gezahlt werden mussten.
"Reichtum" zu verbieten ist für mich absoluter Unsinn (nein, ich bin nicht "reich"). Reichtum ist nicht gleich Reichtum. Oftmals steckt ein Großteil des Vermögens in Unternehmen und liegt nicht unter der Matratze. Ohne diese unternehmerischen Vermögenswerte wären wir schon endgültig an die Wand gefahren.
Wer den bösen Kapitalismus ablehnt, müsste sich dem Sozialismus zuwenden. Und dass diese Form nicht besonders toll funktioniert haben wir in der Geschichte durchaus schon mehrfach gesehen. Und die Folgen sieht man auch über 30 Jahre nach der Wende in meinen Augen noch heute zum Teil in den "neuen Bundesländern" (reine persönliche Erfahrung und keine Abwertung!).
Anstatt immer wieder über höhere Mindestlöhne, höhere Besteuerung von Reichen und so weiter zu diskutieren, sollten andere Stellschrauben justiert werden.
Dazu würde in meinen Augen gehören Wohnraum bezahlbar zu machen. Lohnnebenkosten zu senken und auch die Steuerlast (vor allem für Einkommensschwache). Die Krux bei Mindestlohn ist in meinen Augen nämlich, dass Unternehmen diese Kosten direkt an den Verbraucher weitergeben. Als Folge steigt die Inflation, was wiederum dazu führt, dass im nächsten Jahr die Diskussion von vorne los geht.
Jeder der arbeiten geht, sollte von seinem Gehalt leben können. Da sind wir uns denke ich alle einig. Wer Unterstützung benötigt, weil er nicht arbeiten kann, soll diese Unterstützung auch bekommen. Ich denke, auch da sind wir uns einig. Wenn das aber in einem "Klassenkampf" endet, wird keinem damit gedient sein. Weder denjenigen die arbeiten, noch denjenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind.
Neiddebatten und Klassenkampf wird niemandem nutzen. Und auch nicht sich oder eine Gruppe als "Opfer" darzustellen (bei allem Verständnis für die sicher nicht einfache Lage vieler, die von Armut betroffen sind). Stellt euch vor, Berufstätige würden sich als geschröpfte Opfer darstellen, weil sie jeden Morgen oder auch im Schichtdienst auf die Arbeit gehen um dann einen nicht unerheblichen Teil ihres Lohns abgeben zu müssen. Der Aufschrei wäre sicher groß....
 
Ganz im Gegenteil, die Leute hätten mehr Geld zum ausgeben, was die Wirtschaft ankurbeln würde.

Arbeiten würden die Menschen trotzdem, aber freiwillig -für einen gewissen Lebensstandard.
Angenommen, es gäbe bereits ein BGE
Wenn du dann zufällig im Lotto eine Million Euro (oder mehr) gewinnen würdest…
Würdest du es dann auch dem Staat überlassen, damit er es für weitere BGE Zahlungen (oder was auch immer) verwenden könnte?
Weil: Laut dir soll ja allen Reichen das Geld abgenommen werden…
 
Grenze für Reichtum...

Nun, insgesamt sollte das Niveau angeglichen werden, bei zu vielen Nullen gezwackt und umgekehrt.

Ganz einfach und irgendwie natürlich- weil gerecht.

Arbeit ist doch schon jetzt ein Luxusgut und so wird es weitergehen, die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen.

Jetzt ist es noch so, dass unangenehme Arbeit Sklavenmässig für zu wenig Geld verrichtet werden muss...

Wenn die Arbeit aber freiwillig ist, weil jeder schon genug hat und es nur noch darum geht, den Lebensstandard zu erhöhen, dann müssen anstrengende Arbeit, die keiner machen will, eben anständig entlohnt werden.

Arbeitnehmer mutieren doch immer mehr zu Sklaven, zu Knechten ihrer Herren.

Nein, sollen sich die Arbeitgeber mal bemühen.

Konzernbildung sollte auch verboten werden und den kleinen Selbstständigen geholfen werden.

Wer nicht arbeiten will, lässt es eben, hat dann eben seine Wohnung nicht in der besten Lage, aber wird auch nicht angefeindet, denn jeder weiß, dass Arbeit ein Luxusgut ist und wenn keiner mehr Lust hat zu arbeiten, weil die Arbeitsbedingungen nicht gut sind und es sich nicht lohnt, müssen sich die Chefs und Politiker halt mal ein bisschen anstrengen.
 
Ganz im Gegenteil, die Leute hätten mehr Geld zum ausgeben, was die Wirtschaft ankurbeln würde.

Arbeiten würden die Menschen trotzdem, aber freiwillig -für einen gewissen Lebensstandard.
Sorry für diese direkte Kritik, aber offenbar fehlt Dir das Wissen über grundlegende volkswirtschaftliche Zusammenhänge. Mit einem BLG, wie es Dir vorschwebt, würde es ganz sicher eine sehr starke Inflation geben und dazu würden noch weniger Menschen in niedrig bezahlten Jobs arbeiten, als dies ohnehin schon passiert.

Und auch das ist in Deutschland extrem: Wir zahlen 15 Euro für jemanden, der die Straße reinigt und finden trotzdem kein Personal, weil alle mit dem Bürgergeld so überversorgt sind.

Wir haben 5,5 Mio Bezieher, davon 1,5 Mio Kinder und 800k Aufstocker. Bleiben also 3,2 Mio, die eigentlich arbeiten könnten. Tun sie aber nicht. Das sind wahrlich verrückte Zustände, in die wir uns manövriert haben.
 

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