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Noch Jungfrau? Das könnten die Gründe sein...

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Ich habe ja geschrieben, dass ich es nicht gänzlich ausschließe, wenn mir mal wieder jemand begegnet, der mir zusagt. 😉
Aber das passiert äußerst selten.
 
Hier noch mal als Trost für alle unfreiwilligen Dauersingles, -jungfrauen und aus anderen Gründen vom Leben stiefmütterlich Behandelten das bekannte österreichischen Lied mit komplettem Text:

https://www.youtube.com/watch?v=gpxy-QlGCzg

"Wenn der Herrgott net will

Die Welt ist so schön und die Welt ist so reich,
Doch ist halt das Leben für alle nicht gleich.
Es geht durcheinander, es ist kunterbunt
Und doch ist die bucklige Welt kugelrund.
Ein jeder Mensch hofft, und ein jeder Mensch strebt,
Doch viele sind da, die umsonst nur gelebt,
Was nützt alles Denken, es gibt nur den Schluß,
Es kommt schließlich alles, wie kommen es muß:

Waun da Heagott net wü, nutsd des goa nix,
Schrei net um, bleib schön stumm, sog es woa nix.
So woas imma, so bleibt es für ewige Zeit:
Amoi obn, amoi unt, amoi Freid, amoi Leid.
Waun da Heagott net wü, nutsd des goa nix,
Sei net bös, net nervös, sog es woa nix.
Renn nua nicht gleich fazweihfed und kopflos herum,
Weu da Heagott wahs imma, warum.

Das Leben hat mir eine Lehre geschenkt:
Es kommt immer anders, als man es sich denkt.
Drum soll man nie sagen, es muß und ich will!
Der Herrgott entscheidet - und du halte still!
Sei immer zufrieden mit deinem Geschick,
Beneide nicht immer die andern um's Glück.
Wie schnell kann es anders oft sein über Nacht:
Das Ende wird immer von oben gemacht!

Waun da Heagott net wü, nutsd des goa nix,
Schrei net um, bleib schön stumm, sog es woa nix.
So woas imma, so bleibt es für ewige Zeit:
Amoi obn, amoi unt, amoi Freid, amoi Leid.
Waun da Heagott net wü, nutsd des goa nix,
Sei net bös, net nervös, sog es woa nix.
Renn nua nicht gleich fazweihfed und kopflos herum,
Weu da Heagott wahs imma, warum."
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber dass die Leute partnerlos sind bzw. bleiben, setzt sich schon ziemlich durch, wie ich es beobachte. Ich meine, ich gehöre auf Langzeitbasis auch zu den Partnerlosen.
Ich hatte zwar das Eine oder Andere, aber das liegt teilweise bei mir schon ein halbes Jahrzehnt oder sogar ein Jahrzehnt zurück.
Und ich bin kurioserweise erst 31.

Mit Anfang, Mitte 20 habe ich mich noch mehr in die Sachen reingestürzt - nur um zu erkennen, dass vieles schal ist und dass man auch viel verarscht wird, gerade wenn man irgendwo anders ist.
Ich habe z.B. im Teenageralter auch keinerlei Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht. Dass ich überhaupt mal mit jemandem in einem Bett lag, war das erste Mal mit 26. Ist ja noch nicht lange her.

Vieles ist bei mir bei Versuchen geblieben...
und ich gehöre nicht zur introvertierten, verschüchterten Mauerblümchensorte, so wie sich das viele bei jemandem, der solche Prinzipien hat und so wenig Erfahrung mitbringt, denkt.
Wer mich im RL sehen würde, hätte ein anderes Bild: ich bin redegewandt, meistens gut drauf, ein wenig überdreht, kommunikativ, kann auf andere zugehen/eingehen - hätte auch keine Probleme, auf Männer zuzugehen, wenn ich denn wirklich jemanden fände, wo ich irgendwie eine Basis sähe.

Vielleicht bin ich auch nicht jemand, der sich hier zu Wort melden müsste; aber ich wollte einfach mal niederschreiben, dass auch dieses Introvertierte oder dass man andere Interessen hat, nicht das einzige Hindernis irgendwo sein muss.
Man kann durchschnittlich, gut aussehen und auch viele der Mainstream-Eigenschaften, wie z.B. Witz, Extraversion usw. mitbringen und dennoch hat man vielleicht Blockaden, will auch nicht mehr so richtig oder hat eben seine Scheißerfahrungen gemacht, die einen irgendwo in eine Art Lethargie, Starre haben verfallen lassen.

Ich weiß bei mir durchaus, dass mich der Eine oder Andere vielleicht nicht so schlecht findet, aber irgendwie bin ich gegenüber Anfang/Mitte 20 heute auf andere Dinge fokussiert. Irgendwie will ich das mit den Langzeitbeziehungen nicht, genauso wenig will ich aber eine Affäre oder ONS.
Möglicherweise hätte ich einen anderen Zugang dazu, wenn nicht fast alles, was ich bisher gehabt habe, so gescheitert wäre.
Eventuell würde ich es auch wieder anders sehen, wenn mich jemand tief im Herzen berührt; aber das hatte ich schon länger nicht mehr bzw. der Letzte, dem ich das mal direkter habe zukommen lassen, hat mir das nicht geglaubt quasi, dass ich Interesse gehabt haben könnte. Ja, von so was träumt man dann.
Ich habe so viele Dinge mittlerweile erlebt, die mir die Lust auf das Ganze genommen haben - selbst wenn ich ansonsten keine nennenswerten psychischen, physischen Probleme habe und mein Leben wieder mehr in geordneten Bahnen verläuft.
Die meiste Zeit über bin ich mit meiner Selbstständigkeit zugange, der Organisation der Arbeit, meinen Hobbies, Freunden und Bekannten.
Ich sehe das deshalb ähnlich wie Primavera: irgendwann juckt einen das Ganze nicht mehr so. Wenngleich die Enttäuschungen vielleicht immer noch in einem wabern. Vielleicht wabern sie bei mir noch ein bisschen mehr als bei Primavera; aber das kann auch an unserem Altersunterschied liegen.

Im Übrigen hatte und habe ich keinen Kinderwunsch. Das können sich auch viele nicht vorstellen. Ich bin v.a. noch jemand, der offen dazu steht. Habe das sogar schon bei Arbeitgebern gesagt, dass sie sich bei mir keine Gedanken machen müssen, da ich partnerlos bin und sowieso keine Kinder möchte. Ich habe dadurch keine nennenswerten Probleme, so an Arbeit zu kommen, mehr.

Ein Jahrzehnt Single und du bist 31? Bei mir ist es noch kurioser. Fast 27 und 9 Jahre single. Aber der Punkt mit den schlechten Erfahrungen trifft wahrscheinlich auf viele zu. Nach einer Zeit wenn man merkt das das andere Geschlecht auch nicht wirklich Interesse hat kommt halt mit der zeit auch der gedanke: wozu einen Partner/in suchen? Eine Affäre oder ONS wären wohl wirklich nicht das ware. Es sind alles zusammen gesehen alles so Gründe wo man sich letzten Endes sowieso mit seiner Situation abfindet (früher oder später). Hat aber auch Vorteile. Wie bei dir z.b das der zukünftige Arbeitgeber keine angst haben muss das mal schwanger wirst. Auch finanziell steht man alleine meist besser da. Man hat auch kein Stress oder muss Rücksicht auf jemanden nehmen. Auch ein gefühlschaos bleibt aus. Partnerschaft und Single sein hat vor und Nachteile. Das eine ist nicht besser als das andere und umgekehrt. Trotzdem kann man dies und das machen um seine Chancen zu erhöhen. Ob das dann aber was bringt wenn jemand vorher nie Interesse vom anderen geschlecht erfahren hat bleibt fraglich.
 
@Panthi und chronos89:
Ich toppe euch beide noch 😀 - habe dann aber doch noch (zweimal) jemanden gefunden.

Partnerschaft und Single sein hat vor und Nachteile. Das eine ist nicht besser als das andere und umgekehrt. Trotzdem kann man dies und das machen um seine Chancen zu erhöhen. Ob das dann aber was bringt wenn jemand vorher nie Interesse vom anderen geschlecht erfahren hat bleibt fraglich.
Genau. So sehe ich das auch.

Leider ist der Mainstream so blöd zu glauben, dass man ab einem bestimmten Alter nur mit Partner etwas wert und "normal" wäre. 🙄
Die zahlreichen Trennungen und Scheidungen sollten eigentlich eine deutliche Sprache sprechen, dass Partnerschaft keine Glücksgarantie ist. Aber Hauptsache, "man" gehört dazu - besser geschieden oder vom Partner misshandelt und gedemütigt, als zu sterben, ohne jemals einen Partner gehabt zu haben.

Ich gehe mittlerweile, soweit es mir möglich ist, auf Distanz zu Menschen, die ihre Mitmenschen nur mit Partner, Freundeskreis und Mainstreamleben für voll nehmen. Privat ist es noch wesentlich einfacher, sich von solchen Typen weitestgehend fern zu halten, als im Beruf. Ich muss mich im Privatleben nicht freiwillig mit Leuten abgeben, die mir offensichtlich keinen Respekt entgegen bringen, sich nicht für mich interessieren und in meiner Gegenwart nur ihre Angebergeschichten und Sticheleien loswerden wollen. Und selbst beruflich lassen sich solche Kontakte bis zu einem gewissen Grad dosieren. Auch wenn ich nicht mehr die große Karriere machen werde, verdiene ich inzwischen doch genug, um gut davon leben zu können. Ich muss nicht mit irgendwelchen Vorgesetzten und sonstigen Leuten schleimen und vor ihnen mein Mainstreamleben mit Partner, Familie, Eigenheim, Fernreisen, Golf, Ski- und Segelurlaub ausbreiten, nur um mich als eine der ihren zu erweisen und dadurch noch weiter nach "oben" zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt aber auch Frauen, die einen sensiblen und feinfühligen Mann zu schätzen wissen. Ebenso, wie es vielleicht auch (wenigstens vereinzelt?) Männer gibt, denen Charakter, Bildung und Grips bei einer Frau wichtiger sind als die körperliche Attraktivität.

Diese lauten, empathie- und rücksichtslosen Selbstdarsteller (Typen wie Helmut Kohl und sonstige Großschnauzen) finde ich einfach nur abstoßend.

Ich habe immer wieder die beklemmende Erfahrungen gemacht, dass diese Großschauzen, diese rücksichtslosen Pöbler, die einfach andere ohne Rücksicht auf Verluste niedermachen, in der Gesellschaft angesehen sind und vorankommen. Auch im Beruf pöbeln sich diese Figuren in die Spitzenpositionen.

Kritisch gesehen und niedergemacht werden die Stillen und Sensiblen, die sich über alles Gedanken machen und auf jeden Rücksicht nehmen.

Und von diesen Selbstdarstellern läßt sich die Masse auch so grausam verblenden. Ich denke gerade an die Schauspielerin Uschi Glas, deren Selbstdarstellung mich persönlich immer abgestoßen hat. Die Äußerungen ihres Sohnes Ben Tewaag kürzlich gaben mir zu denken. Ich möchte nun nicht diskutieren, was dieser Ben gesagt hat, aber es gab mir zu denken. Ich kann nicht verstehen, warum sich die Leute von solchen Shows verblenden lassen.

Für mich ist das immer von Neuem tragisch, zu sehen, wie die Skrupellosen und die Blender gefeiert werden. Ich schaue immer lieber bei jenen Leuten genauer hin, die gesellschaftlich eher am Rand stehen.
 
Mit 22 bin ich auch noch Jungfrau.
Aber das aus eigener Entscheidung heraus.

Die Möglichkeit das zu ändern hatte ich nicht zu wenig.
Wie auch Panthi, bin ich weder auf Langzeitbeziehungen noch auf Affären aus.

Ich sehe das aber bei Weitem nicht negativ.

Ich hab das mal negativ empfunden, da ich dachte mit mir würde etwas nicht stimmen.
Ob ich vielleicht egoistisch, ich-fixiert oder auch ablehnend bin.
Aber das würde ich alles nicht von mir behaupten wollen noch können.

Irgendwann hab ich aber einfach aufgehört das zu interpretieren zu versuchen, irgendwelche Dinge auszumalen, ob ich einfach nur verkorkst bin, ob ich zu hohe Ansprüche habe, was auch immer. Da ist mir bewusst geworden, ich hab einfach keine Lust darauf. Das mag sich ändern, aber im Moment, da will ich mein Ding durchziehen.

Ich mag mich, meine Gesellschaft und was ich für Möglichkeiten habe. Ich habe Pläne, die ich immer verwerfen kann um andere Sachen zu machen, muss auf niemanden achten oder bedenken.

Und Sex, naja, um ehrlich zu sein... entweder man hat ihn oder man hat ihn nicht. Und nicht immer braucht man eine zweite Person dafür.
Zum anderen kann ich auch Menschen nicht immer sehr lange um mich haben. Also nicht, dass ich Freunde oder Bekanntschaften "beende", sondern ich ziehe mich einfach zurück. Freunde können das verstehen, da sie ja in ihrem eigenen Leben involviert sind. Bei einem Partner ist das schwierig.
Es ist nunmal eine Sache mit jemandem zu sein, der das versteht und in seiner Eigenständigkeit genauso viel Rückhalt findet, wie ich in meiner. Dass man nicht in der Abhängigkeit voneinander lebt, sondern wie ein Buddy-System einfach nur aufeinander zukommt.
Nicht, dass ich mich irgendwann mit meiner Lage "abgefunden" habe, im Gegenteil.

Ich finde meine Lage bietet mir tausend Möglichkeiten, wie auch jede andere einem tausend andere bieten.

Im Grunde macht es nicht so einen Unterschied was man hat oder nicht hat. Irgendwas wird immer gut und immer blöd sein.

Ich hätte auch kein Problem damit bis ich sterbe Jungfrau zu bleiben. Mein Gott, dann bin ich eh tot, dann wird's auch keinen Unterschied machen was ich getan habe oder nicht.

Aber das ist meine Lebensweise, und ich bin damit auch ziemlich happy. Und das ist für mich am wichtigsten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer damit kein Problem hat, ist doch in Ordnung. Ich stütze allerdings die These, dass sich mit großem Bekanntenkreis mehr Frauen kennenlernen lässt, zumal man dadurch viel mehr unternimmt und das ergibt mehr Chancen, Frauen kennenzulernen.

Es ist auch komisch, wenn man eine Frau kennenlernt und erzählt, dass man keine Freunde hat.
 
Es ist auch komisch, wenn man eine Frau kennenlernt und erzählt, dass man keine Freunde hat.

Wenn er das komisch findet, wird sie das auch komisch finden.

Warum schämst er sich dafür? Schämst er sich selbst gegenüber?

Ich hab viele Männer kennengelernt, die keine bis sehr wenige Freunde hatten. Und was eher auffiel war, dass sie versuchten angestrengt ein Leben vorzuführen, wie ein gebautes Konstrukt um die Unsicherheit zu verschleiern.

Das hat sich dann oft in falschen, übertriebenen bis hin zu lästigen Erwartungen geäußert.

Bei denen die voll cool mit ihrer Situation umgingen, die auch gerne mit sich selbst waren, war das halt kein Thema. Wen niemand etwas thematisiert, was es auch nicht zu thematisieren braucht, wo soll dann das Problem sein?

Alles eine Frage des Mindsets.
 
Leider ist der Mainstream so blöd zu glauben, dass man ab einem bestimmten Alter nur mit Partner etwas wert und "normal" wäre.
Also mir persönlich ist der Mainstream sch***egal. Aber durch das Dauersingledasein geht es mir schlecht. Ist halt so. Das kann ich mir nicht wegreden. Wenn das andere können, ok. Hauptsache sie machen sich nicht was vor.

Heute im Wartezimmer gesehen. Ein junges Pärchen, 3 Kinder. Schienen ziemlich glücklich.

Die zahlreichen Trennungen und Scheidungen sollten eigentlich eine deutliche Sprache sprechen, dass Partnerschaft keine Glücksgarantie ist.
Es kommt drauf an, nach welchen Kriterien man in eine Partnerschaft geht. Geht es nur nach beruflichem oder sozialem Status oder nach materiellen Dingen, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man sich unerfüllt und leer fühlt. Weil die menschliche Komponente fehlt. Dann wechselt man seine Partner durch wie irgendeinen Konsumgegenstand und wird nie begreifen, dass man nicht wirklich glücklich ist, sondern seine Unausgefülltheit mit oberflächlichen Dingen zu kompensieren trachtet. Was aber nie wirklich zu Erfolg führen wird.

Mit 22 bin ich auch noch Jungfrau.
Aber das aus eigener Entscheidung heraus.

Die Möglichkeit das zu ändern hatte ich nicht zu wenig.
Die Möglichkeit, jederzeit was eingehen zu können, macht denke ich da jede Menge aus. Nimmt einen haufen Druck weg und man kann alles viel leichter und lockerer sehen.
 
Die Möglichkeit, jederzeit was eingehen zu können, macht denke ich da jede Menge aus. Nimmt einen haufen Druck weg und man kann alles viel leichter und lockerer sehen.

Stimmt. Aber, im Grunde steht das jedem frei, zu vielerlei Bedingungen. Die Frage ist nun einmal, ob man auf diese "Bedingungen" Bock hat.
Einfach mit jemandem zu v*geln würde bei mir auch nicht den Braten fett machen, weil mein sexueller Trieb jetzt nicht so krass ist, dass ich es unbedingt muss. Wer so ein großes sexuelles Verlangen hat, kann sich dem Abhilfe verschaffen.

Also, geht es hier also eigentlich um "Ich hab noch nie.." oder was anderes?

Im Grunde ist es eigentlich so gut wie jedem frei. Auch wenn da Geld ins Spiel kommt. Nur... da geht's halt um "Bedingungen" oder besser gesagt "Umstände", die man dann doch, jeder für sich, wiederum entscheidet.
 
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