Hallo
kann mir vielleicht jemand eine frage beantworten? wenn ich rente beantragen möchte,wegen unfähigkeit arbeiten zu gehen,aus dem grund des sex.mißbrauch in der kindheit und deren folgen ,muß man dann auch den täter anzeigen?....geht das alles auch ohne anzeige?....
wie fange ich an,wo schreibe ich hin?😕
danke
sonnenlichtlein🙂
Hallo Sonnenlichtlein!
Bei mir wars auch sex. Missbrauch in der Kindheit!
Ich schreib Dir kurz meinen Weg, vielleicht hilft es Dir!
Der Missbrauch fand statt 1983-1987 ich war zwischen 9 und 13 Jahren.
Mein Lebenlang stand ich unter dem Druck immer viel arbeiten zu müssen. Die Taten hatte ich komplett verdrängt! Wahrscheinlich funktionierte das alles auch nur so gut weil ich eben so viel arbeitete, keine Ahnung, wäre aber eine Erklärung...
Ok im Mai letzten Jahres dann der Zusammenbruch...
Dann kam ich auf Anraten meines Arztes zur Psychotherapie und dann, ja dann ging es erst richtig los...
Die Therapeutin erwischte mit einem Fragebogen einen wunden Punkt und dann war es wieder da!
Reden konnte ich bis dato gar nicht darüber...
Also schrieb ich es auf, was sehr, sehr zermürbend war. Meine Therapeutin laß dies und rief bei der Polizei an.
Sie verschaffte sie Infos die sie mir gab.
Ich war über Wochen in diesem Leid was wieder da war versunken.
Meine Kinder, mein Mann, keiner wußte was los war...
Irgendwann kam ich an einen Punkt an dem ich kapierte, dass ich kämpfen muss, wenn nicht für mich, dann für meine Kinder!
Das tat ich
dann auch, nach einigen weiteren Wochen ging ich zur Polizei und erstattete nach 25 Jahren Anzeige! Das war bei weitem nicht einfach!!! Den Antrag auf Opferentschädigung stellte ich auf Anraten des weissen Ring`s und der Polizei. Mehr Hilfe bekam ich nicht. Nur meine Therapeutin, bei der ich auch heute noch in Behandlung bin, schafft es mich so aufzubauen, dass ich einigermaßen mit meinem Leben klar komme!
Arbeit habe ich inzwischen keine mehr, da ich mich von meinem Mann getrennt habe und meinen Sohn betreuen muss und weil ich mich nicht in der Lage fühle wieder so viel zu arbeiten!
Mein Täter liegt im Pflegeheim an irgendwelchen Schläuchen und wird rund um die Uhr versorgt. Die Taten waren natürlich verjährt.
Ich als Opfer stehe nun da und bin allein, kämpf mich mit meinen Kindern durch die gesamte Bürokratie und versuche irgendwie sämtliche Steine aus dem Weg zu räumen.
Hierfür hole ich mir ständig von Leuten Rückenwind, die es zu etwas gebracht haben in Ihrem Leben!
Letztlich hab ich unserer Frau Merkel einen Brief geschrieben und bekam sogar einen Antwort. Dies hätte ich nie für Möglich gehalten!
Aber selbst Sie schreibt mir ich soll alle rechtl. Mittel ausschöpfen und ich denke das sollte ich auch ernst nehmen und machen!
Mein Arzt, mein Anwalt, die haben des auch noch nie erlebt, dass jemand mit nem Brief aus dem Kanzleramt erscheint und sagt, "Guck hier da steht ich soll kämpfen! Helfen sie mir?"
Vielleicht kannst Du Dir ja für Dich etwas aus meiner Geschichte raus ziehen!
Den Antrag musst Du beim zuständigen Versorgungsamt stellen!
Das Problem mit der Glaubwürdigkeit hatte ich Gott sei dank nicht!
Denn mein Täter war schon einmal wegen Vergewaltigung inhaftiert!
Alles Gute Sonnenlichtlein!
Und Du kannst mir auch über mein Profil e-mail schicken wenn Du weitere Infos brauchst, oder Hilfe!
Was ich weiß oder kann, teile ich Dir gern mit!