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Gesunder Umgang mit Religion = Hilfe im Leben?

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Wenn ich mein Bestes in meinem Leben gebe, dann ist das alles, was ich tun kann. Sollte es einen Gott geben, also etwas, dass die gesamte Welt zusammenhält, dann wird Gott bestimmt nichts gegen einen haben, der sein Bestes gibt. Oder?

Klingt logisch - nur frage ich mich natürlich, ob es immer "gesund" ist, so einen hohen Anspruch an sich selbst zu haben, dass "der die ganze Welt zusammenhält" auch "nichts gegen mich hat".

Woran würde ich denn merken, dass "Gott etwas gegen mich hat"?
 
Wenn ich mein Bestes in meinem Leben gebe, dann ist das alles, was ich tun kann. Sollte es einen Gott geben, also etwas, dass die gesamte Welt zusammenhält, dann wird Gott bestimmt nichts gegen einen haben, der sein Bestes gibt. Oder?

Hat Hitler sein Bestes gegeben?🙄

Ich denke sein Bestes geben ist sehr pauschal. Sein Bestes für was?🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Werner!

Klingt logisch - nur frage ich mich natürlich, ob es immer "gesund" ist, so einen hohen Anspruch an sich selbst zu haben, dass "der die ganze Welt zusammenhält" auch "nichts gegen mich hat"...
Ich glaube, dass ich im Grunde den einfachsten und unkompliziertesten Weg beschreibe. Welcher Gott sollte etwas gegen einen Menschen haben, der mit allen seinen Kräften sein Bestes gibt?

...Woran würde ich denn merken, dass "Gott etwas gegen mich hat"?
Ich glaube, dass niemand das wissen kann. Es ja auch völlig egal - Hauptsache ich gebe mein Bestes.
 
Hallo polgara!

...

Ich denke sein Bestes geben ist sehr pauschal. Sein Bestes für was?🙂
"Sein Bestes geben" ist die Grundlage, aus der die verschiedensten Ziele und Handlungen entstehen können. Verschiedene Menschen können zu unterschiedlichen Zielen kommen, wenn sie ihr Bestes geben. Einzig und allein die Gesinnung, aus der heraus etwas geschieht, ist wichtig.

Wir können das Gute wollen, aber wie wir es konkret umsetzen, hängt oft von Umständen ab, die wir nicht in der Hand haben: Kultur, Gesundheit, Bildung, Eltern, Klima...
 
@ EuFrank: Ich kann deine Haltung und Einstellung gut nachvollziehen, da ich auch in der Regel versuche, mein "Bestes" zu tun ... nur ist halt oft im Vorhinein nicht klar, ob das, was ich für "gut" halte auch für eine Sache oder einen anderen Menschen "gut" ist.

Mir scheint, die Verknüpfung von "sein Bestes geben" und "den Ansprüchen eines Gottes oder einer Religion genügen wollen" kann schon zu einer Art "Leistungsdruck" führen. Habe ich zumindest schon oft beobachtet, nicht nur bei mir in meinen religiösen Zeiten sondern auch bei vielen "Gläubigen".

Aber dir scheint es ja zu gelingen, locker zu bleiben 🙂
 
Hallo Werner!

...ist halt oft im Vorhinein nicht klar, ob das, was ich für "gut" halte auch für eine Sache oder einen anderen Menschen "gut" ist...
Diese gewisse Subjektivität ist nicht vermeidbar. Aber welche Alternative haben wir denn, als immer nach unserer besten Überzeugung zu handeln?

...Mir scheint, die Verknüpfung von "sein Bestes geben" und "den Ansprüchen eines Gottes oder einer Religion genügen wollen" kann schon zu einer Art "Leistungsdruck" führen. Habe ich zumindest schon oft beobachtet, nicht nur bei mir in meinen religiösen Zeiten sondern auch bei vielen "Gläubigen".

Aber dir scheint es ja zu gelingen, locker zu bleiben 🙂
Wer sich einem bestimmten Gottesbild unterwirft, kann leicht in Stress oder unter Druck geraten. Das ist aber nicht mit meinem Umgang mit Religion gleichzusetzen.

Die Religon darf uns nicht fremdbestimmen. Bei mir ist es so, dass ich bestimme, wo es lang gehen soll. Und wenn ich mein Bestes gebe, dann kann ich mir in einem zweiten Schritt keine "vernünftige" Religion vorstellen, die dies nicht gutheißen könnte.

Das Leid, das Religionen verursachen, besteht in meinen Augen also fast ausschließlich aufgrund einer unbegründeten Unterwerfung unter diverse Regeln und Gesetze dieser Religion. Man unterwirft sich einem Weltbild, was eher zufällig ist, was scheinbar plausible Antworten auf die Rätsel des Lebens gibt. Man weiß plötzlich, wo es lang geht, braucht nur in der Bibel nachzulesen etc.

Fazit:
Religion verursacht häufig Leid, indem der Einzelne das Weltbild und die Anforderungen der Religion auf sich nimmt statt sich selbst um sein Seelenheil zu kümmern.

Wer dagegen versucht, sein Bestes zu geben, der ist relativ gelassen, weil er sich nichts vorzuwerfen braucht. Er gibt ja schon alles. Das ist eine besondere Form seelischer Gesundheit und Zufriedenheit.
 
Hallo Eu-Frank, hab ich es richtig verstanden, wenn ich deine Kommentare lese, dass du dem möglichen Gott damit quasi sagst:

Lieber möglicher Gott, da du dich nirgends offenbarst und falls du es getan hast, es auf eine so liederliche Weise getan hast, dass man dem keinen Glauben schenken kann, wenn man ein modern denkender Mensch ist, schmeiß ich mal alle diese Offenbarungen (einschließlich dieser furchtbaren wie man will auslegbaren Bibel) über Bord und tu MEIN Bestes, ohne Rücksicht auf diese komischen Offenbarungen, von denen man doch nicht im Geringsten weiß, ob sie von dir kommen.

Wenn du nicht existierst, lieber möglicher Gott, dann habe ich genau das Richtige getan mit diesen unbrauchbaren Offenbarungen und nichts verkehrt, weil MEIN Bestes hat ja eigentlich nicht viel mit dir, du Gott, zu tun, sondern ich würde es auch ohne dich geben, weil ich darauf bedacht bin, dass es uns auf der Welt erträglich geht, uns Menschen.

Wenn du aber existierst, du lieber möglicher Gott, dann kann ich nur sagen, entweder du willst uns alles vera.... mit diesen unglaubhaften Offenbarungen oder du hastse nicht alle oder du willst uns durch das Chaos der Offenbarungen zeigen, dass wir doch UNSER Bestes tun sollen und dabei nicht dauernd auf dich du möglichen Gott blicken sollen. Auf jeden Fall hast du uns zwar erschaffen, aber kein Interesse daran, dass wir dich kennenlernen, bestenfalls willst du scheinbar, dass wir es endlich lernen, uns selbst "göttlich" zu verwalten, ohne an dich zu denken.

Oder du willst doch, dass man dich kennenlernt und wir haben es noch nicht geschnallt, durch welche der Offenbarungen, wir was über dich lernen können, außer, indem man in die Berge geht usw.

Was will ich damit sagen, nichts, ich will damit nichts proklamiern. Ich würde nur gern verstehen, ob das die Alternativen sind, die aus deinem Denken entspringen.

Viele philosophische Grüße

Sigi
 
Frank, ich hab dich mit "das Beste geben" so verstanden:

Jeder Mensch hat seinen Grad an Erkenntnis und Reife. Und jeder Mensch kann
- danach handeln, dann gibt er sein Bestes
- nicht danach handeln, weils unangenehme Folgen haben könnte
- dagegen handeln, aus Egoismus oder was auch immer.

Das "tue recht, und scheue niemand" geht auch ganz losgelöst von Gott oder einer Religion. Und - ein Gott vorausgesetzt, kann unmöglich erwarten, dass ein Mensch nach Erkenntnissen handeln würde, die er garnicht hat.

So gesehen, darf der (lange) Weg des Lernes und zur Reife auch mal Irrtümer enthalten - die eben von "Gott" nicht als Sünde angesehen würden. Diese Sicht führt weg von der Angst vor einem strafenden Gott, und hin zu Gelassenheit.

Peter
 
Ich sehe im Grunde genommen auch wie EUFrank: Ich gebe (meistens 🙂) mein Bestes in Beziehungen, auf der Arbeit, in der Familie für die Umwelt, hier im Forum...

Kann man sich jedoch stets der Konsequenzen für sein Bestes für seine Umwelt bewusst sein? Ich denke nicht.
Eine jede Bewegung hat weitreichende Konsequenzen.
Die beste Absicht kann in einem Chaos enden.

Wenn ich gläubig wäre und meinem Gott vertraute, dann würde ich nicht mein Bestes geben, sondern mich nach den Regeln meines Gottes richten. Auch wenn dies bedeutete, dass ich gegen meine Überzeugungen handeln müsste, da ich dann davon ausginge, dass Gott den "Überblick" über die notwendigen Taten hätte und mit seinen "Anweisungen" das "Chaos" vermiede.

Da ich jedoch nicht gläubig bin, tue ich mein Bestes und hoffe, dass ich die KOnsequenzen, die ich nicht absehen kann tragen kann.
 
Hallo Sigi!

Ich wundere mich ein wenig darüber, wie Du über mich denkst. Du unterstellst mir hier einen recht aggressiven Tonfall gegenüber Gott ("verar...", "liederlich" etc). So unverschämt habe ich hier nie über Gott geredet. Weil ich sowenig über ihn weiß, halte ich mich mit Aussagen über ihn (demütig) zurück. Ich bin nur ein dummer unvollkommener Mensch und maße mir nicht an, irgendetwas über Gott zu wissen.

Dass ungefähr einzige, was ich zu "wissen" glaube, ist, dass es recht wahrscheinlich ist, dass es so etwas wie Gott gibt, also ein integratives Element, dass Sinn stiftet im Chaos der erlebten Welt.

Ein wenig noch zu Deinen konkreten Aussagen:

... schmeiß ich mal alle diese Offenbarungen (einschließlich dieser furchtbaren wie man will auslegbaren Bibel) über Bord und tu MEIN Bestes, ohne Rücksicht auf diese komischen Offenbarungen, von denen man doch nicht im Geringsten weiß, ob sie von dir kommen...
Die Bibel ist eine Hypothese über das Leben des Menschen. Meine eigene Gesinnung ist dagegen keine Hypothese, sondern Wirklichkeit. Im Hinblick auf die Bibel begebe ich mich damit aufs Glatteis. Im Hinblick auf meine eigene Gesinnung weiß ich genau, was ich will und denke etc.

... weil MEIN Bestes hat ja eigentlich nicht viel mit dir, du Gott, zu tun, sondern ich würde es auch ohne dich geben, weil ich darauf bedacht bin, dass es uns auf der Welt erträglich geht, uns Menschen...
A) Ich könnte mir schon denken, dass es Gott (wenn es ihn gibt) sehr gefällt, wenn ich mein Bestes gebe. Also hätte es viel mit Gott zu tun.
B) Es geht mir nicht darum, dass die Welt für mich erträglicher ist. Manchmal muss man auch schmerzhafte, unangenehme Dinge tun.

...Wenn du aber existierst, du lieber möglicher Gott, dann kann ich nur sagen, entweder du willst uns alles vera.... mit diesen unglaubhaften Offenbarungen oder du hastse nicht alle...
Wie kannst Du mir nur so einen Tonfall in den Mund legen?
 
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