Werner
Sehr aktives Mitglied
Entscheiden muss man aber[/B] selbst.
...
Du hast immerhin die Überzeugungen und Ansichten der anderen an Deiner eigenen Vernunft gemessen. Du bist der Boss geblieben, weil Du ihre Ansichten nicht unkritisch hingenommen oder übernommen hast.
Ja, so sehe ich das auch.
Ein passendes Bild ist für mich folgendes: Als Individuum bin ich wie eine Pflanze in einem Gewächshaus bzw. einem großen Topf (die Umgebung, in der ich heranwachse). Nun werde ich erwachsen und muss schauen, in welchem Boden und welcher Gegend im "Freiland" ich meine Wurzeln schlagen und (über)leben kann.
Da geht es nicht darum, was "für alle Pflanzen" richtig oder gut ist - sondern für mich selbst PASSEND. Dieses "passend" scheint mir das Schlüsselwort zu sein - gerade auch in geistigen Dingen. Es gibt sicher viele Menschen, zu denen ein katholischer Glauben passt - sonst würden nicht so viele ihn wählen. Zu anderen passt es besser, an keinen Gott zu glauben, zu wieder anderen, sich darüber überhaupt keine Gedanken zu machen.
Wichtig finde ich daher, dass man sich die Wahl lässt - und natürlich auch seinen Kindern. Glauben als Angebot, also Option, nicht als ein "Muss". Wenn ein Glaubenssystem diese freie Wahl nicht anbietet und stattdessen bei der "falschen Wahl" mit sehr unangenehmen Konsequenzen (im jetztigen und künftigen Leben) droht, verunmöglicht es meiner Meinung nach einen "gesunden" Umgang schon im Ansatz.