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Gesunder Umgang mit Religion = Hilfe im Leben?

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Entscheiden muss man aber[/B] selbst.
...
Du hast immerhin die Überzeugungen und Ansichten der anderen an Deiner eigenen Vernunft gemessen. Du bist der Boss geblieben, weil Du ihre Ansichten nicht unkritisch hingenommen oder übernommen hast.

Ja, so sehe ich das auch.

Ein passendes Bild ist für mich folgendes: Als Individuum bin ich wie eine Pflanze in einem Gewächshaus bzw. einem großen Topf (die Umgebung, in der ich heranwachse). Nun werde ich erwachsen und muss schauen, in welchem Boden und welcher Gegend im "Freiland" ich meine Wurzeln schlagen und (über)leben kann.

Da geht es nicht darum, was "für alle Pflanzen" richtig oder gut ist - sondern für mich selbst PASSEND. Dieses "passend" scheint mir das Schlüsselwort zu sein - gerade auch in geistigen Dingen. Es gibt sicher viele Menschen, zu denen ein katholischer Glauben passt - sonst würden nicht so viele ihn wählen. Zu anderen passt es besser, an keinen Gott zu glauben, zu wieder anderen, sich darüber überhaupt keine Gedanken zu machen.

Wichtig finde ich daher, dass man sich die Wahl lässt - und natürlich auch seinen Kindern. Glauben als Angebot, also Option, nicht als ein "Muss". Wenn ein Glaubenssystem diese freie Wahl nicht anbietet und stattdessen bei der "falschen Wahl" mit sehr unangenehmen Konsequenzen (im jetztigen und künftigen Leben) droht, verunmöglicht es meiner Meinung nach einen "gesunden" Umgang schon im Ansatz.
 
Nach seinen Erkenntnissen handeln - ist das beste.

Erstmal Glückwunsch zu deinen 5555 Beiträgen 🙂 Pete!

Wenn wir jeden Menschen als etwas verstehen, das "Gott" in einer bestimmten, einmaligen Weise ausdrückt, dann muss es auch viele einmalige Erkenntnisse geben - und jede davon beschreibt einen Teil der gesamten Wahrheit.

Wenn ein Großvater zwanzig Enkel hat, wird sicher auch jeder von ihnen andere Geschichten erzählen und eine andere, einzigartige Beziehung zu ihm aufbauen ... das kann dann auch eine "komplizierte" sein 😉 was passt, wenn der Großvater ebenso eine "komplizierte" Seite hat.
 
Wichtig finde ich daher, dass man sich die Wahl lässt - und natürlich auch seinen Kindern. Glauben als Angebot, also Option, nicht als ein "Muss". Wenn ein Glaubenssystem diese freie Wahl nicht anbietet und stattdessen bei der "falschen Wahl" mit sehr unangenehmen Konsequenzen (im jetztigen und künftigen Leben) droht, verunmöglicht es meiner Meinung nach einen "gesunden" Umgang schon im Ansatz.

Ja genau. Diese Wahlmöglichkeit finde ich essenziell, damit ich mich in einer Religionsgemeinschaft wohl fühlen kann. Leider lehnen es die meisten Religionen ab, ihren Mitgliedern die Wahlfreiheit zu lassen und drohen stattdessen mit den genannten Restriktionen, Sanktionen und Konsequenzen. Der diesbezügliche Spitzenreiter ist wohl der wahhabitische Islam, der jedem, der sich gegen die Religion entscheidet die Todesstrafe androht. Ich finde das ziemlich gruselig...
 
Ja genau. Diese Wahlmöglichkeit finde ich essenziell, damit ich mich in einer Religionsgemeinschaft wohl fühlen kann.

Ich stelle mir gerade eine große Messe vor, auf der sich alle möglichen Weltanschauungen dem Publikum vorstellen und die Besucher können sich an jedem Stand etwas mitnehmen, das am Ende ihren individuellen "Blumenstrauß" ergibt.

Auf der Frankfurter Buchmesse gibt es ja zahlreiche Stände mit allen möglichen religiösen Verlagen - da schaut man doch in viele ernste und wenige lockere Gesichter ... eben weil die allermeisten meinen, sie müssten allein die "einzig wahre Geschichte des Großvaters" erzählen 😉
 
Ich stelle mir gerade eine große Messe vor, auf der sich alle möglichen Weltanschauungen dem Publikum vorstellen und die Besucher können sich an jedem Stand etwas mitnehmen, das am Ende ihren individuellen "Blumenstrauß" ergibt.

Ich erlebe aber gerade bei sehr religiösen Menschen immer wieder, dass sie ausgerechnet diese Wahlfreiheit kritisieren. Ihrer Ansicht nach sei Religion kein Gemischtwarenladen, in dem man sich die passenden Bausteine zusammensuchen könne, sondern Religion wäre eindeutig und verbindlich, ehern und festgezimmert. Und die Bibel (bzw. die jeweilige religiöse Basisschrift) wäre das Korsett; der Maßstab aller Dinge; unveränderlich auf ewig, da Gottes Wort.

Aber genau das macht Religionen aus meiner Sicht so starr und auch unerbittlich.
 
Aber genau das macht Religionen aus meiner Sicht so starr und auch unerbittlich.

Ich finde, es ist gut, dass es auch die "starre Variante" als Auswahl gibt - sonst gäbe es ja nicht so viel zum daraus Teile zu entnehmen und man könnte nicht das Freiheitsgefühl beim Verlassen einer solchen Religion genießen 🙂

Die einen mögen halt eher Fertiggerichte, All-inklusive-Pakete und Textvorlagen - die anderen kaufen selbst auf dem Markt ein und kochen selbst, planen den Urlaub alleine und denken sich selbst aus, was in einem Text stehen soll.

Wenn wir die Freiheit einfordern, müssen wir auch die Freiheit zugestehen, die Freiheitsoption abzulehnen (solange wir selbst "frei" bleiben dürfen).
 

Ich stelle mir manchmal vor, dass Stiftung Warentest Weltreligionen testet 🙂.


Das ist vielleicht eine Marktlücke - warum machst du es nicht selbst 😉 ?

Und nicht nur Weltreligionen - auch die "Kleinen" wären da interessant. Vor allem ein "Beipackzettel" mit den Nebenwirkungen sollte gesetzlich vorgeschrieben sein (und eine Aufnahme erst ab 18 Jahren möglich, inkl. Unterschrift, Rücktrittsrecht usw.).

Wobei das Leben selbst ja der beste Test ist ...
 
Ich erlebe aber gerade bei sehr religiösen Menschen immer wieder, dass sie ausgerechnet diese Wahlfreiheit kritisieren. Ihrer Ansicht nach sei Religion kein Gemischtwarenladen, in dem man sich die passenden Bausteine zusammensuchen könne, sondern Religion wäre eindeutig und verbindlich, ehern und festgezimmert. Und die Bibel (bzw. die jeweilige religiöse Basisschrift) wäre das Korsett; der Maßstab aller Dinge; unveränderlich auf ewig, da Gottes Wort.

Aber genau das macht Religionen aus meiner Sicht so starr und auch unerbittlich.
Das ist doch längst ein Gemischtwarenhandel das Christentum. Es wurde doch so erfolgreich, weil es einfach die Riten unserer einheimischen Religion kopiert hat. Marienverehrung, Feier der Wintersonnenwende, etc..
80% der deutschen Christen glauben an Wiedergeburt im hinduistischen Sinn.

Würde es wie vor 500Jahren zugehen, gäbe es ne Gewissensprüfung: glaubst du an Wiedergeburt, hängst du ner ketzerischen fremdländischen Lehre an, ok, wickelt seine Eingeweide um nen Stock, lasst ihn zuschauen.

Das sind doch nur noch Rückzugsgefechte. Auch die Radikalisierung der kathol.Kirche im Moment, deren Zukunft liegt in Schwellen- u.Drittweltländern, da kommen radikale aussagen und klare Ansagen besser an als in Mitteleuropa.

Es gibt ne Theorie, dass in 200-300Jahren keine äußerlichen Unterschiede zwischen den Menschen sein werden, weil fremdländische einem durchschnittlich attraktiver vorkommen, und man Kinder von zweier ethnischer Herkünfte auch meist als attraktiver wahrnimmt. Es gibt ne Fortpflanzungspräferenz in der Natur die dafür sorgt, dass es auf Dauer keine ethnisch-reinen Menschen mehr gibt, und auf noch längere Zeit man die Menschen gar nicht mehr unterscheiden kann, alles Mischlinge von allem. (sagt das keinem Fascho, da geht der auf 180 ^^).

Und ich denke fortschreitend mit dieser Globalisierung auch des Gemüts der Menschen, wird sich nen relativ einheitliches zusammengemischtes Glaubensverständnis entwickeln. So wie es jetzt innerhalb einer Region schon nen mehrheitliches Verständnis gibt, aufgrund gleicher Mentalität.

EDIT: Die Theorie geht natürlich von weiterhin preiswert verfügbarer Transportenergie aus, damit die Menschen sich begegnen können. Also wird vermutlich nicht eintreffen, wenn ich mal so drüber sinniere.
 
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