Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

habt Ihr mehr traurige Kinheitserinnerungen oder mehr schöne?

...Lena...bin schon gespannt-wie s weitergeht😉

...ach ja-ansonsten finde ich alles andere-was ich noch so gelesen hab...wirklich traurig🙁

...naja...aber es ist wohl so....jeder schöne Moment sollte uns in dankbarer Erinnerung daran-auch ein Licht sein-für dunkle Tage...

lg.Sissy
 
Als ich etwa 5 Jahre alt war zogen wir nach Wiesbaden.
Meine Eltern meine Schwester (ein Jahr älter als ich) wohnten am Stadtrand in einem schönen Vorort von Wiesbaden.
Wir wohnten in einem Mehrfamilienhaus am Ende der Straße.

Neben unserem Haus gings direkt ins Feld. Nur wenige Meter weiter hatten wir einen riesigen Garten gepachtet. Hier waren wir natürlich sehr oft.Mein Vater hatte uns auf einer großen Eiche ein gemütliches Baumhaus gebaut, wo wir gerne drauf saßen.

Aber noch viel lieber spielten meine Schwester und ich mit den Nachbarsjungen. Sehr oft waren wir bei einer Familie die einen kleineren Bauernhof ein Stückchen weiter im Feld hatten.
Dort tobten wir mit den beiden Jungs der Familie nach Herzenslust auf dem Heuboden herum, machten Kunststücke auf dem Heuboden....denn wir wollten einen eigenen kleinen Zirkus aufmachen😉
Wir pflückten Kirschen und verkauften sie am Straßenrand.

Kletterten auf Bäume und tobten mit den Hunden auf der Wiese rum.
Einmal kamen neue lustig aussehende Hühner in den Stall....mit dicken aufgeplusterten Köpfen....die wahren so süß und knuddelig, so das wir uns jeder unser Huhn aussuchten dem wir gleich einen Namen gaben.
Auf diesem Bauernhof war ich so gut wie jeden Tag.

Jeder durfte einen Hund und eine kleine Katze sein eigen nennen, auch meine Schwester und ich hatten dort unsere Tiere, mit denen wir spielten.
Auch jede Menge anderer Kinder fanden sich oft dort noch ein, so das es nie langweilig wurde.
Als wir etwas älter wurden, und Fahrräder bekamen, verlagerte sich unser Spielplatzt mehr auf die Straße.
Hier kamen auch wieder neue Kinder dazu mit denen wir Freundschaft schlossen.
Manchmal machten wir im Feld große Lagerfeuer.
Irgentwie hatten wir uns immer jede Menge zu erzählen, es war einfach herrlich mit so einer Horde Kinder zu spielen.

Irgentwann begann dann der sogenannte Ernst des Lebens, die Schule.
Unser Schulweg war relativ weit. Wir mußten etwa gut 2 km laufen bis auf die andere Seite des Dorfes, dort ging es wieder steil den Berg hoch, an einer alten Burg vorbei.
Manchmal wenn wir ganz mutig waren, schlichen wir uns auf dem Nachhause Weg von der Schule auf das Burggelände, liefen durch den Burggarten und schlichen wenn wir mal ganz besonders mutig waren in der Burg herum.
Auf dem Nachhauseweg von der Schule kamen wir immer an einem kleinen Kiosk vorbei, der so herrliche Sachen hatte. Dort deckten wir uns für 20 Pfennig mit Brausestangen und Lakritze ein, wenn wir mal Geld dabei hatten, und liefen dann im Schneckentempo mampfend nach Hause.
Es war ein relativ weiter Weg, der aber nie langweilig wurde, weil meist mehrere Kinder zusammen waren.

Ich wurde älter und lernte wieder neue Freundinnen kennen.
Ich war eine begeisterte Leseratte. Was ich an Kinderbüchern in die Finger bekam, verschlang ich.
Über eine lange Zeit waren meine innigst geliebtesten Bücher Karl May Bücher.
Wenn ich Erwachsen war, soviel war klar, dann wollte ich die gesamten Indianer aus ihren Resevaten befreien.
Alleine als ich erfuhr, das meine innigst geliebten roten Brüder in Resevaten leben mußen, war das für mich fast ein Weltuntergang.
Mein Entschluß stand also fest, wenn ich Erwachsen war, würde ich sie befreien!
Aber ich verschlang diese Bücher nicht nur schon in jungen Jahren ich lebte auch selber in diesen wilden Rothäuten.

Und so hatten ich und meine geliebten Freundinnen für lange Zeit kein anderes Hobby, als wie die Wilden durch Wald und Feld zu toben. Lagerfeuer zu machen und Blutsbrüderschaft zu schließen.

Meine ehemalige Freundin sah mit ihren glatten, fast schwarzen Haaren und etwas dunkler Haut, fast wie eine waschechte Indianerin aus.
Ich liebte sie über alles, sie wurde natürlich mein kleiner Blutsbruder.
Diese Zeit war vielleicht die schönste von allen.

Meine Mutter war von unseren Spielen gar nicht sehr angetan.
Sie versuchte uns immer Puppen schmackhaft zu machen und zeigte auf andere anständige Mädchen, die brav mit ihren Puppenkindern im Wagen durch die Straßen kurvten und nicht wie durchgedrehte Wilde mit Pfeil und Bogen durch die Gegend rannten.
Aber für so etwas hatten wir natürlich nur ein müdes Lächeln übrig.
Die Puppen hätten wir warscheinlich nur zum skalpieren benutzt😉😀

Noch ein paar Jahre später, hatte ich dann eine andere Busenfreundin. Sie hatten ein großes Haus und einen Garten wo wir oft spielten.
Es gab da so eine Art Verschlag mit Eisentür im Garten wo wir immer noch unsere wilden Spiele veranstalteten, jetzt allerdings meistens Cowboy und Indianer. Es gab natürlich immer Gefangene, die dann in diesen Verschlag gesperrt wurden.
Oft durfte ich auch bei meiner Freundin übernachten, oder sie bei mir. Das war dann immer ganz besonders herrlich.

So ging unsere Kindheit langsam rum. Wir wurden älter und ab da kamen auch die anderen Interessen.
Wir fingen an, unser Taschengeld zu sparen, und gingen einmal im Monat in die Stadt zum Kuchenessen und Cola trinken. Ich weiß noch wie stolz wir waren, als wir das erste mal alleine Kuchen essen gingen und Cola tranken.
Bald waren Kino, Jugendclub und Musikstars interessanter als unsere Indianerspiele.
Wir waren Teenes geworden🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube du hast ein Talent zum schreiben, Lena. Bin schon gespannt wies weiter geht - und das ist bei mir ziemlich selten.
 
leider nein, meine mutter starb als ich 17 war. wir waren gerade dabei uns anzunähern, aber ihr tod nahm mir/uns die chance.

vom samenspender will ich bis heute nichts wissen.

meine schwester, die vieles, was geschehen ist, wusste, ist vor 5 jahren gestorben.

und seit mein mann gestorben ist, habe ich auch zum rest meiner familie keinerlei kontakt mehr.

aber es war schon heftig als 5jährige zu erfahren, dass man trotz gegenteiliger versuche auf die welt kam.

so gibt es in den ersten 8 jahren meines lebens noch mehr geschichten.

z. b.

als von waterboarding in guantanomo geredet wurde, konnte ich sagen, dazu musste ich ich dort hin, ich konnte das auch in meiner geburtsstadt erleben. ich wurde als kleines kind ins wasser geworfen und am rausklettern gehindert. erst wenn ich soviel wasser geschluckt hatte, dass ich nicht mehr hochkam, hat man mich wieder rausgeholt. ist doch toll.

momo




Mensch momo, das klingt ja ganz furchtbar und grausam alles.🙁
Aber ich kann Dir sagen, es ist kein Zufall, das Du trotzdem auf dieser Welt bist, und all das überstanden hast.
Du bist von Gott gewollt gewesen, Er hat über Deinem Leben trotz allem gewacht.Ich denke er hat gerade mit dir noch was ganz besonderes vor.🙂


Liebe Grüsse
Lena
 
Bin ein Einzelkind,musste mich viel allein beschäftigen weil meine Eltern in Schicht arbeiteten.Meine Omi war immer eine Anlaufstelle,sie hat auch immer gesagt,du weißt doch wie sie sind,wenn es wieder Stress gab.Stress gab es viel.Ich hatte eine Freundin,sie hat 7 Geschwister.Ich habe mich bei ihr immer sehr wohl gefühlt,dort war man nie allein,die großen Brüder waren immer zur Stelle.Meine Eltern waren der Meinung:gebe dich nicht mit denen ab,so viele Kinder,die sind doch .....ich bin trotzdem immer wieder zu ihr gegangen,habe Ausreden erfunden,wurde natürlich erwischt und war ab dem Zeitpunkt nur noch eine Lügnerin.Egal was war,mir wurde nicht geglaubt.Hatte Blindarmschmerzen-mußte doch zur Schule,ich würde mir das nur ausdenken weil in der Schule bestimmt eine Arbeit geschrieben wird.Es war nicht so!Bin im Krankenhaus aufgewacht,nach einer Not-OP.Ich bin auch mal beim Schlittschuhlaufen eingebrochen,habe mich allein retten können und mich danach nicht nach Haus getraut,habe so lange gewartet,bis meine Mutter zum Spätdienst muße.Meine Hosen waren schon steif gefrohren.Meine Mutter war noch zu Haus,ich wurde so verprügelt,das meine Hosen wieder aufgetaut waren.Wenn etwas nicht so lief wie sie es bestimmt haben,gab es viel Stubenarrest.Das hat mich wenig gestört,weil ich ja eh viel allein war.Viele schöne Erinnerungen habe ich an meiner Kindheit nicht oder es ist so das die vielen negativen Dinge die Positiven überlagern.Die schönen Dinge kamen erst als ich nicht mehr zu Hause wohnte.Und mit dem nötigen Abstand kommen wir sogar ganz gut klar.Ich lebe ein ganz anderes Leben als meine Eltern.Habe drei Kinder,viele Haustiere viele Hobbys und nie Langeweile.Arbeite in einem Hospiz.Manchmal wird man vom Leben ganz schön gebeutelt,aber es geht immer weiter.🙂
 
Hey,..

Meine Kindheit,.. Mal gut, mal eher schlecht.
Mehr schlecht als gut. Liebe hab ich von meiner Mutter nie bekommen. Bekomm ich jetzt auch nicht, aber ich möchte sie auch nicht mehr haben. Bin 19 Jahre alt, ich musste in der Schule einen Kindheitsbericht schreiben. Noch habe ich nicht mit dem Lehrer drüber geredet. Aber was man da so schreibt ist schon echt heftig. Ich hoffe das ich meine Kinder, wenn ich mal welche haben werde, nie so behandeln werde. Meine Mama ist mir einfach nur peinlich und auch keine wirkliche Mutter.
Aber ich kann mit Glück sagen, ich hatte eine ersatz Mutter. Meine große Schwester. Sie ist 9 Jahre älter als ich. Zu ihr habe ich ein super gutes verhältnis!! Aber zu meiner Mutter,..ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Wir leben einfach zusammen in einer Wohnung, und naja..wir reden normal...aber sie nervt mich nur usw.
Ich wünschte mir so sehr, dass meine Kindheit anders verlief...manche sachen vielleicht nicht aber das mit der Liebe!!
Eigentlich versuche ich über Probleme zu reden, aber das schaffe ich nicht. Meine Eltern interessieren sich ein scheiß für mich und meine Problem!! Aber das Leben ist hart und ungerecht. Wenn man mit jemand reden könnte. Aber ich kanns nicht,..ich versuch schon mit meiner Vertrauenslehrerin zu reden, aber irgenwie ist es auch nicht das wahre, ich weiß nicht genau was ich will..irgendwie schwer, nicht zu wissen was man eigentlich will... Bisschen Konfust aber naja =)))

Bis dahin..LG Bibi
 
Ich habe nicht sehr viele Erinnerung an meine Kindheit. Und die wenigen, die ich habe, sind eigentlich nur negativ - leider. Schade eigentlich, aber das ist wohl auch der Grund, weshalb ich mich seit meiner Tennagerzeit mit meinen Eltern bzw. mit meiner Mutter nicht gut verstehe und selbst gutgemeinte Ratschläge oder Sätze immer in den falschen Hals bekomme...

Liebe Grüße,

Orka
 
Bewusst habe ich nur schöne, habe das Schlechte alles verdrängt.

Unter Alkohol oder Hypnose kommen dann all die beschissenen Sachen wieder hoch- und die waren nicht spaßig. :mad:

...
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben