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habt Ihr mehr traurige Kinheitserinnerungen oder mehr schöne?

Dr. House Du hast es mit wenigen Worten ausgedrückt das sagt mehr von Traurigkeit Deiner Kindheit aus . In meiner Vatersprache sage ich Dir . " My heart goes out to you . "
 
Ich hab viel schöne erinnerungen an meine kindheit, bis auf den tod meiner oma, die ich überalles geliebt habe:-( ich seh mich immernoch als 12 jährige vor ihrem grab stehen. ich kenne meine gedanken von damals noch sehr genau und ich kann heute noch fühlen, wie weh es getan hat🙁

lg
 
Zuletzt bearbeitet:
Es tut mir so leid für Dich!!
Schon Dein Start ins Leben war grausam, aber was noch Alles hinzu kam, das sollte kein Kind der Welt durchmachen müssen.
Ich weiß nicht ob Du später bessere Erfahrungen gemacht hast, ich kann es nur hoffen.
Und falls nicht: Du hast es mehr als nur verdient endlich in Deinem Leben auch mal Wärme, Zuneigung, Geborgenheit und Liebe zu erfahren.
Ich wünsch es Dir 🙂

Seit ich zu dem Thema meinen Beitrag geschrieben habe denke ich darüber nach ob es einen schönen Moment in meiner Kindheit gab .
Ich sitze hier und gehe in mich aber ich finde ihn nicht den schönen Moment in meiner Kindheit .
Hätte ich eine Mama gehabt mit Herz hätte ich keine Prügel bekommen . Tag und Nacht im Schatten von Gewalt , die Sonne konnte ich kaum sehen denn ich durfte kaum zum Spielen raus .
Hätte mein Vater Verantwortung mir gegenüber gehabt wäre ich keinen Stiefvater in die Hände gefallen der die Hände von mir nicht ließ . Hätte ich irgend einen lieben Verwandten gehabt aber denen ging ich am A....... vorbei . Ich sitze hier und es mag mir wirklich nicht gelingen irgendeinen schönen Moment meiner Kindheit zu finden . Ich erinnere mich an Gewalt und Todesangst . Ich würde mich ebenso an schöne Dinge meiner Kindheit erinnern
Aber ich habe in meiner Traumwelt nur schöne Momente meiner Kindheit gehabt . Ich war zum Träumen verurteilt von dem zu träumen was einem kleinen Menschen eigentlich zusteht .
 
An den ersten brei kann man sich nicht erinnern, gibt sowas wie ne frühkindliche Amnesie. Dinge vor dem dritten Lebensjahr werden seltenst erinnert, was da als "Erinnerung" besteht ist eine Mischung aus erzähltem (so oft gehört, man denkt, man hätte es erlebt) und Photos.

Davon abgesehen:
für mich ist meine Kindheit eine Ansammlung dunkler, trauriger Jahre.
Einzelne schönere Erinnerungen leuchten darin wie Sterne in der Nacht.
Lilyan, ich kann zu gut nachvollziehen, wie du dich gefühlst hast.

Schlimm, dass man ein Leben lang damit kämpft, sich selbst als wertvoll zu erachten, als liebenswert, wenn man so viele prägende Jahre lang erfahren hat, dass man im besten Fall ein Klotz am Bein ist, dass es besser gewesen wäre, man wäre nie geboren, dass man jeden Tritt und jeden Schlag verdient habe.
Diese nicht vorhandene Fähigkeit zur Selbstliebe ist, was ich neben dem traurigen kleinen Mädchen, das ich war, am meisten betrauere.
 
Meine Kinheit war eigendlich im großen und ganzen recht glücklich.
Ich erinnere mich allerdings nicht mehr an vieles so detailliert.
Die einzige traumatische Geschichte, an die ich mich erinnere, und an die ich nur noch bruchstückhafte Erinnerungen habe, war folgende


Ich war noch recht klein...etwa 3 Jahre alt.
So lange konnte ich noch nicht laufen, weil ich als kleines Kind eineinhalb Jahre im Gipsbett liegen mußte wegen einer Hüftgelenkdysplasie.
Eines Tages, ich war mit meinen Eltern und meiner Schwester spazieren....es war sehr kalt und der Boden stellenweise gefroren.
Ich schlitterte meinem Vater auf einer zugefrorenen Eisdecke hinterher.
Ich weiß nur noch, das ich auf den Kopf viel.
An meiner Stirn bildete sich ein immer gößer werdendes Ei.

Meine Eltern fuhren mit mir ins Krankenhaus, wo ein Schädelbasisbruch festgestellt wurde. Ich kleiner Dobsch mußte alleine im Krankenhaus bleiben.
Habe nur noch einige wenige Fetzen in Erinnerung.
Lange Nadeln mit denen sie mir in der Beule herumstocherten -warscheinlich eine Punktion.
Dabei wurde ich an Armen und Beinen festgehalten.

Dann, eine sehr unangenehme Erinnerunge.
Es gab zum Mittagessen Raviolie, die ich aus irgent einem Grund eklig fand und nicht essen wollte.
Nach dem die Schwestern längere Zeit auf mich eingeschimpft hatten, schleppten sie mich mit ins Badezimmer des Krankenhauses.
Hier versuchten sie mir gewaltsam die Raviolie rein zu stopfen.
Dabei machten sie mir immer wieder Angst, das ein schwarzer Mann mich holen käme.
Der schwarze Mann, war der einzig nette farbige Pfleger auf der Station....warscheinlich aber auch der erste Schwarze den ich jemals zu Gesicht bekam.
Sie erzählten mir auch, das sie mich in einen großen schwarzen Schrank stecken würden, wenn ich nicht aß.
Den Nachtisch den die anderen Kinder genüsslich löffelten bekam ich natürlich nicht.
Außerdem bekamen die anderen Kinder im Zimmer verboten mit mir zu spielen. Ich war ab da nur noch das böse, störrische Kind.
Was ich natürlich bei allem Unglück gar nicht verstehen konnte, war, das meine Eltern auf einmal spurlos verschwunden waren.

Später erfuhr ich dann von ihnen, das sie mich nicht besuchen durften im Krankenhaus.
Nur durch eine Glasscheibe, durften sie nach ein paar Tagen schauen um mich zu sehen.
Ich erinnere mich nicht, ob ich sie dahinter gesehen habe oder nicht. Meine Eltern auf jeden Fall erählten mir, das sie vollkommen fertig waren, weil mein Blick durch sie hindurch ging und ich sie scheinbar gar nicht war nahm.

Von der Zeit an war ich nicht mehr das gleiche Kind als ich wieder nach Hause kam, das erzählten mir meine Eltern.
Ich habe nur noch geschrien, ohne Grund und ohne Anlass.
Das ging wohl ziemlich lange so. Daran kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern.


Fortsetzung folgt
 
Lena meinte:
Nach dem die Schwestern längere Zeit auf mich eingeschimpft hatten, schleppten sie mich mit ins Badezimmer des Krankenhauses.
Hier versuchten sie mir gewaltsam die Raviolie rein zu stopfen.
Dabei machten sie mir immer wieder Angst, das ein schwarzer Mann mich holen käme.
Der schwarze Mann, war der einzig nette farbige Pfleger auf der Station....warscheinlich aber auch der erste Schwarze den ich jemals zu Gesicht bekam.
Sie erzählten mir auch, das sie mich in einen großen schwarzen Schrank stecken würden, wenn ich nicht aß.
Den Nachtisch den die anderen Kinder genüsslich löffelten bekam ich natürlich nicht.
Außerdem bekamen die anderen Kinder im Zimmer verboten mit mir zu spielen. Ich war ab da nur noch das böse, störrische Kind.
Als ich mir gerade die kleine Lena da im Krankenhaus vorgestellt habe, empfand ich starkes Mitleid.🙁

Es ist immer wieder unglaublich, wieviele Menschen in einem Beruf arbeiten, wo sie überhaupt nichts zu suchen haben, weil sie dafür absolut ungeeignet sind! :mad:

Ich empfinde da auch sofort Wut, weil mich das an einen Betreuer damals aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie erinnert.

Als ich nicht essen wollte meinte er, dass ich nun entweder freiwillig essen soll oder ich mit hilfe von einem Schlauch gezwungen werde, das zu essen!

Ungefähres Zitat:
"Suppe ist einfach, bei Kartoffeln wirds schon unangenehmer!"
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ich mir gerade die kleine Lena da im Krankenhaus vorgestellt habe, empfand ich starkes Mitleid.🙁

Es ist immer wieder unglaublich, wieviele Menschen in einem Beruf arbeiten, wo sie überhaupt nichts zu suchen haben, weil sie dafür absolut ungeeignet sind! :mad:

Ich empfinde da auch sofort Wut, weil mich das an einen Betreuer damals aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie erinnert.

Als ich nicht essen wollte meinte er, dass ich nun entweder freiwillig essen soll oder ich mit hilfe von einem Schlauch gezwungen werde, das zu essen!

Ungefähres Zitat:
"Suppe ist einfach, bei Kartoffeln wirds schon unangenehmer!"



Danke Blue Screen🙂 zum Glück ist es lange her.

Oh Mann, das was Du da erlebt hast, ist aber auch furchtbar😱 Du armer!🙁 Wenn man sich so eine Schweinerei vorstellt, wieviele Menschen der Willkür anderer einfach hilflos ausgeliefert sind.

Als Patient kann sich jemand in der Psychiatrie eh nie wehren. Niemand wird ihm irgent etwas glauben, sollte er hinterher den Mund aufmachen.
Aber früher muß das wohl noch schlimmer gewesen sein.
 

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