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Zeit der Trauer

Liebe Mausi,

ja, das ist bitter was du gerade durchmachst, endlich den Traummann gefunden und dann reisst euch der Tod auseinander. Du brauchst sicher noch viel Zeit zum trauern. Wenn du weißt, was dir guttut dann mache es auch, auf langen Spaziergängen bekommt man oft den Kopf frei, zumindest für eine kurze Zeit.

Auch ich bin zum zweiten Mal verheitatet (seit einem Jahr) aber im Januar ist mein Vater gestorben und meine Mutter wurde schwer krank und liegt jetzt auch im Sterben, das ist schon ziemlich hart, beide Eltern auf einmal zu verlieren.

Es gibt Tage, da könnte ich nur noch heulen und bin todtraurig.

Gruß
 
Hallo ihr Lieben,

ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Jetzt bin ich mal wieder kurz da.
Mir geht es so mittelmäßig. Nicht wirklich schlecht, nicht wirklich gut, einfach ein Mittelding. Fühle mich einsam... aber ich war mein ganzes Leben schon einsam... bis auf die wenigen Freunde, die ich vereinzelt hatte und die verstorben sind... warum also sollte es mich jetzt interessieren, dass ich schon wieder vereinsame? "Mit deiner Laune machst du echt alles kaputt, so verlierst du jeden." Schon mal was davon gehört, dass ich einen Grund dazu habe, schlecht gelaunt zu sein? Aber egal. Interessiert mich nicht. Ist mir Lachs. Wenn die Leute, wegen denen ich dachte ich hätte wieder wahre Freunde gefunden, mich bei schlechter Laune nicht unterstützen / hochziehen / aufbauen, sind sie eben keine wahren Freunde. Und solche Leute können mich mal.
Wie gesagt, man hat mich schon immer gemieden. Warum sollte mich das jetzt auf einmal kümmern, wo es mich doch sonst auch nie interessiert hat. Vielleicht finde ich ja irgendwann - wenn auch erst in gaaanz vielen Jahren - doch noch jemanden, der mich so nimmt wie ich bin. Auch wenn ich mal fies gelaunt bin!
Vielleicht. Vielleicht färbt sich auch morgen der Mond pink, das ist noch 'ne Spur wahrscheinlicher. Aber einfach mal abwarten. Finde ich jemanden, ist's schön, finde ich keinen, vereinsame ich halt weiter. Mir doch egal. Interessiert mich nicht. Und mein "Partner", der Mann der mich angeblich liebt, soll sich seine zahlreichen Freunde einfach in den Allerwertesten schieben, von wegen seine Freunde sind auch meine, haha, Partyfreunde sind das! Party machen und saufen kannste mit denen bis die Scheiben klirren und der frühe Morgen anbricht! Aber REDEN! Ernsthaft reden! Kannste vergessen.
...Lieber gar keine Freunde als solche-.- ich hab echt nix gegen Party, aber gegen Leute, für die ich nur gut genug bin wenn ich gut gelaunt bin.

So, das war jetzt zwar mal ein bisschen Off-Topic, aber ich musste das mal loswerden und wollte mich mal wieder hier melden.

Liebe Grüße an alle die mich so'n bisschen hier vermisst haben ;-)
 
Heute ist wieder so ein Tag, wo ich vor meinen Gefühlen und vor der Trauer mit meinen Verstorbenen wegrennen möchte.
Alles vergessen!
Jeder hat sein Pack zu tragen.
Warum möchten so viele ihren Verstorbenen folgen.
Kann man liebe über Grenzen übertreiben?
Warum hänge ich an meinem Leben und kann nicht loslassen? Spüre ich das dieses „Danach“ für mich unangenehm werden könnte.
Was hält mich hier?
Habe ich angst, dass ich nie wieder solche wunderschönen Landschaften sehen werde, dieser Geruch, den ich so liebe.......nie mehr............
Ich traure doppelt, um meine Lieben und um mich.
Vor was habe ich angst?

Wenn man trauert ist man dann wirklich ein Egoist.
Es ist doch tatsächlich so, dass es eigentlich sch...egal, ist ob weitermacht oder nicht. Alles ist im A.. und wird nie wieder. Aber wahrscheinlich ist es dieser Funken Hoffnung, der einen weitermachen lässt. Oder die Feigheit vor dem Feind (der Tod). Nichts - man tut es für nichts, aus alter Gewohnheit oder dem Lauf der Natur, dem Überlebenswillen aller Lebewesen.

Jemanden als Egoisten zu bezeichnen, der trauert, zeigt, dass man genau das erst selbst erlebt haben muss, um ansatzweise zu verstehen, wie existenziell bedrohend das für Trauernde ist.

Es geht niemanden was an, ob ich weitermache oder nicht...

Niemanden.
 
Jetzt sind es schon 2 1/2 Jahre und ich trauere noch immer,manchmal sehr heftig.Meine verstorbene Lebenspartnerin würde das gar nicht wollen,aber was kann ich denn dagegen tun?Sie fehlt mir noch immer genauso,wie damals,
als sie gegangen ist!Wie kann man 34 Jahre verkraften? Ich habe keine 34 Jahre mehr,um wieder klarzukommen.
Ausserdem werde ich trauern bis an mein Lebensende,denn ein Leben ohne sie ist kein Leben;ich funktioniere
einfach,-das ist alles!

GLG Eure Vindobona
 
Jetzt sind es schon 2 1/2 Jahre und ich trauere noch immer,manchmal sehr heftig.Meine verstorbene Lebenspartnerin würde das gar nicht wollen,aber was kann ich denn dagegen tun?Sie fehlt mir noch immer genauso,wie damals,
als sie gegangen ist!Wie kann man 34 Jahre verkraften? Ich habe keine 34 Jahre mehr,um wieder klarzukommen.
Ausserdem werde ich trauern bis an mein Lebensende,denn ein Leben ohne sie ist kein Leben;ich funktioniere
einfach,-das ist alles!

GLG Eure Vindobona
So meinte ich es dann auch in etwa, dass der Schmerz nicht nachlässt, sondern eher eine Eigendynamik erreicht, die unterträglich wird bzw. dass der Schmerz sich verstärkt, im Laufe der Zeit, was man eigentlich fast nicht für möglich hält.

Und: dass das keine Lebensqualität mehr bedeutet, liegt ja auf der Hand.

Man funktioniert, im besten Fall - ich denke, das ist schon sehr schwer, zu funktionieren, wie die anderen es wollen...
 
Ich bin gerade in einem Strudel drin, habe riesen Arbeitssteß, weil ich 3 Minuten weg vom Oktoberfest arbeite. Und jetzt ist gerade Italiener Wochenende und strömender Regen heute..
Bei uns (Arbeit) laufen die ganzen tausende von Menschen direkt vorbei und dauernd kommen welche und wollen irgendwas wissen, idiotisches wie ihren Zimmerschlüssel, wo sie in einem ganz anderen Hotel wohnen.. oder Taxi oder oder.. und ein Gegröhle, was man fast nicht mehr aushält und das nonstop.

Für mich ist es die traurigste Zeit des Jahres.

Am 21.9. hat mein 5. Jahr angefangen, wo ich alleine bin. Hier bin ich jetzt auch schon 4 Jahre.

Damals habe ich mir gesagt, nein, sowas will ich nicht, ich will kein trauernder Mensch werden,
aber mit dem Tod meines Partners bin ich mitgestorben, meine ganze Biographie der letzen Jahre gelöscht, hatte ich ja nur ihm immer alles erzählt.

Heute, nach 4 Jahren, bin ich erstmal froh, die Jahre überstanden zu haben, wobei ich Probleme durch das ganze bekommen habe, die ich nur schaffen kann weil bzw. wenn ich einfach wieder weitermache. Habe da ja keine Wahl.

Ich bin durch meine Trauer, weil ich nicht mal mehr zum Briefkasten ging, mir alles egal war,
in die Schufa, eidesstattliche Versicherung, kein Krankenversicherungsschutz mehr seit 4 Jahren.. reingeraten,
aber ich lebe noch, Das ist schon ein kleienes Wunder für mich.
Auch daß ich wieder lachen kann, das habe ich sicher gedacht, daß ich niemals mehr lachen kann, weil ich nicht mehr existent war, nur noch eine leere Hülle, das kann man keinem Menschen beschreiben, der das nicht selber erlebt hat.

Ich tue wenig, um mein Leben noch lange zu erhalten, ich arbeite nachts inzwischen, kann aber wenig schlafen am Tag, wenn ich frei habe, treibe ich auch nur Schindluder mit meinem Körper, trinken, rauchen, kaum essen,
trotzdem ist es ein Erfolg, den ich mir nie zugetraut hätte, daß ich heute immer noch lebe.
Ist vielleicht nicht mein Verdienst, aber ich wünsche mir so, daß ich noch so lange lebe, bis auch mein Sohn wieder gut lebt. Der braucht mich leider noch.

Liebe Vindobona, ich habe mich auch wenn traurig, gefreut, daß du mal wieder geschrieben hast.
Und genauso du liebe Hitti und auch du miss you.


Ich lese hier immer alles im Trauerforum, bloß kann ich leider meist nicht antworten, weil ich dann irgendwo verschwinde in meinem eigenen Denken und dann nichts mehr reden (schreiben) kann.


Aber ich wünsche euch und allen anderen Trauernden und Traurigen auch, daß ihr da wieder heruskommt!
(wie das geht, weiß ich bis jetzt auch nicht, aber das Leben jat für JEDEN Menschen immer Überraschungen, auch gute)

Viele liebe Grüße an euch alle hier
 
Zuletzt bearbeitet:
So, heute kommt eine Bekannte von meinem Partner vorbei und will sich mal meine Geschichte anhören. Er hat sie gestern noch um halb 1 nachts angerufen, nachdem ich schon erfolgreich verhindert hatte dass er und ein anderer Freund einen Notarzt rufen. Notarzt...wofür eigentlich? Hyperventilation, Nervenzusammenbruch, mein Gott - ich hab's doch überlebt und von Suizidgedanken oder sowas habe ich definitiv nicht geredet.
Habe irgendwie Angst vor dem Gespräch nachher. Angst davor, dass sie nur mit 'nem leichten Lächeln sagt: "Ach was, ist doch halb so schlimm. War ja nur dein bester Freund." Oder im krassen Gegenteil, dass sie mich in die Psychiatrie steckt, da arbeitet sie ja passenderweise-.-
Verdammt, ich hab doch nur den Suizid von meinem besten Freund miterlebt. Gibt wirklich Schlimmeres!!! Andere sind Alkohol- oder drogenabhängig. Die haben's definitiv schlechter als ich.
Naja, jetzt erst mal abwarten was sie sagt...
 
Jetzt war sie bis eben hier, gestern hat's nicht geklappt deshalb kam sie dann vor zwei Stunden vorbei. Wir haben viel geredet, ich habe ihr von den Schuldgefühlen erzählt. Sie hat mir in die Augen gesehen und gesagt: "Hey, wenn jemand entscheidet sich umzubringen, dann bringt der sich um. Da kannst du noch so 'ne gute Freundin sein, und ich denke das bist du, es bringt nichts." Ja, sie hat Recht! Aber es ist so schwer, das einzusehen. :-(
Sie hat mich quasi im Sanften dazu gedrängt, zu erzählen was passiert ist. War total lieb und verständnisvoll, und ich glaube, es hat sie richtig betroffen gemacht. Leider konnte ich nicht wirklich weinen (also es hätte sie ganz bestimmt nicht gestört, aber irgendwo in mir war 'ne Sperre...), aber war wirklich kurz davor-.-
Sie meinte, ich sollte (sprich es wäre förderlich) eine Therapie machen. Geht auch ambulant (Gott sei Dank!!!), aber damit ich einfach jemanden habe, mit dem ich regelmäßig reden kann.
Das werde ich DEFINITIV in Angriff nehmen!!! Ich merke doch jetzt auch schon wieder, wie gut es mir getan hat, mich jemandem anvertrauen zu können.

So, ich gehe jetzt pennen xD gute Nacht euch^^
 
Ich habe am Samstag Urlaub gebucht für den ganzen November und den ganzen Mai. Smaland lässt mich ausruhen. keinen Müll mehr sehen und hören. Nur der Geruch der Natur.
Dies sind meine aktuellen Oasen gegen die Trauer, die momentan wieder mal übermächtig ist, schwer zu ertragen.
Temporäre Fluchten sind ok, sie können retten.
Am schlimmsten und am schönsten sind die Nächte, in denen ich ihn im Traum im Arm halte. Mit dem Weckerklingeln wird er mir entrissen mit einer solchen Brutalität dass ich das aufwachen bereue.
ich habe gelernt wie wichtig Oasen sind, um weiterhin zu funktionieren.
Totaler Rückzug. Um dann wieder kämpfen zu können. Weiter machen. Weiter machen.
 

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