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Wurdet ihr als Kind von euren Eltern geschlagen?

Wurdet ihr als Kind von euren Eltern geschlagen?

  • nicht einmal

    Teilnahmen: 35 10,3%
  • äusserst selten, nicht der Rede wert

    Teilnahmen: 81 23,8%
  • ab und zu

    Teilnahmen: 110 32,4%
  • das war Normalität (oft)

    Teilnahmen: 114 33,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    340
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Naja nicht alle Eltern mögen ihre Kinder, meine waren das beste Beispiel...

Ich habe wohl gemerkt, dass einigen hier schlimme Erfahrungen bezüglich dieser Thematik nicht erspart geblieben sind.
Ich kenne nun deine Eltern nicht und weiß auch nicht, was dir widerfahren ist.
Tatsächlich bezog ich mich mit meiner Fragestellung auf Eltern, die ihre Schläge damit begründen, dass sie es aus "Liebe" oder zum "Wohl" des Kindes täten. Wenn solche Eltern sprechen, fließt ihnen die Überforderung nur so aus allen Poren...

Es mag Eltern geben, die ihre Kinder nicht lieben. Warum solche Menschen dann Kinder bekommen, ist mir schleierhaft.
 
Hofiert werden und geschlagen werden sind übrigens keine Widersprüche.

Ich wurde sehr verwöhnt und hofiert, habe fast alles bekommen was ich mir gewünscht habe und habe generell wenig Grenzen gesetzt bekommen (Durfte so viel Fernsehen, Süßigkeiten essen oder am PC sein wie ich wollte. Ich fand es immer merkwürdig, wenn andere Kinder da Regeln oder Grenzen bekamen oder sogar im Haushalt helfen "mussten" oder anderes).
Es gab Grenzen, Regeln und Konsequenz eigentlich gar nicht.
Fairerweise muss man auch sagen, dass ich allgemein ein relativ braves, ruhiges und sensibles Kind war.
Ich machte keine Streiche, ging nie raus und war in der Schule gut.
Sogesehen machte ich keinen "Unsinn".
Das Einzige war eben, dass mein Alltag aus Fernsehen und Süßigkeiten bestand, aber das war meinen Eltern recht.
Hausaufgaben oder für Klausuren lernen habe ich auch nie gemacht, aber solange meine Noten passabel waren, war's ok und alle Noten bis 4 sind "in Ordnung" und "Du bist ja auf dem Gymnasium, da ist es sowieso schwerer!"
und "Du bist sowieso unsere Kluge!" und meine Noten waren meist ohne Lernen gut. Außer in Mathe und Sport, aber das war auch nicht schlimm: "Och, wir waren auch nicht gut in Mathe und Sport ist nicht wichtig. Du bist ja in den Sprachen gut, das kannst du ja ausgleichen!" - Es war mir ehrlich gesagt oft zu wenig Druck und Motivation, denn ich habe erst später bemerkt, dass der Notendurchschnitt wichtig ist und so. Wenn ich höre, was andere Kinder da für einen Druck bekommen. Meinen Eltern war das egal. Hieß immer nur: "Hauptsache man schafft seinen Schulabschluss!". War bei mir natürlich kein Problem. Aber mit etwas Anstrengung oder Hilfe wäre es wohl ein sehr hoher Einserschnitt gewesen. Daher schade, dass meinen Eltern so viel "egal" ist.
Ich musste mich daher nie anstrengen oder meine comfort zone verlassen.
Ich durfte nicht wirklich die Wohnung verlassen und hatte auch keine Freunde und dergleichen, aber solange ich ruhig war, war alles in Ordnung.
Also ich wurde schon sehr verwöhnt und hofiert. Noch heute ehrlich gesagt. Bin fast 30 und meine Eltern fahren mich durch die Gegend, erledigen meinen Umzug und bezahlen und besorgen mir Sachen für meine erste WG.

Aber das ist es: Es ist im Grunde ein enges, aber zu enges Verhältnis. Ich bin das Prinzesschen, aber das ist halt ein gruseliger, goldener Käfig.
Aber trotzdem durfte ich meist alles machen, was ich wollte.
Ich musste nur mal "Bitte, bitte" sagen oder schmollen und schon habe ich meinen Willen bekommen meist.

Ich bekam keine Strafen. Stubenarrest wäre sowieso unsinnig gewesen, da ich nie draußen war (Wenn man's so sieht, dann hatte ich ständigen Stubenarrest) und sonstigen Entzug von Privilegien oder dergleichen war auch nicht der Fall.

Die einzige Art der Strafe/Konsequenz, die es mal gab, war wie gesagt, dass ich dann manchmal eine "runtergehauen" bekommen habe oder einen "Klaps".
Die Gründe waren mMn auch oft unsinnig und wären oft Ding gewesen, die man mir hätte erklären können.
Ich war ja kein dummes Kind.

Entweder war's wirklich so Kram wie: Teller fallengelassen, irgendetwas sehr dreckig gemacht, Wand bemalt usw oder eben, dass es Auseinandersetzungen gab, weil man so eng aufeinander hockte.
Und dann streckte ich die Zunge raus oder sagte: "Blöde Mama!" oder so.
Ich weiß noch, dass ich mal einen gehauen bekommen habe, weil ich als Kleinkind mal auf eine korpulente Frau zeigte und laut sagte: "Boah Mama, die ist aber dick!". Da hat sie mich gehauen und mir Kleinkind gesagt, dass man Leute nicht als "dick" bezeichnet, sondern als "korpulent".
Ich meinte das eben eher so feststellend. Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt selbst dick und erzählte später davon, dass sie das schlimm fand, als einmal ein kleines Kind das zu ihr sagte und die Mutter dem Kind sagte: "Ja, da hast du recht!" anstatt das Kind zu rügen, dass man soetwas nicht sagt.
Habe ich voll gelernt Zuhause, dass man dicke Menschen nicht auf ihre Figur anspricht und dann wurde ich eingeschult und die in der Schule haben mich dann sogar "fett" genannt 🙁
Ich bekam ja auch erst mit 8 mein eigenes Zimmer. Davor schlief ich mit meiner Mutter im Doppelbett (mein Vater schlief allein in einem Einzelbett).
Ansonsten gab es immer einmal etwas wenn ich bockig war, dass ich schlafen gehen musste.
Gab ja ab und zu doch einmal Situationen, wo ich nicht meinen Willen bekam und bockig wurde.
Endete dann aber meist in Streit und Gehauenwerden. Das hat nichts gebessert.

Ich erinnere, dass ich mal gezählt hatte wie oft ich welche gehauen kriege. So um die Häufigkeit festzustellen.
Das Thema hat mich fasziniert und verwirrt. Ich weiß noch, dass ich so mit 6 oder 7 festgestellt habe, dass es kaum eine Woche gibt in der ich nicht gehauen werde. Ich habe das mal einen Monat oder so beobachtet.
Ich wurde statistisch jede Woche einmal gehauen. Ich glaube in einer Woche nicht, aber in der darauf zwei Mal.
Ja, es war dann zwar meist nur "hauen"/Klaps usw, aber ich fand es nicht gut.
Waren oft Problemsituationen, die man anders hätte lösen können.
Und viele Trotz- und Bockigkeitssituationen kommen ja durchs Hofieren und abhängig machen von Dingen.
Bekam mit 8 einen Fernseher in mein Zimmer vor das Bett und durfte viel Fernsehen gucken.
Und dann gab's Ärger weil ich die Sendung noch zuende sehen und noch nicht ins Bett wollte. Und dann rastet man als Kind aus und wird sehr bockig, weil man da sehr süchtig von gemacht wird.
Und dann gibt's auf den Hintern :/ Das beruhigt die Situation nicht gerade. Und löst den Konflikt auch nicht.
Dann darf es eben keinen Fernseher vor dem Bett geben oder muss Regeln geben oder andere Rituale.
Aber das Kind alles machen lassen und es abhängig davon machen und dann willkürlich es dem Kind verbieten und es hauen, wenn es damit nicht klar kommt...irgendwie sinnentleert.
Genauso wie es *jedes Mal* beim Einkaufen für mich ein Spielzeug und Süßigkeiten gab.
Und das wurde mir dann mit einer Emotion gegeben. Einem Lächeln im Gesicht.
Man macht die Mutter oder Oma glücklich, wenn man sich ganz doll darüber freut.
Und oft mit Worten: "Weil du so brav warst/ruhig warst!" aber im Grunde gab es das immer.
Und dann gibt es soetwas das eine Mal nicht, obwohl man auch sehr brav und ruhig war.
Man denkt sich: Wow, fand man mich jetzt nicht brav? Hat man mich jetzt nicht mehr lieb? Wo sind die freuenden Gesichter meiner Familienmitglieder, die sich ganz doll freuen, wenn sie mir etwas schenken? Warum gibt es jetzt nichts?
Und es heißt: "Nein, heute nicht!" ohne Begründung. Natürlich heult man da als kleines Kind und wird bockig oder rastet aus, weil man es verdammt noch mal jedes Mal kriegt und es mit positiven Gefühlen/Liebe etc verbindet.
Das ist ein Frust, den man spürt. Weil man damit nicht klar kommt und es nicht versteht.
Und wenn man Zuhause weiterhin frustriert ist und heult, denn es geht einem schlecht und man fühlt sich wertlos, dann wird man zudem noch gehauen mit "Ich gebe dir jetzt mal einen Grund zum Heulen!".
Wtf?

Und wenn man dann als Erwachsene erwähnt, dass man diesen Erziehungsstil nicht gut fand und einem das Hauen und vor allem die Begründungen und das Nicht-Eingehen auf Gefühle usw seelisch verletzt hat, dann wird man als überempfindlich dargestellt.
"Ach bitte! Du wurdest verwöhnt von vorne bis hinten! Du wurdest ganz bestimmt nicht geschlagen!"

- Ja, ich wurde nicht geprügelt oder misshandelt, aber auch Klapse und Povoll und Ohrfeigen sind für mich "Schläge" und gehören nicht in eine Kindeserziehung, selbst dann nicht, wenn sie leicht sind.

Dann erzählen meine Eltern von ihrer Jugend und dass sie damals noch mit Rohrstöcken und Gürteln geschlagen worden sind und *das* wären Schläge gewesen und ich hätte ja keine Ahnung von Schlägen und wurde ja nur in Watte gepackt.
Und Kinder würden nun einmal Grenzen brauchen und ein Klaps nicht schaden etc

Doch: ICH sehe eben selbst leichte Kläpse als schadend und seelisch verwirrend an und als Armutszeugnis, dass man nicht anders mit Konflikten umgehen kann.

Und dann bin ich wieder die überempfindliche Jammerin 🙁

Deine Eltern haben dich dennoch vernachlässigt und zwar Seelisch- Emotional und an dieser Hypothek trägst du heute noch.😉
 
Ja, leider. Und nicht nur das.
Insgesamt kann ich das heute in häuslichem Missbrauch oder häuslicher Misshandlung durch ein Elternteil zusammenfassen, was bei mir (c)PTBS ausgelöst hat, welche noch zuhause anfing, aber durch die Misshandlung (auch Isolierung und Vernachlässigung, u.a. im medizinischen Bereich) jahrelang "unbemerkt" bzw. ignoriert und daher unbehandelt blieb.

Eigentlich hab ich das Bedürfnis, aber gleichzeitig sehe ich auch nicht ein, mich hinter einem Anoymen Nutzer zu verstecken.
Daher teile ich euch das bewusst in Verbindung mit meinem Nick mit.
 
was ich äußerst komisch finde, ist die Entwicklung der Kinder, die


Viele Kinder werden Narzissten


Wie sich Eltern kleine Narzissten züchten - bild der wissenschaft

Überempfindliche und unglückliche Kinder: Generation selbstverliebt: Eltern züchten Scharen von kleinen Narzissten heran - Video - FOCUS Online

ganz im Gegenteil zur Gewalterfahrung hoffiert werden.

Klar ist es leicht, alles auf eine ach so schlimme Kindheit zu schieben, aber ob es richtig ist, sich der Eingenverantwortung nicht zu stellen, nur weil man es nicht vermittelt bekam ?
Unselbstständigkeit als genetisch gegeben zu betrachten, nur weil man es indoktrinierterweise glaubt ?

Vielleicht mal die ganze Sache so sehen, wie sie ist. der mishandelte Mensch ist sicher nichts erstrebenswertes, aber der mißhandelnde genausowenig , egal ob auf körperlicher oder psychischer Ebene.

Der harmonische Mensch ist mir da schon lieber, desonders dann , wenn er authentisch ist, was aber bedeutet sich Stück für Stück der Eigenverantwortung zu stellen, sie wahrzunehmen und sich notwendigerweise Hilfe zu suchen, anstatt im Jammern und Schimpfen zu verharren.

Die Widerspenstigkeit des eigenen Selbst besiegen, der Realität geschuldete Prioritäten finden, der Gerechtgkeit, der Wahrheit, der Sinnlichkeit die Authentizität entgegen bringen, die sie erfordert, um Standpunkte zu finden, die man vor sich selbst und vor anderen bedenkenlos vertreten kann. Die eigene Würde erkennen, notfalls mit Hilfe und Schulung , die Ungerechtigkeit nicht ständig wiederholen, indem man sich dem Dogma des "Es ist aber so" unterordnet, sondern versteht, das Veränderung manchmal notwendiger ist, als an falschen Standpunkten festzuhalten.

Reflexion betreiben, aus der Erkenntnis folgt und den Prozeß der Zielfindung nicht auf Kosten anderer oder durch Rache bewerkstelligen, sondern Friedens chaffen, mit der Vergangenheit, den Gründen, die man klar erkennt, der Ungerechtigkeit die man erfuhr und die Liebe geben, nach der man sich wirklich sehnt.
Die Harmonie glücklich zu leben und wieder aufzustehen dem Märtyrium vorziehen im freien Fall kotzend zu Grunde zu gehen.
Das Nein mit dem Ja ersticken und das Ja mit dem Nein ersticken, wo es notwendig ist und nicht wahllos und willkürlich, nur weil es grade gefällt.

Sie selbst den Raum geben, aber ihn nicht anderen nehmen, sorum wird ein Schuh draus.

Viele wurden geschlagen , es war falsch, viele wurden hoffiert, es war falsch, viele wurden alleingelassen, es war falsch.

Aber Liebe läßt niemanden alleine, Vertrauen ist wie ein Geschenk an andere und Friede ist bekanntlich kein Krieg.

Den Krieg haben die Eltern schon mit sich geführt, den Frieden haben sie nie geschafft, aber jammern können sie alle super.

Ehre wem Ehre gebührt , aber innere Qual, als Aushängeschild für eigene Unzulänglichkeit der Eigenverantwortung gegenüber ???


Also, ich versteh jetzt eventuell nicht ganz, was du damit sagen willst.
Ich hoffe du empfindest es nicht als Angriff, wenn ich nachfrage und schildere, was ich denke verstanden zu haben.


Du sagst - meinem Verständnis nach, da es hier im Thread um Gewaltätigkeit im Rahmen der Kindeserziehung geht - dass gewaltfreie Erziehung ungesund ist und Narzissmus verursacht oder verursachen kann?

Oder (was ich jetzt aber eher ausgeschlossen hätte, da du dies nicht erwähnst und es auch konkret um Gewalt in Erziehung geht und du dich auch konkret darauf beziehst), dass man Kinder nicht zu sehr verwöhnen darf, Gewalt aber nicht notwendig ist?
was ich äußerst komisch finde, ist die Entwicklung der Kinder
(zu Narzissten?? Rückschluss aus den verlinkten Artikeln)
die ganz im Gegenteil zur Gewalterfahrung hoffiert werden.


Das kam bei mir jetzt so an, als wolltest du damit ausdrücken, dass Menschen, die in ihrer Kindheit verwöhnt wurden (was nachvollziehbar ist),
aber auch generell Menschen, die in ihrer Kindheit nicht verprügelt und mit unerklärter Gewalteinwirkung behandelt wurden, sondern denen stattdessen Dinge erklärt und mit Verboten Grenzen gesetzt wurden,
zu psychisch kranken Narzissten werden?
Das unterstrichene versteht man nämlich unter gewaltfreier Erziehung.
Verwöhnen und verziehen ohne Erklärungen und Grenzen kann nämlich auch eine Form emotionaler Misshandlung sein.
 
mein Vater hat mich geschlagen. Nicht jeden Tag aber ab und an. Meistens mit einem Lineal. Aber auch manchmal mit der Hand. Obwohl ich ein ruhiges Kind und selten böse war. Eher war ich zu schüchtern.
Es ist dann passiert, wenn ich auf meinen kleinen Bruder nicht aufpassen wollte. obwohl ich selber noch Kind war. Oder wegen anderer Kleinigkeiten.

Die Eltern wussten nicht, welch ein großen Schaden sie dabei anrichten. Sowas vergisst man nie.
 
Hölzerne Kochlöffel, Teppichklopfer oder wahlweise auch Badelatschen waren bei uns recht beliebt. Zur Not tats aber auch die Hand.
 
Ja, in meiner Generation gehörte das einfach dazu, der Klaps auf den Po.
Und ich erinnere mich nicht mehr daran.
So schlimm wars also wohl nicht.
 
Meine Eltern haben mich selten geschlagen, aber wahrscheinlich nur, weil ich immer sehr ruhig und angepasst war.
Doch meine Mutter hat mich psychisch misshandelt. Fast täglich hat sie mich angeschrien, mir üble Schimpfworte an den Kopf geknallt oder mich ignoriert. Ich kann mich an kein einziges Mal erinnern, wo ich mal etwas mit ihr allein unternommen habe wie z.B. ins Kino gehen, ein Eis essen, etc. Ich war ihr einfach nur lästig.
Wenn wir Urlaub gemacht haben, hieß es immer "Da sind Kinder, frag mal, ob die mit dir spielen". Das war's, weiter haben sich meine Eltern nicht um mich gekümmert.

So etwas kann noch mehr schmerzen als Schläge und es belastet mich noch heute.
Ich könnte noch so viele Therapien machen, darüber hinwegkommen könnte ich nie.
 
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