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Wurdet ihr als Kind von euren Eltern geschlagen?

Wurdet ihr als Kind von euren Eltern geschlagen?

  • nicht einmal

    Teilnahmen: 35 10,3%
  • äusserst selten, nicht der Rede wert

    Teilnahmen: 81 23,8%
  • ab und zu

    Teilnahmen: 110 32,4%
  • das war Normalität (oft)

    Teilnahmen: 114 33,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    340
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Die Eltern die ihr Kind mit Ritalin vollstopfen damit es funktioniert. Oder die, die mit Liebesentzug strafen, die sind fein raus. Immerhin schlagen sie nicht. 🙄
Und selbstverständlich macht die Anklagebank alles richtig. 🙄
 
Also ich hätte auf die Klapse, von meiner Mutter und meinem Opa eindeutig verzichten können.
Für mich waren es auch keine Klapse. Für mich war es Hauen und Demütigung. Denn genau so habe ich mich gefühlt.
Gedemütigt.
Genau da liegt eben der Unterschied so wie ich meine. ich erinnere mich auch an eine einzige Situation, wo ich eine Ohrfeige bekommen habe, die mich gedemütigt hat. Von meiner Oma, die sonst die Güte in Person war und weil meine Schwester behauptet hat, ich hätte sie geschlagen. DAS war nicht OK. Auch im Nachhinein nicht. Es war unnötig und ich denke, Kinder sind sehr wohl in der LAge, diesen Unterschied ganz klar zu spüren. (Wobei eben eine wiklich liebevolle Bindung zum Kind auch so einen Ausrutscher mal aushält, auch wenn es nicht OK ist- vor allem wenn es ja nun wirklich nicht um körperliche Schmerzen geht....aber Ok ist es halt trotzdem nicht- jedoch sind wir alle Menschen)
Darauf will ich ja hinaus: ich denke, auch für Kinder sind diese Unterschiede spürbar: demütigen mich die Eltern, indem sie ihre Macht demonstrieren, oder ist ein "Klaps" der Situation geschuldet in der die Eltern einfach nur reagiert haben weil sie halt auch nur Menschen sind und nicht perfekt. Kinder haben da ein sehr feines gespür.
ich rede hier auch definitiv nicht von gefährlicher Gewalt und groben Schlägen: Das ist klar eine völlig andere geschichte.

ich will da jetzt garnicht zu sehr dran rühren, denn ich weiß, was einige hier erlebt haben. Das ist eben nicht mit dem zu vergleichen was ich erlebt habe...auch wenn es eben im weitesten Sinne halt auch unter den Sammelbegriff "Schalgen" fallen würde: Für mich sind das halt Himmelweite Unterschiede und ich wollte nur sagen, dass es das eben auch gibt.
 
Die Eltern die ihr Kind mit Ritalin vollstopfen damit es funktioniert. Oder die, die mit Liebesentzug strafen, die sind fein raus. Immerhin schlagen sie nicht. 🙄
Und selbstverständlich macht die Anklagebank alles richtig. 🙄

Wow, da hab ich mal was erlebt. Im Zug. Da saß eine Mutter mit Grundschuldkind mir gegenüber. Das Kind hatte offenbar eine schlechte Note bekommen und nun wurde dieser Vorfall erörtert: Die Mutter sagte im süßlichsten Ton zum Kind: "Ja und nun erkläre mir, wie Du Dich während der Probe gefühlt hast"
Kind: ganz kleinlaut: "Weiß nicht"
Mutter: "du weißt doch, dass Du schlechte Noten machst, wenn Du Angst hast mein Schatz- hattest Du Angst"
Kind: ganz kleinlaut: "Weiß nicht"
Mutter: du hattest also Angst, warum hattest Du Angst?
Kind: ganz kleinlaut: "Weiß nicht"
So würde das Kind eine ganze Weile auf süßlichste Art verhört und wurde immer kleiner. Irgendwann kam dann der Abschuß:
Mutter: Was machen wir, wenn wir Angst haben?
Kind: ganz kleinlaut: "Weiß nicht"
"nun sag schon, was machen wir?"
Kind: "Kinesiologie"
dann musste das arme Kind sämtliche Fingerübungen, die angeblich helfen würden, die Angst zu besiegen der Mutter vorführen...
ich dachte nur: Hey gib dem armen Kind lieber eine Ohrfeige und lass es in Ruhe, anstatt es so zu quälen. (man hat sichtlich gespürt, wie dads Kind unter den bohrenden Fragen der Mutter gelitten hat)
Ehrlich, das war irgendwie mein Gedanke, obwohl ich es schrecklich finde, ein Kind wegen einer Note zu schlagen, aber in dem Fall wäre das Kind damit besser dran gewesen.
Das war echt krass: Mir selber wurde schon ganz elend zumute und ich war nur zuhörer.

Aber natürlich: Da musst Du als Außenstehender zuschauen, wie ein Kind gequält wird, denn die Mutter war ja sooo leib zu dem Kind:mad:: Hätte sie es wenigstens verhauen, hätte man eingreifen können.
Diese Situation war für mich echt ein Schlüsselerlebnis in psychischer Gewalt. Buhhh mir läuft es heut noch kalt den Rücken runter.
 
[....]Buhhh mir läuft es heut noch kalt den Rücken runter.
Das ist krass. Kenne aber auch ähnliches aus dem Zug. Da war nicht Kind überfordert, sondern die Eltern.

Deine Erzählung aus Deiner Kindheit zeigt doch, dass es Momente gibt, bei dem es keine andere Möglichkeit gibt um (D)eine Blockade zu lösen.

Ein Klabs mit Schlägen bzw. Prügel gleichzustellen, dass ist ziemlich unfär. Zumal, wenn man keinerlei Zusammenhänge kennt. Vieles passiert im Affekt. Eltern sind nun mal keine Übermenschen. Wichtig ist doch, dass man dem Geschehen kritisch nachgeht anstatt zu verurteilen. Am besten gemeinsam.
Wenn es danach ginge andere zu Verurteilen, dann wäre ich Stammgast beim Jugendamt.

Ich hatte eine Nachbarn, deren Kind war so brave und zuvorkomend höflich. Wow.... Ich dachte oft.... meine fresse...lasst doch das Kind mal endlich Kind sein! In 8 Jahren habe ich den Jungen 1x Mal gehört. Als Baby beim Zahnen. Dafür hat sich der Papa bei mir entschuldigt. 🙄

Ich hab 20 Jahre den Weihnachstmann gespielt. Beim Letzten mal für die Erstklässer in der Aula ihrer Schule. In 2010. Als ich raus ging, hielt mich ein Junge am Mantel fest und flüsterte mir ins Ohr: - Ich solle doch dem Papa nichts schenken, er haut immer so doll.
Dann habe ich mir den nächst Lehrer geriffen und ihm sie Situation geschildert. Er meinte..., ach das ist wieder so ein Scheidungskind was Aufmerksamkeit bräuchte. lol... Nicht zu fassen. Bin dem weiter nachgegangen und siehe da, es war kein Scheidungskind (laut Klassenlehrerin). Was sie dann unternommen hat, weiß ich nicht. Sie wollte dem ebenfalls nachgehen.

---

In der ersten klasse musste ich oft in der Ecke rechts neben der Tafel stehen, wenn ich nicht brav genug war. Wenn ich Pech hatte, gleich am Anfang der Stunde. Bis zum Ende der Stunde. In der 2. Klasse musste ich immerhin nur neben meiner bank stehen bleiben. Immerhin. lol... Das war sowas von Demütigend. Aber wie man sieht, hat man längst daraus gelernt, dass das so nicht gehen darf.

Wie manche Eltern, die sich gegeseitig an den Kragen gehen, ihrem Kind/ern erklären wollen, dass Gewallt keine Lösung ist, weiß ich nicht. Das es keine Lösung ist, darin dürft wir uns einig sein.

Die psychische Gewalt, die ist für mich deutlich schwerer zu ertragen und wirkt sehr prägend. Mitunter fürs ganze Leben.

In der geschlossen Psychiatrie war einer den ich kannte. Ein Kerl wie ein Baum, Hände wie Klodeckel. Wenn der am Fenster stand, wurde es dunkel. Er war lammfromm und empathisch. Aber als ich ihn dort sah, sah ich einen gebrochenen Mann, der stundenlang ängstlich an seinem Bettlaken-Zipfel nuckelte. Keine Ahnung was man dem mann angetan hat, körperliche Gewalt kann man bei ihm ausschliessen.

Früher war Züchtigung erlaubt. Das Mittel zur Erziehung. Möchte nicht wissen, wie viele von diesen Kindern als Erwachsene selber zur Gewalt greifen.
Ich habe als Kind selber sehr viel Gewalt erlebt. Und ja, ich habe 1x jemanden eine auf die 12 geben, weil er meine Frau schlug. Grundlos. Den Reflex konnte und wollte ich nicht verhindern. Bin eben auch nur ein Mensch. Dem Mann gings aber schnell wieder gut.
 
Das Problem ist wohl eher, dass die meisten Menschen immer wieder auf Gründe warten, um eingreifen zu können.

In Wirklichkeit tun sie es nie.

Ich hätte die Mutter sofort in ein Gespräch verwickelt, sie freundlich konfrontiert und mich somit auf die Seite des Kindes gestellt, damit es lernt, es gibt auch andere Menschen.
Ob mir das zusteht, würde mich in so einem Fall, wenn ich dabei bin nicht interessieren.

Ich glaub das kommt nicht gut an. Könnte übergriffig ankommen. Ich versuche die Aufmerksamkeit vom Kind zu bekommen. Dafür ist ein Lächeln eine gute Wahl. 🙂 Hoffend das es die Mutter oder Vater sieht. Am besten beide. Grund: Also ich würde mich schon fragen, warum ein Fremder gerade jetzt mein Kind anlächelt. Schaut man mich fragend an, quittiere ich das mit einem Lächel und einem kleinen Schulterzucken.
Ich weiß halt um meine Wirkung bei Kindern. Als Weihnachtsmann kennt man sich eben (aus). 😀
 
Naja.... wenn ein Kind mit Ketten verprügelt wird, schreite ich natülich mit vollen Körpereinsatz ein. Dann ist Schluß mit meinem Lächeln.
Schrecklich das es so etwas noch gibt. Was so hinter der verschlossen Wohnungstür passiert, weiß ich ja schon aus eigener Erfahrung. Wie will man das verhindern, wenn keiner etwas mitbekommt? Tja... Da bleibt nur Aufkläung und Thematisieren. Prävention eben. Auch bei den Kiddis
 
Das Problem in solchen Fällen: es bringt rein garnichts, einzugreifen: Solche Eltern sind ja der festen und unerschütterlichen Überzeugung, total progressiv zu sein und DEN Königsweg gefunden zu haben. natürlich haben sie da etwas ganz tolles erkannt, das Otto-Normalverbraucher nicht erkennen kann: dahingehend würden sie wohl Reaktionen ihrer Umwelt auch deuten und sich sicher nichts von einer fremden jungen Frau sagen lassen. (Abegesehen davon, dass ich vor solchen menschen selber Angst habe: Ja, die machen mir Angst, weil sie unberechenbar sind und wenn Du Dich ihnen in den Weg stellst, dann Gnade Dir Gott)
Wären sie nicht so von sich selbst eingenommen, würden sie so oder so an der Reaktion ihres eigenen Kindes erkennen, dass sie ihm gerade nicht gut tun: Das ist ja genau das: Eltern, die ihre Kinder liebevoll erziehen kommen garnicht so weit, dass sie ihm wirklich Gewalt antun, denn sie erkennen sofort an der Reaktion ihres Kindes, wenn sie zu weit gehen würden. Selbst wenn sie das Kind mal zurechtweisen müssen, oder es Streit gibt: Gute eltenr erkennen ja aus ihrer überlegenen Position, was der Sache noch nützlich ist und wann sie dem Kind wirklich weh tun würden.
Gewaltätige Eltern übersehen diese Grenzen, bzw sind ihnen diese Grenzen egal: Und zwar sowohl bei körperlicher als auch bei seelischer gewalt.
Das genau macht ja die Gewalt aus: Dass grenzen überschritten werden. Und Grenzen werden nur dann überschritten, wenn einem die Grenzen egal sind, oder man der irren Ansicht ist, das Kind "bräuchte" das irgendwie.

Insofern: Wird man Zeuge körperlicher Gewalt, hat man wenigstens eine gesetzliche Handhabe. Bei seelischer Gewalt ist das nicht so.
 
Nicht Mitbekommen will und lieber schweigt, um nicht in "Ungnade" seiner Nächsten zu fallen und als unbequem abgestempelt zu werden, als "Nestbeschmutzer"... und weil man Angst hat, z.b. dann ausgeschlossen zu werden...

Diese Angst gilt es zu überwinden.

Die habe ich damit nicht gemeint. Jene die bewußt weggucken, sind für mich Mittäter.
Außerdem... die Täter werden naturgemäß alles tun, damit alles im verborgenen bleibt. Alles.

Bei einer Dunkelziffer von 300.000 Kindern, die jedes Jahr sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen, bekommt keiner etwas mit.
Rechne ich das Umfeld pro Kind mal 3, währen das gut 1 Millionen erwachsene Menschen die wegschauen würden, nur weil sie nichts mitbekommen haben? Sicher nicht.
Wie Kinder manipuliert werden um zu schweig/ zum Schweigen gebracht werden, dass sprengt hier den Rahmen.

Dazu kommt das hohe Gewaltpotenzial eines Täters (oder Täterin). Glaubst Du wirklich man kann einfach hingehen und zu Reden stellen? Die sind zu allem Fähig!
- Wäre deutlich klüger, wenn man zur Polizei geht. Ohne Beweise, bleibt es nur ein Verdacht. Und wer macht sich schon gerne lächerlich, falls man daneben liegt? Tja... kifflige Frage, die jeder für sich beantworten muss.
Ich will dieses dunkle Loch nicht weiter aufbohren und beleuchten, könnte jemanden triggern.

Wie man psychische Gewalt hinter verschlossen Türen mitbekommen will, weiß ich nicht. Du etwa?
Dann ist es noch ein Glaubwürdigkeitsfrage, wenn ein Kind sich Hilfe holen will. Wird dem Kind geglaubt? Ist das dann wie bei meiner Weihnachsmann Erzählung, es wird banalisiert (Das Kind möchte ja nur Aufmerksamkeit erhaschen).
 
Welche Uneinsichtigkeit zu welchem Vergehen müsste es denn sein, das es rechtfertigen würde, den Hintern versohlt zu bekommen?

Ich habe es halt dann manchmal eingesehen, wenn es eine klare Regel gab, und ich gegen diese verstoßen habe. Z.B. als ich mit 14 beim Rauchen erwischt worden bin. Natürlich kann man heute mit Recht sagen, dass überhaupt nichts einen versohlten Hintern rechtfertigen kann. Mir hat das in dem Moment allerdings insofern "geholfen", als ich dann erstens das Rauchen gelassen und mich zweitens für längere Zeit wieder an die Regeln gehalten habe...

Gruß Ian
 
Ja und das ab 3 ten lebensjahr wegen jeder Kleinigkeit wurde mit heißen Tellern beschmissen so wie meine Geschwister auf oder gegen irgendwelche Gegenstände gestoßen teielweise so extrem das arme usw blau waren usw also echt extrem als Entschuldigung dachten die die können uns kaufen kommt wir gehen shoppen Frisör usw dann vergessen wird das alles.aber bis heute leide is habe es als normal nach ner Zeit gesehen das Jugendamt null Hilfe Polizei wo meine Schwester hin is angezeigt hat weil ihr die Nase von meiner Mutter gebrochen wurde nichts was wir sagten stimmte nicht meine Eltern seien so nett und tja für mich War es denn so normal das es für mich auch normal War das mein damaliger Partner mich geschlagen hat.aber als ich selber mutter wurde hat es klick gemacht und ich habe begriffen es is nicht normal das darf nicht sein.und Heute hasse ich meine Eltern so seher das es mir egal is was mit ihnen passiert.
 
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