Wenn es sich ein Hobbyhalter finanziell nicht leisten kann, seine Tiere nachts Wolfs-sicher zu verwahren, ist der Wolf die Ursache für die Aufgabe des Hobbys.
Entschuldige, aber wer seinen Tieren keinen anständigen Stall bieten kann, sollte sowieso keine Tiere halten!
Wir versuchen möglichst naturnahe zu leben, in den vergangenen Jahren haben wir 16 Hühner durch Greifvögel verloren.
Hier passiert das eher selten, meist in Waldnähe, wenn keine Ziegen/Schafe dabeistehen.
Die Hühner haben Unterschlupfmöglichkeiten und Büsche. Und eben die Vergesellschaftung mit Schafen oder Ziegen. Macht hier kaum noch einer anders. Netze hingegen werden seitdem weniger verwendet.
In einigen Jahren werden wir uns auch wieder einreihen in diese Haltung.
Verwandte hingegen setzen auf Volierenhaltung.
Was auch funktional erscheint ist Einzäunung, Büsche, kleine Bäume und oben so eng gespannte Wäscheleine, dass Greifvögel nur schwer einen Weg da rein finden.
Es ist einfach, zu urteilen, wenn man nicht direkt betroffen ist
Woher willst du wissen, wie betroffen ich war oder bin?
Vom Wolf gerissen wurde aber noch keines unserer Tiere, auch wenn er sehr nah zu sehen (!) war und ihm Rehe und Hasen zur Beute fielen.
Meine Tiere wurden jedoch nachts meist aufgestallt. Laue Sommernächte draußen gönnte ich ihnen nur ausnahmsweise, wenn es sehr heiß war und sie sich tagsüber viel in den kühleren Stall zurückzogen. Das Risiko war mir bewusst.
Ich muss doch nochmal antworten.
Die Schafe leisten sehr wohl einen Beitrag zum Naturschutz, sie halten Bachränder und andere Freiflächen sauber, sie werden sogar vom NABU eingesetzt.
Ich kenne hier Menschen, die seit über 40 Jahren Tiere halten, die haben nie einen Cent vom Staat haben wollen, jetzt macht der Wolf ihre (Hobby) Tierhaltung zum Teil zunichte. Zumindest erschwert und verteuert er sie enorm.
Dann sind diese aber in einem Landschaftsschutzprogramm mit Vergütung.
Ich halte auch Tiere. Und beanspruche für mein Hobby selbstverständlich kein Geld vom Staat.
Manchmal werden Hobbys teurer und man muss entscheiden, ob man das finanzieren kann oder es lassen muss.
Sollen Tennisspieler auch Gelder vom Staat bekommen, wenn der Sport teurer wird?
Man kann nur das tun, was man sich leisten kann. Und auch im Bereich privater Tierhaltung sind schlimme Formen zu sehen. Und selbst wenn es nicht richtig schlimm ist, ist das noch lange nicht gut.
Wer keinen guten Stall finanzieren kann, sollte es im Interesse der Tiere ganz lassen.
Bei größeren Beständen und Freiflächen helfen optimal Zwergziegen, da landet kein Raubvogel mehr.
Die können auch bei kleinen Beständen problemlos eingesetzt werden.