Wenn ein Reh schon an einer Schußwunde verludert ist, ist es egal welches Tier hinterher daran frißt, dann ist es logisch, daß sich ein Luchs diese Beute sichern wollte und der Hund ihm in die Quere kam, was er bereut hat. Vor Menschen haben Luchse Angst, vor einem einsamen Hund nicht unbedingt, der konnte wohl eher von Glück sagen daß der Luchs ihn nicht gleich mitverspachtelt hat.Long story short: Etwa eine Woche später schlage ich die Zeitung auf, steht drin, ein Luchs hätte einen Hund, der mit seinem Besitzer beim Schwammerl suchen war, angegriffen und das arme Tier musste mit 40 Stichen genäht werden. Ein Foto des Hundes war auch drin, den Hund kannte ich doch. Der Luchs hätte ein Reh gerissen und den Hund als Futterkonkurrent gesehen und angegriffen. DNA konnte nachgewiesen werden. So die Presse...
In Wahrheit war es so: Der Besitzer ist in den Wald gegangen, hat seinen Hund frei laufen lassen und er ist ihm entwischt. Am nächsten Tag hat er nach dem Hund gesucht und hat ihn dann auch verletzt gefunden, neben einem Tierkadaver mit deutlichen Freßspuren. Das Reh lag da nicht nur 12 oder 18 Stunden, sondern schon länger und es wurde auch nicht von einem Luchs gerissen, sondern angeschossen und ist dort verendet. Tatsache ist, ein Luchs fraß dort. Deshalb die DNA.
Jetzt stellt sich die Frage: Nur der Luchs?
Und wer ist jetzt schuld an den Verletzungen des Hunderls?
Fakt ist, daß der Hundebesitzer seinen Köter an der Leine hätte halten sollen, wenn das Tier nicht auf Wort pariert, sondern lieber abhaut, um zu wildern oder aus anderen Gründen. Ein freilaufender Hund könnte genausogut auf eine Straße laufen und dort für einen Unfall sorgen, und wer trägt dann den Schaden.