Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wo beginnt sexuelle Gewalt

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Für mich ist Vergewaltigung etwas, was mit einer sehr sehr harten Strafe geahndet werden muss.

Wenn ich also sage, das etwas eine Vergewaltigung war, dann muss ich gleichzeitig wollen das die Person für 4 bis 5 Jahre im Gefängnis verschwindet.

Und genau in diesem Moment wird auch das drumrum interessant.

Genau da wird es wichtig ob sich das Opfer mit Unterhose neben den Mann ins Bett gekuschelt hat (und davor schon Sex hatte) und von der Reaktion des Opfers für den Täter gar nicht ersichtlich war das das eine Vergewaltigung gewesen ist.

Bei Eisblume beurteile ich das schon wieder anders. Ihren Ex könnte ich für das was er gemacht hat guten Gewissens für 5 Jahre in den Bau schicken.

Bei der anderen TE nicht.

Was er gemacht hat war grenzüberschreitend. Absolut. Aber eben nicht die Art von Straftat die sehr hart geahndet werden muss/müsste

Der Mann hat die Unsicherheit und die Sehnsucht nach Nähe ausgenutzt. Das ist mies.
Aber in meinen Augen keine Vergewaltigung. Und keine Nötigung.

Aber es ist natürlich sexuelle Gewalt. Denn Gewalt kann vieles sein.
 
A

Anzeige

Re: Wo beginnt sexuelle Gewalt
Ich möchte nochmal was zu meinem eigenen Beitrag sagen, da er augenscheinlich nicht so ankommt, wie ich ihn gemeint habe.

Ich persönlich habe deinen Beitrag schon so verstanden, wie du ihn in diesem Beitrag noch mal erklärt hast. Und ich finde deine Aussagen richtig und gut. Es ist dein Weg, der sich aus deinen Erfahrungen ergibt. Und es wird Leute geben, die darin für sich selbst ein Ziel entdecken können.

Basierend auf meinen Erfahrungen komme ich bezüglich meines Lebens zu anderen Schlüssen. Und vielleicht können andere aus eben diesen Schlüssen ein bisschen Kraft für sich ziehen.

Ich möchte aber der Klarheit halber auch noch mal erklären, was ich mit Grenzen meine.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich trenne ganz klar zwischen "ich ziehe eine Grenze und sie wird überschritten" und "ich ziehe keine Grenze, erwarte aber von meinem Gegenüber, dass er hellsehen kann".


Ich spreche nicht davon, dass ich von meinem Gegenüber erwarte, dass er hellsehen kann. Ich spreche davon, wenn Grenzen übertreten werden, bei denen ganz klar ist, dass dem Gegenüber daraus ein Schaden entsteht.

Ich rede davon, wenn man annimmt, es wäre eine Zustimmung, nur weil der andere kein lautes Nein schreit.

Ich rede davon, wenn der Sexualpartner stocksteif unter einem liegt und völlig erstarrt ist. Wer da nicht erkennt, dass da dringend Klärungsbedarf besteht, ist für mich ein Schwein.

Ich rede von Aussagen wie "wenn du nicht mit mir schläfst, liebst du mich nicht ... verlasse ich dich." Da manipuliere ich und versuche meinen Willen zu erzwingen.


Ich denke, mir geht es um Sicherheit.

In jeder Beziehung, auch der allerbesten, kommt es zwangsläufig zu Grenzüberschreitungen und ich denke, egal, wie gesund man physisch ist, man kann nicht zu allen Zeiten in jedem Moment seines Lebens immer genau wissen, was man will. Also sagt wohl jeder Mensch auch mal an der falschen Stelle ja.

Ich hatte eine sehr schöne Beziehung, sehr liebevoll, fürsorglich. Trotzdem kam es zu Grenzüberschreitungen. Aber ich weiß, dass er zu jeder Zeit mein Wohl im Sinn hatte. Wenn wir hier und an der Situation gescheitert sind, hinterlassen diese Momente keine miesen Gefühle bei mir. Ich kann es als Lernerfahrung abhaken.

Vielleicht konntest du all diesen Männern vertrauen und wusstest, dass sie dein Wohl im Blick haben. Ich habe diese Erfahrung vielleicht zwei, drei Mal im Leben gemacht. Ansonsten gibt es nur Menschen, die mich benutzt haben, um sich selbst Vorteile zu schaffen und denen es völlig egal war, ob ich dabei Schaden nehme. Und da muss man nicht hellsichtig sein, um zu wissen, dass das eine Grenze ist.
 
Aber es ist natürlich sexuelle Gewalt. Denn Gewalt kann vieles sein.

Und sexuelle Gewalt ist für dich nicht strafbar?

Was muss ein Mann tun, damit du die Grenze ziehst? Er hat ihr Nein ignoriert. Er hat dieses Nein verhöhnt, als sie ihm sagte, dass er ihr WEH TUT!

Mies sagst du. Hier mal die Synonyme zum Wort in dem Sinn, wie du es benutzt: blümerant, indisponiert, kraftlos, matt, mies, schlaff, schlapp, schlecht, schwächlich, schwach, unpässlich, unwohl, abgestanden, abstoßend, flau. Merkst du was?

Im nächsten Atemzug ist es dann doch sexuelle Gewalt. Sexuelle Gewalt ist also ein bisschen mies? Ein bisschen blümerant?

Findest du deinen Beitrag durchdacht?

Ob ich diesen Typ ins Gefängnis schicken würde, hängt ehrlich gesagt davon ab, welchen Eindruck ich von ihm im Verlauf der Verhandlung bekommen würde. Ich weiß nur, so ein Typ ist im Zweifelsfall auch zu mehr fähig, als im vorliegenden Fall beschrieben wurde und was da passiert ist, wäre mir eine Bewährungsstrafe wert. Straffrei würde ich ihn nicht davon kommen lassen.

Er hat die Frau für seine Zwecke missbraucht, benutzt, und er hat eine Schädigung billigend in Kauf genommen. Das ist für mich kein Kavaliersdelikt und da ist es mir völlig egal, was das Gesetzbuch dazu sagt. So etwas ist für mich eine Straftat!
 
Klar ist das radikal, aber ich sehe ein grundlegendes Problem (der Gesellschaft und des Individuums) darin, wenn Sex nicht freiwillig bzw. gewollt oder zumindest neutral erfolgt. Jemanden zum Sex zu zwingen ist doch abartig. Dadurch ignoriert man, wie bereits gesagt, die Selbstbestimmung eines anderen und verliert den Respekt - und das ist in etwa der Anfang vom Ende.

---

Wer die Souveränität eines anderen Menschen verletzt, ist nicht weit entfernt vom Mord. Und wer sich aus dieser Situation heraus noch selbst im Spiegel sehen will, darf sich gerne anzeigen und büßen oder sich eben einreden, dass er "richtig" gehandelt habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich spreche nicht davon, dass ich von meinem Gegenüber erwarte, dass er hellsehen kann. Ich spreche davon, wenn Grenzen übertreten werden, bei denen ganz klar ist, dass dem Gegenüber daraus ein Schaden entsteht.

Ich rede davon, wenn man annimmt, es wäre eine Zustimmung, nur weil der andere kein lautes Nein schreit.

Ich rede davon, wenn der Sexualpartner stocksteif unter einem liegt und völlig erstarrt ist. Wer da nicht erkennt, dass da dringend Klärungsbedarf besteht, ist für mich ein Schwein.
Sehe ich absolut genauso.

Ich rede von Aussagen wie "wenn du nicht mit mir schläfst, liebst du mich nicht ... verlasse ich dich." Da manipuliere ich und versuche meinen Willen zu erzwingen.
Ebenso volle Zustimmung.


Ich denke, mir geht es um Sicherheit.
Mir auch. Die weitergehende Frage ist für mich nur: wie kann ich mich mit diesem Sicherheitsbedürfnis so weit fallen lassen, um Sexualität überhaupt geniessen zu können?

In jeder Beziehung, auch der allerbesten, kommt es zwangsläufig zu Grenzüberschreitungen und ich denke, egal, wie gesund man physisch ist, man kann nicht zu allen Zeiten in jedem Moment seines Lebens immer genau wissen, was man will. Also sagt wohl jeder Mensch auch mal an der falschen Stelle ja.
... und kann dafür dann aber nicht den anderen verantwortlich machen. Denn das bedeutet Ohnmacht und die ist immer S****!

Vielleicht konntest du all diesen Männern vertrauen und wusstest, dass sie dein Wohl im Blick haben. Ich habe diese Erfahrung vielleicht zwei, drei Mal im Leben gemacht. Ansonsten gibt es nur Menschen, die mich benutzt haben, um sich selbst Vorteile zu schaffen und denen es völlig egal war, ob ich dabei Schaden nehme. Und da muss man nicht hellsichtig sein, um zu wissen, dass das eine Grenze ist.
Es war bei mir einfach anders gelagert - vertraut habe ich keinem, das fällt mir im sexuellen Bereich auch heute noch bei meinem Mann schwer, obwohl er alles in seiner Macht stehende tut... Ich bin einfach in die aktive Rolle gegangen und habe die geile Liebhaberin gespielt.

Bei mir hat der Missbrauch, die Vergewaltigung und die anderen sexuellen Übergriffe einfach dazu geführt, dass ich promiskuitiv wurde. Keine Grenze - keine Grenzverletzung! Das war mein unterbewusster Weg. (Und im Nachhinein: was für eine bescheuerte Logik!). Ich lag nie steif da sondern war das unersättliche Luder (das allerdings rein gar nichts spürte. Ich habe 8 Jahre gebraucht, bis ich meinem Mann gestehen konnte, nie einen Orgasmus während des Coitus gehabt zu haben.).
Und ich kann einfach niemandem einen Vorwurf daraus machen, dass sie sich auf mich eingelassen haben. Vielleicht war ich sogar selbst dadurch missbräuchlich, zumindest meinem Selbst gegenüber.
Deshalb gestaltet sich das Ganze ja so schwierig - wir können hier Grundlegendes aussagen, wie Nein heißt Nein oder dass Erpressung zu Sex nicht geht. Es gibt aber eben so viele Nuancen wie es Menschen gibt.
 
Das ist für mich kein Kavaliersdelikt und da ist es mir völlig egal, was das Gesetzbuch dazu sagt. So etwas ist für mich eine Straftat!

Das passt nicht zusammen!
Straftat ist ein juristischer Begriff und ist juristisch zu beurteilen, obs eine ist
 
Ich finde einfach nur, das jeder eine Eigenverantwortung für sich tragen muss.
Diese Meinung mag nicht populär sein.

Aber es ist so.

Vor allem muss man bedenken wieviele Falschanschuldigungen es jetzt schon gibt.
Und eine strafbarkeit ohne jeden Beweis, den es bei sowas ja nicht gibt. Tuesday, wie willst du so ein Verfahren führen?

Ist die Aussage des Mannes nicht relevant?

Wenn man die Tore dahingehend öffnet, werden diese Anschuldigungen zu Waffen, die auch gebraucht werden.
 
Wenn ich also sage, das etwas eine Vergewaltigung war, dann muss ich gleichzeitig wollen das die Person für 4 bis 5 Jahre im Gefängnis verschwindet.

Für mich nicht. Ich habe nicht angezeigt. Aus vielfältigen Gründen. Ich habe ihn aber durchaus im Geiste gepfählt und in die Luft gesprengt.

Genau da wird es wichtig ob sich das Opfer mit Unterhose neben den Mann ins Bett gekuschelt hat (und davor schon Sex hatte) und von der Reaktion des Opfers für den Täter gar nicht ersichtlich war das das eine Vergewaltigung gewesen ist.

Das spielt keine Rolle. Nackt knutschen ist kein Einverständnis für einen Coitus. Never. Vielleicht machen sich auch zu wenige Männer klar, dass die Frau ein EINDRINGEN in ihren Körper zulassen muss. Für die meisten Heteromänner wäre das ein absolutes NoGo.

Stell Dir vor, Deine Frau will einfach mal nur ausprobieren, die Zucchini in dich einzuführen. Ihr seid ja schon dabei, hattet schon Sex, jetzt halt mal dieses Spiel. Außerdem bist Du ja grad schon gefesselt, das passt. Du sagst klar nein, machst noch einen Witz dabei, und sie führt die Zucchini ein. Du sagst wieder nein und dass es weh tut, aber sie macht weiter und sagt auch noch, dass sie das so antörnt, du musst nur noch kurz aushalten, bis sie kommt. Was fühlst Du dabei?
 
Ich finde einfach nur, das jeder eine Eigenverantwortung für sich tragen muss.
Diese Meinung mag nicht populär sein.

Aber es ist so.

Vor allem muss man bedenken wieviele Falschanschuldigungen es jetzt schon gibt.
Und eine strafbarkeit ohne jeden Beweis, den es bei sowas ja nicht gibt. Tuesday, wie willst du so ein Verfahren führen?

Ist die Aussage des Mannes nicht relevant?

Wenn man die Tore dahingehend öffnet, werden diese Anschuldigungen zu Waffen, die auch gebraucht werden.

Es ist in diesem Thema nicht relevant, was vor Gericht passieren kann oder würde, sondern schlicht und ergreifend, wo sexuelle Gewalt beginnt. Wenn wir das nach Gesetzbuch festlegen, können wir die Diskussion direkt beenden. Denn Recht und Gesetz sind zwei paar Stiefel - das weiß doch jeder!
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
C Sexuelle Frustration :-/ Sexualität 58
M Sexuelle Ablehnung Sexualität 44
S Wieviel Sex, sexuelle Handlungen und Begehren ist normal? Sexualität 104

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben