Vor allem muss man bedenken wieviele Falschanschuldigungen es jetzt schon gibt.
Es geht hier aber nicht um Falschanschuldigungen. Es geht um Frauen, die vergewaltigt wurden.
Und eine strafbarkeit ohne jeden Beweis, den es bei sowas ja nicht gibt. Tuesday, wie willst du so ein Verfahren führen?
Es geht nicht darum, irgendwelche Verfahren zu führen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wir sind hier kein Gericht!!!!!!!!!!
Wir sind ein Forum, in dem Menschen Hilfe suchen, die Gewalt erlebt haben!!!!!!!!!!
Ist die Aussage des Mannes nicht relevant?
Solange er hier nicht Hilfe sucht, nein.
Wenn man die Tore dahingehend öffnet, werden diese Anschuldigungen zu Waffen, die auch gebraucht werden.
Es nervt mich so ungemein. Ständig werden die armen, zu Unrecht beschuldigten Männer verteidigt - nur leider auf Kosten der Opfer, die Gewalt erlebt haben.
Beziehst du dich nur auf Argumentationen in diesem Thread? Wenn ja, dann muss ich (als selbst betroffenes Gewaltopfer) sagen, dass ich Teilaspekte dieser "weltfremden und menschenverachtenden" Argumentation durchaus nachvollziehen kann.
Welche Teile?
Oder man lässt hier weiterhin alle Meinungen zu, solange diese nicht explizit gegen die Forenregeln verstoßen. Ansonsten könnte man den Eindruck erhalten, dass es hier langsam in Zensur abrutscht, sollte der "Gegenseite" der Mund verboten werden.
Soweit ich das sehe, spricht chrismas nicht von diesem Thread sondern ganz allgemein vom Umgang mit Betroffenen im HR.
Dass in diesem Forum kein ausreichender Schutz für Gewaltopfer besteht, thematisiere ich seit Jahren - vielleicht ja nicht diplomatisch genug. Aber bei dem Thema fehlt es mir an Gelassenheit. Wenn ich darauf hinweise, dass Menschen verletzt und retraumatisiert werden, werde ich gefragt, warum ich böser Nestbeschmutzer dann nicht gehe. Da frage ich mich auch, wie manche Leute drauf sind ...
In diesem Thread sind durchaus gegenteilige Aussagen erwünscht. Wie du schon sagst, ist das Sinn und Zweck einer Diskussion und die habe ich initiiert. Da wird dann kontrovers argumentiert. Das ist meiner Meinung nach auch dringend notwendig.
Da kann ich auch zugeben, dass mich ganz sicher niemand davon überzeugen wird, dass eine Vergewaltigung ausschließlich dann stattgefunden hat, wenn es dem Gesetz gerade in den Kram passt. Das ist völliger Irrsinn! Die Gesetze sind unzureichend. Wenn man danach geht, gab es vor 1997 keine Vergewaltigung in der Ehe. Die wurde erst anschließend erfunden oder wie?
In diesem Forum werden Menschen verletzt. Sie werden retraumatisiert. Und das, weil man ihnen schreibt, sie wären nicht vergewaltigt worden. Welche Konsequenzen ziehst du persönlich daraus?
Wie können wir über sexuelle Nötigung, Missbrauch, Vergewaltigung diskutieren - allesamt juristische Begriffe - ohne uns am Gesetz zu orientieren?
Orientieren ja, kritiklos hinnehmen und als absolut setzen nein.
Die Grenzen sind bereits festgelegt worden.
Und das heißt, man darf sie nicht mehr hinterfragen?
Das Gesetz soll die Rechte Aller wahren; das schließt auch Menschen ein, die zu Unrecht beschuldigt werden.
Wieder mal geht es um die zu Unrecht Beschuldigten
🙄. Die nehmen einen so unglaublich großen Raum ein, dass man meinen könnte, es gibt überhaupt nur die armen zu Unrecht beschuldigten Männer.
Drehen wir das ganze doch mal um: Alle Betroffene sind Lügner, weil es irgendwo einen zu Unrecht Beschuldigten gibt!
Hast du mitbekommen, wie mit Vergewaltigungsopfern allgemein umgesprungen wird, wenn sie eine Anzeige machen? Ist dir klar, dass jede dieser Frauen unter Generalverdacht steht, sie wolle sich nur rächen, hätte das alles nur erfunden und sei sowieso eine Schlampe?
Und DAS nennst du Wahrung der Rechte aller?
Ich verstehe ja, dass es den Meisten hier darum geht, ein besseres moralisches Verständnis zu schaffen und das finde ich auch gut.
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Man sollte dabei jedoch darauf achten, die Grenzen nicht zu verwischen.
Jedem ist klar, das Gesetz ist das eine, das persönliche Schicksal das andere. Es gibt nur hier einen Teil der User, die das Gesetz über die Person stellen.
Ich bin der Meinung, das kann und darf in einem solchen Forum nicht sein.
Wir sind nicht hier, um Recht zu sprechen. Wir sind hier, weil Betroffene Hilfe suchen. Ihnen zu sagen, dass sie nicht vergewaltigt wurden, ist nicht hilfreich.
Dass das Gesetz Schwächen hat, sehe ich auch. Es geht in Bezug auf sexuelle Gewalt nicht weit genug, wenn es darum geht, inwiefern sich ein Opfer zur Wehr setzen sollte. Wer daran etwas ändern möchte, ist hier aber nicht an der richtigen Adresse, sondern sollte sich politisch engagieren.
Das sehe ich anders. Das hier ist Basisarbeit. Hier muss sich etwas ändern, bevor sich oben etwas ändern kann.
Abgesehen davon suchen die Frauen nicht bei Politikern Hilfe sondern im Forum. Darum muss sich jetzt und hier etwas ändern. Und das schnell.
Argumente wie "jeder steht in Eigenverantwortung" öffnet Tätern Tür und Tor.
Ja, jeder Mensch trägt die Verantwortung dafür, sich selbst zu schützen. Aber wenn er das nicht tut, gibt das niemandem das Recht, das für sich auszunutzen und billigend in Kauf zu nehmen, dass das Leben dieses Menschen zerstört wird.