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Wie haltet ihr euch in den schweren Momenten vom Suizid ab?

Einen guten Freund zu haben, den man auch als solchen bezeichnen kann, finde ich auch ziemlich gut.

Allerdings kann ich das soziale Bedürfnis nach einer größeren Gruppe, der man zugehört, nachvollziehen. Wir Menschen sind nun mal soziale Wesen und nicht für ein Eigenbrödlerdasein bestimmt. Sind wir dauerhaft ungewollt alleine, macht uns das unglücklich und krank. Was bis zur Depression und zu Suizidgedanken führen kann.
 
Bei mir war es letztendlich mein Glaube bzw. meine Religion, außerdem noch die Gewissheit, dass ich meine Familie damit in tiefe Trauer stürzen würde.
 
Gedanken sind nur Gedanken und entsprechen nicht immer der Wirklichkeit. Unser Gehirn trickst uns da öfters aus. Gedanken lassen sich verändern. Das benötigt Training - am Besten täglich. Der Sinn des Leben, ist der den du ihn gibst. Wenn du ihm keine gibst, ist das Leben hoffnungslos. Wenn das Leben "sinnvoll" ist, kann man alles erreichen und zufrieden sein. Ich würde dir empfehlen, das Problem umzudrehen. Nicht zu sagen, das Leben lohnt isch nicht. Sondern gleich immer ins positive umdrehen. Das Leben lohnt sich, weil ... Suche dir zwei drei Gründe und sagen diese so oft du daran am Tag denkst. Vor allem vor dem Einschlafen, dann werden deine Gedanken in der Nacht ins Unterbewusstsein gespeichert und gleich nach dem Aufstehen, dann beginnt der Tag gut. Sage dir auch immer in der Früh. Heute wird ein geiler Tag und freue mich schon, was ich alles tolles erleben darf. Überlege dir auch vor dem Bett gehen, was du alles tolles erlebt hast und für was du dankbar bist.
Solltest du noch mehr wissen wollen, melde dich einfach.
 
Sind es Ängste, Angst vor Kontrollverlust? Angst vor Enttäuschung? Angst davor, dass das Leben ein anderes ist, wenn Du mehr soziale Kontakte außerhalb Deiner Welt aufbaust?
Gehst du manchmal mit Deinen Kollegen ein Bier trinken?
Ich kann es dir nicht sagen. Vielleicht ist es die Angst der Veränderung. Die hab ich bei den Antidepressiva, die ich nehme. Weil ich teilweise die Down-Phasen vermisse. Obwohl sie mich nicht weiter bringen.
Ich bin nie mit Kollegen ein Bier trinken gegangen. Weil ich selber nicht glaube, dass man das mit mir will und weil ich auch fast nie Kollegen hatte, die in meinem Altern waren.
Weiß diese Person von Deinen Nöten?
Ja, aber sie ist der Hinsicht nicht zu gebrauchen. Die Person ist die emotionsloste und empathieloseste Person auf dem Globus.
Wieso empfindest du das als armselig?
Ist das ein Gefühl, das "aus dir heraus" kommt? Oder kann es sein, dass du dich da sehr von der allgemeinen Meinung beeinflussen lässt, die eine hohe Anzahl von Freunden oft wie ein Statussymbol darstellt, dass man haben sollte, um sich "wertvoll" fühlen zu können?
Das hat nichts mit einer öffentlichen Meinung zutun oder als ein Statussymbol.
 
Ich bin nie mit Kollegen ein Bier trinken gegangen. Weil ich selber nicht glaube, dass man das mit mir will und weil ich auch fast nie Kollegen hatte, die in meinem Altern waren.
Kenne ja nicht die Situation in Deiner Firma oder den Firmen, manchmal ist es nicht gut, wenn der Kontakt zu eng oder zu sehr in den privaten Bereich geht, aber mit dem Alter, das würde ich nicht ganz so eng sehen, das kann oft für beide Seiten gewinnbringend sein. Vielleicht würde der eine oder andere Kollege staunen was du wie zu sagen hast, wenn deine mündliche Kommunikation so angenehm ist wie hier die schriftliche. Gibt es keine Weihnachtsfeier oder so?
In Deinen Down-Phasen, wie Du schreibst, was lässt diese dich so vermissen? Was hast Du da für ein Gefühl? Kannst Du in diesen Phasen arbeiten?
Angst vor Veränderung, vor dem Neuen.....manchmal ist ein ganz kleiner Schritt schon ein Anfang, vielleicht mal ein Spaziergang, wenn der Tag sich neigt und es noch nicht ganz dunkel ist...so dass du aber gewiss bist, dass du zu deiner Gewohnheit kommst.
 
Gibt es keine Weihnachtsfeier oder so?
In Deinen Down-Phasen, wie Du schreibst, was lässt diese dich so vermissen? Was hast Du da für ein Gefühl? Kannst Du in diesen Phasen arbeiten?
Zu Weihnachtsfeiern bin ich nie gegangen. So dumm wie das klingt, aber ich möchte Kollegen nicht belästigen. Wenn jemand Geburtstag hatte und Kuchen mitgebracht hatte, hatte ich nie was genommen, weil ich denke das ich es nicht Wert bin. Ich bin auch seit mehr als zwei Jahren raus aus der Arbeit. Ich lerne gerade im geschützten Rahmen eine neue Ausbildung. Ich kann meinen letztens Beruf nicht mehr ausüben.
Was mich vermissen lässt ist die Trauer. Während ich das gerade schreibe, frage ich mich wieso ich die Trauer vermisse. Und ohne Lange jetzt darüber nachzudenken ob das wirklich eine logische Erklärung ist, denke ich, dass ich in diesem Moment was fühle. Da ich nicht wirklich weiß wie es ist Glücklich zu sein, wie es sich anfühlt. Das letzte Mal wo ich in der Richtung was gefühlt habe, war als ich diese Frau getroffen habe, die über die ich schrieb.
 
Wenn jemand Geburtstag hatte und Kuchen mitgebracht hatte, hatte ich nie was genommen, weil ich denke das ich es nicht Wert bin.
Die Kollegin oder der Kollege bringt den Kuchen mit, weil sie sich gut an den Tag fühlt und freut sich, wenn andere an ihrem Glück teilhaben. Da wird nicht überlegt, wer es Wert ist, jedenfalls denke ich das so. Denk nicht darüber nach, das nächste Mal isst du einfach ein Stück Kuchen mit. Darf ich fragen, was Du für einen Beruf früher hattest und was Du jetzt lernst? Macht es Dir etwas Spaß?
Was mich vermissen lässt ist die Trauer.
Was macht Dich so sehr traurig? Dir fehlt das Glücklichsein, das kann ich verstehen, wir möchten es alle. Vielleicht kannst Du wenigstens mal das Zufriedensein erreichen? Gibt es Dinge, über die Du Dich freuen kannst?
 
Darf ich fragen, was Du für einen Beruf früher hattest und was Du jetzt lernst? Macht es Dir etwas Spaß?
Ich bin gelernter Industrieelektriker und mache jetzt den Technischen Produktdesigner (Technischer Zeichner). Es macht bisher sehr Spaß.

Was macht Dich so sehr traurig? Dir fehlt das Glücklichsein, das kann ich verstehen, wir möchten es alle. Vielleicht kannst Du wenigstens mal das Zufriedensein erreichen? Gibt es Dinge, über die Du Dich freuen kannst?
Nicht wirklich. Es es gibt Gründe für das freuen, wie z.B. das mir die Lehre viel Spaß bereitet, aber ich kann mich darüber nicht freuen, Warum, weiß ich selber nicht.
 
Das ist positiv, dass dir deine jetzige Ausbildung Spaß macht und Du dort gern hingehst. Dieses macht es einfacher, morgens aus dem Bett zu kommen als wenn man sich auf den Weg gibt in einen Job, den man nicht mag. Ist Dein Freund, von dem du schreibst, auch da oder kennst Du diesen aus einer anderen Begegnung?

Wie geht es Dir jetzt? Ist der Suizidgedanke sehr stark? Sind für Dich die Wochentage, in denen du die Pflichten hast schöner oder die Wochenenden, wo Du am PC sitzen kannst?
 

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