Schutzhuette
Aktives Mitglied
Hallo,
es geht um einen langjährigen Trainingspartner aus meinem Dojo. Er ist Borderliner, geht offen damit um, war deshalb wohl auch in Therapie, allerdings vor Jahren. Er ist verheiratet.
Aufgrund sehr schlechter Erfahrungen aus einem früheren Dojo Pflege ich zu den Menschen im Dojo eher eine Art "Geschäftsbeziehung" und lasse die Leute dort nicht all zu nah in mein persönliches Leben, zu groß ist meine Angst, dass ich das bereuen müsste.
Nun hatte mich vorgestern völlig unerwartet dieser Trainingspartner spät Abends angerufen. Er fragte zuvor via WhatsApp ob er mich anrufen könnte und ich stimmte zu. Es stellte sich heraus, dass es nicht um etwas geht, das mit dem Training zusammen hängt sondern um seine Ehe und dass er sich unglücklich in eine Schülerin von uns verliebt hat. Er hat sehr geweint am Telefon, was mich einerseits völlig überforderte, andererseits aber auch irgendwie irritierte, da ich einen derart persönlichen Kontakt zu Trainingspartner vermeide und es sich merkwürdig anfühlte, da jetzt involviert zu werden.
Ich habe ihm dann drei Stunden lang zugehört, blieb aber stets vorsichtig in meinen Antworten. Auch weil er dazu tendiert, Verantwortung für seine Entscheidungen anderen über zu stülpen. Da habe ich so meine Erfahrungen mit einem früheren Lehrer gemacht und bin daher ein gebranntes Kind. Ich habe mich also zurück gehalten, auch deshalb, weil ich weder seine Frau kenne, noch mich in Beziehungen einmische. Es ist am Ende so oder so etwas, das er ganz für sich allein herausfinden und entscheiden muss.
Naja, nun wurde ich gewissermaßen ungewollt in eine höchst persönliche und offenbar sehr verstrickte Situation involviert, die eine sehr ungünstige Dynamik nehmen kann und aus der ich nicht weiß, wie ich da wieder "sauber" raus komme. Er kann sehr impulsiv reagieren, wenn ihm etwas nicht gefällt, was mich arg triggert.
Heute rief er dann erneut an, was mir irgendwie Sorge macht, da ich einen so persönlichen Kontakt zu Trainingspartnern grundsätzlich ablehne und da sehr stark auf professionelle Distanz achte. Zumal ich ihm dabei eh nicht helfen kann und ich ihm riet, sich selbst erstmal zu sortieren. Das Graß auf der anderen Seite scheint ja manchmal grüner zu sein, als es ist.
Naja, ich bin jedenfalls selbst überfordert mit der Situation, weil ich aufgrund meiner sehr negativen Erfahrungen mit meinem früheren Lehrer und der Tatsache, dass dieser meine Grenzen nicht respektierte und ich damit auch einen für mich damals sicher empfundenen Ort (das Dojo) verloren habe, nun Sorge habe, dass er es mir übel nehmen könnte, wenn ich sage, dass ich private Gespräche eher nicht möchte, um unsere Trainingsbeziehung nicht zu gefährden und vielleicht genau damit dann doch am Ende riskiere, erneut einen sicher empfundenen Ort zu verlieren.
Wie würdet ihr da vorgehen? Ist es hartherzig da so kalt zu sein?
es geht um einen langjährigen Trainingspartner aus meinem Dojo. Er ist Borderliner, geht offen damit um, war deshalb wohl auch in Therapie, allerdings vor Jahren. Er ist verheiratet.
Aufgrund sehr schlechter Erfahrungen aus einem früheren Dojo Pflege ich zu den Menschen im Dojo eher eine Art "Geschäftsbeziehung" und lasse die Leute dort nicht all zu nah in mein persönliches Leben, zu groß ist meine Angst, dass ich das bereuen müsste.
Nun hatte mich vorgestern völlig unerwartet dieser Trainingspartner spät Abends angerufen. Er fragte zuvor via WhatsApp ob er mich anrufen könnte und ich stimmte zu. Es stellte sich heraus, dass es nicht um etwas geht, das mit dem Training zusammen hängt sondern um seine Ehe und dass er sich unglücklich in eine Schülerin von uns verliebt hat. Er hat sehr geweint am Telefon, was mich einerseits völlig überforderte, andererseits aber auch irgendwie irritierte, da ich einen derart persönlichen Kontakt zu Trainingspartner vermeide und es sich merkwürdig anfühlte, da jetzt involviert zu werden.
Ich habe ihm dann drei Stunden lang zugehört, blieb aber stets vorsichtig in meinen Antworten. Auch weil er dazu tendiert, Verantwortung für seine Entscheidungen anderen über zu stülpen. Da habe ich so meine Erfahrungen mit einem früheren Lehrer gemacht und bin daher ein gebranntes Kind. Ich habe mich also zurück gehalten, auch deshalb, weil ich weder seine Frau kenne, noch mich in Beziehungen einmische. Es ist am Ende so oder so etwas, das er ganz für sich allein herausfinden und entscheiden muss.
Naja, nun wurde ich gewissermaßen ungewollt in eine höchst persönliche und offenbar sehr verstrickte Situation involviert, die eine sehr ungünstige Dynamik nehmen kann und aus der ich nicht weiß, wie ich da wieder "sauber" raus komme. Er kann sehr impulsiv reagieren, wenn ihm etwas nicht gefällt, was mich arg triggert.
Heute rief er dann erneut an, was mir irgendwie Sorge macht, da ich einen so persönlichen Kontakt zu Trainingspartnern grundsätzlich ablehne und da sehr stark auf professionelle Distanz achte. Zumal ich ihm dabei eh nicht helfen kann und ich ihm riet, sich selbst erstmal zu sortieren. Das Graß auf der anderen Seite scheint ja manchmal grüner zu sein, als es ist.
Naja, ich bin jedenfalls selbst überfordert mit der Situation, weil ich aufgrund meiner sehr negativen Erfahrungen mit meinem früheren Lehrer und der Tatsache, dass dieser meine Grenzen nicht respektierte und ich damit auch einen für mich damals sicher empfundenen Ort (das Dojo) verloren habe, nun Sorge habe, dass er es mir übel nehmen könnte, wenn ich sage, dass ich private Gespräche eher nicht möchte, um unsere Trainingsbeziehung nicht zu gefährden und vielleicht genau damit dann doch am Ende riskiere, erneut einen sicher empfundenen Ort zu verlieren.
Wie würdet ihr da vorgehen? Ist es hartherzig da so kalt zu sein?
Zuletzt bearbeitet: