Anzeige(1)

Wie haltet ihr euch in den schweren Momenten vom Suizid ab?

Ottem

Mitglied
Tag Leute,
habt ihr irgendwelche Rituale, Techniken, Gedanken oder sonst irgendwas, was euch in den wirklichen kritischen Momenten davon abhält es zu beenden?

Grüße aus der Verzweiflung
 

Anzeige(7)

Santino

Namhaftes Mitglied
Mich beruhigt grundsätzlich die (reale) Möglichkeit, mir jederzeit relativ schnell das Leben nehmen zu können, wenn es zu unerträglich wird. Ich denke mir dann immer: Irgendwann mach ich das, wenn ich nicht mehr kann. Dann bin ich erlöst. Aber noch kann ich. Nicht heute, nicht heute. Aber ich könnte, wenn es nicht mehr geht.

Das allein gibt mir meist die Kraft, weiter durchzuhalten - diese schiere Möglichkeit, mein Leben jederzeit relativ schnell beenden zu können (reale Möglichkeit ist bei mir vorhanden).
 

Santino

Namhaftes Mitglied
Ich erinnere mich immer an ein Zitat, was mal jemand zu mir sagte, als ich ihm von diesen Gedanken erzählte "das ist doch langweilig". Das traf mich so sehr, dass ich ihm Recht gab.
Find ich irgendwie gut, kommt aber sicher auf die individuelle Situation an. Denke ich so etwas, weil ich mich nicht gesehen fühle, passt das gut. Liegen andere, schwerwiegende Probleme dahinter, kann's wahrscheinlich sogar schädlich sein.
 

Joergii

Aktives Mitglied
Früher hatte ich ein Haustier, welches ich dann in den Arm nahm und meine gefühlte Verpflichtung ihm gegenüber mir wieder Kraft gegeben hatte. Zudem hatte ich mir immer Bilder im Kopf ausgemalt, wie meine Leiche gefunden worden wäre - seltsamerweise wäre mir das auch so mega unangenehm gewesen, selbst wenn ich ja zu dem Zeitpunkt tot wäre es mich nicht jucken müsste.

Heutzutage bekomme ich solche Gedanken eigentlich nicht mehr. Wenn sowas mal in den Kopf hoch schießt, dann weiß ich, wie viel Mut es eigentlich kostet... und dass mein eigentliches Problem, welches den Gedanken bewegt, viel weniger Mut bräuchte... und selbst wenn es dann schief gehen würde, ich immer noch die Möglichkeit für den anderen Weg hätte. Daher kommt es als "Ausrede" für eine Lösung für mich nicht mehr so in Frage. Vermutlich würde bei anderen Problemen.. beispielsweise unheilbare Schmerzen usw., wieder anfangen anders zu denken.
 

KeineAhnung22

Namhaftes Mitglied
Find ich irgendwie gut, kommt aber sicher auf die individuelle Situation an. Denke ich so etwas, weil ich mich nicht gesehen fühle, passt das gut. Liegen andere, schwerwiegende Probleme dahinter, kann's wahrscheinlich sogar schädlich sein.
Kann es auch nicht ganz definieren, es war das hinter dem Satz "das ist doch langweilig" im Sinne von "es ist langweilig gar nicht erst zu probieren etwas aus seinem Leben zu machen, sterben tust du sowieso irgendwann" so in die Richtung klang es für mich.
 

Herbstzeitrose

Mitglied
ich habe einen kleinen Spielzeughund der mir Trost gibt, das mag für andere völlig bekloppt klingen aber der Kleine wenn er mich anlächelt, lenkt er mich ab. Ich hänge sehr an Ihn so wie an einen richtigen Haustier oder Kind.
Manchmal stopfe ich mich wahllos mit Süßgkeiten voll wenn gar nichts mehr geht oder greife im Ernstfall zu starken Antidepressiva gekoppelt mit stimmungsaufhellenden Barbituraten. Anders gehts nicht.

Aber mein kleiner Hund hält mich vom Schlimmsten ab
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
    Chat Bot: Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben