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Wer weißt Rat - Komme nicht mehr an meinen Mann ran - wirklich Depression?

Wie hat sich denn euer Leben verändert/entwickelt ?
Nach der Geburt unseres Sohnes bin ich nur noch Teilzeit arbeiten gegangen und habe natürlich mehr übernommen, weil ich einfach verfügbar war. Denke aber, das ist der normale Lauf der Dinge?
Im Laufe der Zeit wurde aber anscheinend alles immer mehr als selbstverständlich genommen. Solange ich die Kraft dazu hatte hat mir das auch nichts ausgemacht.

Welche Ansätze hattet ihr in der Paartherapie ?
Das es kein Miteinander mehr gibt. Ich mich nicht gesehen und gewertschätzt fühle.
Jeder macht sein eigenes Ding bzw. ich sorge für alles und die Herren vergnügen sich.
Das hätte er nicht so wahrgenommen.

Was sind eure Rollen in der Beziehung ?

Ich würde behaupten, anfangs total ausgeglichen. Schleichend habe ich immer mehr Verantwortung übernommen und kümmere mich um alles.
Wenn das nicht die Antwort ist auf "Rollen", dann muss ich erst mal googlen.
 
Nein, er war nicht immer so. Generell hat er aber schon immer wenig über sein Gefühlsleben gesprochen. Es ist über die Zeit aber dann eher schlimmer als besser geworden.
Seit Männer kleine Jungs sind, wird ihnen beigebracht, dass ihre Gefühle irrelevant sind. Dein Mann kann nicht einfach über seine Gefühle und Probleme sprechen. So wie du nicht einfach über deine Gefühle hinwegsehen kannst.
Ich würde mich daran auch nicht abarbeiten, das kannst du seiner Therapeutin überlassen. Aber vielleicht könntet ihr zusammen einen Masterplan entwickeln, wie es weiter gehen könnte und wie ihr wieder zusammen finden könntet? Wenn dein Mann Vertrauen zu der Therapeutin hat, vielleicht geht ihr mit ihr noch einmal einen Versuch als Paar an?
 
Wenn dein Mann Vertrauen zu der Therapeutin hat, vielleicht geht ihr mit ihr noch einmal einen Versuch als Paar an?

Geht das überhaupt? Er hat ja eine Verordnung und es wird über die Krankenkasse abgerechnet.

Die Paartherapeutin hat die Therapie damals abgebrochen. Es würde so keinen Sinn machen. Mein Mann müsste erst mal mit sich selbst klar kommen und sich Hilfe suchen. Das hat er ja auch getan.
 
Er kann - warum auch immer - nicht offen und ehrlich mit mir kommunizieren. Warum, weiß der Geier.
Wenn er wenigstens irgendwas sagen würde, aber nein - es wird geschwiegen.

Das ist m Mn nach der Knackpunkt. Offenbar konnte er sich auch bei der Eheberatung nicht öffnen.

Aus meiner Sicht wäre die einzige Chance, wieder zusammen zu finden, wenn ihr einen Eheberater oder Paartherapeuten finden könnt, dem gegenüber er sich öffnen kann und der ihn soweit ermutigen kann, dass er sich auch dir gegenüber öffnet und klar kommuniziert.

Es gibt Paartherapeuten, die zusätzlich zu den Paarsitzungen auch Einzelsitzungen mit jedem der Partner getrennt durchführen. Vielleicht wäre so etwas segensreich.

Allerdings solltest du diesen Weg nur dann gehen, wenn du sicher bist, dass du auch hören willst, was er zu sagen hat.
 
Das ist m Mn nach der Knackpunkt. Offenbar konnte er sich auch bei der Eheberatung nicht öffnen.

Aus meiner Sicht wäre die einzige Chance, wieder zusammen zu finden, wenn ihr einen Eheberater oder Paartherapeuten finden könnt, dem gegenüber er sich öffnen kann und der ihn soweit ermutigen kann, dass er sich auch dir gegenüber öffnet und klar kommuniziert.

Es gibt Paartherapeuten, die zusätzlich zu den Paarsitzungen auch Einzelsitzungen mit jedem der Partner getrennt durchführen. Vielleicht wäre so etwas segensreich.

Allerdings solltest du diesen Weg nur dann gehen, wenn du sicher bist, dass du auch hören willst, was er zu sagen hat.

Er hat mal erwähnt, dass die Therapeutin meint, da wäre noch was anderes.
Er wüsste aber nicht was.
Vielleicht ist er einfach nicht ehrlich zu sich selbst oder es ist ihm nicht bewusst.

Doch, ich würde damit klar kommen. Denn dann habe ich endlich Antworten und Erklärungen. Es ist diese Ungewissheit die mich so quält.
Gesagt zu bekommen, es hätte nichts mit mir zu tun aber sich gegensätzlich zu verhalten .....
 
Er hat mal erwähnt, dass die Therapeutin meint, da wäre noch was anderes.
Er wüsste aber nicht was.
Vielleicht ist er einfach nicht ehrlich zu sich selbst oder es ist ihm nicht bewusst.

Doch, ich würde damit klar kommen. Denn dann habe ich endlich Antworten und Erklärungen. Es ist diese Ungewissheit die mich so quält.
Gesagt zu bekommen, es hätte nichts mit mir zu tun aber sich gegensätzlich zu verhalten .....

Dann probiert es vielleicht noch mal mit einem gemeinsamen Therapeuten und Einzelsitzungen.

Vielleicht ist es ihm selbst wirklich nicht klar, was er will bzw will es sich selbst gegenüber nicht zugeben.

Meine Vermutung ist, dass er seine Wünsche und Bedürfnisse (vielleicht z B auf Paar-Zeit? Oder Erholung?) zurück gestellt hat und nicht ausspricht, um dich in deiner Situation nicht noch zusätzlich zu stressen und weil es vielleicht moralisch nicht vertretbar erscheint zu seiner Frau, deren Vater gerade im Hospiz ist, weil er an Krebs stirbt, zu sagen, dass man die Situation versteht und mitfühlt, aber sich trotzdem auch mal erholen will .

Bitte beachte, dass es sich dabei und auch beim folgenden um eine reine Vermutung von mir handelt und in Wirklichkeit etwas ganz anderes das Problem sein kann.

Bei diesem Beispiel mit dem Urlaub von dir frage ich mich z B schon, was denn die Reaktion von deinem Mann gewesen wäre, die du dir erhofft hast.

Du willst nicht mit deinem Mann und deinem Sohn in Urlaub fahren. Das kann ich sehr gut verstehen, wenn du dir solche Sorgen um deinen Vater machst und noch möglichst viel Zeit mit ihm verbringen möchtest.

Dass dein Sohn und Mann da nicht alleine fahren wollen, ist auch verständlich. Wahrscheinlich wären sie sich sonst so vorgekommen,als würden sie dich im Stich lassen.

Und dann sagst du deinem Mann, dass du es nicht erträgst, wenn er anwesend ist und schweigt.

Ich nehme an, dass du dir da Trost von ihm gewünscht hast. Allerdings ist es für deinen Mann möglicherweise wirklich sehr schwierig, über Gefühle zu reden oder sich auch nur über ihre Gefühle im Klaren zu sein.Das ist für viele Männer so, die dem traditionellen Männerbild nacheifern oder so erzogen wurden.

Also: er kann dir nicht helfen und seine Wort-lose Anwesenheit ist für dich eine Belastung (deinen Worten nach).

Ich finde es da eigentlich nur konsequent, dass er da auszieht. Was soll er sonst tun?

Sprechen kann er nicht und zusätzlich belasten will er dich auch nicht.
 
Und ich habe das Gefühl den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Ich wäre dankbar für Ratschläge, weil ich gar nicht weiß wo ich anfangen sollte in diesem Labyrinth.
Die Frage ist ja , wie lange zu da noch abwarten oder mitmachen willst.
Wenn Du ihm ewig Zeit lässt , wird er sich die , natürlich , auch nehmen.
An Deiner Stelle würde ich ihm eine Frist setzen, bis zu der er für sich und Dich geklärt haben muss, wie es weitergehen soll, was er unternehmen will und bis dahin muss er auch nachweislich was unternommen haben.
Ist die Frist verstrichen und alles beim alten, würde ich, an Deiner Stelle, endgültig einen Schlussstrich ziehen.
Sonst bleibt das bis zum St-Nimmerleins-Tag so.
 
Er hat mal erwähnt, dass die Therapeutin meint, da wäre noch was anderes.
Doch, ich würde damit klar kommen. Denn dann habe ich endlich Antworten und Erklärungen.
"Je nach dem" beleuchtet die Paartherapeutin beide Personen.

Habt ihr da über die Verhaltensweisen von dir gesprochen ?

Was kannst du dir denn für Antworten geben ?

Du schreibst, er "funktioniert" beruflich und im Hobby.

Wie funktionierst du denn in eurer Beziehung ?

Achtest du auf deine Bedürfnisse ?
Sprichst du Wünsche an oder funktionierst du nur noch ?
Weil es "so halt" ist ?

Habt ihr schon überlegt, mal am Wochenende beim andern zu schlafen oder etwas zu Unternehmen.
Kino, Museum, Familien/Freunde besuchen ?

Es könnte ja eine Lebensmodell sein, daß jeder seine eigene Wohnung hat.
 

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