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Wer weißt Rat - Komme nicht mehr an meinen Mann ran - wirklich Depression?

Es ist größtenteils wirklich nicht das was ich hören wollte. Ich hatte gehofft, ihr könnt mich mehr beruhigen dass das ein typisches Verhalten sein kann bei psychischen Problemen. Er zwar will, aber nicht kann.
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich hier um ein Laienforum handelt. Welche psychischen Probleme es gibt und von welchen Symptomen sie begleitet werden, wird dir hier niemand in Gänze beantworten können.
Ich kann mir gut vorstellen, wie belastend die ganze Situation für dich ist. Aber es gehört eben auch zur harten Realität, dass zu Problemen in der Partnerschaft immer zwei gehören. Jede Situation hat ihre Geschichte, manche Verhaltensweisen haben sich über Jahre hinweg zwischen den Partnern eingeschlichen. Frust kann sich aufstauen, wenn Ventile fehlen.
Was bei deinem Mann los ist, können wir nicht sagen. Letztendlich fehlt uns seine Sicht der Dinge. Vielleicht fühlt er sich unter Druck gesetzt, vielleicht fühlt er sich nicht wahrgenommen. Zum Beispiel hast du, so wie ich es verstehe, zu ihm gesagt, dass du ihn nicht mehr um dich herum erträgst.
Ich würde einer Paartherapie noch einmal eine Chance geben.
 
Schon klar, dass ich hier keine Diagnose erwarte. Erklärungen für das Verhalten trifft es eher.

Einer alleine ist nie Schuld, keine Frage. Ich bin auch nicht stolz drauf, dass ich ihm gegenüber inzwischen so reserviert bin, aber ich kann einfach nicht mehr anders. Es ist eine Reaktion auf sein Verhalten.
Ich spreche ihn immer wieder drauf an, ob ich irgendwie helfen kann. Er raushauen soll, was ihn an mir stört. Aber es kommt nichts bzw. er behauptet immer wieder, es liegt absolut nicht an mir.
Das Einzige sei, dass er mit meiner abweisenden Art nicht so klar kommt. Er das aber inzwischen nachvollziehen kann. Seine Therapeutin hätte wohl einige Rollenspiele mit ihm gemacht, wo er "ich" war und sie "er". So konnte er wohl verstehen und nachvollziehen warum ich so reagiere.

Aber all das erfahre ich nur, wenn ich permanent nachfrage und bohre. Es kommt nichts von selbst.

Ich möchte/muss verstehen und nachvollziehen können. Mich nicht einfach wegdrehen und aufgeben.
 
Jetzt müsste man natürlich wissen: War er dir gegenüber schon immer so? Dann hat er das vielleicht wirklich so erlernt. Oder ist er erst seit einiger Zeit so? Dann liegt dem Ganzen womöglich ein Konflikt zugrunde, den er nicht offen austragen kann oder will. Vielleicht will er sich trennen, aber eigentlich ist ihm das zu mühsam. Einfach so weitermachen kostet ihn ja nix, er braucht emotional nichts von dir, du bist eine praktische Gehilfin, wenn es sein muss. Wenn er dir das aber offen sagt, dann trennst du dich. Also, macht er nix. Weil es ihm das eigentlich nicht wert ist, was zu tun, damit es DIR besser geht. Für ihn passt das. Er muss aber so tun als würde ihm schon was dran liegen, sonst wird es unbequem.

Nein, er war nicht immer so. Generell hat er aber schon immer wenig über sein Gefühlsleben gesprochen. Es ist über die Zeit aber dann eher schlimmer als besser geworden.
 
Hallo liebe @Piepmats ,


Könntest du dir vorstellen, dir selbst Hilfe zu suchen, in Form von Beratung oder Therapie? Das könnte zum einen sinnvoll sein, um deine aktuellen Belastungen zu verarbeiten und zu sortieren, zum anderen aber auch, um für dich klarer zu kriegen, wie lange du diesen Zustand noch aushalten kannst und willst.

Alles Gute!

Ja, ich bin ja dabei, aber die Möglichkeiten hier sind recht ernüchternd. Vielleicht wurde die Reha auch deshalb innerhalb kürzester Zeit genehmigt, weil er keine wirklichen Alternativen vor Ort gibt? Dumm nur, dass ich bislang auch noch keinen Platz für die Reha angeboten bekommen habe. Eine Verlängerung der Bewilligung ist letztens ins Haus geflattert, mit der Info, dass sich die Rehaeinrichtung für einen Termin bei mir melden wird wenn verfügbar.
 
Einer alleine ist nie Schuld, keine Frage.
Oh, selbstverständlich kann auch einer allein Schuld sein. Verstehe nicht, wie man das so wegredet. Ob das in eurem Fall so ist, weiß ich nicht.
Auf jeden Fall verschwendest du unnötigerweise Energie an einen Mann, der SEIT EINEM JAHR AUSGEZOGEN IST.
Willst du weiter in einen Eimer ohne Boden investieren? Oder dir lieber einen Partner suchen, der weiß, was er will und nicht permanent rumheult und dich emotional verhungern lässt?
 
Du sagst, ihr seid zwanzig Jahre in Beziehung, hast du - zunächst mal für dich - eine Antwort auf deine Fragen ?
Wie hat sich denn euer Leben verändert/entwickelt ?

Welche Ansätze hattet ihr in der Paartherapie ?

Was sind eure Rollen in der Beziehung ?
 
Hallo liebe @Piepmats ,



ABER leider ist es auch so, dass man trotz Depression (sollte es denn eine sein) auch eine gewisse Eigenverantwortung hat. Auch wenn er leidet und gerade wirklich nicht kann, wäre es so wichtig, dass er sich Hilfe sucht (ich habe gerade gelesen, dass er eine Gesprächstherapie macht, das ist schon mal sehr gut. Wie lange geht er schon dahin? Therapie braucht meist eine gewisse Zeit, bis sie wirkt). Das ist durch die Antriebsschwäche & die Hoffnungslosigkeit während einer Depression sehr schwierig, aber leider alternativlos. Denn für dich ist das kein haltbarer Zustand, finde ich. So Leid es mir für deinen Mann tut, aber auch du und dein Leben sind wichtig und ich sehe bei dir die Gefahr, selbst in eine psychische Krise zu rutschen durch die Überforderung. Du hast diesen Zustand jetzt schon sehr lange ertragen in Kombination mit vielen anderen Belastungen.

Er geht seit Ende letzten Jahres 1x wöchentlich und hat letztens gesagt, dass er diese Antriebslosigkeit nicht mehr hätte. Die Therapeutin hätte ihm Übungen gezeigt, womit er sich "runterfahren" und "reseten" kann wenn er merkt dass es ihn überkommt.

Ja, das ist MEIN Problem - mich um mich selbst kümmern. Das habe ich bislang größtenteils vernachlässigt. Das muss ich angehen um nicht auf der Strecke zu bleiben.
 
Schon klar, dass ich hier keine Diagnose erwarte. Erklärungen für das Verhalten trifft es eher.
Es ist größtenteils wirklich nicht das was ich hören wollte. Ich hatte gehofft, ihr könnt mich mehr beruhigen dass das ein typisches Verhalten sein kann bei psychischen Problemen. Er zwar will, aber nicht kann.
liebe piepmats,
Wie schon gesagt wurde, wir sind nur Laien hier und können keine tiefenpsychologischen Antworten geben. Wir kennen ja nur deine Aussagen, nicht deinen Mann, seine Vorgeschichte, können nicht in sein Gehirn bzw. Psyche rein schauen.
Ich glaube dir, das du lieber etwas Positives erhofft hast.
Und das alles erstmal sacken lassen musst.
Völlig verständlich.
Wir können aber nur so schreiben, wie es unseren Erfahrungen und eigenen Erlebnissen entspricht und das haben wir ja getan.
Warum er nun diese Blockade hat, wissen wir nicht.
Du weisst es auch nicht.
Wie soll man das denn herausfinden, dazu müsste er mit dir sprechen.
Du bist ja auch kein Hellseher.
 

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