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Wer weißt Rat - Komme nicht mehr an meinen Mann ran - wirklich Depression?

Aus dem Eingangstext:
"Er sagt immer wieder er will zurück zu uns, tut aber gefühlt nichts dafür. Er lebt SEIN Leben und sucht kaum den Kontakt. Er reagiert nur, aber agiert nicht. Wie will man da zurückfinden? Wir entfernen uns immer mehr voneinander! "

Das bedeutet: es besteht Hoffnung, dass Ihr wieder zusammenfindet.
Und ich wiederhole: sucht einen Mediator auf.
Er wird Euch dabei helfen.
 
Liebe @Piepmats
leider nein, vermutlich will er nicht wirklich zurück, das versuche ich hier ja die ganze Zeit zu erklären. AnnoNym hör mal auf mit deinem Mediator, sie haben schon eine Paartherapie gemacht, mehr geht nicht.

Er lügt vielleicht gar nicht bewusst, oder er lügt sich selbst etwas vor, aber er lügt. Ansonsten würde er sich anders verhalten.

Und ich finde das im Gegensatz zu Luisa1960 gut, sich das klarzumachen, auch wenn er sich nicht dazu äußern will. Weil doch genau das das ist, was dich verrückt macht. Du denkst, er sagt, er möchte wieder mit dir zusammenleben, aber er macht es nicht. Du klammerst dich an seine Worte. Sie stimmen nicht. Mach dir das klar. Ja und Nein gleichzeitig gibt es nicht. Du kannst das auflösen für dich diese belastende Situation. Es ist ein Nein auch wenn er ja sagt.

Ich komme damit zum selben Ergebnis, wie die anderen im Prinzip. Du solltest dich trennen, das hat keine Chance mehr.
 

Das eine sind Worte.
Leere Worthülsen.
Die Hoffnung nähren und den Schmerz verlängern.

Das andere sind die Taten.
Die dir die Wahrheit erzählen.
SO sieht die Realität aus, das sind die TATsachen, die er geschaffen hat und schafft.

Ihr SEID getrennt.
Er wohnt woanders.
Meldet sich nicht.
Er lebt ein Leben ohne euch.

Beginne, für dich und deinen Sohn Stabilität zu erschaffen, ein eigenes Leben aufzubauen, statt im Nichts zu verharren.
Dieser Schwebezustand kostet zuviel Kraft und gibt deinem Kind keine Sicherheit.
LEBE dein Leben statt zu warten auf etwas, das nicht kommt.
 
Wenn es bei ihm in Job und Vereinsleben normal läuft, er sich aber ohne erkennbaren Sachgrund weigert, zur Familie zurückzukehren und seinen Teil zum gemeinsamen Familienleben beizutragen, handelt es sich m. E. um eine reine Schutzbehauptung, nichts ändern zu können. Gut möglich, dass er selber die Trennung will, sie nur nicht selber initiieren möchte, um nicht verantwortlich gemacht werden zu können.

Mir wäre meine Lebenszeit schlichtweg zu wertvoll, um darauf zu hoffen, dass er sich besinnt. Dafür ist schon zuviel Zeit verstrichen und ihr seid einander fremd geworden. Er lässt doch einfach laufen und wartet ab. Genießt, für nichts und niemanden außer sich selbst verantwortlich zu sein. Gelegentlich wird der Filius noch mit abgefrühstückt. Das ist alles sehr bequem; aus den Verpflichtungen hat er sich ausgeklinkt.

Ich würde beginnen, mir ein neues Leben und einen Freundeskreis ohne ihn aufzubauen. Ein neues Hobby auszuprobieren - vielleicht in einem Chor singen, kreatives Schreiben in einem Schreibclub oder mich einem Wanderverein anzuschließen. Ziel wäre es, mein Leben wieder mit schönen Momenten zu spicken. Auch neuen Männerbekanntschaften würde ich mich nicht länger verschließen. Die können ja ruhig zunächst rein platonisch sein. Von deinem Mann scheinst du nicht mehr viel erwarten zu können und dein Leben ist viel zu kostbar, als dass du dir seinen Kopf zerbrechen solltest, während er keinen Gedanken daran zu verschwenden scheint, ob du den Kummer, den er dir zumutet, überhaupt aushalten kannst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe @Piepmats
Ein starkes Stück 1 Jahr schon in einer anderen Wohnung zu leben , sozusagen in einer Junggesellenbude.
Da nervt keine Frau , kannst Du mal die Klobrille runtermachen , die Spülmaschine einräumen , die Einkäufe reintragen , da kann man 3 Bier hintereinander trinken und das Fernsehprogramm auf Sportkanal stellen.
Herrlich 👍
Selbstverständlich gefällt ihm das.
Versuche mal ruhig miteinander über die Wohnsituation zu sprechen , dass diese Investition in Miete wohl verschwendetes Kapital ist und er langsam mit dem Freund , der wahrscheinlich noch der Mieter ist , eine Lösung findet , dieses zu beenden.
Was sagt denn der Freund zum Mietverhältnis ? als Wohnungsinhaber ?
Sollte Dein Mann wirklich einen neuen Mietvertrag unterschrieben haben , würde das rückwirkend sogar als Trennungsjahr angerechnet , und er wäre umgehend schnell geschieden.
An Deiner Stelle würde ich für mich persönlich schon einige Angelegenheiten so vorbereiten , dass Du nicht benachteiligt bist .

Dass er Dich in einer Lebenssituation so hängen lässt , wo Du ihn als Partner an Deiner Seite bräuchtest ist sehr unschön und sollte Dir zu denken geben.
Was ist , wenn Du selber erkranken würdest , bleibt er dann in seiner Wohnung ?
Eigentlich lebst Du schon 1 Jahr alleine .. im Eigentum oder zur Miete ?
Wie ist Deine Wohnsituation?

An die Depression glaube ich nicht , dann würde er nicht solche Entscheidungen treffen können , sondern passiv sich die Decke über den Koof ziehen.

Er hat schlicht keine Lust auf Dich und Deine Forderungen.
 
Ich denke schon,dass dein Mann krank ist.
Und ich denke,er weiß anscheinend selber nicht so genau,was er will.
Wahrscheinlich kostet sein Leben,auf Arbeit,zum Beispiel so viel Kraft,das er keine weitere Kraft hat ,um sie zum Kämpfen für euch aufbringen kann.
Ich denke,aber auch ,dass sich von alleine nichts ändern wird.
Er braucht ein Ultimatum,damit er sieht,dass sich etwas ändern muss.
Wenn er krank ist,ist es in seiner Verantwortung,sich Hilfe zu holen.
Therapie,ein Klinikaufenthalt,zum Beispiel.
Er sieht die Notwendigkeit dazu nicht?
Dann ist er nicht krank genug oder er will nicht gesund werden.
Diese Unsicherheit macht dich und dein Sohn kaputt.
Mach ihm das klar.
Schreib ihm einen Brief,deine Gedanken,deine Gefühle dazu und biete ihm an ,dass er auch dir schreibt,wie er das sieht,was er fühlt.
Wenn Schreiben nicht so seins ist,dann forder ihn nochmal auf,sich zu öffnen.
Du kannst deinen Mann ,so wie du ihn kanntest,nicht wieder zurückholen.
Es liegt in seiner Hand.
Aber du musst auch an dich denken und an deinen Sohn.
 
Er ist daraufhin zu seinem Freund ausgewichen. Bis heute (1 Jahr später!!!) ist er noch nicht zurück! Hat die Wohnung quasi übernommen, als sein Freund zu seiner Freundin gezogen ist. Beteuert aber immer wieder, dass es sein größter Wunsch sei wieder zurückzukommen.
Warum kommt er dann nicht zurück?
Er ist ein Schwätzer.
Ich würde mein Leben künftig ohne ihn planen.
Habt ihr Kinder?
Zahlt er Unterhalt?
 
Irgendwann hat er mal gesagt, dass er sich zutiefst schämt nicht für uns da zu sein zu können.
Die Blockade? Nur was löst sie aus?
Das ist ein wesentlicher Punkt an den ich mich klammere. Wenn er depressiv oder sonst wie psychische Probleme hat, ist er krank und kann nichts dafür. Er geht 1x die Woche zur Gesprächstherapie (immerhin hatte er Glück einen Platz zu bekommen).

Wenn ich aber dann nach rechts und links schaue und miterlebe, wie er bei anderen vollkommen normal zu sein scheint ........ die erwarten nichts von ihm, hat er da keinen Druck?

Das ist für mich so ein krasser Gegensatz. Vielleicht bin ich einfach zu naiv? Wenn er immer so gewesen wäre, könnte ich es nachvollziehen. Aber er hat sich ziemlich verändert, gefühlt aber nur mir gegenüber so extrem.

Vielleicht bin ich ja auch blind oder trage mit meinem Verhalten dazu bei. Ich habe ihn immer wieder drauf angesprochen. Nein, ich mache nichts falsch, es liegt nicht an mir, er kriegt es nicht hin.
Und doch fühle ich mich wie ein Monster, denn es scheint ja auf mich bezogen.

Ich bedanke mich für all eure Beiträge. Ich muss nu erst mal sacken lassen.

Es ist größtenteils wirklich nicht das was ich hören wollte. Ich hatte gehofft, ihr könnt mich mehr beruhigen dass das ein typisches Verhalten sein kann bei psychischen Problemen. Er zwar will, aber nicht kann.

Allen einen guten Start in die neue Woche
Herzliche Grüße, Piepmats
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo liebe @Piepmats ,

es tut mir sehr Leid, dass du in so einer schweren Situation bist!

Du hattest um eine Einschätzung bzgl. einer Depression gebeten. Aus meiner Perspektive könnte es durchaus sein (das ist natürlich KEINE Diagnose, nur eine Einschätzung), dass dein Mann depressiv ist, Depressionen können sich ganz unterschiedlich zeigen. Gerade bei Männern ist starker Rückzug, Vermeidung von Gesprächen, abkapseln von nahestehenden Bezugspersonen häufiger der Fall als bei Frauen, das liegt vor allem an der unterschiedlichen Geschlechtersozialisation und dass viele Männer, gerade ältere, weniger gut gelernt haben, über Gefühle zu sprechen und um Hilfe zu bitten.
Dazu kommt noch das (bei Depressionen allgemein sehr typische) Gefühl, eine Belastung zu sein, sich für das eigene Nicht-Können zu schämen, zu denken, die anderen sind besser dran ohne einen selbst.

Dahingehend macht auch Sinn, dass er sich vor dir am meisten verschließt, weil du vermutlich der Mensch bist, der ihm am nächsten steht und dadurch gewissermaßen "bedrohlich", weil du am genauesten hinschaust, Forderungen stellst (voll verständlich!), seinen Rückzug nicht einfach so hinnimmst.
Mit weniger nahestehenden Menschen kann es sehr viel leichter sein, in solch einer Phase klarzukommen, weil man diesen eher etwas vorspielen kann, bzw. belangloser Kontakt evtl. auch ein wenig ablenkt von den eigenen Problemen und eben insgesamt weniger Nähe vorhanden ist, der Kontakt nicht so tief geht, weniger sensible Themen berührt.

ABER leider ist es auch so, dass man trotz Depression (sollte es denn eine sein) auch eine gewisse Eigenverantwortung hat. Auch wenn er leidet und gerade wirklich nicht kann, wäre es so wichtig, dass er sich Hilfe sucht (ich habe gerade gelesen, dass er eine Gesprächstherapie macht, das ist schon mal sehr gut. Wie lange geht er schon dahin? Therapie braucht meist eine gewisse Zeit, bis sie wirkt). Das ist durch die Antriebsschwäche & die Hoffnungslosigkeit während einer Depression sehr schwierig, aber leider alternativlos. Denn für dich ist das kein haltbarer Zustand, finde ich. So Leid es mir für deinen Mann tut, aber auch du und dein Leben sind wichtig und ich sehe bei dir die Gefahr, selbst in eine psychische Krise zu rutschen durch die Überforderung. Du hast diesen Zustand jetzt schon sehr lange ertragen in Kombination mit vielen anderen Belastungen.

Könntest du dir vorstellen, dir selbst Hilfe zu suchen, in Form von Beratung oder Therapie? Das könnte zum einen sinnvoll sein, um deine aktuellen Belastungen zu verarbeiten und zu sortieren, zum anderen aber auch, um für dich klarer zu kriegen, wie lange du diesen Zustand noch aushalten kannst und willst.

Alles Gute!
 
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