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Wer weißt Rat - Komme nicht mehr an meinen Mann ran - wirklich Depression?

Liebe @Piepmats
es tut mir leid, dass ich so absolut geschrieben habe. Dieses Mauern regt mich leider auch immer tierisch auf…

Das kann natürlich sein, dass er einfach Schwierigkeiten hat sich zu öffnen, da selbst an seine Gefühle nicht herankommt. Vielleicht schafft er das ja noch in der Therapie, oder ihr findet einen anderen Paartherapeuten, der euch besser zusammenbringt. Er scheint doch offen für Behandlungen zu sein. Er gibt sich scheinbar Mühe.

Zu deiner Entlastung würde ich das bis dahin aber so verstehen, dass er da nicht ganz ehrlich ist zu sich, zu dir. Im Augenblick kann er, will er auch mit dir nicht zusammenleben. Bis er da seine Gefühle, Gedanken geordnet hat, würde ich mich an deiner Stelle auf dich konzentrieren. Eventuell findet ihr noch einen anderen Paartherapeuten, versucht das noch einmal. Aber solange er mauert, kannst du eigentlich nichts machen. Das muss man manchmal leider auch einfach aushalten, dass man hilflos ist.

Ihr seid ja nun schon 20 Jahre zusammen. Wenn du also immer noch an der Ehe hängst, ihn nicht ganz verlieren möchtest, gib ihm noch ein bisschen Zeit und konzentriere dich derweil auf dich, dass du deine Baustellen aufarbeiten kannst, zur Ruhe kommst und Kraft auftanken kannst. 🍀
 
Ich spreche ihn immer wieder drauf an, ob ich irgendwie helfen kann.

Und ich glaube, aus dieser Rolle solltest du mal herausfinden.
Aus mehreren Gründen:
Ihr seid so nicht auf Augenhöhe, und das ist für keine Beziehung förderlich.
Helfen ist Aufgabe der Therapeuten, du kannst nicht Ehefrau und Therapeutin sein.
Und zuerst solltest du jetzt mal dir und deinem Sohn zu einem normalen und unbelasteterem Leben verhelfen, da sehe ich deine Aufgabe.
Was denkst du, welche Frau ist attraktiver?
Die, die ihr Leben in die Hand nimmt, neue Dinge für sich entdeckt, unabhängig ist?
Oder die kümmernde, selbstlose Mami?

Ich möchte/muss verstehen und nachvollziehen können.

Nein. Du willst das. Du solltest nur akzeptieren.
Er ist erwachsen und wird seinen Weg gehen.
Ob alleine oder mit dir.

Mich nicht einfach wegdrehen und aufgeben.

Du willst die Kontrolle über die Situation, du hast Angst vor Kontrollverlust und klammerst deshalb, statt aktiv dein bereits 1 Jahr andauerndes neues Leben zu gestalten.

Lass ihn doch mal in dieses Leben ohne doch hineinfühlen, das entdecken.
Vielleicht entdeckt er dabei dich ganz neu und du dich selbst.
Dein Festhalten nimmt euch diese Chance.

Ja, das ist MEIN Problem - mich um mich selbst kümmern. Das habe ich bislang größtenteils vernachlässigt. Das muss ich angehen um nicht auf der Strecke zu bleiben.

Das ist doch mal eine gute Erkenntnis!
Nun mach etwas daraus - ab jetzt.
Lerne dich kennen, was macht dir Spaß?
Ich wette, du wächst über dich hinaus, wenn du dir das nur erlaubst.
Und dadurch ermöglichst du such deinem Sohn einen ganz neuen Blick auf dich als Mutter und auf Frauen allgemein.

Schleichend habe ich immer mehr Verantwortung übernommen und kümmere mich um alles.

Jetzt übernimm mal die Verantwortung für dich und DEIN Leben.
 
Und ich habe das Gefühl den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Ich wäre dankbar für Ratschläge, weil ich gar nicht weiß wo ich anfangen sollte in diesem Labyrinth.
Du könntest auch nochmal auf Trennungsschmerzen.de schreiben , Google mal.
Da er ja eine leitende Position hat und aktiv im Job und Verein ist , kann man eine Depression nur ausschließen.. die hat er nur bei Dir.
Wahrscheinlich eine andere Frau im Spiel , vielleicht auch online , wo er ungestört sein sein möchte.
Hast Du schon mal übernachtet in der Wohnung ?
Weißt Du was er Abends macht ?

Eine Scheidung würde ihm finanzielle Unannehmlichkeiten bringen , Unterhalt und Kosten , andere Steuerklasse auch
 
"Je nach dem" beleuchtet die Paartherapeutin beide Personen.

Habt ihr da über die Verhaltensweisen von dir gesprochen ?

Ja, haben wir. Ich sollte meine Wünsche deutlich aussprechen und auch immer wieder das Gespräch suchen. Wir sollten wieder in Austausch kommen, was eigentlich ja normal ist und bei uns auch schon mal normal war. Ich habe das auch direkt versucht umzusetzen, ich versuche alles mögliche, um die Situation zu verbessern, aber gefühlt bin ich eben die Einzige die was sichtbares tut (was die Paartherapeutin auch so gesehen und geäußert hat).
Vielleicht bin ich blind, aber ich merke/spüre eben nichts davon dass er überhaupt was ändern will. Ich werde einfach immer hängen gelassen, obwohl was anderes "angekündigt" wurde.
Deshalb lechze ich ja quasi nach jedem Wort von ihm, ob ich mitunter doch diejenige bin, die diese Blockade auslöst und was ändern kann. Ich wünschte, er würde mir einfach mal was vor den Kopf knallen.


Wie funktionierst du denn in eurer Beziehung ?

Achtest du auf deine Bedürfnisse ?
Sprichst du Wünsche an oder funktionierst du nur noch ?
Weil es "so halt" ist ?

Es hat sich irgendwann so eingeschlichen. Ich war halt auch viel mit meinem Vater eingespannt und habe dabei meine eigenen Bedürfnisse mehr und mehr zurückgestellt, neben Beruf, Sohn, Haushalt und Co - dem Alltag eben.
Die beiden Männer brennen beispielsweise für Fußball. Sohnemann spielt selbst und sie haben eine Dauerkarte für die Bundesliga. Da bleibt meist kaum was vom Wochenende.

Das habe ich aber alles Anfang letzten Jahres angesprochen als es mir bewusst wurde und drum gebeten eine Lösung zu finden, bei der sich alle wohlfühlen und einbezogen werden.
Habt ihr schon überlegt, mal am Wochenende beim andern zu schlafen oder etwas zu Unternehmen.
Kino, Museum, Familien/Freunde besuchen ?
Er ist noch nicht mal in der Lage eine halbe Stunde mit mir zu verbringen, ohne das Schweigen im Walde einsetzt. Von solchen Unternehmungen scheinen wir meilenweit entfernt, geschweige denn von 24/7 zusammenleben. Das ist für beide purer Stress. Mich triggert sein Schweigen, ihn vermutlich mein Redebedarf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da frage ich mich doch, warum du die Sache nicht mit deinen Freundinnen durchkaust und dich stattdessen an virtuelle Menschen wendest. Wobei ich vermute, dass sie das Thema einfach nicht mehr hören können, weil du für jeden Vorschlag ein Aber parat hast. 🙄

Ich kann dir nicht das geben was du suchst. Deshalb bin ich raus.

Sie nehmen ihn noch mehr in Schutz als ich. Die wären vermutlich noch entsetzter als ich. 😉

Warum hier? Weil die eben auch keine Erfahrungen mit psychischen Problemen haben.
 
Das kann natürlich sein, dass er einfach Schwierigkeiten hat sich zu öffnen, da selbst an seine Gefühle nicht herankommt. Vielleicht schafft er das ja noch in der Therapie, oder ihr findet einen anderen Paartherapeuten, der euch besser zusammenbringt. Er scheint doch offen für Behandlungen zu sein. Er gibt sich scheinbar Mühe.

Es ist verdammt viel Zeit vergangen, bis er diese Hilfe überhaupt angenommen hat. Und ich glaube, es wäre nicht dazu gekommen, wenn ich (und später die Paartherapeutin) nicht darauf gedrängt hätte.
Ich kann nicht beurteilen, ob er das nur macht, damit "Ruhe" ist oder ob er es wirklich für nötig hält und für sich tut.
 
Hallo in die Runde!
Ich weiß langsam echt nicht mehr weiter, bin am Rande des Wahnsinns.

Erst mal die Kurzform, mehr Details kann ich ja noch nachliefern.

Ich habe seit langem Probleme mit meinem Mann, die nicht gelöst werden können, weil mein Mann schlichtweg nicht in der Lage ist mit mir zu reden. Ich komme mir schon vor wie ein Monster.

Ich habe ihn im Herbst 2022 oft angesprochen ob er irgendwas hat, Probleme auf der Arbeit oder so, weil er oft brummelig von der Arbeit kam und ziemlich in sich gekehrt war. Es wurde aber immer dementiert.

Anfang 2023 war bei mir das Maß voll. Mein Vater Krebs im Endstadium, seit langem Stress auf meiner Arbeit, männliches Pubertier dazu und Haushalt - alles blieb an mir hängen. Ich habe um Unterstützung gebeten, aber nicht wirklich welche bekommen. Gefühlt bin ich in unserer Familie das Dienstpersonal welches den beiden Herren ein angenehmes Leben bereitet aber sonst nicht wirklich integriert wird was die Freizeitgestaltung betrifft.
Mein Mann war erstaunt, für ihn schien da noch alles in Ordnung.

Ich hatte gehofft, jetzt auch mal was zurückzubekommen, Rückhalt und Unterstützung. Geben und Nehmen, füreinander da sein - aber ne - mein Mann verfiel mehr und mehr in Schockstarre, es wurde so gut wie gar nicht mehr gesprochen.

Die Lage wurde immer angespannter, mein Vater kam ins Hospiz. Einen Familienurlaub habe ich deswegen abgesagt. Ich habe meinem Mann gesagt, dass ich diese Situation zuhause nicht mehr ertrage, wenn beide auch noch Urlaub haben und wir den Tag auch noch schweigend aufeinander hocken.

Er ist daraufhin zu seinem Freund ausgewichen. Bis heute (1 Jahr später!!!) ist er noch nicht zurück! Hat die Wohnung quasi übernommen, als sein Freund zu seiner Freundin gezogen ist. Beteuert aber immer wieder, dass es sein größter Wunsch sei wieder zurückzukommen.

Im Sommer letzten Jahres sind wir daraufhin (auf meine Initiative) zu einer Eheberatung. Das ließ anfangs auch hoffen, aber eine große Diskrepanz war und ist, dass mein Mann die dort angesprochenen Dinge, Erkenntnisse und Aufgaben als "verstanden" rückmeldet und auch immer bekräftigt hat, gemeinsam daran zu arbeiten zu wollen. Dabei blieb es aber auch meist. In die Tat umgesetzt wurde davon fast nichts. Darauf angesprochen kommt meist nur - das sei ihm nicht bewusst.
Die Fachkraft der Eheberatung war nach wenigen Monaten auch mit ihrem Latein am Ende (sie konnte das Verhalten und die Diskrepanz auch nicht mehr nachvollziehen) und brachte als Erklärung eine Depression ins Spiel.
Anfangs hat mein Mann auch dementiert aber scheinbar doch irgendwann verstanden dass er da alleine nicht rauskommt und sonst alles nur noch schlimmer wird. Er begab sich in Therapie. Mittlerweile hätte er wohl auch nicht mehr diese Antriebslosigkeit.

Allen anderen gegenüber verhält er sich aber "normal", nur bei mir ist er so "blockiert". Ich verstehe es nicht!

Er sagt immer wieder er will zurück zu uns, tut aber gefühlt nichts dafür. Er lebt SEIN Leben und sucht kaum den Kontakt. Er reagiert nur, aber agiert nicht. Wie will man da zurückfinden? Wir entfernen uns immer mehr voneinander!

Für mich ist das keine Basis für ein gemeinsames Leben, das reicht mir nicht. Ihm angeblich auch nicht, aber er macht einfach so weiter.

Mich macht das inzwischen wahnsinnig.

Kann man nur einer Person (mir) gegenüber depressiv sein? Oder hat er vielleicht doch ein Problem mit mir was er sich nicht eingesteht oder mir gegenüber schlichtweg nicht offen und ehrlich ist?

Kann das wer nachvollziehen und hat Rat wie man vorwärts kommen kann? Ich kann nicht mehr. Ich brauche irgendeine Art von Klarheit, komme mir langsam dann doch ein wenig "verarscht" vor, weil das eben alles nicht so zusammenpasst.

Viele Grüße
Piepmats
Man kann nicht nur einer bestimmten Person gegenüber depressiv sein. Das gibt es nicht. Entweder man ist generell depressiv oder eben nicht. Aber er scheint ein massives Problem mit eurer Beziehung zu haben. Er ist nicht mehr glücklich und ergreift die Flucht, in Form einer eigenen Wohnung. Das ist ziemlich deutlich. Er kann oder will aus irgend welchen Gründen nicht mit dir darüber reden, was seine Probleme betrifft. Vielleicht hat er das nie gelernt. Ich würde mich von ihm trennen, denn die Situation ist ja schon lange keine erfüllende Paarbeziehung mehr. Da sich eure Probleme auch in der Paartherapie nicht lösen ließen, liegt klar auf der Hand, dass eure Beziehung gescheitert ist. Daran kannst du, so wie du ihn und sein Verhalten beschrieben hast, auch nichts mehr ändern.
 

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